Warze entfernen

So harmlos Warzen oftmals sind, schön sind sie nicht und man möchte sie am liebsten schnell wieder loswerden. Doch wann ist eine Behandlung wirklich notwendig und was ist dabei zu beachten?

Mit unserem Ratgeber zum Thema Warzen entfernen möchten wir dir helfen, eine erste Einschätzung vorzunehmen. Außerdem geben wir dir Tipps zur Selbstbehandlung und Informationen, die vor der Behandlung einer Warze wichtig zu wissen sind.




Das Wichtigste in Kürze

  • Warzen sind gutartige Hautwucherungen, welche durch Viren übertragen werden. Vor allem Kinder und Jugendliche neigen verstärkt zu Warzen.
  • Die meisten Warzen verschwinden von selbst, allerdings erst nach Monaten oder sogar Jahren. Vor allem gewöhnliche Warzen können durch Hausmittel oder Medikamente behandelt werden, um sie schneller zu entfernen.
  • Ein Allzweckmittel zur Behandlung von Warzen gibt es nicht aufgrund der zahlreichen unterschiedlichen Warzentypen. Wichtiger als die Art der Behandlung ist oftmals, dass sie überhaupt und möglichst früh stattfindet.

Definition: Was ist eine Warze?

Als Warze bezeichnet man kleine gutartige Hautwucherungen auf der oberen Hautschicht, welche häufig im Kindes- und Jugendalter auftreten und durch humane Papillomviren (HP-Viren) übertragen werden. Innerhalb dieser HP-Viren gibt es etwa 200 unterschiedliche Typen, die entweder als Hochrisiko- oder als Niedrigrisiko-HPV-Typen klassifiziert werden. Warzen zählen zur letzteren Kategorie.

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Sowohl Menschen als auch Tiere können Warzen bekommen, eine Ansteckung vom Mensch zum Tier oder umgekehrt ist nicht möglich.
(Bildquelle: Pexels / Matheus Bertelli)

Vor allem an Händen, Fingern, Nagelrändern und Fußsohlen treten Warzen auf und können einzeln oder in Gruppen erscheinen. In besonders ausgeprägten Fällen breiten sie sich beetartig aus.

In der Regel sind Warzen harmlos, können allerdings je nach Ort des Auftretens alltägliche Tätigkeiten behindern oder in seltenen Fällen auch Schmerzen verursachen. Auch sind sie optisch nicht ansprechend und können zu einem geminderten Selbstbewusstsein führen.

Hintergründe: Was du über Warzen wissen solltest

Wenn du eine Warze entdeckt hast, hast du sicherlich einige Fragen, die du vor einer weiteren Behandlung geklärt haben möchtest. Wir haben die am häufigsten gestellten Fragen herausgesucht und umfassend beantwortet.

Welche Arten von Warzen gibt es?

Man unterscheidet zwischen folgenden Arten von Warzen:

  • Gewöhnliche Warzen: Diese Warzen entstehen häufig an den Fingern und an den Händen, in seltenen Fällen auch an den Füßen. Sie sind etwa erbsengroß, wölben sich leicht nach außen und haben eine unregelmäßige Oberfläche. In der Regel verursachen sie keine Schmerzen.
  • Dornwarzen: Sie kommen häufig unter der Fußsohle vor und können beim Auftreten starke Schmerzen verursachen. Sie schließen mit der Hautoberfläche ab und wachsen tief ins Gewebeinnere hinein, weshalb sie teilweise größer sind als auf den ersten Blick sichtbar. Das Gewebe ist oft von kleinen schwarzen Punkten durchsetzt, welche Zeichen kleiner Einblutungen sind.
  • Flachwarzen: Vor allem Kinder und Jugendliche entwickeln Flachwarzen im Gesicht, Händen und / oder Unterarmen. Sie treten immer in Gruppen auf und haben eine weiche, braun- oder rosafarbene Oberfläche. In manchen Fällen kann es zum Juckreiz kommen. Das Kratzen sollte unbedingt vermieden werden, da sich so die Warzen noch weiter ausbreiten können.
  • Feigwarzen: Diese stecknadelkopf- bis mehrere Zentimeter großen Warzen treten im Genital- und Analbereich auf und sollten grundsätzlich vom Arzt behandelt werden.

