Stress ist ein Zeichen unserer Zeit und eigentlich allgegenwärtig. Wie gut jeder dagegen gewappnet ist, hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen. Wer gegen Nervosität, Überlastung und Erschöpfung zu Tabletten greift, begibt sich nicht selten in einen Teufelskreis.

Bereits nach wenigen Wochen können chemische Medikamente abhängig machen und verursachen zudem teils schwerwiegende Nebenwirkungen. Pflanzliche Beruhigungsmittel dagegen wirken mit der Kraft der Natur auf unsere Psyche ein und bringen diese zurück ins Gleichgewicht.

Erfahre nun, welche pflanzlichen Beruhigungsmittel sich anbieten und wie diese wirken und angewendet werden.

Was sind Beruhigungsmittel?

Unter dem Begriff Beruhigungsmittel werden Arzneimittel zusammengefasst, welche beruhigende und angstlösende Eigenschaften besitzen und gleichzeitig den Schlaf fördern und die Muskeln entspannen.

Badeöl

Beruhigungsmittel wirken beruhigen, angstlösend und entspannend. Pflanzliche Beruhigungsmittel haben den Vorteil, dass sie nicht abhängig machen. (Bildquelle: pixabay.com / Couleur)

Beruhigungsmittel werden bei Depressionen, Ängsten (u.a. auch bei Prüfungsangst) und Beklemmungen verabreicht, können aber auch vorbeugend eingenommen werden, wenn zum Beispiel eine Prüfung ansteht oder sich jemand vor einem bevorstehenden Flug fürchtet.

Welche Beruhigungsmittel gibt es?

Die Liste der Schlaf- und Beruhigungsmittel ist lang. Der Sammelbegriff wird häufig gebraucht, da Beruhigungsmittel meist auch schlaffördernd wirken und damit beide Bereiche abdecken können.

Unter Schlaf- und Beruhigungsmitteln werden zusammengefasst:

  • Benzodiazepine
  • Nicht-Benzodiazepin-Agonisten
  • Antihistaminika
  • Melatonin Präparate
  • pflanzliche Beruhigungsmittel

Benzodiazepine

Diese häufig verordneten Beruhigungsmittel bewirken eine Verstärkung der Wirkungsweise des Neurotransmitters GABA. Dadurch kann die beruhigende, angstlösende und muskelentspannende Wirkung dieser Medikamentengruppe erklärt werden.

Zu den Benzodiazepinen zählt übrigens auch Valium.

Nicht-Benzodiazepin-Agonisten

Diese Medikamente lassen sich nicht unter die Benzodiazepine einordnen, wirken in unserem Gehirn aber ähnlich auf den Neurotransmitter GABA ein. Das Hauptaugenmerk dieser Arzneien liegt auf der schlaffördernden Wirkung.

Antihistaminika

Mit Antihistaminika werden vorrangig Allergien behandelt. Einige Vertreter dieser Produktgruppe wirken aber auch auf die H1-Rezeptoren im Gehirn ein und können damit auch bei leichten Schlafstörungen eingesetzt werden. Diese Präparate sind teilweise rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Melatonin Präparate

Diese Präparate werden vor allem als Schlafmittel eingesetzt, da Melatonin auch als Schlafhormon bekannt ist. Es fördert sowohl das Einschlafen als auch das Durchschlafen, wird allerdings auch für weitere Bereiche eingesetzt.

Die Regulierung des Blutdrucks, die Kräftigung der Haare, die Stärkung des Immunsystems sind nur einige Punkte, die durch Melatonin Präparate begünstigt werden.

Pflanzliche Beruhigungsmittel

Pflanzliche Beruhigungsmittel haben sich seit Jahrtausenden bewährt. Auch die Wissenschaft hat längst grünes Licht gegeben und die beruhigende Wirkung der Naturpräparate bestätigt.

Pflanzliche Beruhigungsmittel sind frei von Nebenwirkungen. Allerdings musst du etwas Geduld haben und darfst keine Wunder von dieser sanften Naturmedizin erwarten. Bis sich die gewünschte Wirkung einstellt, können einige Wochen vergehen.

