Willkommen bei unserem großen Pilzcreme Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Pilzcremen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Pilzcreme zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Produkt kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pilzinfektionen gelten als weltweit häufigste Infektionskrankheit und beinahe jeder ist während seines Lebens mindestens einmal davon betroffen.
  • Ein Pilzbefall ist meist harmlos, jedoch besonders hartnäckig. Pilzbefall auf der Haut kann mit einer Pilzcreme wirkungsvoll behandelt werden. Bei schwereren Verläufen ist eine Kombinationstherapie mit Tabletten angezeigt.
  • Pilzcremes verhindern das Wachstum und die Vermehrung der Pilze oder töten die Erreger ab.

Pilzcreme Test: Das Ranking

Platz 1: Canesten Extra Bifonazol 50 g

Diese Creme dient zur Behandlung gegen Pilzerkrankungen. Darüber hinaus hilft die Creme gegen Infektionen der Haut durch Hefepilze, Schimmelpilze oder andere Erreger. Mit einem Preis von etwa 20€ ist diese Creme zwar etwas teuer, aber dafür hilft sie gegen viele verschiedene Pilze.

Zur Dosis solltest du beachten, dass du die Creme einmal pro Tag auftragen solltest an den betroffenen Stellen.

Platz 2: Clotrimazol AL 1% 50 g

Diese Pilzcreme dient zur äußerlichen Behandlung bei Pilzerkrankungen. Kunden schätzen bei dieser Creme die Tatsache, dass die Haut nicht gereizt wird beim Auftragen. Mit etwa 10€ ist diese Creme etwas günstiger, bietet aber trotzdem eine gute Hilfe gegen Pilze.

Zur Dosis solltest du beachten, dass du die betroffenen Stellen etwa 2-3 mal täglich eincremen solltest.

Platz 3: Fußcreme, Fußpilz Creme, 30g

Diese Fußcreme enthäft Pferdecreme und dient vorwiegend zum Schutz gegen Fußpilz. Darüber hinaus schützt die Creme deine Füße auf lange Sicht und reduziert zudem trockene Haut. Mit etwa 15€ ist diese Creme in der Mittelklasse der Pilzcremen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Pilzcreme kaufst

Pilze sind etwas ganz natürliches und Teil unserer Umwelt. Auch auf der menschlichen Haut ist das Vorkommen von Pilzen nichts Ungewöhnliches. Meist sind Pilze harmlos. Finden sie jedoch ein besonders vorteilhaftes Milieu vor und ist die Abwehr geschwächt, kommt es zu einer rapiden Vermehrung.

Die Folge sind Hautveränderungen bis hin zu Schädigungen von inneren Organen. Ein oberflächlicher Pilzbefall ist mit einer Pilzcreme gut behandelbar. Folgender Ratgeber klärt über die Thematik auf und hilft dir bei der Kaufentscheidung.

 

Was sind Pilzerkrankungen?

Pilzerkrankungen führen zu Infektionen der Haut und können unterschiedliche Beschwerden verursachen. Ein Pilzbefall wird häufig erst spät bemerkt, da er sich nur sehr langsam ausbreitet, können Wochen und Monate vergehen, bis sich das Hautbild verändert und deutliche Spuren sichtbar werden.

Die Pilzsporen haften auf der Haut und dringen in sie ein. Schafft es der Organismus, die Erreger abzuwehren, wird von einer inapparenten Infektion gesprochen. Versagt die Abwehr, kommt es zu einer Pilzinfektion. (Quelle: unsplash.com / Bissessur P.)

Die Behandlung von Pilzerkrankungen ist langwierig und nicht selten kommt es vermehrt zu Rückfällen. Unbehandelt kommt es zu großflächigen Mykosen, welche sich entzünden können und Infektionen nach sich ziehen. Besonders davon betroffen sind ältere und geschwächte Personen und Diabetiker.

