Noch vor etwa dreißig Jahren war es für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit, dass sie essen konnten, worauf sie gerade Lust hatten. Inzwischen ist es leider jedoch häufig so, dass sie selbst auf das einfachste Frühstück mit einer Unverträglichkeit reagieren.

Übelkeit, Magenschmerzen oder sogar Krämpfe suchen sie heim, Essen wird für sie zum Gesundheitsrisiko. Sogenannte Lebensmittel-Unverträglichkeiten, oder besser, gegen bestimmte Stoffe im Essen, machen ihnen das Leben schwer.

Hierbei geht es nicht mehr nur darum, eine gesunde Ernährung anzustreben, sondern gleich ganze Lebensmittelgruppen komplett aus dem Plan zu streichen.

Die Diagnostik einer Unverträglichkeit ist schwer, die Behandlungsmöglichkeiten eingegrenzt. Daher möchten wir das Thema Unverträglichkeiten im nachfolgenden Magazin etwas näher untersuchen und Tipps an die Hand geben, wie man sie am besten bewältigt.

Gleichzeitig erläutern wir, woran eine Lebensmittelunverträglichkeit zu erkennen ist und beleuchten die gängigsten Diagnosen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Unverträglichkeit und Allergie unterscheiden sich voneinander. Bei einer Allergie ist grundsätzlich die Abwehr des Immunsystems involviert, bei einer Unverträglichkeit hingegen nicht.
  • Die Vielfalt der Unverträglichkeiten ist sehr groß. Neben der bereits sehr bekannten Laktose- und Fructoseintoleranz bestehen Aversionen gegen Gluten, Histamin, Fett und weitere Zuckerarten.
  • Bei den meisten Unverträglichkeiten ist eine Umstellung der Ernährung unumgänglich. Die Betroffenen verzichten in der Regel kategorisch auf entsprechende Lebensmittel.

Definition: Was sind Unverträglichkeiten?

Laut der Techniker Krankenkasse wird die Zahl derer, die mit bestimmten Nahrungsmitteln Probleme haben, auf etwa fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung geschätzt. Mit dazu zählen leider auch jene, die eigentlich unter einer Nahrungsmittelallergie leiden, nicht aber unter einer -unverträglichkeit.

Bei einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit treten unterschiedliche Symptome auf, die sich stark von denen einer Allergie unterscheiden. Die Symptome für eine Unverträglichkeit umfassen:

  • toxische Reaktionen
  • psychosomatische Reaktionen
  • Malabsorptionen
  • Enzymdefekte
  • Pseudoallergien

Das bedeutet, der Körper zeigt Symptome, die einer Vergiftung gleichen, aber genauso kann der Betroffene auch eine abneigende Haltung gegenüber bestimmten Lebensmitteln entwickeln.

Viele Menschen haben Lebensmittelunverträglichkeiten. Diese können verschiedene Lebensmittel betreffen. (Bildquelle: 123rf.com / Marian Vejcik)

Häufig spricht man in diesem Fall auch davon, dass der Körper einem auf diesem Weg signalisiert, bestimmte Lebensmittel nicht zu essen.

Besteht dagegen eine Unverträglichkeit von Fructose oder Lactose, reagiert der Körper mit diversen Krankheitsbildern. Magen-Darm-Probleme, Übelkeit und ähnliches ist hierbei häufig zu beobachten.

Prägnant hierfür ist auch, dass sofern es zu einem Anfall kommt, keine tiefergehende Heilungsmaßnahme, in Form von Medikamenteneinnahme oder ähnlichem, erforderlich ist.

Häufig besteht auch einfach eine Unverträglichkeit auf einen bestimmten Bestandteil innerhalb verarbeiteter Lebensmittel. Diese können sowohl natürlicher als auch synthetischer Natur sein.

Bei den sogenannten Pseudoallergien treten typischerweise allergieähnliche Reaktionen auf, obwohl gar keine Allergie besteht. Das Immunsystem ist bei diesen nicht beteiligt, zudem kommt es auf die Dosierung des entsprechenden Stoffs an.

Was ist der Unterschied zwischen Allergie und Unverträglichkeit?

Die meisten, die zum ersten Mal eine Nahrungsmittelunverträglichkeit erleben, denken sofort daran, dass sie unter einer Allergie leiden. Doch es gibt Unterschiede zwischen den beiden Abwehrreaktionen des Körpers.

