Ein Mensch kann viele verschiedene körperliche Beschwerden haben. Viele Krankheiten sind uns nicht mal bekannt, bis wir selbst daran erkranken. Diese beeinträchtigen uns häufig bei unseren alltäglichen Aufgaben. Daher wird stetig nach Lösungen dieser Beschwerden gesucht, denn niemand möchte unter Schmerzen leiden.

Auch die Schambeinentzündung ist eine dieser Probleme. Vielen ist diese Erkrankung meist jedoch nicht bekannt. Das Wissen zu Symptomen, Vorbeugung oder auch Bekämpfung dieser Entzündung fehlen. Dabei ist diese Erkrankung gar nicht mal so selten. Selbst einige bekannte Fußballer sind bereits an einer Schambeinentzündung erkrankt. Daher wollen wir Dir mit diesem Artikel helfen das Problem des fehlenden Wissens zu lösen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Schambeinentzündung ist keine Infektion. Meist ist eine Überbelastung der Schambeinfuge dafür verantwortlich. Hier sind besonders Sportler eine Risikogruppe. Aber auch Bewegungsmangel kann eine Entzündung des Schambeins hervorrufen.
  • Die Ursachen einer Schambeinentzündung sind vielfältig. Auch die Symptome können variieren. Daher  kann häufig nur mithilfe von bildgebenden Verfahren eine sichere Diagnose gestellt werden.
  • Bei einer Schambeinentzündung ist viel Geduld gefragt. Es sollte auf Sport verzichtet und Ratschläge des Arztes ernst genommen werden. Sonst besteht die Gefahr chronischer Schmerzen.

Definition: Was ist eine Schambeinentzündung?

Das Wort Entzündung würde vermuten lassen, eine Schambeinentzündung sei auf eine Infektion zurückzuführen. Das ist allerdings nicht der Fall. Vielmehr wird sie durch Überbelastung, Bewegungsmangel oder Traumata ausgelöst.

Dabei sind die Schambeinfuge, die Schambeinknochen sowie die umliegenden Strukturen betroffen. In den meisten Fällen vorrangig die Schambeinfuge. Diese bildet den beweglichen Teil zwischen den Schambeinknochen. Die Schambeinfuge besteht zudem aus Knorpel und Fasern.

Je nach Ursache können bei der Schambeinentzündung starke Schmerzen auftreten. Diese zwingen Betroffene zu Ruhe und Einschränkungen in den Bewegungen. Besonders Sportler wie Fußballer, Tennisspieler oder auch Basketballer gelten als Risikogruppe.

Hintergründe: Was du über die Schambeinentzündung wissen solltest

Natürlich reicht es nicht nur zu wissen, was eine Schambeinentzündung ist. Auch Hintergrundwissen wie Diagnose oder Symptome sind relevant. Natürlich wirst Du Dich auch Fragen wie so eine Entzündung verläuft und welche Auswirkungen sie auf Deine Tätigkeiten hat. Daher wollen wir Dir im Folgenden einen genaueren Überblick dieser Erkrankung geben. Das soll Dir verdeutlichen wie wichtig eine Behandlung ist.

Wodurch entsteht eine Schambeinentzündung?

In den meisten Fällen kann eine Schambeinentzündung durch eine verstärkte Belastung der Schambeinfuge verursacht werden. Folge dessen kann es sein, dass sich Narbengewebe bildet. Dieses würde einen Abbau der Knochen bewirken. Durch diesen Abbau können dann zusätzlich noch Zysten in den umliegenden Bereichen entstehen.

Ebenfalls Stressfrakturen sind möglich. Das sind Brüche, die durch Stress ausgelöst werden. Besonders Sportler sind hier also betroffen. Sportarten mit vielen Sprints oder auch Richtungswechseln können die Schambeinfuge mit starken Zugkräften belasten (1).

Übermäßige Bewegung aber auch Bewegungsmangel können für eine Entzündung des Schambeins verantwortlich sein.

Allerdings kann auch das komplette Gegenteil zu einer Entzündung des Schambeins führen. So kann Bewegungsmangel oder auch zu langes Sitzen Zugspannungen an der Bauchmuskulatur verursachen. Gibt es dann keine regelmäßigen Entspannungen, besteht die Möglichkeit einer Versteifung der geraden Bauchmuskulatur. Dadurch kann es auf Dauer zu einer Entzündung des Schambeins kommen. Die dauerhafte Gegenspannung sorgt für eine Belastung der Schambeinfuge und somit zu dieser Entzündung.

