Zuletzt aktualisiert: 12. April 2020

Weiße Zähne sind nicht nur ein Schönheitsideal, sondern korrelieren Studien zufolge sogar mit mehr Erfolg im Leben, mehr Selbstbewusstsein und besseren Jobchancen.

Sowohl eine Zahnfehlstellung als auch eine Zahnverfärbung kann störend wirken. Häufig schämen sich Betroffene für ihre Zähne, was dazu führen kann, dass sie ihre Zähne verstecken wollen, undeutlicher sprechen, oder mit geschlossenem Mund lächeln.

Wir zeigen dir Wege auf, wie du nicht nur beim Zahnarzt, sondern auch zuhause weiße Zähne bekommen kannst. Weiters beantworten wir dir, welche Faktoren Zahnverfärbungen begünstigen, damit du diese in Zukunft vermeiden kannst und dich länger strahlend weißer Zähne erfreust.



Das Wichtigste in Kürze

  • Deine Zahnfarbe ist genetisch veranlagt. Je älter du wirst, desto dünner wird dein Zahnschmelz und desto gelber die Zähne. Hinzu kommen äußerliche Faktoren wie Zahnbeläge durch Nahrungsrückstände, Kaffee- und Teebeläge oder Lebensgewohnheiten wie Rauchen.
  • Es gibt verschiedene Methoden, um deine Zähne weiß zu bekommen. Die regelmäßige Anwendung von Hilfsmittel wie Zahnseide, Zahnzwischenraumbürsten und der richtigen Zahnpasta tragen maßgeblich dazu bei, langfristig strahlend weiße Zähne zu haben.
  • Wenn du kurz und schlampig Zähne putzt, bildet sich viel leichter Zahnbelag und Zahnstein. Putzt du mindestens zweimal am Tag gründlich deine Zähne, so minimierst du die Chance auf Zahnverfärbungen.

Welche Zahnverfärbungen gibt es?

Der erste Schritt besteht darin die Verfärbung zu identifizieren, damit du sie gezielt behandeln kannst. Die Ursachen für verfärbte Zähne können äußerlich sein oder aus dem Zahninneren stammen.

Deine Zahnfarbe ist größtenteils vererbt und kann sogar Auskunft über Mangelernährung geben. (Bildquelle: unsplash.com / Lesly Juarez)

Einen leichten Zahnbelag kennt jeder! Streichst du mit der Zunge nach dem Essen über deine Zähne, so fühlen sie sich nicht mehr ganz so glatt an, wie am Morgen nach dem Putzen. Mehrere Schichten bilden den Belag und enthalten so wie dein Essen Eiweiß, Kohlenhydrate, Phosphate sowie lebende Mikroorganismen.

Je nachdem, ob sich die Zahnoberfläche durch Auflagerungen verfärbt oder die Substanz durch Einlagerungen gestört ist, spricht man von einer extrinsischen oder intrinsischen Verfärbung.

Diese siedeln sich vor allem in den Zwischenräumen an, wo die Zahnflächen weniger häufig geputzt werden. Indem du eine halbe Stunde nach dem Essen deine Zähne reinigst, kannst du extrinsischen Verfärbungen vorbeugen.

Gelbe Zähne können auch ein Indikator für Erkrankungen sein, die nicht auf der Zahnoberfläche liegen! Ein Riss im Zahnschmelz, die Schädigung der Zahnwurzel oder eine kariöse Stelle bilden ebenso Zahnverfärbungen. Diese sind jedoch intrinsisch und lassen sich mit Hausmitteln nicht mehr behandeln.

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Wusstest du, dass Zahnbelag auch Plaque genannt wird. Verhärtet der Belag durch Mineralstoffe aus dem Speichel, so wird er zu Zahnstein.

Sie benötigen die Fachgriffe eines Zahnarztes, um deine Zähne wieder zum Strahlen zu bringen. Ist dein Zahnschmelz oder Zahnbein betroffen, so hilft meist nur ein Bleichen der Zähne, um sie wieder aufzuhellen.

