Sex ist schön, Sex ist aufregend, Sex ist ein Bestandteil einer jeden Partnerschaft. Ob sich beide ein Kind wünschen, oder nicht, das Thema Verhütungsmittel spielt früher oder später immer eine Rolle.

Während die ersten Kondome aus Schafsdarm bestanden und Frauen mit sogenannten Scheiden-Barrieren arbeiteten, gibt es heute eine große Vielfalt unterschiedlicher Verhütungsmethoden, die sehr viel einfacher zu handhaben und sicherer sind.

Bei all der Entwicklung gibt es jedoch ein kleines Problem: Man verliert leicht die Übersicht.

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Zudem einige Verhütungsmittel anders arbeiten als andere. Die einen sind für den Mann, die anderen für die Frau. Für welches man sich hier entscheidet, hängt von einigen Faktoren ab. Daher ist es zunächst sinnvoll, sich über die unterschiedlichen Methoden der Empfängnisverhütung zu informieren.

In dem nachfolgenden Ratgeber widmen wir uns dem Thema Verhütungsmittel und klären, welches das sicherste ist und warum die Pille nicht immer empfehlenswert ist. Wir vermitteln dir die notwendigen Infos, womit deine Wahl zwischen den unterschiedlichen Möglichkeiten sicher leichter fallen wird.

Das Wichtigste in Kürze

  • Verhütungsmittel gibt es heutzutage in zahlreichen Ausführungen, jeweils mit einer anderen Art der Anwendung. Sie alle setzen das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft herab, eine hundertprozentige Sicherheit gibt es jedoch nicht.
  • Die meisten Verhütungsmittel werden von Frauen auf hormoneller oder nicht hormoneller Basis angewandt. Jede Frau reagiert auf ein Verhütungsmittel anders, weswegen die Pille für sie nicht immer das Optimum darstellt.
  • Das Kondom ist aktuell das einzige Verhütungsmittel, das direkt von Männern eingesetzt werden kann. Es hat den Vorteil, dass es bei korrekter Anwendung auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV, Hepatitis und Syphilis schützt.

Definition: Was sind Verhütungsmittel?

Per Definition werden Verhütungsmittel dazu eingesetzt, um die Entstehung einer Schwangerschaft zu verhindern. Die Möglichkeiten der Empfängnisverhütung sind sehr unterschiedlich, wobei die Antibabypille für die Frau und das Kondom für den Mann noch am bekanntesten sind.

Ganz gleich, für welche Methode man sich am Ende entscheidet, es lässt sich lediglich die Wahrscheinlichkeit der Empfängnis und Schwangerschaft herabsetzen.

Durch Verhütungsmittel – welche es auch sein mag – wird die die Wahrscheinlichkeit der Empfängnis und Schwangerschaft verringert. (Bildquelle: 123rf.com / 65572344)

Wie hoch das Risiko jeweils ist, wird anhand des sogenannten Pearl-Index ermittelt. Alle heutzutage erhältlichen Kontrazeptiva arbeiten mit einer dieser drei Methoden:

  • Sie verhindern den Eisprung, so dass keine befruchtungsfähigen Eizellen entstehen.
  • Das Zusammentreffen von Eizelle und Spermium wird verhindert.
  • Befruchtete Eizellen können sich nicht in die Gebärmutterschleimhaut einnisten.

Die meisten Methoden zur Empfängnisverhütung nutzen das Prinzip, ein Treffen zwischen Eizelle und Spermium zu verhindern. Für die Unterbindung des Eisprungs ist hingegen ein größerer hormoneller Eingriff notwendig.

Hintergründe: Was du über Verhütungsmittel wissen solltest

Auch wenn die katholische Kirche es in der Bibel praktisch vorschreibt, dass Geschlechtsverkehr nur dann ausgeübt werden sollte, wenn ein Paar sich ein Kind wünscht, sieht die Realität sehr viel anders aus.

Sex gehört in der Gesellschaft heutzutage zu jeder Partnerschaft. Zudem über das Thema sehr viel offener gesprochen wird als noch vor einigen Jahrzehnten.