Sind Warzen ansteckend?

Warzen sind ansteckend, da sie durch Viren übertragen werden. Sie können durch direkten Hautkontakt oder über an Hautschuppen haftende Viren an Türklinken, Handtüchern oder Fußböden auf die Haut übertragen werden. Sie gelangen bereits über kleinste Verletzungen in die Hautzellen und vermehren sich dort.

Auch eine Selbstansteckung durch wiederholtes Kratzen oder Rasieren ist möglich, da dadurch die Viren am eigenen Körper verteilt werden und “Tochterwarzen” entstehen können.

Trotz ihres Namens sind Dell-, Stiel- und Alterswarzen nicht ansteckend und daher auch nicht als Warzen im klassischen Sinne zu behandeln.

Wie bekommt man Warzen?

Neben der direkten oder indirekten Ansteckung gibt es unterschiedliche Faktoren, welche die Warzenbildung begünstigen können. Dazu zählen verstärktes Schwitzen, ein geschwächtes Immunsystem (unter anderem auch durch Rauchen) und eine gestörte Durchblutung in Fingern und Zehen.

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Wusstest du, dass fast ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland von Warzen betroffen ist?

Unter Kindern von 4 bis 6 Jahren haben etwa 5 bis 10 % Warzen, bei Jugendlichen zwischen 16 und 18 sind es bis zu 30 %. Mit fortschreitendem Alter nimmt die Häufigkeit der Warzen bei Erwachsenen wieder stark ab und liegt bei etwa 3 %.

Auch Menschen mit einer bereits bestehenden atopischen Erkrankung wie Neurodermitis oder einer Neigung zu Allergien sind besonders anfällig. Das Erkrankungsrisiko scheint ebenfalls durch seelische Konflikte und Stress erhöht zu werden (1).

Verschwinden Warzen auch ohne Behandlung?

Auch ohne Behandlung können Warzen verschwinden, da die Immunabwehr des Körpers die verursachenden Viren versucht abzutöten. Das dauert jedoch teilweise oftmals Monate bis sogar Jahre.

Vor allem bei Kindern erfolgt eine schnellere Spontanheilung als bei Erwachsenen, bei Jungen schneller als bei Mädchen. Generell kann man damit rechnen, dass innerhalb von 2 Jahren die Hälfte aller Warzen ohne Behandlung von selbst verschwinden (2).

In welchen Fällen sollte die Warze vom Arzt untersucht / behandelt werden?

Die meisten Warzen sind harmlos und verschwinden von alleine, weshalb entweder auf eine Behandlung verzichtet werden oder mithilfe von Hausmitteln und Medikamenten die Heilung beschleunigt werden kann.

Eine ärztliche Beratung ist zu empfehlen, wenn Warzen:

  • an empfindlichen Körperstellen (z. B. Gesicht, Hals, Genitalien) auftreten
  • sich schnell ausbreiten
  • besonders zahlreich sind
  • bluten oder entzündet sind
  • ihr Aussehen verändern
  • Schmerzen verursachen
  • kosmetisch besonders störend sind
  • älter als 6 Monate sind

Eine besondere Beratung ist ebenfalls bei Säuglingen und Kindern unter 4 Jahren und Patienten mit schlechter Wundheilung, empfindlicher Haut und / oder geschwächtem Immunsystem notwendig.

Werden die Kosten für eine ärztliche Behandlung von der Krankenkasse übernommen?

Die Krankenkassen übernehmen oftmals nur die Kosten bei der Behandlung von Warzen, welche gesundheitliche Probleme verursachen.

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten bei Warzen eher nicht.

Dazu zählen Dornwarzen an der Fußsohle, da diese beim Laufen häufig starke Schmerzen verursachen.

Generell hängt es von der Beurteilung des Arztes ab, ob die Krankenkassen die Behandlungskosten tragen. In den meisten Fällen übernehmen sie diese jedoch nicht.