Zum besseren Verständnis deines Zahnes haben wir dir nachstehend veranschaulicht, wie dein Zahn aufgebaut ist:

Bestandteil Beschreibung
Die Zahnkrone Die Zahnkrone ist der sichtbare Teil deines Zahnes — also deine Backen- und Frontzähne. Die äußere Schicht besteht aus dem Zahnschmelz. Dieser umgibt das Zahnbein. Das Zahnfleisch bildet den Übergang zum Zahnhals, welcher bereits vom Zahnfleisch verdeckt wird.
Der Zahnhals Der Zahnhals wird umgeben vom Zahnfleisch und befindet sich zwischen der sichtbaren Zahnkrone und der tiefreichenden Zahnwurzel.
Die Zahnwurzel Die Zahnwurzel sitzt im Kieferknochen und wird umschlossen von der Wurzelhaut. Die Zahnwurzel besteht aus dem Zahnzement, den Nerven und Blutgefäßen und dem sogenannten Zahnfach.

Wusstest du, dass Kinder und alte Menschen anfälliger für Zahnverfärbungen sind. Zuckerreiche Ernährung sowie das Absterben der Zähne beeinflussen die Farbe.

Zucker begünstigt Mikroorganismen und diese bilden wiederum Säuren, die zu kariösen Verletzungen führen. Reinige deine Zähne nach dem Konsum von  Zucker immer extra gründlich!

Hintergründe: Was du wissen solltest, um weiße Zähne zu bekommen

Wir haben für dich geklärt, worin der Unterschied zwischen inneren und äußeren Zahnverfärbungen liegt. Nachfolgend zeigen wir dir deine Möglichkeiten auf, um wieder strahlend weiße Zähne zu bekommen. Außerdem haben wir einige Tipps für dich, wie du lange weiße Zähne behältst.

Wie entsteht eine Zahnverfärbung?

Eine Zahnverfärbung kann zahlreiche Ursachen haben. Häufig sind mangelnde Zahnhygiene, schlampiges Putzen, vermehrter Konsum von dunklen Getränken und Speisen oder Lebensgewohnheiten wie Rauchen der Grund. Nur wenige Menschen haben das Glück, aufgrund großartiger Veranlagung und bei normalem Putzen dauerhaft strahlend weiße Zähne zu haben.

Deine DNA ist ein wichtiger Parameter, wenn es um deine Zahnfarbe geht. Ebenso wird die Qualität deiner Zähne im Wesentlichen vererbt.

Neben dem Erbgut spielt auch die Ernährung eine bedeutende Rolle bei Zahnverfärbungen. Grundsätzlich entstehen Verfärbungen durch den Konsum dunkler oder säurehaltiger Lebensmittel, da diese stark auf den Zahn einwirken.

Auch zuckerreiche Lebensmittel greifen deine Zähne an und je häufiger du Kaffee oder Schwarztee konsumierst, desto schneller werden deine Zähne gelb.

Was tun gegen Zahnverfärbungen: So bekommst du wirklich weiße Zähne

Wir haben für dich herausgefunden, was hinter all den Zahnweiß-Mythen steckt. Nachfolgend erfährst du, welche Methoden sich tatsächlich zum Bleichen deiner Zähne eignen, ohne Schäden anzurichten, die erst recht Verfärbungen und Zahnarztkosten erzeugen.

Schenkst du deinen Zähnen zweimal täglich Aufmerksamkeit und Pflege, so kannst du dir viele unnötige Zahnarztkosten ersparen. (Bildquelle: unsplash.com / Daniel Frank)

Welche Hilfsmittel wirken bei äußerlicher Zahnverfärbung, um weiße Zähne zu bekommen?

Es gibt ein paar Hilfsmittel mit Soforteffekt, die dir vor einem wichtigen Anlass zu weißen Zähnen verhelfen.

Kann ich mit Hausmittel weiße Zähne bekommen?