Die häufigste Erkrankung dieser Art ist der Fußpilz. Dieser tritt zunächst in den Zehenzwischenräumen auf und kann sich in Folge über die gesamte Fußsohle ausbreiten. Erfolgt die Behandlung nicht rechtzeitig, kann Fußpilz schnell zu Nagelpilz führen.

Welche Pilzerkrankungen gibt es?

Auf der Erde kommen mehr als 100.000 Arten von Pilzen vor. Für Pilzerkrankungen beim Menschen können circa 50 Pilzarten verantwortlich sein.

Diese lassen sich folgenden Gruppen zuordnen:

  • Hefepilze
  • SchimmelpilzeŸ
  • Dermatophyten

Es wird weiterhin in oberflächliche Mykosen und in systemische Mykosen unterschieden. Wir widmen uns den oberflächlichen Mykosen, welche die Haut befallen und mit Pilzcreme behandelt werden können. Systemische Mykosen fassen den Pilzbefall innerer Organe zusammen, welcher eine anderer Behandlung erfordert.

Der Hautpilz ist besonders hartnäckig und breitet sich bevorzugt in einem feucht-warmen Milieu aus. Dabei kommen folgende Formen vor:

Art des Hautpilzes Erläuterung
Fußpilz Der häufigste Hautpilz befällt vorwiegend die Haut zwischen den Zehen., Von dort erfolgt die Ausbreitung des Fadenpilzes auf die Fußsohle oder die Fußränder.
Kopfpilz Hautpilze am Kopf kommen vorwiegend bei Kindern vor., Die Erreger können sich im Fell von Haustieren befinden., Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich.
Handpilz Handpilz wird häufig von einem Fußpilz übertragen, wenn die Pilzsporen an die Hände gelangen., Meist ist nur eine Hand betroffen., Unbehandelt kann die Infektion auch auf die zweite Hand übergreifen.
Hautpilz an Beinen, Armen, Brust und Rücken Hautpilze können an allen behaarten Körperregionen auftreten., Die Pilzsporen dringen über die Haarfollikel in die Haut und breiten sich auch über umliegende Haarbalgs aus.
Hautpilz am Hals und im Gesicht Pilzinfektionen am Hals und im Gesicht werden unter den Bezeichnungen Tinea colli und Tinea faciei zusammengefasst., Die Infektion und Verbreitung erfolgt ebenfalls über die Haarfollikel.
Leistenpilz In der Leistengegend finden Pilze ein feucht-warmes Milieu vor., Der Hautpilz beginnst sich meist von den Innenseiten der Oberschenkel aus zu verbreiten.
Haut-Infektionen durch Hefepilze Durch Hefepilze ausgelöste Haut-Infektionen treten bevorzugt im Intimbereich, unter den Achseln oder unter der weiblichen Brust auf.

Fußpilz ist die häufigste Form der Pilzerkrankungen und kann auch bereits bei Kleinkindern auftreten. (Quelle: pixabay.com / FeeLoona)

Erstes Anzeichen für eine Pilzinfektion ist meist ein kleiner rötlicher schuppender Bereich, welcher sich deutlich von der übrigen Haut abgrenzt und innerhalb von Tagen oder Wochen ausdehnt.

Die durch Hefepilze ausgelöste Soor kommt besonders häufig bei Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem, bei Diabetikern oder bei Säuglingen vor. Liegt eine schwere Störung der Immunabwehr vor, können auch die Speiseröhre oder die inneren Organe befallen werden.

Pilzerkrankungen in Stichworten

Erreger Schimmelpilze, Hefepilze, Dermatophyten
Übertragung Körperkontakt zu Menschen oder Haustieren, kontaminierte Gegenstände und Lebensmittel
Symptome Hautrötung, Brennen, Hautschuppen
häufigste Krankheitsform Fußpilz
weitere Krankheitsformen Handpilz, Kopfpilz, Leistenpilz, Scheidenpilz, ŸHautpilz
Diagnose Nachweis der Pilzkultur durch mikroskopische Untersuchung
Behandlung Pilzcreme, Tabletten, Zäpfchen, Infusionen
Prognose vollständige Heilung bei intakter Immunabwehr, Rückfälle jederzeit möglich

Fadenpilze gelten als die häufigsten Erreger von Pilzerkrankungen. Hefepilze können sich in Hautfalten einnisten und die Schleimhäute befallen.