Wie kann man Warzen vorbeugen?

Folgende Hygieneregeln solltest du beachten, wenn du einer Warzenbildung vorbeugen möchtest:

  • In Schwimmbädern, Fitnessstudios, Hotelzimmern usw. nicht barfuß laufen
  • Handtücher, Schuhe usw. nicht gemeinsam benutzen
  • Füße nach dem Waschen oder Duschen sorgfältig abtrocknen
  • luftdurchlässige Schuhe tragen
  • Schweißbildung an Händen und Füßen möglichst vermeiden
  • Hände gründlich waschen
  • auf das Rauchen verzichten – die Haut ist durch die mangelnde Durchblutung empfänglicher für eindringende Viren
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Wie bei jeder Virusinfektion lässt sich auch der Warzenbildung durch regelmäßiges, gründliches Händewaschen vorbeugen.
(Bildquelle: Unsplash / Sharon McCutcheon)

Mein Haustier hat eine Warze – was muss ich beachten?

Auch Hunde können wie Menschen von Warzen befallen werden. Eine Warze beim Hund ist eine kleine weiße Hauterhebung mit glatter oder rauer Oberfläche, welche sich mit der Haut leicht verschieben lässt.

Eine Ansteckung vom Hund auf den Menschen oder umgekehrt ist nicht möglich, jedoch von einem Hund auf einen anderen.

In den meisten Fällen stören die Warzen den Hund nicht und sind nach einiger Zeit von selbst verheilt. Eine Entfernung ist bei einem Warzenbefall im Maul oder an den Augenlidern notwendig, aber auch, wenn der Hund sich an der betroffenen Stelle häufig kratzt. Wenn dein Hund unter starkem Warzenbefall leidet, ist eine Impfung sinnvoll.

Auch Pferde können Warzen bekommen, vor allem Fohlen und Jungpferde bis zu 3 Jahren. In den meisten Fällen sind die Warzen harmlos und heilen nach wenigen Monaten von selbst ab. Dennoch solltest du beim Entdecken von Knoten oder warzenähnlichen Stellen einen Tierarzt aufsuchen. Vor allem im Anfangsstadium ähneln die Warzen einem gefährlichen Hauttumor.

Warzen entfernen: 3 Möglichkeiten der Behandlung

Eine möglichst frühzeitige Behandlung ist wichtig, um die Ausbreitung und chronisches Auftreten von Warzen zu verhindern.

Anbei stellen wir 3 Behandlungsmöglichkeiten im Detail vor. Es ist möglich, diese sowohl einzeln als auch in Kombination durchzuführen. Vor allem bei der Erstbehandlung von gewöhnlichen Warzen wird eine gleichzeitige Behandlung durch Salicylsäure und Vereisen empfohlen (3).

Warzen durch Medikamente entfernen

Bewährte Methoden zur medikamentösen Entfernung von Warzen sind das Auflösen (Keratolyse) und das Vereisen (Kryotherapie). Beide Methoden sind gleichermaßen wirksam, gut verträglich und führen bei einer regelmäßigen Anwendung zum vollständigen Verschwinden der Warze nach etwa 12 Wochen (4). Die meisten Präparate sind rezeptfrei erhältlich.

Eine weitere Methode ist die Anwendung von Säure, wobei es hier vermehrt zu Nebenwirkungen wie Narbenbildung kommen kann.

Behandlungsmethode Vorteile Nachteile
Auflösen (Keratolyse) Hohe Wirksamkeit, Mittel sind relativ günstig in Apotheke zu erhalten Anwendung kann mehrere Wochen dauern, Hautschichten müssen regelmäßig manuell entfernt werden
Vereisen (Kryotherapie) Seltene Anwendung (1 bis 3 Mal im Abstand von mindestens 1 Woche), hohe Wirksamkeit Teuerste Methode, teilweise Blasenbildung
Verätzen Seltene Anwendung (1 Mal pro Woche) Gefahr der Narbenbildung
Warzen auflösen (Keratolyse)

Warzen auflösen (Keratolyse)

Bei der Auflösung der Warze wird diese mit Salicylsäure behandelt. Die Hornhautschicht wird durch die Säure nach und nach aufgelöst und die Warze verschwindet nach einigen Wochen. Ähnlich wirksam sind auch Kombinationen aus Salicylsäure und Milchsäure.