Aber auch eine Schwangerschaft sowie die Geburt können Ursache einer Schambeinentzündung sein. Bei einer Geburt besteht die Möglichkeit, dass Einblutungen im Bereich der Schambeinfuge auftreten. Auch angrenzende Knochen können betroffen sein. Ebenso wie Risse im Knorpel (2).

Schambeinentzündung

Eine Schambeinetzündung kann verschiedene Ursachen haben. So können neben Bewegungsmangel oder einer Überbelastung auch eine Schwangerschaft verantwortlich sein. In dem Fall bereitet sich das Becken auf die Geburt vor, was zu einer Ausweitung der Schambeinfuge führt. (Bildquelle: Freestocks / Unsplash)

Sogar eine Operation kann für die Entzündung des Schambeins verantwortlich sein. Hierbei ist die Schambeinentzündung eine Komplikation des vorgenommenen Eingriffs. Das Verlegen eines Blasenkatheters kann beispielsweise ein solcher Eingriff mit Komplikation sein. Da dieser am Schambein entlang gelegt wird, kann es zu einer Entzündung dessen kommen.

Wer diagnostiziert eine Schambeinentzündung?

In den meisten Fällen sollte ein Orthopäde aufgesucht werden. Dieser kann eine Schambeinentzündung von anderen Erkrankungen oder Verletzungen unterscheiden. Eine Blutabnahme  sollte keine erhöhten Entzündungswerte aufweisen, da eine Entzündung des Schambeins keine Infektion ist. Sollten also auffällige Werte auftreten, wird das andere Ursachen haben.

Stattdessen wird der Arzt eine körperliche Untersuchung durchführen. Dabei wird die Hüftbeweglichkeit sowie die Muskulatur im Bereich des Schambeins untersucht. Auch die Schmerzempfindlichkeit wird überprüft. Um andere Erkrankungen, wie Leistenbrüche auszuschließen wird ergänzend ein Ultraschall durchgeführt.

Zur endgültigen und auch sicheren Diagnostik wird im Anschluss meist eine bildgebendes Verfahren angeschlossen. In den meisten Fällen ist dieses eine MRT-Untersuchung. Vorteil zu anderen Verfahren ist hier das Wegfallen der Strahlenbelastung.

Welche Symptome können bei einer Schambeinentzündung auftreten?

Eine Schambeinentzündung ist häufig schwer zu erkennen. Eine sichere Diagnose kann erst bei bildgebenden Verfahren wie MRT oder Röntgen gestellt werden. Auch Ultraschall und Computertomografien sind hier möglich (3).

Allerdings gibt es einige Symptome, die auf eine Schambeinentzündung hinweisen können. Sollten einige der folgenden Symptome auf Dich zutreffen, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen. Denn eine frühe Erkennung der Entzündung kann den Krankheitsverlauf verkürzen (4).

  • Schmerzen der Schambeinfuge: Diese Schmerzen können in den Rücken sowie unteren Bauch ausstrahlen.
  • Druckschmerzen des Schambeins: Durch Wassereinlagerungen entstehen Schmerzen besonders im Bereich der Schambeinfuge und der Schambeinäste.
  • Schmerzen im Beckenbodenbereich
  • Stechender Schmerz im Unterbauch: Diese Schmerzen treten besonders bei Bewegungen wie zum Beispiel Sit-ups oder dem Anziehen des Beines auf. Hier ist besonders die gerade Bauchmuskulatur betroffen.
  • Schmerzen der Hüftbeuger sowie des vorderen Oberschenkels
  • Ziehende Schmerzen im Bereich der Leisten: Insbesondere bei Belastungen nehmen die Schmerzen in dieser Gegend zu.

Diese Schmerzen treten in der Regel bei alltäglichen Bewegungen sowie sportlicher Belastung auf. Das können also normales gehen, Treppen steigen oder auch hinlegen sein. Ebenso aber auch sportbedingte Bewegungen wie Joggen oder Sprinten.

Sind die Symptome der Schambeinentzündung bei Mann und Frau gleich?

Bei Männer treten Entzündungen des Schambeins häufiger auf als bei Frauen. Dabei werden die meisten Fälle bei männlichen Fußballspielern verzeichnet. Das Durchschnittsalter liegt bei ungefähr 30 Jahren. Die Symptome selbst sind bei Männern und Frauen aber gleich. Ausnahmen treten nur bei geschlechtsspezifischen Ursachen auf.