Dies ist nicht zuletzt davon abhängig, wie lange das Problem bereits besteht. Wer seit Jahren unter Depressionen oder Angstzuständen leidet, wird wahrscheinlich sogar mit Monaten rechnen müssen, bis sich die Symptome bessern.

Vorteile
  • keine Nebenwirkungen
  • sanfte Wirkungsweise
  • frei verkäuflich
  • preisgünstig
  • einfach anzuwenden
Nachteile
  • Wirkung abgeschwächt
  • häufig langfristige Einnahme notwendig, bis Wirkung eintritt
  • teils fehlende Langzeitstudien

Der deutliche Vorteil von pflanzlichen Beruhigungsmitteln ist das Ausbleiben von schwerwiegenden Nebenwirkungen. Pflanzliche Beruhigungsmittel sind in Apotheken und Drogerien frei verkäuflich und werden in Form von Tees, Tropfen, Tabletten, Kapseln oder Dragees angeboten.

Welche pflanzlichen Beruhigungsmittel gibt es?

Es gibt eine ganze Reihe an Pflanzen, welche beruhigende Eigenschaften besitzen. Dabei haben sich folgende pflanzlichen Beruhigungsmittel besonders bewährt:

  • Baldrian
  • Hopfen
  • Johanniskraut
  • Melisse

Baldrian – der unscheinbare Helfer

Diese eher unscheinbare Pflanze hilft seit Jahrhunderten zuverlässig, unsere Nerven zu beruhigen. Bereits im Altertum machte man sich die medizinischen Eigenschaften von Baldrian zunutze.

Baldrian selbst ist eine äußerst anspruchslose Pflanze und du wirst das Kraut an Wegrändern und auf Wiesen finden können. Baldrian enthält wertvolle ätherische Öle und Alkaloide, denen die beruhigenden Eigenschaften zuzuschreiben sind.

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Wenn du Baldrian trocknest, wirst du feststellen, dass dieser einen charakteristischen Geruch verströmt. Die enthaltenen Sesquiterpene wirken auf die GABA-Rezeptoren im Gehirn und helfen uns leichter zur Ruhe zu kommen und besser einzuschlafen.

Einige meist in Asien vorkommende Arten besitzen darüber hinaus auch eine schmerzlindernde Wirkung.

Hopfen – nicht nur im Bier unentbehrlich

Du wirst Hopfen vorwiegend als Bestandteil von Bier kennen. Doch lange bevor das erste Bier gebraut wurde, war Hopfen bereits als Heilpflanze bekannt. Die weiblichen Blütenstände, die sogenannten Hopfenzapfen, werden gegen innere Unruhe, gegen Angstzustände und gegen Schlafstörungen empfohlen.

Die beruhigenden Eigenschaften verdankt der Hopfen den enthaltenen Bitterstoffen Lupulon und Humulon. Weiterhin enthält Hopfen auch Gerbstoffe, Flavonoide und ätherische Öle.

Johanniskraut – weitverbreiteter Stimmungsaufheller

Johanniskraut belebt mit seinen leuchtend gelben Blüten jedes Blumenbeet. Die Pflanzen sind in Europa weit verbreitet und auch in Asien, in Amerika oder im Norden Afrikas beheimatet.

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Die Bedeutung als Heilpflanze reicht bis in die Antike zurück. Damals wurde das Kraut innerlich wie äußerlich gegen Hauterkrankungen oder Fieber eingesetzt.

Melisse – altbekanntes Duftkraut

Die Melisse war Bestandteil beinahe jedes mittelalterlichen Klostergartens. Die bis zu 90 Zentimeter hoch wachsenden Pflanzen wachsen weltweit in den gemäßigten Klimazonen an warmen und trockenen Plätzen.

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Mit ihrem typischen Zitrusaroma ist die Melisse gut geeignet für die Verfeinerung von Getränken. Bereits im 17. Jahrhundert war das Kraut Bestandteil des damals weitverbreiteten Karmelitergeistes, quasi einer Vorstufe des heutigen Melissengeistes

Die krampflösende und beruhigende Wirkung geht von den Blättern der Melisse aus, welche vor der Blüte gesammelt und anschließend getrocknet werden.

Wo kann ich pflanzliche Beruhigungsmittel kaufen?