Bei einer gewöhnlichen Allergie, gegen was auch immer, ist meistens das Immunsystem beteiligt. Die Ursache ist zudem meist eine völlig andere als bei der Lebensmittelunverträglichkeit.

Eine Allergie ruft im Körper stets eine immunologische Reaktion hervor. Das bedeutet, der Körper erkennt die allergenen Stoffe als Eindringlinge an und bekämpft sie, indem er überreagiert.

Die typischen Symptome einer Allergie treten in Form von

  • verschleimtem Schnupfen
  • Asthma
  • Neurodermitis
  • allergischer Bindehautentzündung

auf. Die Allergen-Menge kann dabei ein fünftausendstel eines Teelöffels betragen, um eine entsprechende Reaktion auszulösen.

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hingegen tritt meist erst dann auf, wenn eine höhere Dosierung eines bestimmten Stoffs im Organismus vertreten ist. Zudem haben Allergien die unschöne Eigenschaft, im Laufe des Lebens immer schlimmer zu werden. In Einzelfällen endet ein solcher Anfall mit dem Tod.

Hintergründe: Was du über Unverträglichkeiten wissen solltest

Die Vielfalt der Unverträglichkeiten ist sehr breit gefächert und daher nicht immer gleich zu erkennen. In den nachfolgenden Abschnitten erfährst du daher ein wenig mehr dazu, welche es überhaupt gibt, wo das eigentliche Problem bei diesen liegt und welche Symptome sie zeigen.

Außerdem wird erläutert, wie eine fachgerechte Diagnostik abläuft, ob Betroffene etwas gegen die Unverträglichkeit ausrichten können und wie das Leben trotzdem lebenswert bleibt, auch wenn eine solche Symptomatik erkannt wird.

Welche Unverträglichkeiten gibt es?

Die Zahl der Unverträglichkeiten ist aktuell noch überschaubar, wird sich aber wahrscheinlich binnen der nächsten Jahre noch ausweiten.

Das Risiko, dass der Mensch immer mehr Aversionen gegen diverse Stoffe in Lebensmitteln entwickelt, ist groß. Die Ursachen sind dabei nämlich so unterschiedlich, dass er nicht immer darauf vorbereitet ist.

Nachfolgend fassen wir dir die geläufigen Unverträglichkeiten zusammen, erläutern, warum sie Probleme verursachen und anhand welcher Symptome sie sich zeigen.

Fructoseintoleranz (intestinal)

Fructose ist ein anderer Begriff für Fruchtzucker. Es dient in der Lebensmittelindustrie als natürliches Süßungsmittel und ist dementsprechend in vielen verarbeiteten Lebensmitteln zu finden. Außerdem ist es in Obst und Fruchtsäften enthalten.

Verursacht durch ein defektes Transportsystem innerhalb des Dünndarms, der nur kleinste Mengen Fruchtzucker aufnehmen kann.

Symptome können sein:

  • akute Blähungen
  • akuter Durchfall
  • Völlegefühl
  • Übelkeit

Fructoseintoleranz (hereditär)

Diese seltene Form der Fructoseintoleranz tritt vorwiegend bei Neugeborenen auf und hat als Ursache, dass der Darm funktioniert, die Leber bestimmte Stoffe aber nicht abbaut.

Symptome können sein:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Schweißausbrüche
  • Benommenheit, bis hin zum Bewusstseinsverlust
  • Krämpfe
  • Unterzuckerung

Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz)

Betroffenen fehlt das Enzym Laktase, um die Aufspaltung von Laktose zu gewährleisten. Die Laktoseintoleranz ist eine der verbreitetsten Unverträglichkeiten und betrifft etwa drei Viertel der Menschen im Erwachsenenalter. Alleine in Deutschland sind 15 Prozent betroffen.

Symptome können sein:

  • akuter Durchfall
  • Blähungen
  • kalter Schweiß

Glutenunverträglichkeit / Zöliakie

Bei einer Zöliakie entzündet sich durch die in Lebensmittel enthaltenen Gluten der Dünndarm, sowie die Dünndarmschleimhaut. Dies führt langfristig zu einer mangelhaften Aufnahme an Nährstoffen.

Gluten sind vorwiegend innerhalb von Getreideprodukten als Klebereiweiß enthalten, aber auch in Getränken und anderen Lebensmitteln zu finden.