Die geschlechts- spezifischen Ursachen können sich die Symptome bei Mann und Frau unterscheiden.

So können bei Frauen in der Schwangerschaft Schmerzen in der Schambeinfuge auftreten. Dies geschieht durch eine Lockerung der Schambeinfuge aufgrund hormoneller Veränderungen. Da die Schambeinfuge aus Knorpel besteht, kann dieser durch die Hormone im Blut erweicht und gelockert werden.

Auch die umliegenden Bänder sind davon betroffen. Folge dessen kann eine Verbreiterung der Schambeinfuge sein, um das Becken auf die Geburt vorzubereiten. Die auftretenden Schmerzen im Schambein sind dann bewegungsabhängig. Häufig werden sie in der Seitenlage als intensiver empfunden und können in Oberschenkel und Kreuzbein ausstrahlen.

Auch die Geburt selbst kann die Schambeinfuge verletzten. So kann hier allerdings die Art der Geburt auch Einfluss auf die Verletzung der Schambeinfuge nehmen (5).

Wie sieht der Krankheitsverlauf bei einer Schambeinentzündung aus?

Der Krankheitsverlauf einer Schambeinentzündung kann sehr unterschiedlich aussehen. So kann sie in einigen Fällen nach kurzer Zeit geheilt sein oder aber auch über Monate anhalten. Wichtig ist immer eine fachgerechte Behandlung und Diagnostik eines Arztes. So kann der Krankheitsverlauf bei rechtzeitiger Behandlung meist verhältnismäßig kurz gehalten werden.

Längere Verläufe sind häufig mit starken Schmerzen verbunden.

Hier ist von Betroffenen sowie behandelnden Ärzten viel Geduld gefragt. Ein Sportverbot sollte ernst genommen und eingehalten werden. Innerhalb des Krankheitsverlaufes kann es allerdings möglich sein mit einem Arzt einen Trainingsplan aufzustellen. Bei gutem Verlauf kann sogar mit leichten Übungen begonnen werden (6).

Besteht bei einer Schambeinentzündung eine Arbeitsunfähigkeit?

Die Arbeitsunfähigkeit variiert je nach Krankheitsverlauf und beruflicher Tätigkeit. Als Hochleistungssportler wird man seinen Beruf in den meisten Fällen über Monate nicht mehr voll ausüben können. Auch einige bekannte Fußballer mussten aufgrund einer Schambeinentzündung schon mehrere Monate pausieren.

Solltest Du also im Sportbereich tätig sein und viel Bewegung zu Deinen täglichen Aufgaben gehören, solltest Du Dich auf einen längeren Arbeitsausfall einstellen.

Bei einem Bürojob kann dieses schon deutlich kürzer sein. Hier besteht keine starke Beanspruchung des Schambereiches. Es ist also möglich auch mit einer Entzündung des Schambeins seiner beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Natürlich kommt das auch auf die Schwere der Erkrankung an.

Ist die Entzündung schon so weit fortgeschritten, dass konventionelle Methoden nicht mehr helfen, wird auch hier eine längere Pause nötig sein. Auch wenn die Schmerzen bereits chronisch sind, steht die Therapie der Schambeinentzündung im Vordergrund.

Wie lange besteht bei einer Schambeinentzündung ein Sportverbot?

Nach der Diagnose Schambeinentzündung sollte komplett auf Sport verzichtet werden. Erst wenn keine Schmerzen mehr beim Laufen und Gehen auftreten, kann mit dem Sport wieder begonnen werden. Allerdings sollte dies langsam geschehen.

Am besten ist es, einen Sportplan mit dem behandelnden Arzt aufzustellen. Nur so kann eine erneute Überlastung und Entzündung des Schambeins verhindert werden. Natürlich können bei diesem Prozess auch Sportwissenschaftler oder Physiotherapeuten zurate gezogen werden (7).

Schambeinentzündung

Besonders Leistungssportler können von einer Schambeinentzündung betroffen sein. Hier gilt es eine Sportpause einzulegen und nur langsam wieder zu beginnen. Sonst besteht die Gefahr einer chronischen Entzündung. Der Sportausfall wäre in so einem Fall noch länger. (Bildquelle: Nicolas Hoizey/ Unsplash)

Sollten bei Wiederaufnahme des Sportes wieder Schmerzen auftreten, gilt es, den Sport erneut zu reduzieren. Nur so kann ein chronischer Krankheitsverlauf verhindert werden. Jedoch sollten regelmäßig Übungen zur Flexibilität der Schambeinfuge auf dem Plan stehen.