In der Apotheke erhält man diese Mittel meistens als Lösung, welche mit einem Pinsel auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Um die die Warze umgebende gesunde Haut zu schützen, sollte sie vor dem Auftragen der Lösung mit Vaseline oder Zinkpaste abgedeckt werden.

Hierbei ist Konsequenz wichtig: Die Mittel müssen teilweise mehrmals am Tag über mehrere Wochen hinweg aufgetragen werden. Zudem empfiehlt sich das Abtragen der Haut durch Hand- oder Fußbäder, einer Hautfeile oder Bimsstein.

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Eine Alternative zur Lösung sind Pflaster, welche passgenau zugeschnitten und für 2 Tage auf der Warze fixiert werden.

Danach werden sie erneuert, bis die Warze entfernt ist.

Salicylsäure kann bei den meisten Warzen angewandt werden, jedoch nicht bei Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion und bei Säuglingen. Nicht aufgetragen werden sollte die Lösung auf Warzen im Gesicht, im Genitalbereich und auf den Schleimhäuten.

Wenn du schwanger bist und die Warzen mit Salicylsäure behandeln möchtest, berate dich unbedingt mit deinem Arzt – der Wirkstoff könnte im schlimmsten Fall über den Blutkreislauf zum Kind gelangen und Schäden an Herz und Nieren verursachen.

In einzelnen Fällen kann es zu Brennen, Rötungen oder einer Kontaktallergie kommen (5).

Warzen vereisen (Kryotherapie)

Warzen vereisen (Kryotherapie)

Beim Vereisen der Warze wird die Warze mit flüssigem Stickstoff eingefroren. Bei Vereisungsmitteln aus der Apotheke erfolgt die Leitung in das Gewebe durch einen Schaumstoff- oder Metallapplikator für eine punktgenaue Behandlung. Der Stickstoff ist nicht so kalt wie bei einer Behandlung durch den Arzt: Die Temperatur liegt meist bei ca. -50 °C.

Bei einer erfolgreichen Kryotherapie bildet sich unter der Warze eine Blase und die Warze fällt nach 10 bis 14 Tagen von selbst ab.

Im besten Fall reicht eine Anwendung, dies tritt häufig bei Warzen auf den Händen ein. Bei hartnäckigeren Warzen, zum Beispiel bei Dornwarzen, muss die Behandlung mehrmals wiederholt werden – jedoch nicht öfter als 3 Mal und zwischen den einzelnen Behandlungen sollte mindestens 1 Woche liegen.

Diese Methode ist zur Anwendung bei gewöhnlichen Warzen und Dornwarzen geeignet, allerdings nicht für Kinder unter vier Jahren, Schwangere und Stillende. Auch Diabetiker und Menschen mit Niereninsuffizienz sollten sich vor einer Vereisung der Warze beraten lassen.

Mögliche Nebenwirkungen sind Schmerzen, Blasen- und Narbenbildung (5). Zudem ist die Behandlung teurer als bei der Anwendung von Salicylsäure.

Warzen verätzen

Warzen verätzen

Bei der Anwendung ätzender Säuren in Form von Salben, Gelen oder Stiften wird die obere Hautschicht der Warze verätzt und stirbt ab. Der Vorteil bei dieser Anwendung ist, dass sie nur einmal die Woche durchgeführt werden muss.

Da die Säuren stärker ätzend sind als Salicylsäure, muss die umliegende Haut besonders geschützt werden, beispielsweise durch Zink- oder Fettsalben.

Die Säurebehandlung ist nicht geeignet für Kinder unter 4 Jahren. Einige Produkte, zum Beispiel mit dem Inhaltsstoff Monochloressigsäure, sollten auch von Schwangeren und Stillenden nicht benutzt werden.

Mögliche Nebenwirkungen sind Brennen, Schmerzen, Hautrötungen sowie Narbenbildung.