Das Zähneputzen mit Backpulver, Natron, Salz oder Zitronensaft schafft kurzfristig Abhilfe. Längerfristig richtet es jedoch mehr Schaden an, als es tatsächlich nützt.

Diese Haushalts-Zahnputzmittel sollten deshalb nicht regelmäßig angewandt werden, da sie den Zahnschmelz angreifen und bei mehrmaliger Verwendung Mikrorisse in der Zahnsubstanz erzeugen können, in denen sich später erst recht Belag ansiedelt.

Bei einmaliger Verwendung kannst du jedoch ohne weiteres einen Erfolg feststellen und dir rasch Abhilfe schaffen.

Kann ich mit Whitening-Zahnpasten weiße Zähne bekommen?

Auch Zahnweiss-Kaugummis und Zahnpasten versprechen strahlend weiße Zähne. Sie sind in Bezug auf den Bleichwirkstoff Peroxid jedoch so gering dosiert, dass keine nachweislich aufhellende Wirkung erzielt werden kann. Deine Zähne fühlen sich nach dem Kauen oder Putzen zwar sauber an, die Bleichwirkung lässt jedoch zu wünschen übrig.

Zudem können Putzkörper die Zahnoberfläche durch Scheuern und Abrasion abtragen oder das Zahnschmelz demineralisieren. Achte deshalb beim Kauf deiner Zahnpasta immer auf die Inhaltsstoffe und schütze dich vor Marketing-Tricks!

Hier haben wir dir einige Wirkstoffe zusammengefasst, die du beim Kauf deiner nächsten Zahnpasta vermeiden solltest:

Vermeide diese Inhaltsstoffe Beschreibung
Abrasivstoffe Abriebstoffe sind kleine Schleifkörper, meist Silicate. Die Kunststoffpartikel gelangen überall hin und können unter dem Zahnfleisch Entzündungen anrichten oder deine Zähne bei täglicher Anwendung so sehr abreiben, dass sie erst recht farbanfällig werden. 
Zusatzstoffe Farbstoffe und Geschmacksstoffe, Haltbarstoffe wie Parabene, Schmierstoffe, schaumbildende Stoffe wie Natriumlaurylsulfat und Wirkstoffträger wie Polyethylenglycol sind in fast allen Zahncremes enthalten, deshalb kannst du ihnen nur schwer entkommen. Ebenso sind Süßstoffe wie Sorbit schwer zu vermeiden. Achte trotzdem darauf, dass deine Zahnpasta so wenig wie möglich davon enthält und schlucke die Paste nach der Reinigung nicht runter.
Triclosan Dieses Mikrobiozid wirkt desinfizierend, sollte jedoch nicht im Haushalt verwendet werden, da es die Wirkung von Antibiotika mindern kann.

Fluorid — ja oder nein? Kontroverse Meinungen existieren zum Salz Fluorid. Während Fluorid unter Zahnärzten nach wie vor als einer der wichtigsten Inhaltsstoffe in Zahnpasten gilt, existieren ebenso Auffassungen darüber, dass Fluorid für den Körper giftig sei und nicht in Zahnpasten vorkommen sollte.

Wir klären dich auf! Obwohl dein Körper natürliches Fluorid in den Knochen und im Zahnschmelz enthält, kann das Fluorid der Zahnpasta unerwünschte Nebenwirkungen auslösen.

Grundsätzlich überwiegt die positive Wirkung des Fluorids, da es Karies vorbeugt und die Zähne stabiler und stärker macht. Höchstens 1500 ppm bzw. 0,15% Fluorid darf in Zahnpasten enthalten sein, wobei du die Zahnpasta auch nicht schlucken sondern wieder ausspucken solltest. So kannst du Zahnpasten mit Fluorid ohne weitere Bedenken täglich anwenden.