Schambeinentzündung: Bekämpfung und Vorbeugung einer Schambeinentzündung

Eine Schambeinentzündung ist eine schmerzhafte Erkrankung. Sie schränkt Dich in alltäglichen Bewegungen ein und verbietet Dir Sport. Im Zweifel kannst Du auch Deinen Beruf für unbestimmte Zeit nicht ausüben. Solltest Du erkrankt sein oder die Vermutung haben wirst Du Dich vermutlich fragen, was Du dagegen tun kannst.

Daher wollen wir Dir im Folgenden ein paar Möglichkeiten zur Bekämpfung oder auch Vorbeugung geben. Aber sei Dir immer bewusst, dieses sind alles nur Tipps die helfen könnten. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Diagnose. Wir wollen Dir lediglich einen Einblick geben wie bei einer Entzündung des Schambeins gehandelt werden kann.

Therapiemethoden bei einer Schambeinentzündung

Um eine Schambeinentzündung zu heilen, gibt es verschiedene Optionen. Diese variieren je nach Schwere der Entzündung. In den meisten Fällen heilt die Schambeinentzündung tatsächlich von selbst.

Daher wird meist auf konservative Methoden zurückgegriffen. Sollten diese jedoch nicht zum Erfolg führen, können im nächsten Schritt Injektions- und Infusionstherapien zum Einsatz kommen. In seltenen Fällen kann eine Operation nötig sein.

Konservative Methoden

Zu Beginn der Diagnose werden in der Regel zunächst konservative Methoden eingesetzt. So kommen Schmerzmedikamente sowie Physiotherapie zum Einsatz. Auch Kortison, Elektrotherapien und Ultraschallbehandlungen können hier denkbar sein.

In den meisten Fällen kann eine Schambein- entzündung mit konventionellen Methoden bekämpft werden.

Hilfreich sind diese Methoden aber nur, wenn auch auf Sport verzichtet wird. Zudem sollten Bewegungen, die starken Druck auf die Schambeinregion ausüben, vermieden werden. Bei einer Besserung der Schambeinentzündung sollte auch nicht zu schnell wieder mit Sport begonnen werden.

Hier gilt es einen Trainingsplan aufzustellen. Dieser sollte mit leichten Übungen beginnen und sich langsam steigern.  Wird das nicht eingehalten, können die Schmerzen chronisch werden. Das könnte den Heilungsprozess noch einmal verlängern.

Bei der Physiotherapie sollte die Stärkung von Beckenboden- und Rumpfmuskulatur im Vordergrund stehen. Die Adduktorenmuskulatur dagegen sollte gedehnt werden. Übungen, die genau das beinhalten können im Heilungsprozess einer Schambeinentzündung hilfreich sein (8).

Nicht-operative Therapie

In einigen Fällen kann es vorkommen, dass konservative Methoden nicht ausreichen. Dann kommen Infusions- oder auch Injektionstherapien zum Einsatz. Bei der Injektionstherapie können bei rund 80 % der behandelten Erfolge erzielt werden. Dabei werden ein lokales Betäubungsmittel oder auch Kortison in den Gelenkspalt gespritzt. Möglich wäre auch das Spritzen beider Mittel.

Die Infusionstherapie ist aktuell noch nicht offiziell zur Behandlung einer Schambeinentzündung zugelassen. Jedoch soll diese Therapiemethode Betroffenen bei dem Heilungsprozess behilflich sein. Hierbei werden verschiedene Mittel mithilfe einer Infusion in den Körper geleitet. Diese sollen den Knochenabbau verhindern. Es bleibt also abzuwarten, ob diese Form der Therapie in naher Zukunft eingesetzt wird.

Operative Therapie

Entwickelt sich eine Schambeinentzündung zu einer chronischen Entzündung kann häufig nur eine Operation helfen. Ebenfalls, wenn die vorherigen Behandlungsmethoden nicht angeschlagen haben. Allerdings sollten vorher mögliche andere Erkrankungen ausgeschlossen werden (9).

Schambeinentzündung

In seltenen Fällen kann bei einer Schambeinentzündung auch eine Operation notwendig sein. Meist ist das aber erst die letzte Option. Zuvor wird versucht die Entzündung mit konventionellen Methoden zu bekämpfen. (Bildquelle: National Cancer Institute / Unsplash)

Bei der Operation wird ein Teil des Gewebes der Schambeinfuge abgeschabt. In einigen Fällen ist zudem eine Gelenkversteifung der Schambeinfuge nötig. Körpereigener Knochenspan wird dafür eingesetzt und mit einer Platte befestigt. Stattfinden wird eine solche Operation in Vollnarkose (10).

