Stress ist ein Zeichen unserer Zeit und eigentlich allgegenwärtig. Wie gut jeder dagegen gewappnet ist, hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen. Wer gegen Nervosität, Überlastung und Erschöpfung zu Tabletten greift, begibt sich nicht selten in einen Teufelskreis.

Bereits nach wenigen Wochen können chemische Medikamente abhängig machen und verursachen zudem teils schwerwiegende Nebenwirkungen. Pflanzliche Beruhigungsmittel dagegen wirken mit der Kraft der Natur auf unsere Psyche ein und bringen diese zurück ins Gleichgewicht.

Erfahre nun, welche pflanzlichen Beruhigungsmittel sich anbieten und wie diese wirken und angewendet werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflanzliche Beruhigungsmittel sind im gegensatz zu pharmazeutischen Mitteln ohne Nebenwirkungen und erzielen ebenfalls eine effektive Wirkung bei verschiedensten Problemen.
  • Pflanzliche Beruhigungsmittel eignen sich besonders bei Angststörungen, Depressionen, Schlafstörungen und anderen psychischen Problemen.
  • Pflanzliche Beruhigungsmittel gibt es sowohl in Tablettenform, Dragees als auch als Tee oder Öle, die du ganz einfach einnehmen kannst.

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Definition: Was sind pflanzliche Beruhigungsmittel?

Pflanzliche Beruhigungsmittel haben sich seit Jahrtausenden bewährt. Auch die Wissenschaft hat längst grünes Licht gegeben und die beruhigende Wirkung der Naturpräparate bestätigt.

Beruhigungsmittel wirken beruhigen, angstlösend und entspannend. Pflanzliche Beruhigungsmittel haben den Vorteil, dass sie nicht abhängig machen. (Bildquelle: 123rf.com / / 48355396)

Pflanzliche Beruhigungsmittel sind frei von Nebenwirkungen. Allerdings musst du etwas Geduld haben und darfst keine Wunder von dieser sanften Naturmedizin erwarten.

Bis sich die gewünschte Wirkung einstellt, können einige Wochen vergehen. Dies ist nicht zuletzt davon abhängig, wie lange das Problem bereits besteht.

Wer seit Jahren unter Depressionen oder Angstzuständen leidet, wird wahrscheinlich sogar mit Monaten rechnen müssen, bis sich die Symptome bessern.

Der deutliche Vorteil von pflanzlichen Beruhigungsmitteln ist das Ausbleiben von schwerwiegenden Nebenwirkungen.

Pflanzliche Beruhigungsmittel sind in Apotheken und Drogerien frei verkäuflich und werden in Form von Tees, Tropfen, Tabletten, Kapseln oder Dragees angeboten.

Vorteile
  • Keine Nebenwirkungen
  • Sanfte Wirkungsweise
  • Frei Verkäuflich
  • Preisgünstig
  • Einfach anzuwenden
Nachteile
  • Wirkung abgeschwächt
  • Häufig langfristige Einnahme notwendig, bis Wirkung eintritt
  • Teils fehlende Langzeitstudien

Wo liegt der Unterschied zu chemischen Beruhigungsmitteln?

Unter dem Begriff Beruhigungsmittel werden Arzneimittel zusammengefasst, welche beruhigende und angstlösende Eigenschaften besitzen und gleichzeitig den Schlaf fördern und die Muskeln entspannen.

Beruhigungsmittel wirken beruhigen, angstlösend und entspannend. Pflanzliche Beruhigungsmittel haben allerdings den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu chemischen Mitteln nicht abhängig machen.

Beruhigungsmittel werden bei Depressionen, Ängsten (u.a. auch bei Prüfungsangst) und Beklemmungen verabreicht.

Sie können aber auch vorbeugend eingenommen werden, wenn zum Beispiel eine Prüfung ansteht oder sich jemand vor einem bevorstehenden Flug fürchtet.

Hintergründe: Was du über pflanzliche Beruhigungsmittel wissen solltest

Es gibt zahlreiche Beruhigungsmittel auf dem Markt – pflanzlich, wie auch chemisch. Diese Mittel werden für unterschiedliche Probleme eingesetzt.