Welche Beschwerden verursachen Pilzerkrankungen?

Die Beschwerden lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Hautveränderungen
  • Hautausschlag
  • Schuppenbildung
  • Risse
  • Blasenbildung
  • Juckreiz

Die genannte Beschwerden sprechen auf die Behandlung mit einer Pilzcreme an. Befällt der Erreger die inneren Organe, können unterschiedliche und untypische Beschwerden auftreten und die Diagnose ist häufig nicht einfach zu stellen.

Wie wirkt eine Pilzcreme?

Pilzcremes wirken in zweierlei Form. Fungistatische Mittel bewirken, dass die Pilze nicht mehr wachsen und sich vermehren können. Zu einer Abtötung der Erreger führen fungizide Pilzcremes.

Die Zellwand der Pilze besteht aus Chitin und Mehrfachzuckern und ist damit mit der Zusammensetzung von Insekten-Panzern vergleichbar. In der Zellmembran wird Ergosterol erzeugt.

Eine Pilzcreme verhindert die Herstellung dieses Stoffes, indem bestimmte Enzyme blockiert werden. Dadurch wird der Stoffwechsel der Pilze gestört. Antipilzmittel mit abtötender Wirkung sorgen für die Erzeugung veränderter Stoffe, welche den Aufbau einer dichten Membran verhindern. Durch dieses Leck tritt das Zellinnere aus und der Pilz stirbt ab.

Wann werden Pilzcremes verwendet?

Ob sich eine Pilzcreme für die Anwendung eignet, hängt von der betroffenen Körperpartie ab. Bei Fußpilz kann die Creme leicht aufgetragen werden und zieht gut in die Haut ein. Ebenso eignen sich hier ein Spray oder ein Gel.

Auf behaarten Hautstellen ist der Auftrag der Creme weniger günstig, denn die Haarfollikel könnten verkleben und verschmieren. Hier würde sich ein Spray besser eignen. Tritt die Pilzerkrankung bei Säuglingen auf, sind abdeckende Pasten besser geeignet, um den Windelbereich vor Feuchtigkeit zu schützen.

Wenn die Haut nässt, sind Lösungen oder Sprays die bessere Wahl. Auf trockenen Hautstellen kann die Pilzcreme Anwendung finden.

Wie sollte die Pilzcreme dosiert werden?

Die Pilzcreme kann mehrmals täglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Dabei solltest du sanft vorgehen und die Creme nicht in die Haut einreiben, sondern lediglich sanft auflegen.

Bei Pilzinfektionen der Haut ist von einer Verwendung über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen auszugehen. Tritt der Pilz im äußeren Genitalbereich auf, sind ein bis zwei Wochen ausreichend.

Bei Hautpilz ist es besonders wichtig, die Behandlung nicht vorzeitig abzubrechen. Sind die Symptome abgeklungen, sollte die Pilzcreme noch etwa für 14 Tage weiter aufgetragen werden.

Gibt es bei Pilzcreme Nebenwirkungen?

Meist werden Pilzcremes gut vertragen. Eine Überempfindlichkeit gegenüber den Inhaltsstoffen ist jedoch nicht auszuschließen. Sollte sich die Haut nach dem Auftrag auffallend röten oder zu brennen und stechen beginnen, ist von einem Gebrauch der Salbe abzusehen.

Besondere Vorsicht gilt bei einer bestehenden Allergie gegen Clotrimazol oder ein anderes Pilzmittel. Auch in der Creme enthaltene Emulgatoren können zu Hautreizungen führen. Ebenso sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich. Im Zweifelsfall solltest du Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker nehmen.