Die schnellste Methode ist ein Besuch in einer Drogerie (z.B. im Rossmann oder DM), teilweise auch im Supermarkt oder in der Apotheke. Wer allerdings vorab lieber noch die Inhaltsstoffe vergleichen, einen Test der besten Beruhigungsmittel einsehen oder Preise vergleichen möchte, sollte sich online umsehen.

Anwendung pflanzlicher Beruhigungsmittel

Je nachdem, für welches pflanzliche Beruhigungsmittel sich entschieden wird, gibt es verschiedene, empfohlene Anwendungsbereiche.

Pflanzliches Beruhigungsmittel Anwendungsmöglichkeiten
Baldrian Nervosität, Konzentrationsschwäche,Schmerztherapie
Hopfen innere Unruhe, Angstzustände, Schlafstörungen
Johanniskraut innere Unruhe, depressive Verstimmungen, Muskelkrämpfe
Melisse Unruhezustände, Schlaflosigkeit, Depressionen

Es gibt natürlich noch viele weitere pflanzliche Mittel, die zur Beruhigung eingesetzt werden. Beliebt ist als pflanzliches Beruhigungsmittel z.B. auch die Passionsblume, die vor allem bei Stress und nervösen Unruhezuständen eingesetzt wird.

Gibt es pflanzliche Beruhigungsmittel als Tee?

Es existieren noch einige weitere Kräuter, deren Heilwirkung als natürliches Beruhigungsmittel und Einschlafhilfe geschätzt wird.

Giftlattich

Hierbei handelt es sich um eine weniger bekannte einheimische Pflanze, welche mit dem Salat verwandt ist. Giftlattich wächst wild oder kann auch selbst herangezogen werden.

Die Pflanze wird häufig als Opium-Ersatz angepriesen, obwohl sie keine Opiate enthält und lediglich ähnlich wirkt. In den Blättern und auch im Milchsaft sind Wirkstoffe enthalten, welche Opium ähnlich sind.

Ein Tee aus den Blättern des Giftlattich wirkt angenehm beruhigend und schlaffördernd. Sogar Schmerzen können gelindert werden. Giftlattich hilft bei Ängsten, Schlaflosigkeit und Krämpfen.

Goldmohn

Auch wenn wir es hier mit einem Mohngewächs zu tun haben, musst du keine Suchtgefahr befürchten. In Goldmohn sind keine Opiate enthalten. Die beruhigende Wirkung übertrifft Lavendel und Giftlattich.

Goldmohn kann bei nervösen Unruhezuständen und Schlafproblemen eingesetzt werden. Die wertvollen Inhaltsstoffe befinden sich in der Wurzel, wie in den oberirdischen Pflanzenteilen.

Haferkraut

Hafer ist nicht nur als Lebensmittel von Nutzen. In Grünhafer ist mit Gramin ein beruhigender Wirkstoff enthalten. Weiterhin enthält Haferkraut mit Panthotensäure ein wertvolles Vitamin.

Aus Haferkraut lässt sich ein gesunder und nebenwirkungsfreier Beruhigungstee bereiten. Der Geschmack ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Süßt du den Tee mit Honig, verbessert sich nicht nur der Geschmack, sondern auch die schlaffördernden Eigenschaften.

Taubnessel

Die Taubnessel ist ein Kraut, welches sich häufig am Wegesrand finden lässt. Beruhigende Eigenschaften besitzen sowohl die Weiße Taubnessel, als auch die Goldnessel.

Ein Tee aus den Blättern der Pflanze wirkt schlaffördernd und zudem krampf- und schleimlösend. Die Wirkung ist weniger stark und eignet sich daher vorwiegend für leichtere Verstimmungen.

Ist auch CBD ein pflanzliches Beruhigungsmittel?

Du wirst dich vielleicht nun fragen: Wie kann ein Rauschmittel beruhigen? CBD ist in der Tat ein Bestandteil der Hanfpflanze. Der Wirkstoff zählt zu den mehr als 100 vorkommenden Cannabinoiden.

Im Gegensatz zu THC wirkt CBD nicht psychoaktiv und ist damit nicht verantwortlich für die Rauschwirkung von Hanf. Die Wirkung von CBD wurde bereits in mehreren Studien nachgewiesen.