Warzen mit Hausmitteln entfernen

Viele Menschen schwören auf Hausmittel, um Warzen ohne Chemie oder ärztliche Hilfe zu entfernen. Ob sie wirklich helfen, ist umstritten, da in den meisten Fällen Studien zu ihrer Wirksamkeit fehlen. Zudem müssen die Hausmittel oft über mehrere Wochen hinweg angewandt werden, was ein gewisses Durchhaltevermögen und Disziplin erfordert.

Anbei stellen wir dir eine Auswahl an möglichen Hausmitteln zum Warzen entfernen vor.

Klebeband / Isolierband

Klebeband / Isolierband

Das Abkleben der Warze durch Klebe- oder Isolierband zählt zu den beliebtesten Hausmitteln. Hierbei wird die Warze mit einem zugeschnittenen Stück Klebeband abgeklebt, welches nach 6 Tagen entfernt wird. Die Warze wird danach angefeuchtet, das abgestorbene Gewebe entfernt und neues Klebeband aufgetragen. Durch das Abkleben wird die Sauerstoffzufuhr gemindert und die HP-Viren sterben ab. Diese Behandlung kann sich über Wochen bis Monate ziehen.

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Achte darauf, nur punktuell vorzugehen und nicht die gesamte Hand oder den gesamten Fuß abzukleben.

Durch die fehlende Sauerstoffzufuhr besteht die Gefahr, dass die Haut um die Warze herum anfälliger für Infektionen wird.

Im Vergleich zur Behandlung mit Salicylsäure oder Vereisung sind die Nebenwirkungen sehr gering, im Vergleich zu Placebo zeigte sich jedoch keine signifikante Wirksamkeit (5).

Ölreiche Pflanzen und Kräuter

Ölreiche Pflanzen und Kräuter

Bestimmte Pflanzen wie Schöllkraut oder Kreuzblättrige Wolfsmilch werden schon seit langer Zeit als Heilmittel gegen Warzen angewendet, weshalb sie den Beinamen “Warzenkraut” tragen.

Bereits im Mittelalter nutzte man den Pflanzensaft zur Warzenbehandlung. Man brach den Stiel des Schöllkrautes und gab den austretenden Pflanzensaft direkt auf die Warze. Da der reine Saft jedoch sehr intensiv und leicht giftig ist, werden heute vor allem Tinkturen genutzt, welche mehrmals am Tag auf die Warze aufgetragen werden. Bei der Verwendung des reinen Saftes können Hautreizungen und Allergien auftreten.

Teebaumöl

Teebaumöl

Teebaumöl wirkt antiviral und antibakteriell und kann bei regelmäßiger Anwendung gegen die Warzen auslösenden HP-Viren helfen. Es soll so lange aufgetragen werden, bis von der Warze nichts mehr zu sehen ist, was mehrere Wochen dauern kann.

Apfelessig / Zitronensäure

Apfelessig / Zitronensäure

Hierbei wird ein Wattebausch mit Apfelessig oder Zitronensäure getränkt und mithilfe eines Pflasters oder Verbandes auf der Warze fixiert. Bei wiederholter Anwendung sollte die Warze sich dunkel färben und zurückbilden, was einige Wochen dauern kann.

Warzen durch einen Arzt entfernen lassen

Wenn sich nach 6 Monaten weder eine spontane Besserung noch eine Heilung durch eine konsequent durchgeführte Selbsttherapie einstellt, solltest du einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann aus einer großen Auswahl von Therapiemöglichkeiten die geeignete für deine Warze auswählen.

Beispiele für mögliche Therapien sind die Kryotherapie mit flüssigem Stickstoff (- 196 °C), eine operative Entfernung der Warze, Bestrahlungen oder eine direkte Injektion eines Wirkstoffes (intraläsionale Behandlung).

Beachte auch den Punkt “In welchen Fällen sollte die Warze vom Arzt untersucht / behandelt werden?“, um für dich festzustellen, ob eine ärztliche Behandlung notwendig ist.