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Wusstest du, dass Hydroxylapatit ein wichtiger Mineralstoff ist, um deinen Zahnschmelz zu reparieren? Sogenannte Apatite — kleine Kristalline — werden mithilfe von Hydroxylapatit aufgebaut und durch das Fluorid stabilisiert. Hydroxalapatit verhindert somit den  den Verlust der Hartsubstanz und macht deine Zähne nicht nur härter sondern auch weniger empfindlich.

Zahnpasten für Kinder enthalten meist weniger Fluorid, sodass es nicht zur sogenannten Flures kommt, wobei Flecken oder Streifen auf den Zähnen auftreten.

Achte beim Kauf von Zahnpasta nicht nur auf den Preis und Geschmack, sondern auch auf die Inhaltsstoffe. Vermeide Putzkörner in Whitening Zahnpasten, da sie die Zähne auf Dauer schädigen. (Bildquelle: unsplash.com / William Warby)

Für die Kariesprophylaxe ist Fluorid unerlässlich! Zahncremes ohne Fluorid greifen meist auf den Zuckerzusatzstoff Xylit oder auf Kräuterextrakte zurück, wobei diese in der Kariosprophylaxe weit geringere Effekte erzielen als Fluorid.

Kann ich mit Aktivkohle weiße Zähne bekommen?

Zahnpasten mit Aktivkohle liegen voll im Trend. Allerdings sind Konsumenten meist nicht aufgeklärt, wie die Aktivkohle tatsächlich wirkt. Wir klären dich auf!

Innerhalb der Zahnpasta ist die Aktivkohle bereits an andere Inhaltsstoffe gebunden und somit nicht mehr aufnahmefähig. Der Aufhellungseffekt erfolgt also vielmehr dadurch, dass der Belag und die Verfärbungen von den Aktivkohlekörnern abgerieben wird.

Wusstest du, welche Info dir der RDA-Wert auf deiner Zahnpastapackung liefert? Zahnpasten die eine aufhellende Wirkung versprechen enthalten Putzkörner, die Verfärbungen abreiben. Der Abrieb wird im RDA-Wert angegeben und beträgt in der Regel zwischen 40-80.

Das Maß für die abtragende Wirkung der Stoffe auf das Zahnbein wird mit RDA — radioactive dentine abrasion — abgekürzt. Nachfolgend haben wir dir die gängigsten Werte der Abrasion von radioaktivem Dentin aufgelistet.

RDA Durchschnittswerte in Zahnpasten Beschreibung
Bis zu 30 niedrige Abrasivität, aber auch geringere Reinigungswirkung
35 bis 50 guter Ausgleich zwischen niedriger Abrasivität und Reinigungswirkung
50-70  etwas höhere Abrasivität und stärkere Reinigung
70-80 mittelhohe Abrasivität, keinesfalls für den Dauergebrauch geeignet
95-100 hohe Abrasivität, keinesfalls für den Dauergebrauch geeignet
Über 250 Gesetzlicher Grenzwert, überaus hohe Abrasivität

Aktivkohle hat einen hohen RDA und reibt den Zahnschmelz auf. Bei häufigem Putzen, kann es sogar soweit kommen, dass die Zahnschutzschicht verloren geht und deine Zähne sehr empfindlich werden.

Ebenso lagern sich Farbstoffe später leichter in die aufgeraute Oberfläche ein. Ein Versprechen, dass diese Aktivkohle-Zahnpasta Defekte im Schmelz ausgleicht, kann somit im täglichen Gebrauch nicht eingehalten werden.

Willst du deinen Zahnschmelz schonen, so solltest du Aktivkohle Zahnpasten nicht regelmäßig verwenden. (Bildquelle: unsplash.com / Chris Slupski)

Machen Bananenschalen meine Zähne weißer?

Die Antwort ist Ja! Bananenschalen können tatsächlich einen minimal aufhellenden Effekt erzielen, allerdings nur bei dauerhafter Anwendung. Reibst du deine Zähne mit der Innenseite einer Schale ein, so nehmen sie das darin enthaltene Magnesium und Kalium auf, welches wiederum einen Aufhelleffekt erzeugen kann. Nach einer Einwirkzeit von zehn Minuten bürstest du das Mark nochmals ein, spülst mit Wasser nach und putzt abschließend mit einer normaler Zahnpasta deine Zähne.