Symptome können sein:

  • akuter Durchfall
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit
  • Gewichtsverlust

Weizensensitivität

Verantwortlich für diese Unverträglichkeit ist Weizenmehl, weil es unterschiedliche Arten von Zuckern enthält. Weizen ist in allen möglichen Nahrungsmitteln enthalten.

Symptome können sein:

  • Schwellungen
  • Juckreiz im Hals-/Nasen-/Ohren- und Augen-Bereich
  • Hautausschlag
  • Atemnot, Asthma
  • Bauchkrämpfe
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Entzündungen im Darm oder der Speiseröhre

Histaminintoleranz

Der Körper ist nicht in der Lage dazu, Histamin abzubauen, wodurch ein Überangebot zustande kommt. Dieser Stoff übernimmt für gewöhnlich wichtige Aufgaben im Organismus und ist essentiell für das Verdauungssystem.

Eine Histaminunverträglichkeit beeinflusst außerdem die ungeregelte Produktion von Magensäure und schränkt die Darmbewegungen ein.

Symptome können sein:

  • akuter Durchfall
  • Hautrötungen
  • Juckreiz
  • Atembeschwerden
  • Herzrasen
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Kreislaufprobleme

Koffeinunverträglichkeit

Koffein ist vor allem in verschiedenen Getränken wie Kaffee, Energydrinks und Cola enthalten. Zudem ist es in manchen Schmerzmitteln verarbeitet, sowie diversen Nahrungsergänzungsmitteln.

Symptome können sein:

  • Kopfschmerzen
  • Herzrasen
  • Schlafstörungen

Manche Menschen vertragen kein Koffein. Dieses ist z.B. in Kaffee enthalten. (Bildquelle: unsplash.com / Annie Spratt)

Sorbitintoleranz

Sorbit wird in der heutigen Industrie häufig als Süßungsmittel verwendet, ist aber anders als Fructose chemischer Natur. In verarbeiteten Lebensmitteln ist es in Form von E420, E432, E433, E434, E435 oder E436 zu finden. Betroffene können Sorbit nicht ordnungsgemäß abtransportieren, womit es zu entsprechenden Problemen kommt.

Symptome können sein:

  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • schaumiger Durchfall oder Fettstuhl
  • Dauergähnen
  • Depressionen
  • Migräne
  • Müdigkeit

Saccharoseintoleranz

Die Ursache für die Unverträglichkeit besteht durch ein inaktives Enzym, welches den normalen Haushaltszucker, sowie Maltose schlecht oder überhaupt nicht aufnehmen kann.

Symptome können sein:

  • Bauchkrämpfe
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Durchfall
  • Atemwegserkrankungen

Saccharose steckt in gewöhnlichem Haushaltszucker. Diesen zu vermeiden kann kompliziert sein. (Bildquelle: pixabay.com / 955169)

Wogegen können Menschen unverträglich sein?

Ein Problem bei den meisten Unverträglichkeiten besteht vor allem darin, dass sie so vielschichtig sind. Zudem sie in immer mehr verarbeiteten Lebensmitteln vertreten sind.

Auch wenn die Industrie dazu verpflichtet ist, sämtliche Inhaltsstoffe auf der Verpackung auszuweisen, werden hierbei nach wie vor Bezeichnungen verwendet, die eine sofortige Erkennung nicht immer gewährleistet.

Allerdings kann es auch bei unverarbeiteten Lebensmitteln bereits zu einer Unverträglichkeit kommen. Fructose ist beispielsweise in zahlreichen Obstsorten enthalten.

Obst enthält viel Fructose, die einige Menschen nicht vertragen. (Bildquelle: pixabay.com / silviarita)

Mit zu den Auslösern gehören einige der gebräuchlichsten Lebensmittel des Alltags: Milch, Zwiebeln, Tomaten – Einige vertragen Knoblauch nicht und entwickeln nach dem Verzehr Symptome wie Durchfall oder Blähungen.

Während solche Unverträglichkeiten jedoch noch relativ leicht zu erkennen sind, wird es bei Histamin und Gluten schon schwieriger, einen profunden Verdacht zu entwickeln.

Gluten ist ein sehr gutes Beispiel dafür, warum innerhalb der Lebensmittelindustrie die genaue Kennzeichnung so wichtig ist. Es findet sich nämlich nicht nur in Getreideprodukten oder Backwaren. Das Klebeeiweiß ist häufig in Produkten zu finden, wo man es nicht einmal vermutet.