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CBD wirkt entkrampfend und angstlösend, weiterhin kann der Stoff die Ausbreitung von Entzündungen eindämmen. Besonders bei der Behandlung von Angststörungen könnte CBD in der Zukunft eine führende Rolle spielen und dabei auch als nebenwirkungsfreie Alternative zu herkömmlichen Medikamenten eine Rolle spielen.

Wie wirkt CBD als Beruhigungsmittel?

CBD kann auf verschiedenen Ebenen gegen Stress wirken. Dabei nimmt CBD direkten Einfluss auf das im menschlichen Gehirn befindliche Endocannabinoide System. Dort werden Prozesse wie der Schlaf, die Wahrnehmung von Schmerz oder die Produktion des Glückshormons Serotonin gesteuert.

Gerät dieses System außer Kontrolle, fühlen wir uns gestresst und können die typischen Symptome für Depressionen oder Angsterkrankungen entwickeln. CBD arbeitet daraufhin, dass sich die Balance dieser Prozesse nicht verschiebt.

In der Nebenniere wird das Stresshormon Cortisol produziert. Cortisol ist in gewisser Weise sogar nützlich und schützt uns vor Entzündungen, wenn wir unter Stress stehen.

Dauerstress führt jedoch dazu, dass zu viel Cortison produziert wird und dies dem Immunsystem schadet. CBD kann die Ausschüttung von Cortisol hemmen und damit regulierend auf die Immunabwehr wirken.

CBD Öl ist Bestandteil von Tropfen, Kapseln oder Sprays, welche als natürliche Beruhigungsmittel erhältlich sind. Der Wirkstoff wird aus gezüchtetem Nutzhanf gewonnen und enthält kaum THC. Damit ist CBD vollkommen legal und rezeptfrei erhältlich.

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Wie nutzt die Homöopathie pflanzliche Beruhigungsmittel?

Auch die Homöopathie macht sich pflanzliche Beruhigungsmittel zunutze. In Form von Tropfen oder den Globuli genannten Streukügelchen werden die in verschiedenen Potenzen vorliegenden Mittel eingesetzt, um seelische Verstimmungen auf natürlichem Wege zu behandeln und Blockaden aufzulösen.

Als ganzheitliche Behandlungsmethode werden körperliche wie auch seelische Beschwerden behandelt, wobei kein Symptom für sich allein steht, sondern der Mensch stets als Ganzes angesehen wird.

Pflanzliche Beruhigungsmittel bei Depressionen und seelischen Verstimmungen

Mittel Anwendung
Pulsatilla Angezeigt bei launischen und weinerlich veranlagten Personen, welche nicht allein sein können und unter Heimweh leiden
Ignatia Hilft bei durch Trennung oder Verlust erlittenem frischen Kummer, welcher von Weinkrämpfen begleitet wird
Arsenicum album Kann schwermütigen Menschen helfen, welche sich um die eigene Gesundheit sorgen
Cimicifuga Depressionen in den Wechseljahren können hiermit gut behandelt werden.Personen, die auf dieses Mittel ansprechen, reden viel und leiden häufig unter Verspannungen im Nacken

Pflanzliche Beruhigungsmittel bei Angst und Phobien

Mittel Anwendung
Gelsemium Kann bei Versagensängsten eingesetzt werden.
Betroffene fühlen sich schwach und zittern und glauben, ihr Herz bliebe stehen.
Argentum nitricum Prüfungsangst und Lampenfieber sind gut behandelbar.
Auch bei durch das Gefühl von Enge ausgelöste Phobien kann das Mittel helfen
Arsenicum album Hier ist ein Mittel gegen nächtliche Angst und Panik gefunden. Betroffene sind unruhig und fühlen sich schwach und durstig
Aconitum Das Mittel kann bei plötzlichen Panikattacken, begleitet von Todesangst eingenommen werden

Bachs Rescue Tropfen

Begleitend zur homöopathischen Behandlung können auch die aus der Bachblütentherapie geläufigen Notfalltropfen eingesetzt werden. Die Entwicklung dieser Therapie geht auf den englischen Mediziner Dr. Edward Bach zurück.