Wiederholst du dies einmal pro Woche, so lässt sich nach etwa zwei Monaten tatsächlich ein geringer Effekt erkennen. Spürbar weißer werden deine Zähne dadurch zwar nicht, aber die Methode ist immerhin natürlich und günstiger als chemisches Bleichen beim Arzt. Im Geschmack lässt diese relativ neuartige Methode jedoch zu wünschen übrig!

Welche Kräuter bringen weiße Zähne?

Auch Kräuter wie Salbei und Kurkuma können eine zahnaufhellende Wirkung haben. Ebenso fällt regelmäßiges Ölziehen in die Kategorie des natürlichen Bleichens. Von Pfefferminzöl über Nelken-, Eukalyptus-, Zimtöl bis hin zu Kokosöl wird vieles angeboten. Außerdem ist Ölziehen für das Zahnfleisch und den Bakterienhaushalt im Mund sehr empfehlenswert.

Die unterschiedlichsten Erfahrungsberichte kursieren über die Wirksamkeit dieser Methoden auf weißere Zähne. Du kannst diese Hausmittel auf jeden Fall ausprobieren, allerdings musst du sie über mehrere Wochen regelmäßig praktizieren, um einen bemerkbaren Effekt zu erzielen.

Sie gelten also nicht als Sofortmethode — trotzdem haben sie ihre Berechtigung, da sie ein leichtes Aufhellen ermöglichen.

Welche Arten des Bleichens gibt es, um deine Zähne weiß zu bekommen?

Grundsätzlich werden drei Arten des chemischen Bleichens angeboten. Zwei davon werden vom Zahnarzt durchgeführt oder supervisiert, die dritte Methode eignet sich für zuhause und benötigt keinen Arzt.

Die intensivste und teuerste Methode ist das einmalige Bleichen beim Zahnarzt. Mittlerweile ist es sogar möglich, einzelne Zähne zu bleichen und die restlichen zu verschonen.

Im Englischen wird Bleichen als Bleaching bezeichnet. Besonders in den USA liegt Bleichen voll im Trend und wird entweder beim Zahnarzt oder mit sogenannten Teeth-Whitening-Kits regelmäßig durchgeführt.  Online erhältlich, ermöglichen die Do-It-Yourself Bleachings das Bleichen ganz einfach von zuhause aus.

Aus chemischer Sicht gibt es zwei Arten des Bleichens. Bei der Reduktionsbleiche wird der Sauerstoff im Zahn vorübergehend reduziert. Bei der Oxidationsbleiche wird der aktive Sauerstoff mittels Wassterstoffperoxid oder anderen Chlorverbindungen freigesetzt und die Farbstoffe werden längerfristig zerstört.

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Wusstest du, dass das konzentrierte Aufhellungsmittel mit einem Laser oder UV-Licht aktiviert werden. So zerfällt das Peroxid und der Bleichvorgang kann durch den aktiven Sauerstoff seinen Lauf nehmen.

Durch Bleaching lassen sich sehr gute Erfolge erzielen! Vor allem, wenn nicht nur deine Zahnoberfläche, sondern auch der Zahnschmelz verfärbt ist. Ebenso können Menschen mit genereller Veranlagung zu gelben Zähnen durch Bleaching endlich strahlend weiße Zähne bekommen.

Aufgepasst im Alter! Da der Zahnschmelz älterer Menschen dünner ist und das darunter liegende Zahnbein mehr durchscheint, kann Bleaching zwar durchgeführt werden, jedoch ist es nicht so wirksam, da das gelbe Zahnbein mehr durchscheint.

Eine weitere Möglichkeit des Bleichens ist das mehrmalige Home-Bleaching, wobei der Zahnarzt den Vorgang mit einer Bleichschiene erstmalig durchführt und die restlichen Sitzungen vom Personal angeleitet oder zuhause ausgeführt werden können.