Spätestens mit der sexuellen Revolution innerhalb der 1960er Jahre hat die menschliche Sexualität an Bedeutung gewonnen. Im Zuge dessen haben sich auch die Möglichkeiten zur Empfängnisverhütung weiterentwickelt, sind vielfältiger geworden und auch ebenso sicherer.

Die meisten Frauen wählen heutzutage die Pille, kaum ein Mann geht mehr ohne Kondom zu einem Date. Die Verwendung eines Verhütungsmittels hat jedoch auch noch andere Gründe.

Warum überhaupt ein Verhütungsmittel?

Die Methoden zur Schwangerschaftsverhütung waren zu Zeiten des Mittelalters eher lustig als sinnvoll. Die Frau solle nach dem Verkehr kräftig niesen, oder sich ein Zäpfchen einführen, das aus Krokodilkot besteht.

Auch wenn all diese Geschichten eher amüsieren, der Hintergrund war stets derselbe: Die betroffenen Frauen nahmen diese Optionen hauptsächlich in Anspruch, weil sie verzweifelt waren.

Eine Frau wurde laut Statistiken in ihrem Leben bis zu 15 Mal schwanger, davon brachte sie etwa acht bis zehn Kinder auf die Welt. Die Verantwortung und Kosten, die damit einhergingen, waren zur damaligen Zeit sehr viel schwerer zu tragen als heute.

Die einzige Alternative zu besagten unsicheren Methoden war ein Schwangerschaftsabbruch. Dieser endete nicht selten mit dem Tod der Frau, oder mit Unfruchtbarkeit.

Eines, was vor allem anderen herrschte, war die Angst vor der Schwangerschaft. Zwar gibt es auch heute noch immer eine Menge Gründe, warum sich Frauen gegen ein Kind entscheiden, doch besitzen sie vor allem eines: Verhütungsmittel, die ihnen Sicherheit vermitteln.

Insbesondere der Anteil der Verhütungsmittel für die Frau ist auf dem Markt immens angewachsen.

Die Anzahl an Verhütungsmitteln ist stark gewachsen – besonders für die Frauen gibt es mittlerweile eine grosse Auswahl. (Bildquelle: 123rf.com / 66353848)

Zwar ist die Wahrscheinlichkeit der Schwangerschaft auch mit ihnen nur herabgesetzt, doch lässt sie sich bei einer gezielt eingesetzten Empfängnisverhütung zuverlässiger verhindern als noch vor einigen Jahrhunderten.

Kontrazeptiva sind in der heutigen Zeit auch ein Akt der Selbstbestimmung. Denn heutzutage entscheidet fast jede Frau selbst, wann sie schwanger wird und wie sie es zuverlässig verhindert.

Was ist statistisch das sicherste Verhütungsmittel?

Eines lässt sich vorweg sagen: Das perfekte Verhütungsmittel gibt es eigentlich nicht. Allerdings belegen Statistiken, welches besonders sicher ist. Ermittelt werden diese Werte anhand des sogenannten Pearl-Index, der nach dem amerikanischen Wissenschaftler Raymond Pearl benannt wurde.

Das Prinzip des Index besteht darin, dass 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel nutzten und dabei überprüft wurde, wie viele von ihnen während dieser Zeit schwanger wurden. Treten in der Zeit drei Schwangerschaften auf, liegt der Index bei 3.

Ein Wert von 0,1 besagt, dass etwa eine Frau von 1000 schwanger wird. Wichtig: Eine einheitliche Statistik gibt es hierbei nicht, da in manchen Anwendungsfehler einbezogen werden, während diese bei anderen außen vor bleiben.