In Brot und Backwaren ist viel Gluten enthalten. Mittlerweile gibt es allerdings schon einige gute glutenfreie Brot-Alternativen. (Bildquelle: pixabay.com / Bru-nO)

Neben den bereits bekannten Unverträglichkeiten kommen von Zeit zu Zeit immer wieder neue hinzu. Es zeigt sich beispielsweise, dass immer mehr Menschen gewöhnliches Fett nicht vertragen und mit entsprechenden Symptomen reagieren.

Ein unleidlicher Fakt dabei ist, dass je industrieller die Lebensmittel verarbeitet sind, desto eher besteht die Option, dass sich bei Menschen daraus eine Unverträglichkeit entwickelt. Allerdings wird der Mensch auch immer empfindlicher, je betroffener er ist.

Es gibt heutzutage eigentlich praktisch keinerlei Lebensmittel mehr, gegen die man keine Unverträglichkeit entwickeln kann.

Wie lassen sich Unverträglichkeiten testen?

Besteht der Verdacht, ist in jedem Fall der Gang zum Arzt empfehlenswert, um sich auf die Unverträglichkeit testen zu lassen.

Zuständig hierfür ist in der Regel der Allgemeinmediziner, aber auch Gastroenterologen und Allergologen helfen weiter.

Viele Ärzte unternehmen in der heutigen Zeit entweder einen IgG- oder IgE-Test. Beides wird von den Krankenkassen nicht unterstützt, da sie keine eindeutigen Ergebnisse liefern. Bei diesen Tests wird der Immunglobulingehalt des Blutes überprüft. Das heißt, der Arzt stellt fest, wie viele Antikörper gegen einen gewissen Stoff vorhanden sind.

Leider liefert das Ergebnis nicht immer den Aufschluss, den sich der Betroffene wünscht. Dementsprechend gehen immer mehr Ärzte dazu über, eine andere Art der Diagnostik anzustreben.

Neben der Überprüfung der Familiengeschichte hält er den Patienten dazu an, ein Ernährungstagebuch zu führen. Anhand von diesem ist es leichter möglich, eine eventuelle Unverträglichkeit gezielt zu bestimmen.

Wenn du an einer Lebensmittelunverträglichkeit leidest, empfiehlt es sich ein Ernährungstagebuch zu führen. (Bildquelle: pixabay.com / picjumbo_com)

Ferner wird im Prozess der Diagnostik ein Atemtest unternommen. Dieser ist insbesondere bei Fruktose- und Laktoseintoleranz sinnvoll.

Hierfür schluckt der Betroffene eine Lösung, in welcher ein hoher Gehalt an Fruktose oder Laktose enthalten ist. Anschließend atmet er in ein Wasserstoff-Messgerät. Anhand der angezeigten Konzentration ist der Fachmann dazu in der Lage, Rückschlüsse auf eventuelle Unverträglichkeiten zu schließen.

Etwas schwieriger wird es bei Histamin. Leidet der Patient unter einer Unverträglichkeit, muss er seine Ernährungsgewohnheiten genau beobachten und Buch darüber führen, welche Lebensmittel er zu sich genommen hat. Weitere Untersuchungen mittels Bluttest können die Diagnostik unterstützen.

Wie entstehen Unverträglichkeiten?

Die Ursachen für eine Unverträglichkeit sind genauso vielschichtig wie die Unverträglichkeit selbst. Es gibt jedoch einige Hinweise, die man bereits vor einer Diagnosestellung überprüfen kann und anhand derer sich feststellen lässt, ob die Neigung zur Unverträglichkeit gegeben ist, oder nicht. Mit dazu gehören:

  • Veranlagung durch die Familie
  • übermäßiger Verzehr verarbeiteter Lebensmittel
  • stressiger Lebensstil
  • Umwelteinflüsse
  • vorangegangene Operationen

Experten vermuten, dass vielfach die heutigen Lebensbedingungen Schuld daran sind, dass Unverträglichkeiten entstehen und sich immer mehr ausbreiten. Ein stressiger Alltag macht beispielsweise den Körper anfälliger für Krankheiten.

Nicht selten entwickelt jemand, der von einem Tag auf den anderen mehr im Beruf und Alltag leisten muss, eine Unverträglichkeit, obwohl er vorher nie ein Problem damit hatte.

Verarbeitete Lebensmittel sind unterdessen häufig so reichhaltig an synthetischen Stoffen, die zur Haltbarkeit, dem Geschmack, oder der Konsistenz beitragen, dass bei einem übermäßigen Verzehr sogar das Blutbild darunter leidet.