Hierbei setzt dein Zahnarzt Kunststoffschienen mit Bleichgel ein und entfernt diese nach rund 60 Minuten wieder. Nach maximal drei Sitzungen ist die Behandlung abgeschlossen.

Das chemische Bleichen mit Peroxid erzielt hervorragende Ergebnisse, die deutlich spürbar sind. (Bildquelle: pixabay.com / Geralt)

Das flexible Bleichen von zuhause aus erspart dir einiges an Zeit, ist jedoch weniger professionell und wirkt weniger intensiv. Meist wird hier kein Wasserstoffperoxid, sondern das mildere Carbamidperoxid verwendet.

Wichtig ist, dass du deine Zähne vor dem Bleichen immer gut reinigst und dein Zahnfleisch nicht mit dem Bleichmittel in Berührung kommt, da es sonst dauerhaft geschädigt werden kann.

Bleichmittel für zuhause sind sowohl auf Wasserstoffperoxid-Basis als auch ohne Peroxid erhältlich. Peroxid macht die Zähne für ein paar Tage empfindlich, peroxidfreie Bleichmittel sind deshalb etwas schonender.

Eine abschließende Fluorid-Gel-Behandlung verringert die Neubildung von Belägen und Verfärbungen. Bleaching ist zwar keine natürliche Methode, um strahlend weiße Zähne zu bekommen, aber die effektivste.

Je höher das Gel konzentriert ist und je länger es einwirkt, desto stärker wird die Zahnoberfläche, die Oberflächenrandschicht und das Zahninnere gebleicht.

Mehr Details zum Thema Bleichen findest du in diesem spannenden Video:

Um den Bleicherfolg besser erfassen zu können, gibt es die sogenannte Vita-Skala. Die Zahnfarbe des Durchschnittsbürgers liegt hierauf meist bei einem Wert von A3. Durch Bleichen kann einen Wert von B1 und heller erreicht werden.

Der Preis für ein Bleaching variiert von Arzt zu Arzt und liegt je nach Methode, Aufwand und Materialkosten bei 300 bis 800 Euro.

Für wen ist Bleichen ungeeignet?

Da deine Zähne und das Zahnfleisch durch das Bleichen empfindlicher werden und es leichter zu Zahnfleischreizungen kommen kann, wird Menschen mit Zahnfleischerkrankungen oder sehr weichem Zahnfleisch davon abgeraten.

Hier haben wir dir weitere Kriterien zusammengefasst, die gegen das chemische Bleaching sprechen. Du solltest deine Zähne keinesfalls bleichen,

  • wenn du noch minderjährig bist, da sich dein Zahnschmelz und Zahnbein noch entwickelt.
  • wenn du schwanger bist oder stillst.
  • wenn du Füllungen, Kronen oder Brücken hast.
  • wenn du empfindliche Zahnhälse hast.
  • wenn deine Zähne mit Karies befallen sind.
  • wenn deine Zähne wurzelbehandelt sind. In diesem Fall kann dein Arzt jedoch ein internes Bleichen anwenden.
  • wenn deine Zähne abgestorben und gräulich verfärbt sind. In diesem Fall kann dein Arzt ebenso ein internes Bleichen durchführen.

Grundsätzlich gilt — nur natürliche Zähne können durch Bleichen aufgehellt werden — künstliche Kronen, Füllungen oder Brücken sind nicht dafür geeignet.

Manche Verfärbungen wie Fluoroseflecken oder Tetrazyklinverfärbungen sind ebenso ungeeignet. Abhilfe bieten Verblendschalen aus Keramik oder Kunststoff. Diese werden auch Veneers genannt und auf die Zähne aufgeklebt.

Welche Pflege benötigen weiße Zähne?