Laut ProFamilia ist die Hormonspirale mit einem Pearl-Index von 0,16 das sicherste Verhütungsmittel, das im Augenblick auf dem Markt angeboten wird. Direkt danach folgt die Antibabypille mit einem Wert von 0,1 bis 0,9. Hier einmal eine kleine Liste mit den Top-10 der sichersten Verhütungsmittel:

  • Hormonspirale: 0,16
  • Pille: 0,1 – 0,9
  • Depotspritze: 0,3 – 0,88
  • Minipille: 0,5 – 3
  • Vaginalring: 0,4 – 0,65
  • Verhütungspflaster: 0,72 – 0,9
  • Kupferspirale: 0,3 – 0,8
  • Hormonimplantat: 0 – 0,08
  • Symptothermale Methode: 0,4 – 1,8
  • Diaphragma: 1 – 20

Das Kondom liegt mit einem Pearl-Index von 2 bis 12 lediglich auf dem elften Platz. Zudem sollte zum Wert des Hormonimplantats noch eines erwähnt werden: Laut des angegebenen Pearl-Wertes ist es das sicherste Verhütungsmittel, wird aber leider immer wieder fehlerhaft eingelegt, womit das Risiko für die Entstehung einer Schwangerschaft ansteigt.

Zudem muss bei der symptothermalen Methode berücksichtigt werden, dass während der fruchtbaren Tage komplett auf Geschlechtsverkehr verzichtet wird.

Kondom oder Pille – was ist sicherer?

Laut Pearl-Index sind sowohl die Pille als auch die Minipille sicherer als das Kondom. Allerdings hängt das Risiko von mehreren Faktoren ab.

Die Minipille, die im Pearl-Index auf Platz 4 liegt, muss täglich zur gleichen Zeit eingenommen werden, um die versprochene Sicherheit zu gewährleisten.

Die Pille hingegen hat, auch wenn es anders in der Packungsbeilage steht, zumeist einen flexiblen Einnahmezeitraum von etwa einer Stunde. Die Länge dieser Flexibilität hängt von dem jeweiligen Präparat ab.

Beim Kondom ist es zudem erforderlich, dass es dem Mann sehr gut passt. Hierfür bietet der Markt mehrere Produkte an, die in unterschiedlichen Größen gestaltet sind. Sofern das Kondom nicht richtig sitzt, kann es abrutschen.

Das Kondom besitzt jedoch gegenüber der Pille noch einen anderen Vorteil: Es ist die einzige Verhütungsmethode, die gleichzeitig auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Syphilis, HIV und Hepatitis schützt.

Wie man sieht, bieten beide Verhütungsmittel eine vergleichsweise hohe Sicherheit, jedoch nur bei einer korrekten Anwendung. Aber genau aufgrund dieser Vorteile werden beide Produkte von vielen Paaren kombiniert verwendet, um eine möglichst sichere Möglichkeit zur Verhütung zu nutzen.

Verhütungsmittel: Praktische Anwendung und Vorteile

Wie bereits erwähnt, ist die Zahl der erhältlichen Verhütungsmittel sehr groß. Dabei kann man leicht auch mal den Überblick verlieren.

Wichtig wird dies vor allem dann, wenn ein bestimmtes Mittel zur Empfängnisverhütung nicht vertragen wird. In diesem Fall halten Betroffene Ausschau nach einer Alternative.

Nachfolgend erfährst du mehr über die unterschiedlichen Verhütungsmittel und kannst dir selbst ein Bild davon machen, welche Kontrazeptiva es gibt, wie teuer sie sind und vor allem, ob es auch hormonfrei wirkende Methoden gibt.

Welche Verhütungsmittel gibt es?

Neben der Pille, Spirale und dem Kondom gibt es noch weitere Verhütungsmethoden, die das Risiko für eine Schwangerschaft herabsetzen. Unterschieden wird hierbei hauptsächlich nach der Art der Schwangerschaftsverhütung und der Anwendung.

Während es aktuell lediglich das Kondom für Männer als Verhütungsmethode gibt, ist das Sortiment der Möglichkeiten für Frauen sehr viel größer. Im folgenden gehen wir ein wenig näher auf die einzelnen Optionen für Frauen ein und erläutern, welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen.