Bachs Rescue-Tropfen bestehen aus folgenden Blüten-Essenzen:

  • Star of Bethlehem
  • Clematis
  • Cherry Plum
  • Rock Rose
  • Impatiens

Die Notfalltropfen können bei Ängsten und Panikattacken hilfreich sein. Dabei besitzt jeder der fünf Bestandteile seine eigene Wirkungsweise.

Star of Bethlehem

Der Doldige Milchstern kann helfen, Traumata und Schockzustände besser zu verarbeiten.

Clematis

Wer Herausforderungen gern aus dem Wege geht, statt sich der Realität zu stellen, wird von der Weißen Waldrebe profitieren.

Cherry Plum

Die Kirschpflaume hilft bei innerer Anspannung und einem herrschenden Gefühlschaos.

Kirschblüte

Die Kirschpflaume ist ein Bestandteil von Bachs Notfalltropfen. (Bildquelle: pixabay.com / MichaelGaida)

Rock Rose

Bei akuten Angstzuständen und Panikattacken wird das Gelbe Sonnenröschen eingesetzt.

Impatiens

Das drüsentragende Springkraut wirkt bei nervöser Unruhe und Reizbarkeit.

Verwendung von Notfalltropfen

Bei akuten Problemen werden in Abständen von fünf bis zehn Minuten bis zu vier Tropfen direkt auf die Zunge gegeben. Bei länger andauernden Beschwerden gibst du vier Tropfen in ein Wasserglas und trinkst die Flüssigkeit über den Tag verteilt in kleinen Schlucken.

Die Bachblütenmischung kann auch dem Badewasser zugegeben werden oder als Umschlag benutzt werden.

Machen pflanzliche Beruhigungsmittel abhängig?

Pflanzliche Beruhigungsmittel machen glücklicherweise nicht körperlich abhängig. Anders sieht es mit klassischen Medikamenten aus. Schätzungen zufolge sind etwa 1,5 Millionen Menschen süchtig nach Medikamenten. Ein Großteil davon ist von Benzodiazepinen abhängig geworden. Auf diese Art von Beruhigungsmitteln werden wir noch näher eingehen.

Schlaf- und Beruhigungsmittel nehmen hinter den Schmerzmitteln Platz 2 ein. Frauen greifen häufiger zu Beruhigungsmitteln als Männer. Besonders deutlich wird dies bei der Verwendung von Antidepressiva.

Nebenwirkungen von chemischen Beruhigungsmitteln

Bei der Einnahme von Beruhigungsmitteln wird das hohe Abhängigkeitspotential nicht selten unterschätzt. Hat sich das Nervensystem einmal an die Einnahme der Medikamente gewöhnt, verlangt es nach höheren Dosen.

Wird die Behandlung abgebrochen, kommt es zu typischen Entzugserscheinungen, wie Zittern, Schlaflosigkeit oder Krämpfen. So sollten die genannten Benzodiazepine nicht länger als zwei bis sechs Wochen eingenommen werden.

Bei bestimmten Erkrankungen wie Allergien oder Asthma, Muskelschwäche oder Leberschäden wird von einer Einnahme von Benzodiazepinen generell abgeraten.

Beruhigungsmittel Art Nebenwirkungen
Benzodiazepine Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Fahruntauglichkeit
Nicht-Benzodiazepin-Agonisten Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsschwäche, Abhängigkeit
Antihistaminika Benommenheit, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Verstopfung, Konzentrationsschwäche, Schwindel

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.netdoktor.at/therapie/pflanzliche-beruhigungsmittel-6789607

[2] https://www.therapie.de/psyche/info/index/therapie/psychopharmaka/beruhigungsmittel/

[3] https://www.desired.de/lifestyle/fit-gesund/gesundheit/10-pflanzliche-beruhigungsmittel/

[4] https://www.navigator-medizin.de/nervositaet_anspannung_innere-unruhe/pflanzliche-therapie-und-homoeopathie/pflanzliche-beruhigungsmittel/671-wie-gut-wirken-pflanzliche-beruhigungsmittel.html

Bildquelle: pixabay.com / leninscape

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