Dennoch sind pharmazeutische Beruhigungsmittel, anders als die pflanzlichen, nicht von Nebenwirkungen befreit.

Welche Nebenwirkungen auftreten können und welche verschiedenen Beruhigungsmittel es zu kaufen gibt, erfährst du in diesem Abschnitt.

Machen pflanzliche Beruhigungsmittel abhängig?

Pflanzliche Beruhigungsmittel machen glücklicherweise nicht körperlich abhängig. Anders sieht es mit klassischen Medikamenten aus.

Schätzungen zufolge sind etwa 1,5 Millionen Menschen süchtig nach Medikamenten. Ein Großteil davon ist von Benzodiazepinen abhängig geworden. Auf diese Art von Beruhigungsmitteln werden wir noch näher eingehen.

Schlaf- und Beruhigungsmittel nehmen hinter den Schmerzmitteln Platz 2 ein.

Frauen greifen häufiger zu Beruhigungsmitteln als Männer. Besonders deutlich wird dies bei der Verwendung von Antidepressiva.

Wie oft sollte ich pflanzliche Beruhigungsmittel einnehmen?

Die Einnahme der pflanzlichen Beruhigungsmittel richtet sich natürlich nach der Packungsbeilage.

Diese solltest du unbedingt beachten, denn trotz der fehlenden Nebenwirkungen und pflanzlichen Basis solltest du es mit der Einnahme nicht übertreiben.

Beachte immer die Einnahmeempfehlungen auf der Verpackung und sprich auch mit deinem Arzt darüber.

Auch der Apotheker kann dir genauer sagen, wie oft und wann du dein Mittel am besten einnehmen solltest, damit sich die volle Wirkung entfalten kann.

Wie oben bereits erwähnt musst du allerdings etwas geduldig sein, denn nach der ersten Anwendung wird sich leider noch keine Verbesserung deiner Situation einstellen. Besonders wichtig ist dabei auch die Regelmäßigkeit der Einnahme.

Kann ich pflanzliche Beruhigungsmittel während der Schwangerschaft einnehmen?

Bei einer Schwangerschaft solltest du natürlich auf chemische Beruhigungsmittel verzichten. Da kann es sehr hilfreich sein, dass auch pflanzliche Mittel deine Probleme besänftigen können.

Jedoch ist hier etwas Vorsicht geboten, denn nicht alle pflanzlichen Heilkräuter sind auch bei einer Schwangerschaft ungefährlich.

Am besten sprichst du vor der Einnahme mit deinem Arzt oder Homöopathen und lässt dich ausreichend beraten, um möglichen Risiken für dich und dein Kind vorzubeugen.

Falsch dosiert oder eingenommen können manche Mittel vorzeitige Wehen auslösen. Das ist aber nicht bei allen Heilpflanzen der Fall.

Wo kann ich pflanzliche Beruhigungsmittel kaufen?

Die schnellste Methode ist ein Besuch in einer Drogerie (z.B. im Rossmann oder DM), teilweise auch im Supermarkt oder in der Apotheke.

Wer allerdings vorab lieber noch die Inhaltsstoffe vergleichen, einen Test der besten Beruhigungsmittel einsehen oder Preise vergleichen möchte, sollte sich online umsehen.

Alternativ kannst du manche Heilpflanzen auch einfach selber ernten und zubereiten.