Pille

Die Pille ist laut Statistik das am häufigsten verwendete Verhütungsmittel überhaupt. Die auf dem Markt erhältlichen Kontrazeptiva enthalten Hormone, die den weiblichen Geschlechtszyklus beeinflussen. In der Regel unterscheidet man zwischen der Minipille und der Pille.

In der Minipille ist lediglich Gestagen als Hormon enthalten. Bei der Pille kommt neben diesem auch noch eine Dosis Östrogen hinzu. Sie wird oral eingenommen, je nach Produkt über einen Zeitraum zwischen 21 und 28 Tagen.

Laut Statistiken ist die Pille die häufigste Verhütungsmethode. (Bildquelle: 123rf.com / 39261399)

Bei Pillenformaten mit 21 Pillen wird nach der letzten eine einwöchige Pause eingelegt, um die Entzugsblutung einzuleiten. Sieben Tage später fährt man mit der Einnahme wie gewohnt fort.

Unterdessen werden Präparate mit 28 Pillen durchgehend eingenommen. Innerhalb der letzten sieben Pillen befindet sich kein Hormon, weswegen es innerhalb dieser Zeit zur gewohnten Blutung kommt.

Die Pille als Verhütungsmittel entwickelte sich gen Ende der 1960er Jahre. Sie ist eines der sichersten Verhütungsmittel, allerdings problematisch bei der gleichzeitigen Einnahme von Antibiotika und vermittelt nur eine verringerte Sicherheit bei einer Magen-Darm-Erkrankung.

Während dieser Zeit sollte zusätzlich auf ein anderes Verhütungsmittel zurückgegriffen werden.

Pflaster

Ein Pflaster als Verhütungsmittel einzusetzen, bringt mehrere Vorteile mit sich. Es arbeitet prinzipiell genauso wie die Pille mit Hormonen und beeinflusst den weiblichen Zyklus.

Das Pflaster wird einfach aufgeklebt und nach sieben Tagen ausgetauscht. Auch hierbei wird nach drei Wochen der Anwendung eine Pause von sieben Tagen eingelegt.

Das Pflaster hat den Vorteil, dass es selbst bei Krankheit oder Einnahme von Antibiotika noch immer einen guten Empfängnisschutz bietet. Dagegen besteht der Nachteil, dass sich das Pflaster oftmals löst und erneuert werden muss.

Spirale

Die Spirale wird auch als Intrauterinpessar bezeichnet. Es ist ein Verhütungsmittel, welches in seiner Gestaltung dem Buchstaben „T“ ähnelt, oder eine Ankerform besitzt. Gefertigt wird die Spirale entweder aus Kunststoff oder Kupfer.

Die aus Kunststoff bestehende Hormonspirale gibt regelmäßig eine gewisse Dosis an Hormonen ab. Allerdings ist die Dosis sehr viel geringer als bei der Pille, da sie praktisch direkt „vor Ort“ abgegeben wird.

Die Kupferspirale hingegen gibt während der Einlagezeit kontinuierlich Kupferionen ab.

Der Zweck beider Varianten besteht darin, die Beschaffenheit der Gebärmutterschleimhaut zu verändern, so dass sich eine befruchtete Eizelle nicht einnisten kann. Gleichzeitig wird die Bewegungsfähigkeit von Spermien negativ beeinflusst.

Die Spirale verbleibt zwischen fünf und zehn Jahren in der Gebärmutter. Trotz ihrer Größe von etwa 2,5 bis 3 Zentimetern ist die Einlage in die Gebärmutter sehr schmerzhaft, weswegen sie hauptsächlich von Frauen in Anspruch genommen wird, die bereits ein Kind geboren haben.

Der natürliche Zyklus der Frau bleibt trotz Spirale erhalten. Es gibt jedoch auch Frauen, bei denen die Periode während der Verwendung der Spirale aussetzt.

Ein großer Vorteil besteht darin, dass bei der Nutzung einer Spirale eventuelle gesundheitliche Beeinträchtigungen die Wirksamkeit nicht herabsetzen.

Leider vertragen nicht alle Frauen die Spirale. In seltenen Fällen wird sie vom Körper abgestoßen oder verursacht Schmerzen, so dass eine kurzfristige Entfernung notwendig ist.