Fazit

Es gibt keine Allzwecklösung zur Entfernung von Warzen. Die Behandlung von Warzen ist von zahlreichen Faktoren abhängig, unter anderem von ihrer Lokalisation, ihrer Art und Größe sowie Eigenschaften des Patienten (bspw. Alter und Vorerkrankungen).

Diese Faktoren werden in vielen Studien nicht berücksichtigt, ebenso wie der Umstand der Spontanheilung. In den meisten Fällen kann auch kein eindeutiger Vorteil einer bestimmten Behandlungsart gegenüber einer anderen oder eines Placebos festgestellt werden (5, 6).

Die meisten Mittel und Methoden zur Selbstbehandlung haben keine bis schwache Nebenwirkungen und sind oftmals günstig zu erwerben. Wenn du eine Warze in Eigenregie entfernen kannst und möchtest, hängt das Mittel der Wahl von deiner Geduld und deinem Durchhaltevermögen ab. Bei Vorerkrankungen oder Unsicherheiten empfiehlt sich ein Gespräch mit deinem Arzt.

Bildquelle: Bowra/ 123rf.com

Einzelnachweise (6)

1. Xiao, Z. P., Liu, Q. P., Xie, H. F., Li, J., Chen, M. L., & Jian, D. (2019). Risk factors for cutaneous warts and the influence factors of curative effect of 5-flurouracil therapy in southern China. Journal of Dermatological Treatment, 1-5.
Quelle

2. Massing, A., Epstein, W. (1963). Natural History of Warts: A Two-Year Study. Arch Dermatol.;87(3):306–310.
Quelle

3. Bacelieri, R., & Johnson, S. M. (2005). Cutaneous warts: an evidence-based approach to therapy. American family physician, 72(4), 647-652.
Quelle

4. Cockayne, S., et al. (2011). Cryotherapy versus salicylic acid for the treatment of plantar warts (verrucae): a randomised controlled trial. BMJ (Clinical research ed.), 342.
Quelle

5. Kwok, C. S., Gibbs, S., Bennett, C., Holland, R., & Abbott, R. (2012). Topical treatments for cutaneous warts. The Cochrane database of systematic reviews, (9), CD001781.
Quelle

6. Sterling, J. C., Handfield‐Jones, S., & Hudson, P. M. (2001). Guidelines for the management of cutaneous warts. British Journal of Dermatology, 144(1), 4-11.
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Sandra hat schon früh gemerkt, dass sie sich für alternative Heilmethoden und für die Funktionen des menschlichen Körpers interessiert. Deshalb ist sie Heilpraktikerin geworden. Lange hat sie so vielen Menschen auf natürliche Weise geholfen. Mittlerweile schreibt sie lieber Artikel über diese Thematiken, um Menschen aufklären zu können.
Kontrollierte Studie
Xiao, Z. P., Liu, Q. P., Xie, H. F., Li, J., Chen, M. L., & Jian, D. (2019). Risk factors for cutaneous warts and the influence factors of curative effect of 5-flurouracil therapy in southern China. Journal of Dermatological Treatment, 1-5.
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Kontrollierte Studie
Massing, A., Epstein, W. (1963). Natural History of Warts: A Two-Year Study. Arch Dermatol.;87(3):306–310.
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Systematische Übersichtsarbeit
Bacelieri, R., & Johnson, S. M. (2005). Cutaneous warts: an evidence-based approach to therapy. American family physician, 72(4), 647-652.
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Randomisierte Studie
Cockayne, S., et al. (2011). Cryotherapy versus salicylic acid for the treatment of plantar warts (verrucae): a randomised controlled trial. BMJ (Clinical research ed.), 342.
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Systematische Übersichtsarbeit
Kwok, C. S., Gibbs, S., Bennett, C., Holland, R., & Abbott, R. (2012). Topical treatments for cutaneous warts. The Cochrane database of systematic reviews, (9), CD001781.
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Ärztliche Behandlungsrichtlinien
Sterling, J. C., Handfield‐Jones, S., & Hudson, P. M. (2001). Guidelines for the management of cutaneous warts. British Journal of Dermatology, 144(1), 4-11.
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