Langfristig gesehen entwickelt jemand, der sich nur von Fertigprodukten entwickelt, Unverträglichkeiten gegen gewisse Stoffe.

Natürlich sollte auch die Veranlagung näher in Augenschein genommen werden, wenn der Verdacht auf Unverträglichkeiten besteht. Litt die eigene Mutter oder der Großvater unter derartigen Problematiken, besteht ein erhöhtes Risiko, dass man selbst auch davon betroffen ist.

In einigen Fällen ist zudem das Risiko gegeben, dass sich eine Unverträglichkeit infolge einer Darm-OP entwickelt. Wurde hierbei zum Beispiel die Darmwand beschädigt, neigen Betroffene eher dazu, Entzündungen zu entwickeln und demnach eine Unverträglichkeit.

Unverträglichkeiten: Ursachen und Lösungsansätze

In erster Linie verursacht ein positiver Befund das Gefühl von Hilflosigkeit. Trotzdem bestehen immer Möglichkeiten, etwas dagegen zu unternehmen.

Neben einer Ernährungsumstellung bietet der Markt heutzutage auch alternative Lebensmittel zur Verfügung, die für Betroffene verträglicher sind. Je nach Unverträglichkeit besteht außerdem die Möglichkeit, geeignete Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, welche die Problematik abmildern.

Reizmagen/Reizdarm oder Unverträglichkeit?

Zwar gehen einige Lebensmittelunverträglichkeiten mit Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall oder Blähungen einher, doch dies bedeutet nicht immer, dass beim Auftreten dieser Symptome auch wirklich eine Unverträglichkeit vorliegt. In manchen Fällen liegt stattdessen ein sogenannter Reizmagen oder -darm vor.

Das Reizdarmsyndrom, kurz auch RDS genannt, umfasst unterschiedliche Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt. Ähnlich wie bei einer Unverträglichkeit zeigt es sich anhand von Unwohlsein im Bauchraum, dazu kommt Durchfall und eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit.

Die Ursache lässt sich leider nicht immer klären, es wird jedoch vermutet, dass chronisch entzündliche Darmerkrankungen maßgeblichen Einfluss auf die Entstehung haben. Bei einigen ist die natürliche Darmbewegung gestört, oder die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut erhöht.

Wichtig: Ein Reizdarmsyndrom ist in der Regel heilbar, eine Unverträglichkeit dagegen nicht!

Das Vorhandensein einer Unverträglichkeit kann das Risiko der Entstehung eines Reizdarms erhöhen. So ist es beispielsweise bei einigen Betroffenen mit Glutenintoleranz unausweichlich, dass sie früher oder später (sofern sie keine moderate Behandlung anstreben) unter einem Reizdarmsyndrom leiden.

Was tun bei Unverträglichkeiten?

Steht erst einmal fest, dass eine Unverträglichkeit für das Unwohlsein verantwortlich ist, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten zur Behandlung. In erster Linie muss der Auslöser lokalisiert werden.

Beim Verdacht auf Laktose empfiehlt es sich, sämtliche laktosehaltigen Lebensmittel kategorisch aus dem Ernährungsplan zu streichen. Gleiches gilt beim Verdacht auf Fructose- oder Glutenintoleranz.

Tritt somit eine Verbesserung des allgemeinen Befindens auf, sollte die angepasste Ernährungsumstellung eingehalten werden.

View this post on Instagram

Werbung, Kooperation | Heute gab es schon wieder einen Salat zum #mittagessen 😄 da gibt’s bei @live_it_lift_it und in den Bundles von @liveitliftit_bundles aber Gott sei Dank genug Auswahl, dass es nicht langweilig wird ☺️ Dieser Thunfisch Salat ist aus dem to go Sommer Bundle 😍 – 739 kcal War richtig lecker mal wieder 👌🏻 . . #lenassommer #kalorienzählen #ausgewogeneernährung #diättagebuch #kaloriendefizit #gesundeernährung #abnehmen #abnehmen2019 #abnehmtagebuch #ernährungstagebuch #liveitliftit #teamliveitliftit #lecker #leckeressen #diät #motivation #foodie #foodblog #balanceisthekey #leichterwerden #ernährungsumstellung #abnehmenohneverzicht #abnehmenohnehungern #leckerabnehmen

A post shared by Lena | 25 | -7kg/-22kg 💫 (@lenalaeuft) on

Für manche Fälle bietet der Markt allerdings geeignete Präparate an, die zur Vorbeugung eingenommen werden können.