Grundsätzlich raten wir dir von Zahnpasten mit Aufhelleffekt ab. Mittlerweile dürfen Zahnpasten nur mehr 0,1% Wasserstoffperoxid beinhalten. Deshalb kannst du davon ausgehen, dass sich die bleichende Wirkung auf ein Minimum beschränkt. Durch die enthaltene Säure und die Aufrauung durch Körner, lagern sich bei regelmäßiger Anwendung sogar leichter Farbbeläge ab.

Ebenso solltest du auf regelmäßige Mundspülungen verzichten, wenn du weiße Zähne bekommen willst. Hier wirkt der antibakterielle Wirkstoff Chlorhexidin und verfärbt deine Zähne.

In der nachfolgenden Tabelle findest du eine Pflegeanleitung für weiße Zähne:

Schritte Beschreibung
Das Putzen Putze deine Zähne mindestens zweimal am Tag. Am besten morgens vor dem Frühstück und abends bevor du ins Bett gehst. Putze sie gründlich und gehe jeden Zahn einzeln durch. Auch deine Zunge gehört geputzt.
Die richtige Zahnbürste Eine elektrische Zahnbürste mit weichen Borsten ist am gesündesten für deine Zähne. Einerseits erleichtern die Bewegungen der Bürste den Putzvorgang, andererseits ruinieren weiche Borsten den Zahnschmelz nicht.
Zahnseide und Interdentalbürsten Zahnseide muss nicht täglich angewandt werden, jedoch mindestens alle drei Tage. Achte drauf, dass du dein Zahnfleisch dabei nicht berührst, da es sonst zu Verletzungen kommen kann oder es sich zurückbildet.
Die nötige Konzentration Konzentriere dich bei der Zahnhygiene wirklich auf den Reinigungsvorgang und erledige nebenbei keine anderen Sachen. So vermeidest du, dass manche Bereiche wiederholt oberflächlich behandelt werden und eine Problemzone entsteht.
Mundhygiene Mindestens einmal im Jahr sollte dein Zahnarzt einen Blick auf deine Zähne werfen und eine reinigende Mundhygiene durchführen.

Tipp: Wenn du am Morgen Orangensaft trinkst, solltest du lieber vor dem Frühstück Zähne putzen. Säuren demineralisieren den Zahnschmelz, weichen ihn auf und entziehen ihm so den nötigen Schutz für etwa eine Stunde. Unmittelbares Putzen würde den Zahnschmelz abschleifen.

Wie ernähre ich mich richtig, um meine Zähne weiß zu halten?

Wer sich grundsätzlich zuckerarm und gesund ernährt, sollte keine Bedenken haben. Kaffee, Tee oder Rotwein hinterlassen einen dunklen Film auf den Zähnen, der zu Zahnbelägen führt. Auch Tabak und Medikamente wie Antibiotika wirken sich auf die Zahnfarbe aus und können deine Zähne verfärben.

Wichtig ist, dass du die notwendigen Vitamine und Mineralien zu dir zu nimmst. Fehlt deinen Zähnen etwa Calcium oder Fluorid, das in Trinkwasser vorkommt, so können hell-weiße Flecken entstehen.

Welche Möglichkeiten hat mein Zahnarzt, um meine Zähne weiß zu bekommen?

Je nachdem wie alt du bist und welche Lebensgewohnheiten du hast, bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten an, um weiße Zähne zu bekommen.

Neben dem chemischen Bleichen gibt es auch die Möglichkeit ungesunde Zähne völlig zu ersetzten. Kronen, Brücken, Modellgussprothesen und Teleskopprothesen sowie Implantate können auf deine Wunschzahnfarbe abgestimmt werden. Damit kannst du nicht nur weiße Zähne bekommen, sondern auch eine neue Zahnform und ein schönes gleichmäßiges Gebiss.

Trivia: Was du sonst noch wissen solltest, um weiße Zähne zu bekommen

Wie bekomme ich weiße Zahnflecken wieder weg?

Die sogenannte Zahnfluorose tritt auf, wenn überhöhte Fluoridzufuhr besteht. Meist sind die Vorderzähne betroffen. Die weißen Flecken stören ästhetisch. Hier können Veneers, also Verblendschalen, Abhilfe schaffen.