Vitamin D zur Vorbeugung und Bekämpfung einer Schambeinentzündung

Ein Vitamin-D-Mangel kann mit zu einer Schambeinentzündung beitragen. Sollte also die Diagnose vorliegen, kann es ratsam sein, den Vitamin-D Wert testen zu lassen. Ist dieser tatsächlich zu niedrig, kann eine Aufnahme des Vitamins zum Therapieerfolg beitragen.

Demzufolge kann es sinnvoll sein, auch zur Vorbeugung Vitamin-D zu supplementieren. So kann verhindert werden, dass ein Mangel dieses Vitamins eine Entzündung des Schambeins begünstigt.

Verschiedene Übungen gegen Schambeinentzündungen

Um die Beschwerden einer Schambeinentzündung zu lindern oder auch vorzubeugen, gibt es verschiedene Übungen. Bei einer bestehenden Entzündung sollten diese Übungen allerdings nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt durchgeführt werden.

Übung Beschreibung
Dehnung der Bauchmuskulatur Bei dieser Übung soll besonders die gerade Bauchmuskulatur gedehnt werden. Das soll bewirken, dass die Zugkräfte auf das Schambein verringert werden. Dafür wird sich zunächst in die Bauchlage begeben. Die Durchführung ist in zwei Varianten möglich.

Bei der ersten Variante sollte der Rücken entspannt bleiben und das Becken auf dem Boden liegen. Nur die Arme sollen in die Position der Unterarmstütz. Bei der zweiten Variante drückst Du Dich mit den Armen so weit nach oben, wie die Dehnung auf der Vorderseite aushaltbar ist. Auch hier bleibt der Rücken entspannt und das Becken auf dem Boden. Die Arme bieten eine Stütze.

Dehnung der Oberschenkelinnenseite Die Dehnung der Oberschenkel soll die Elastizität im Bereich der Leiste fördern. Somit sollen die Spannungsverhältnisse der Leiste verbessert werden. Dafür wird sich zunächst in die Unterarmstütz begeben. Dann solltest Du die Knie auseinander stellen und auch schon eine Dehnung spüren. Um diese noch zu verstärken ist es möglich das Gesäß zusätzlich in Richtung der Füße zu bewegen.
Dehnung des Hüftbeugers Bei schon bestehenden Beschwerden oder aber auch zur Prävention kann die Dehnung des Hüftbeugers sinnvoll sein. Besonders Risikogruppen wie Leichtathleten oder Fußballern wird diese Übung empfohlen. Dafür wird sich zunächst im Einbeinstand an die Wand gestellt. Das Standbein sollte eine leichte Beugung im Knie haben und seitlich zur Wand stehen. Der Arm der gleichen Seite sollte gestreckt an der Wand liegen. Die Hand der anderen Seite umfasst den Fuß, ebenfalls der anderen Seite. Dabei wird das Knie nach hinten bewegt. Es sollte eine Dehnung zu spüren sein.

Bei den Übungen sollten immer die eigenen Schmerzen im Vordergrund stehen. Solltest Du also merken Du kommst an Deine schmerzlichen Grenzen, verringere die Dehnung. Außerdem solltest Du bei regelmäßiger Durchführung eine Besserung verzeichnen.

Fazit

Eine Schambeinentzündung sollte keinesfalls verharmlost werden. Wird diese Entzündung nicht behandelt, kann sie chronisch werden. Schmerzen können sich verschlimmern und sogar über Jahre andauern. Besonders Leistungssportler sollten eine Schambeinentzündung vollständig auskurieren.

Bei frühzeitiger Belastung könnten die Schmerzen wiederkehren. Die Symptome sind vielfältig aber nur eine bildgebende Untersuchung wie etwa ein MRT können eine sichere Diagnose gewährleisten.

Zur Behandlung gibt es verschiedene Therapiemethoden. In den meisten Fällen wird auf konservative Methoden zurückgegriffen. Nur, wenn diese nicht ausreichen, kommen Injektionstherapien zum Einsatz. Ganz selten sind auch Operationen eine Möglichkeit zur Bekämpfung der Schambeinentzündung.