Entscheidung: Welche Arten von Pilzcreme gibt es und welche ist die richtige für dich

Grundsätzlich kann man zwischen zwei verschiedenen Arten von Pilzcreme unterschieden:

  • fungistatische Pilzcreme
  • fungizide Pilzcreme

Worum handelt es sich bei fungistatischer Pilzcreme und worin liegen die Vor- und Nachteile von fungistatischer Pilzcreme?

Eine fungistatische Pilzcreme hindert die Pilze daran, sich zu vermehren, tötet die Erreger aber nicht ab. Dabei können verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz kommen.

Wirkstoff Wirkungsweise
Azol-Antimykotika Der Wirkstoff hemmt die Produktion von Ergosterin., Damit wird die Zellwand der Pilze geschädigt und diese können sich nicht mehr vermehren., Pilzcremes mit diesem Wirkstoff sind gegen Faden- und Hefepilze wirksam.
Allylamine Auch Allylamine hemmen die Bildung von Ergosterin, greifen dabei aber direkt in den Stoffwechsel der Pilze ein., Diese Präparate eignen sich für die Behandlung von oberflächlichen Hautinfektionen, verursacht durch Dermatophyten.
Amorolfin Auch dieser Wirkstoff hemmt die Ausbreitung der Pilze durch die Beeinflussung der Ergosterin-Produktion., Pilzcremes mit Amorolfin werden vorwiegend gegen Nagelpilz eingesetzt. eignen sich aber auch für die Behandlung von Hautpilz.

Zu den in Pilzcremes verwendeten Azol-Antimykotika zählen Econazol, Isoconazol oder Rutrimazol.

Vorteile
  • Zuverlässige Wirkung
  • Für Haut- und Nagelpilz geeignet
  • Anwendung auch über einen längeren Zeitraum möglich
Nachteile
  • Erreger wird nicht abgetötet
  • Für schwere Pilzerkrankungen nur als Begleittherapie geeignet

Worum handelt es sich bei fungizider Pilzcreme und worin liegen die Vor- und Nachteile von fungizider Pilzcreme?

Fungizide Pilzcremes gehen einen Schritt weiter und hemmen nicht nur die Vermehrung der Pilze, sondern töten die Erreger vollständig ab. Diese Mittel können auch bei komplizierten Hautpilz-Erkrankungen eingesetzt werden und stoppen die Ausbreitung der Erkrankung.

Auch hier wird auf unterschiedliche Mittel gesetzt:

Wirkstoff Wirkungsweise
Ciclopirox Der Wirkstoff tötet die Pilz-Organismen ab., Vermutlich beruht dies auf der Bildung schädlicher Stoffwechselprodukte.
Hydroxypyridone Unter diesem Begriff werden Ciclopirox und dessen Salz Ciclopiroxolamin zusammengefasst., Beide Stoff bilden für den Erreger giftige Sauerstoffverbindungen., Cremes mit diesem Inhaltsstoff eignen sich für die Behandlung von Hautpilz und Scheidenpilz.
Polyen-Antimykotika Mit diesem Wirkstoff werden vorrangig Hefepilze behandelt., Der zu dieser Gruppe zählende Wirkstoff Amphotericin B ist auch gegen bestimmte Schimmelpilze wirksam.

Griseofulvin ist nur gegen Dermatophyten wirksam und wird im Rahmen einer systemischen Therapie eingesetzt.

Vorteile
  • Erreger wird abgetötet
  • Wirkt schnell und zuverlässig
Nachteile
  • Nicht bei allen Pilzerkrankungen wirksam

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Pilzcreme vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Pilzcreme vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich eine bestimmte Pilzcreme für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Art der Pilzerkrankung
  • Wirkstoffe
  • Dosierung
  • Schwere der Pilzerkrankung

Art der Pilzerkrankung

Zunächst sollte feststehen, um welche Pilzerkrankung es sich handelt. Pilzcreme kann bei Hand- oder Fußpilz zur Anwendung kommen. In einigen Fällen kann es auch ratsamer sein, Spray, Puder oder Zäpfchen zu verwenden. In jedem Fall lohnt die Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker.