Stäbchen

Das Stäbchen als Verhütungsmittel wirkt wie ein Depot, welches mittels einer Spritze an der Innenseite des Oberarms eingesetzt wird und dort kontinuierlich Hormone in den Organismus abgibt. Für gewöhnlich sind diese Mengen sehr klein, zudem im Stäbchen ausschließlich Gestagene enthalten sind.

Zur Empfängnisverhütung wird das Prinzip verwendet, dass sich der Schleim im Gebärmutterhals so verändert, dass Spermien ihn nur schwer durchdringen können. Außerdem wird die Gebärmutterschleimhaut dünner, was die Einnistung einer Eizelle verhindert.

Nach dem Einsatz im Arm dauert es etwa acht Stunden, bis die Wirkung einsetzt. Es wird für etwa drei Jahre im Oberarm belassen.

Der immense Vorteil besteht selbstverständlich darin, dass nicht an eine tägliche Verhütung gedacht werden muss. Zudem haben gesundheitliche Schwierigkeiten keinen Einfluss auf die Wirksamkeit.

Was die Menstruationsblutung angeht, bleibt diese bei einigen Frauen normal, bei anderen ist sie schwächer oder bleibt gar ganz aus.

Ring

Der sogenannte Vaginalring ist eine relativ neue Methode, um die Empfängnisverhütung zu sichern. Er besteht aus einem flexiblen Gummi-Ring, der in die Scheide eingeführt wird und dort für 21 Tage verbleibt.

Nach der Entfernung kommt es zur Monatsblutung. Nach sieben Tagen wird ein neuer Ring eingesetzt.

Innerhalb des Rings befinden sich, wie in der Pille, Hormone, die den Zyklus beeinflussen. Allerdings ist die Dosierung sehr gering, da sie direkt vor Ort abgegeben wird.

Der Ring als Verhütungsmittel bietet ebenfalls eine hormonelle Methode, die bei gesundheitlicher Beeinträchtigung noch immer wirksam bleibt.

Kupferkette

Bei der Kupferkette handelt es sich um ein Verhütungsmittel, das vom Prinzip her ähnlich wie die Kupferspirale arbeitet. Sie besteht aus einem chirurgischen Faden, auf den zwischen vier bis sechs Kupferglieder aufgezogen sind.

Die oberste und unterste Hülse werden zusammengepresst, um alle anderen Glieder in Position zu halten.

Die hormonfreie Methode wird ähnlich wie die Spirale in die Gebärmutter eingelegt, hat durch ihre Beschaffenheit aber nicht die störenden Nachteile. Sie kann auch von Frauen verwendet werden, die noch kein Kind bekommen haben.

Der Faden wird bei der Einlage am oberen Muskel der Gebärmutter befestigt. Die Vorgehensweise muss der Gynäkologe mittels spezieller Schulung erlernen.

Sofern diese Verhütungsmethode in Erwägung gezogen wird, ist es demnach wichtig, auf die Fachkenntnis des Arztes zu achten.

Diaphragma

Das Diaphragma wird auch als Pessar bezeichnet und besteht aus einem Federring, der mit Silikon überzogen und dessen Mitte mit einer Membran ausgestattet ist.

Es wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingelegt, so dass es den Muttermund bedeckt. So wird eine Barriere zwischen Spermium und Gebärmutter geschaffen, um eine Schwangerschaft zu verhindern.

Ein Diaphragma als Verhütungsmittel einzusetzen ist allerdings mit einer kleinen Vorbereitung verbunden. Da es unterschiedliche Größen und Modelle gibt, muss hier im Vorfeld erst das richtige gefunden werden. Von der Passgenauigkeit hängt nämlich auch die Zuverlässigkeit ab.

Die Verwendung erfolgt zumeist in Kombination mit einem Spermizid, um die Sicherheit noch zu erhöhen.

Wichtig ist, das Pessar nicht direkt nach dem Geschlechtsverkehr zu entfernen, sondern etwa erst acht Stunden später. Es sollte jedoch keinesfalls länger als 12 Stunden in der Scheide bleiben.