Laktase-Tabletten gewährleisten, dass der Körper die aufgenommene Laktose aufspalten kann und somit entsprechende Symptome ausbleiben. Bei einer Einnahme ist es wichtig, die richtige Dosierung zu ermitteln, die von Person zu Person unterschiedlich ausfallen kann.

Derlei Alternativen sollten jedoch nicht zur Gewohnheit werden. Empfehlenswerter ist eine angemessene Ernährung, die entsprechende Lebensmittel ausklammert.

Welche Lebensmittel darf ich bei Unverträglichkeiten essen?

Selbstverständlich entsteht nach der Feststellung einer Unverträglichkeit stets die Frage, was man nun überhaupt noch essen kann.

Gerade bei Laktose- oder Weizenintoleranz scheinen die Alternativen rar zu sein, was so jedoch nicht ganz stimmt. Da sich die Problematik der Unverträglichkeit immer mehr ausbreitet, bieten immer mehr Märkte entsprechende Ausweichmöglichkeiten an.

Unverträglichkeit verfügbare Alternative
Laktose laktosefreie Produkte wählen, Lactase-Tabletten, wenn der Verzehr auf Laktose unumgänglich ist
Saccharose sofern keine eigene Unverträglichkeit dagegen vorhanden ist, sind Traubenzucker, Fruchtzucker, und Milchzucker empfehlenswert
Weizenmehl Buchweizen, Roggen, Reis, Gerste, Hirse, Mais, Tapioka, Kartoffelmehl, Guarkernmehl, Sojamehl, Johannisbrotkernmehl, sofern es vertragen wird, darf es auch Dinkelmehl, Einkorn, Emmer oder Kamut sein
Histamin möglichst frische Lebensmittel verzehren, Fisch sollte fangfrisch sein, Lebensmittel sollten nicht zu lange gelagert werden, da mit der Lagerung der Gehalt an Histamin steigt, nach ärztlicher Abstimmung ist die Einnahme von Vitamin C und B6 empfehlenswert, was sich positiv auf den Histaminabbau auswirkt

Bei Gluten, Fructose und allen anderen Unverträglichkeiten wird es dagegen schon schwieriger, geeignete Alternativen zu finden.

Eine weitere Option, die jeder für sich selbst austesten kann, ist die Feststellung, wo die eigenen Grenzen liegen. So berichten Menschen mit Laktose- oder Fructoseintoleranz davon, dass kleinere Mengen für sie unproblematisch sind und sich ausschließlich dann Symptome zeigen, wenn sie höhere Mengen des schädlichen Stoffs verzehren.

Fazit

Unverträglichkeiten sind sehr vielschichtig und lassen sich in der aktuellen Zeit nicht immer ganz vermeiden. Einige Menschen neigen eher zu einer Entwicklung, was nicht selten mit ihrer Veranlagung zusammenhängt. Ebenso kann eine Darm-OP oder die herrschenden Umweltbedingungen Einfluss auf die Entstehung haben.

Häufige Symptome sind akuter Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden und Übelkeit. Genauso kommt es – je nach Unverträglichkeit – auch zu schwerwiegenderen Symptomen wie Herzrasen, Migräne, oder sogar zum Bewusstseinsverlust. Daher ist bei einem Verdacht stets der Gang zum Facharzt empfehlenswert.

Die Diagnosestellung ist allerdings nicht immer ganz einfach. Neben Bluttests ist das Führen eines Ernährungstagebuchs und eine genaue Beobachtung im Alltag notwendig. Sofern die Auslöser zu lokalisieren sind, streben Betroffene eine Ernährungsumstellung an, die ihnen deutliche Erleichterung bringt.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/allergien-und-unvertraeglichkeiten/was-sind-nahrungsmittelallergien-und-unvertraeglichkeiten-2021326

[2] https://www.dge.de/presse/pm/selbstdiagnose-unvertraeglichkeit/

[3] https://www.dge.de/presse/pm/wenn-essen-krank-macht-allergien-und-unvertraeglichkeiten/

[4] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-142017/reizmagen-und-reizdarm-belastende-syndrome/

[5] https://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/igg-test-auf-lebensmittelallergie-das-steckt-dahinter-a-1015889.html