Da nicht alle Wirkstoffe gleichsam zuverlässig gegen die unterschiedlichen Pilzerkrankungen eingesetzt werden können, ist die genaue Diagnose ein Muss, bevor zu einer bestimmten Pilzcreme gegriffen wird.

Wirkstoffe

Auf einige pilzhemmende und pilztötende Wirkstoffe sind wir bereits eingegangen. Die Präparate enthalten unterschiedliche Wirkstoffe und werden vom Arzt entsprechend der vorliegenden Erkrankung verordnet.

Einige weitere Wirkstoffe von Pilzcremes sind:

  • Bifonazol
  • Imidazole
  • Selendisulfid
  • Clotrimazol

Pilcremes mit Clotrimazol eignen sich für alle Arten von Hautpilzen und wirken gegen Schimmelpilze, Fadenpilze und Hefepilze gleichermaßen zuverlässig. Es handelt sich um ein gut verträgliches Breitbandmittel, welches an allen Körperbereichen aufgetragen werden kann. Von einer Anwendung auf offenen Wunden ist jedoch abzusehen.

Bifonazol ist ein weit verbreitetes Mittel, welches für die Abtötung der Pilze sorgt. Wer unter durch Hefepilze verursachte Hauterkrankungen leidet, sollte Pilzcreme mit dem Wirkstoff Nystatin bevorzugen.

Wer ein geschwächtes Immunsystem besitzt und an entsprechenden Autoimmunerkrankungen leidet, sollte Pilzcremes mit dem Wirkstoff Ketoconazol wählen. Die Erreger werden abgetötet. Für Schwangere und Menschen mit Leberleiden ist die Creme nicht geeignet.

Dosierung

Die Pilzcreme wird direkt auf die betroffene Hautpartie aufgetragen. Wie häufig du die Creme aufträgst, hängt mit der Schwere der Pilzinfektion zusammen. Bei leichten Hautauffälligkeiten genügt der einmalige Auftrag. Bei schwerwiegenden Erkrankungen kann die Pilzcreme bis zu dreimal täglich angewendet werden.

Die Behandlung sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen. Wichtig ist, die Behandlung nicht vorzeitig zu unterbrechen. Sind die Symptome verschwunden, sollte die Creme für weitere zwei bis vier Wochen mindestens einmal täglich aufgetragen werden.

Schwere der Pilzerkrankung

Pilzcremes sind zum Teil in Apotheken frei verfügbar. Dennoch solltest du dich vor dem Kauf hinreichend beraten lassen. Als Laie ist es häufig nicht zu erkennen, um welche Pilzerkrankung es sich handelt. Auch kann die Schwere der Erkrankung schlecht eingeschätzt werden.

Die Wahl der Pilzcreme muss der Schwere der Infektion angepasst werden. Risikofaktoren sind auch das Alter und eine mögliche Schwangerschaft.

Pilzinfektionen sind hartnäckig und die Behandlung sollte nicht vorzeitig abgebrochen werden. Bleibt die Pilzcreme wirkungslos, werden meist zusätzlich Tabletten verordnet.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Pilzcreme

Mit einer Pilzerkrankung ist nicht zu spaßen. Meist verlaufen die Infektionen zwar harmlos, aber eine rechtzeitige und vor allem konsequente Behandlung mit Pilzcreme begünstigt den Heilungsprozess und schützt vor Folgeerkrankungen. Nachfolgend findest du ergänzend einige interessante Fakten zu diesem nützlichen Medikament und seinem Wirkungsspektrum.

Welche Faktoren begünstigen eine Pilzinfektion?

Pilze besiedeln unsere Haut. Ob es dabei zu einer Infektion kommt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig:

  • geschädigte Hautstellen (Risse, Wunden, Verbrennungen)
  • Durchblutungsstörungen
  • Diabetes
  • Medikamenteneinnahme (Antibiotika oder Anti-Baby-Pille)
  • Immunschwäche durch Autoimmunerkrankungen

Besonders häufig kommt eine Windeldermatitis vor. Das feuchte Milieu führt zum Aufweichen der Haut. Durch die Reibung in diesem sensiblen Bereich entstehen kleine Hautverletzungen, welche das Eindringen von Pilzsporen begünstigen.