Weitere Methoden

Selbstverständlich gibt es noch andere Möglichkeiten, um eine Schwangerschaft möglichst zuverlässig zu verhindern. Die wohl sicherste Art der Empfängnisverhütung ist die Sterilisation von Mann oder Frau, was allerdings jeweils mit einem operativen Eingriff verbunden ist.

Diese Methode ist nur dann sinnvoll, wenn die Familienplanung bereits abgeschlossen ist.

Eine weitere Möglichkeit zur Empfängnisverhütung ohne Hormone ist die symptothermale Methode, die zur natürlichen Familienplanung gehört und ebenso Verwendung findet, wenn ein Kinderwunsch besteht.

Diese Option arbeitet mit dem weiblichen Zyklus und der Veränderung der Basaltemperatur. Die Frau misst jeden Tag ihre Temperatur und verzeichnet diese in einem Kalender.

Die Ermittlung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage wird mittels einer Software, oder einem Auswertungscomputer angestellt.

Wenn man es vielleicht nicht glauben mag, sind Frauen auch während der Wechseljahre noch fruchtbar. Ob eine Schwangerschaft gelingt, oder nicht, hängt zwar von vielen Faktoren ab, ist aber nicht gänzlich unmöglich. Für welche Verhütungsmethode sie sich entscheiden, ist sehr unterschiedlich.

Einige greifen auf Kondome zurück, andere nehmen weiterhin Hormonpräparate. Sich einfach darauf zu verlassen dass „schon nichts passiert“, ist allerdings sehr unsicher.

Zuletzt gibt es leider auch nach wie vor Menschen, die glauben, der „vorzeitige Rückzieher“, der sogenannte „Coitus interruptus“, sei eine zuverlässige Möglichkeit der Verhütung.

Das „Aufpassen“ ist absolut unsicher, da bereits vor dem Samenerguss einige Samenzellen in die Scheide gelangen können und somit eine Schwangerschaft möglich erscheint. Hierbei handelt es sich keinesfalls um eine Verhütungsmethode.

Wie teuer sind Verhütungsmittel?

Die Kosten für Verhütungsmittel sind sehr unterschiedlich. Eines ist klar: In den meisten Fällen werden sie nicht von den Krankenkassen übernommen. Die einzige Ausnahme stellen hierbei Mädchen dar, die das 18. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Sie bekommen in der Regel sämtliche Kosten erstattet.

Hier einmal eine kleine Tabelle, die eine bessere Übersicht zu den Preisen vermittelt:

Verhütungsmittel Kosten
Minipille/Pille ca. 20 bis 60 Euro für 3 Monate
Kondome ca. 0,50 bis 1,50 Euro pro Stück
Hormonpflaster ca. 40 Euro für 3 Monate
Verhütungsring ca. 36 bis 50 Euro für 3 Monate
Spirale ca. 120 bis 300 Euro
Kupferkette ca. 250 bis 450 Euro
Hormonstäbchen ca. 300 bis 350 Euro, plus 50 Euro Entnahme
Diaphragma ca. 50 Euro

Hierbei sollte noch erwähnt werden, dass es gerade bei der Minipille und Pille immense Unterschiede gibt, was den Preis angeht. Zudem neben Drei-Monats-Packungen ebenso auch Sechs-Monats-Packungen verkauft werden, die häufig etwas günstiger ausfallen.

Ähnlich sieht es mit Kondomen aus. Hierbei gilt: Je größer die Packung, desto günstiger der Preis pro Kondom.

Zwar wirken die Preise für Kupferkette, Spirale und Hormonstäbchen sehr hoch, setzt man diesen allerdings in Relation mit der Einlagezeit zwischen drei und zehn Jahren, kommen hierbei zumeist relativ günstige Preise pro Monat zustande.

Welches Verhütungsmittel ist hormonfrei?