Zahnfluorose ist auch unter dem Name White Spots — also weiße Flecken — bekannt. Stark ausgeprägt, bilden sie das Anfangsstadium für Karies. Es ist wichtig, sie wieder loszuwerden. Dies erreichst du sowohl durch gründliches Zähneputzen, als auch durch Maßnahmen der Fluoridierung beim Zahnarzt.

Zahnfluorose erzeugt weiße Flecken an den Vorderzähnen. Mittlerweile gibt es bereits mehrere Behandlungsmöglichkeiten dafür. Konsultiere deinen Arzt, um die für dich richtige Methode zu finden. (Bildquelle: unsplash.com / Daniel Öre)

Was hat Wasserstoffperoxid und Carbamidperoxid mit weißen Zähnen zu tun?

Wasserstoffperoxid ist eine hellblaue Verbindung, die zum Bleichen verwendet wird. In einer Konzentration zwischen 9% und 40% wird es in einer einzigen Sitzung auf die Zähne aufgetragen, wobei das Zahnfleisch davon verschont bleibt. Beim Zahnarzt werden höher dosierte Präparate verwendet wie beim Home-Bleaching.

Außerdem wird zuhause meist Carbamidperoxid verwendet, da es milder ist. Carbamidperoxid besitzt nur ein Drittel der Stärke von Wasserstoffperoxid, weshalb die Anwendung zuhause auch mehrere Male wiederholt wird. Ist deine Zahnaufhellung abgeschlossen, so solltest du mindestens ein bis zwei Jahre warten, bevor du wieder ein Bleaching durchführst.

Nebenwirkungen von Wasserstoffperoxid können sogenannte Blitze oder ein starkes Ziehen in den Zähnen sein. Diese Schmerzen verfliegen zum Glück nach einigen Tagen wieder.

Fazit

Weiße Zähne mögen im ersten Moment als reines Schönheitsideal klingen, du solltest deren Wirkung jedoch nicht unterschätzen. Wenn du unter deiner Zahnfarbe leidest, kann dies an deinem Selbstbewusstsein nagen und dein Verhalten sowie Sprachgewohnheiten maßgeblich beeinflussen.

Immerhin ist dein Gesicht das, worauf jeder Mensch als erstes schaut. Um deine Zähne weiß zu halten reicht es schon, wenn du täglich gründlich putzt und Zahnseide verwendest.

Willst du deinen Zähnen wieder ein Strahlen verleihen, so greife lieber zum professionellen Bleichen beim Zahnarzt. Dieser reinigt deine Zähne gründlich und kann den Bleichvorgang optimal auf deine Bedürfnisse ausrichten.

Auch die regelmäßige Mundhygiene lohnt sich. So schenkst du deinem Lächeln wieder ein schönes Weiß und kannst strahlend in den Tag starten!

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] medlexi.de/Gelbe_Zähne_(Zahnverfärbungen)

[2] gofeminin.de/make-up/weisse-zahne-bekommen-s1556307.html

[3] apacare.com/de/info/bleichen-tipps.html

[4] citizensustainable.com/de/zahnpasta/

[5] freude-am-laecheln.de/pic/upload/Abrasionswerte_Zahnpasten.pdf

[6] zahntipps.at/de/mundhygiene/zahnpflege.html

[7] zahn-lexikon.com/index.php/w/50-faqs/458-wasserstoffperoxid

Bildquelle: 123rf.com/ 61732304

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Daniela ist von der heilenden Wirkung pflanzlicher Stoffe überzeugt. Deshalb hat sie sich dazu entschieden, eine Ausbildung im Fachbereich Homöopathie zu absolvieren. Sie arbeitet freiberuflich als Homöopathin und in ihrer Freizeit ist keine Fachzeitschrift und kein Buch vor ihr sicher. Dadurch besitzt sie eine große Expertise im Bereich der pflanzlichen Heilkunde.