Was ist unter einer systemischen Mykose zu verstehen?

Von systemischen Mykosen wird gesprochen, wenn die Pilze in den Blutkreislauf gelangt sind. Dies geschieht meist über die Lunge. Pilze können neben der Haut auch innere Organe befallen.

Diese Form der Pilzerkrankung kann für die Betroffenen tödlich enden, ist jedoch sehr selten. Ein intaktes Immunsystem ist in der Regel in der Lage, die Erreger abzuwehren. Für Personen mit Immunschwächekrankheiten ist die Prognose weniger günstig.

Systemische Mykosen können nicht mit einer Pilzcreme behandelt werden. Azole, Candine, Polyene und andere meist rezeptpflichtige Wirkstoffe werden häufig intravenös verabreicht.

Welche Alternativen zu Pilzcreme gibt es?

Pilzerkrankungen sind medizinisch zu behandeln. Begleitend dazu können verschiedene Hausmittel Anwendung finden.

Dazu zählen:

  • Teebaumöl
  • Kokosöl
  • Knoblauch
  • Meerrettich
  • Mandeln
  • Oregano

Teebaumöl kann beispielsweise gegen Fußpilz angewendet werden. Das Öl wird pur auf die betreffenden Hautstellen aufgetragen. Die Wirkungsweise kann verstärkt werden, wenn einige Tropfen Sesamöl dazugegeben werden. Auch Fußbäder sind möglich. Im Handel kann auch Teebaumcreme erworben werden.

Ist eine Pilzerkrankung ansteckend?

Du kannst dich mit einer Pilzerkrankung anstecken, allerdings ist das Risiko recht gering. Die Pilzsporen können nur in die Haut oder den Nagel eindringen, wenn diese Körperteile bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

  • feucht-warmes Milieu
  • Risse in der Haut
  • innere Erkrankungen
  • fortgeschrittenes Alter
  • Vitaminmangel
  • Durchblutungsstörungen
  • geschwächte Immunabwehr

Die Pilzsporen sind über einen recht langen Zeitraum überlebensfähig. Sie haften an der Kleidung oder an Handtüchern, Schuhen und anderen Gegenständen. Dennoch ist das Risiko, sich über andere Menschen zu infizieren als niedrig einzustufen.

Wie kann Pilzerkrankungen vorgebeugt werden?

Hautpilze lieben eine feuchtwarme Umgebung. Nach dem Baden oder Duschen setzt sich die Feuchtigkeit nicht selten in Hautfalten und den Zehenzwischenräumen fest. Gründliches Abtrocknen beugt dem Auftreten von Fuß- oder Hautpilz vor.

Laufen größere Menschenmengen barfuß, steigt ebenfalls das Risiko. Du solltest daher beim Besuch von Sauna oder Schwimmbad Badeschuhe tragen. Luftig, leichtes Schuhwerk verhindert den Wärmestau an den Füßen. Die Schuhe sollten nach dem Tragen gründlich auslüften und abtrocknen können.

Die Reinigung verschwitzter Unterwäsche und benutzter Handtücher sollte mindestens bei 60 Grad erfolgen. Nur bei hohen Temperaturen werden die Pilzsporen unschädlich gemacht.

Dennoch kann kein wirklicher Schutz vor Pilzerkrankungen aufgebaut werden, denn Neuinfektionen sind jederzeit möglich. Niemand kann gegen Pilzerkrankungen eine Immunität erlangen.

Weiterführende Quellen und Literatur

[1] https://www.dgfm-ev.de/infothek/was-ist-ein-pilz
[2] https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/haut-haare-naegel/hautpilz/pilzerkrankungen-koerper-gesicht
[3] https://www.netdoktor.at/krankheit/hautpilz-7728
[4] https://www.apotheken-umschau.de/infektionen/pilzerkrankungen

Bild: 123rf.com / Wang S.

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