Neben dem Einsatz von Hormonen gibt es auch noch Verhütungsmethoden, die völlig ohne auskommen. Mit dazu zählen:

  • Kondom
  • Diaphragma
  • Kupferspirale/Kupferkette
  • Frauenkondome
  • Temperatur-Messmethode
  • Zykluscomputer

Was die jeweilige Sicherheit angeht, ist diese bei den Verhütungsmethoden sehr unterschiedlich. Für Frauen mit einer Östrogen-Unverträglichkeit, oder jene, die auf den Einsatz von Hormonen komplett verzichten möchten, stellen sie jedoch eine willkommene Alternative dar.

Welches Verhütungsmittel ist am besten?

Sofern du dir noch immer nicht sicher bist, welches Verhütungsmittel das Beste für dich ist, lass dir eines sagen: Es gibt für Jeden die richtige Methode, man muss sie nur finden. Die Suche kann eine Weile dauern, aber es lohnt sich.

Ein Verhütungsmittel Vergleich ist immer empfehlenswert, allerdings nicht immer auf einen selbst übertragbar. Die Pille ist das beliebteste Verhütungsmittel, es gibt jedoch Frauen, die unter erheblichen Nebenwirkungen leiden, ganz gleich, welches Präparat sie einnehmen.

Bei der Pille kommt es vorrangig darauf an, dass die Anwenderin sich wohl damit fühlt. Scheitert es an der Verträglichkeit, gibt es auch andere Alternativen.

Im Prinzip kommt es am Ende immer auf die Frau an. Die eine lebt super mit der Pille, während eine andere sehr gute Erfahrungen mit dem Verhütungsring, der Spirale, oder nur mit der Verwendung von Kondomen beim Partner macht.

Wichtig bei der richtigen Verhütung ist vor allem eines: Es kommt immer auf den individuellen Einzelfall an. Was für den einen prima funktioniert, kann für einen anderen ein Ding der Unmöglichkeit darstellen.

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Schützt ihr euch beim Sex? Logisch, oder! Aber wovor? „Nur“ vor einer Schwangerschaft oder auch vor STI? Verhütung vs. Safer Sex – macht den Check: Welches Mittel ist wofür? (Antworten unten!) 👉Pille 👉Spirale 👉Kondom 👉Femidom 👉Vaginalring Auflösung: Nur Kondom und Femidom (= Kondom für Frauen) bieten Schutz vor einer Schwangerschaft UND vor einer Ansteckung mit STI. Wenn ihr z. B. mit der Pille verhütet: Am besten zusätzlich Kondom verwenden – und dann gemeinsam zum Test! #safersex #verhütung #verhütungsmittel #pille #sexumfragen #sti #std #geschlechtskrankheiten #sexuellegesundheit #frischverliebt #verliebt @gesundheit.pflege.bayern Bildnachweis: Alexthq/istock

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Fazit

Das Thema Verhütung hat in der heutigen Zeit einen wichtigen Stand eingenommen. Es nimmt Frauen die Angst vor einer Schwangerschaft und unterstützt Paare gleichzeitig bei der gezielten Familienplanung. Dabei ist die Wahl der unterschiedlichen Verhütungsmittel riesig, so dass jeder für sich selbst das richtige findet.

Laut Pearl-Index gehören Hormonspirale als auch die Pille zu den sichersten Verhütungsmethoden, allerdings sind sie nicht für alle Frauen geeignet.

Prinzipiell kommt es immer auf den Einzelfall an, welche Option wirklich sinnvoll erscheint. Abschließend lässt sich sagen, dass es für jeden die passende Möglichkeit gibt.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.profamilia.de/themen/verhuetung.html

[2| https://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/geschichte-der-verhuetung-scheidenbarrieren-und-schafsdarmkondomen-a-884809.html

[3] https://www.profamilia.de/themen/verhuetung/pearl-index.html

[4] https://www.welt.de/gesundheit/article153210967/Das-sind-die-zehn-sichersten-Verhuetungsmittel.html

[5] https://www.spiegel.de/gesundheit/sex/hormonfreie-verhuetung-alternativen-zur-anti-baby-pille-a-1157354.html