Mit regelmäßigen Dehnübungen der Bauch- und Oberschenkelmuskeln sowie des Hüftbeugers kann dieser Entzündung vorgebeugt werden. Auch die Supplementierung von Vitamin-D kann dabei hilfreich sein.

Bildquelle: akz / 123rf

Einzelnachweise (10)

1. Krüger J. Wo Bundesligaprofis besonders empfindlich sind. Schambeinentzündung: die Crux der Kicker [Where are the Federal League professionals especially sensitive. Pubic bone inflammation: the crux of the kicker]. MMW Fortschr Med. 2004 Oct 21;146(43):16. German. PMID: 15559511.
Quelle

2. Mirković A, Grcic R. Verletzungen der Schambeinfuge während der Entbindung [Injuries of the pubic symphysis during delivery]. Zentralbl Gynakol. 1966 Oct 1;88(40):1366-71. German. PMID: 5995420.
Quelle

3. Zajick DC, Zoga AC, Omar IM, Meyers WC. Spectrum of MRI findings in clinical athletic pubalgia. Semin Musculoskelet Radiol. 2008 Mar;12(1):3-12. doi: 10.1055/s-2008-1067933. PMID: 18382940.
Quelle

4. Cersky O. Znacaj ranog raspoznavanja povrede simfize [Importance of the early detection of injuries of the symphysis]. Med Pregl. 1984;37(7-8):319-21. Croatian. PMID: 6521690.
Quelle

5. Agten CA, Metzler C, Rosskopf AB, Zanetti M, Binkert CA, Prentl E, Pfirrmann CWA. MR imaging of pubic symphysis after uncomplicated vaginal delivery and planned caesarean delivery in the first postpartum week. Clin Imaging. 2019 Jul-Aug;56:58-62. doi: 10.1016/j.clinimag.2019.03.009. Epub 2019 Mar 19. PMID: 30913524.
Quelle

6. Robertson BA, Barker PJ, Fahrer M, Schache AG. The anatomy of the pubic region revisited: implications for the pathogenesis and clinical management of chronic groin pain in athletes. Sports Med. 2009;39(3):225-34. doi: 10.2165/00007256-200939030-00004. PMID: 19290677.
Quelle

7. Weber-Nowakowska K, Gebska M, Zyzniewska-Banaszak E. Watsu - nowoczesna metoda znajdujaca zastosowanie w fizjoterapii, odnowie biologicznej i sporcie [Watsu: a modern method in physiotherapy, body regeneration, and sports]. Ann Acad Med Stetin. 2013;59(1):100-2. Polish. PMID: 24734342.
Quelle

8. Bender T. Bizonyítékon alapuló fizioterápia [Evidence-based physiotherapy]. Orv Hetil. 2013 Dec 1;154(48):1893-9. Hungarian. doi: 10.1556/OH.2013.29758. PMID: 24273287.
Quelle

9. Sharma A, Jain PK, Shaw CJ, Sedman PC. Successful laparoscopic repair of a traumatic pubic symphysis hernia. Surg Endosc. 2004 Feb;18(2):345-9. doi: 10.1007/s00464-003-4250-9. PMID: 15106620.
Quelle

10. Chang JL, Wu V. External fixation of pubic symphysis diastasis from postpartum trauma. Orthopedics. 2008 May;31(5):493. doi: 10.3928/01477447-20080501-05. PMID: 19292310.
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Wo Bundesligaprofis besonders empfindlich sind. Schambeinentzündung: die Crux der Kicker
Krüger J. Wo Bundesligaprofis besonders empfindlich sind. Schambeinentzündung: die Crux der Kicker [Where are the Federal League professionals especially sensitive. Pubic bone inflammation: the crux of the kicker]. MMW Fortschr Med. 2004 Oct 21;146(43):16. German. PMID: 15559511.
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Verletzungen der Schambeinfuge während der Entbindung
Mirković A, Grcic R. Verletzungen der Schambeinfuge während der Entbindung [Injuries of the pubic symphysis during delivery]. Zentralbl Gynakol. 1966 Oct 1;88(40):1366-71. German. PMID: 5995420.
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MR imaging of pubic symphysis after uncomplicated vaginal delivery and planned caesarean delivery in the first postpartum week.
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a modern method in physiotherapy, body regeneration, and sports
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Chang JL, Wu V. External fixation of pubic symphysis diastasis from postpartum trauma. Orthopedics. 2008 May;31(5):493. doi: 10.3928/01477447-20080501-05. PMID: 19292310.
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