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„Wenn’s vorne zwickt und hinten beißt, nimm Klosterfrau Melissengeist“. Dieser Reim ist im Volksmund wohlbekannt und auch diese Woche bleiben wir bei den beruhigenden Heilpflanzen. Heute möchten wir Ihnen die Melisse vorstellen. Von der Melissa officinalis werden die getrockneten Blätter genutzt. Das dort enthaltene ätherische Öl wirkt beruhigend, leicht krampflösend, blähungstreibend und antibakteriell. Somit hat die Melisse ein breites Anwendungsgebiet. Im Sommer können Sie als erfrischenden Durstlöscher ihr Wasser mit Blätter der Zitronenmelisse und Zitronenschale aromatisieren. Teezubereitung: 1-3TL Melissenblätter je Tasse mit kochendem Wasser übergießen, 5min ziehen lassen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch zubereitet trinken. #ankerapotheke #apotheke #ankerapothekemilow #milow #melisse #zitronenmelisse #melissaofficinalis #arzneipflanzen #pflanzen #apothekergarten #heilpflanzen #tee #arzneitee #arzneidroge #unverzichtbar #apothekevorort #wirktlokal #sommer #garten #meineapothekemeinvertrauen #gesundbleiben #familienapotheke #ätherischesöl #beruhigend #marienkäfer

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Welche chemischen Beruhigungsmittel gibt es?

Die Liste der Schlaf- und Beruhigungsmittel ist lang. Der Sammelbegriff wird häufig gebraucht, da Beruhigungsmittel meist auch schlaffördernd wirken und damit beide Bereiche abdecken können.

Unter Schlaf- und Beruhigungsmitteln werden zusammengefasst:

  • Benzodiazepine
  • Nicht-Benzodiazepin-Agonisten
  • Antihistaminika
  • Melatonin Präparate
  • Benzodiazepine

Diese häufig verordneten Beruhigungsmittel bewirken eine Verstärkung der Wirkungsweise des Neurotransmitters GABA.

Dadurch kann die beruhigende, angstlösende und muskelentspannende Wirkung dieser Medikamentengruppe erklärt werden. Zu den Benzodiazepinen zählt übrigens auch Valium.

Nicht-Benzodiazepin-Agonisten

Diese Medikamente lassen sich nicht unter die Benzodiazepine einordnen, wirken in unserem Gehirn aber ähnlich auf den Neurotransmitter GABA ein.

Das Hauptaugenmerk dieser Arzneien liegt auf der schlaffördernden Wirkung.

Antihistaminika

Mit Antihistaminika werden vorrangig Allergien behandelt. Einige Vertreter dieser Produktgruppe wirken aber auch auf die H1-Rezeptoren im Gehirn ein.

Dadurch können sie damit auch bei leichten Schlafstörungen eingesetzt werden. Diese Präparate sind teilweise rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Melatonin Präparate

Diese Präparate werden vor allem als Schlafmittel eingesetzt, da Melatonin auch als Schlafhormon bekannt ist.

Es fördert sowohl das Einschlafen als auch das Durchschlafen, wird allerdings auch für weitere Bereiche eingesetzt.

Die Regulierung des Blutdrucks, die Kräftigung der Haare, die Stärkung des Immunsystems sind nur einige Punkte, die durch Melatonin Präparate begünstigt werden.

Welche Nebenwirkungen haben chemische Beruhigungsmittel?

Bei der Einnahme von Beruhigungsmitteln wird das hohe Abhängigkeitspotential nicht selten unterschätzt.

Hat sich das Nervensystem einmal an die Einnahme der Medikamente gewöhnt, verlangt es nach höheren Dosen.

Wird die Behandlung abgebrochen, kommt es zu typischen Entzugserscheinungen, wie Zittern, Schlaflosigkeit oder Krämpfen.

So sollten die genannten Benzodiazepine nicht länger als zwei bis sechs Wochen eingenommen werden.

Bei bestimmten Erkrankungen wie Allergien oder Asthma, Muskelschwäche oder Leberschäden wird von einer Einnahme von Benzodiazepinen generell abgeraten.

Beruhigungsmittel Art Nebenwirkungen
Benzodiazepine Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Fahruntauglichkeit
Nicht-Benzodiazepin-Agonisten Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsschwäche, Abhängigkeit
Antihistaminika Benommenheit, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Verstopfung, Konzentrationsschwäche, Schwindel

Pflanzliche Beruhigungsmittel: Praktische Anwendung in Vorteile

Es gibt eine ganze Reihe an Pflanzen, welche beruhigende Eigenschaften besitzen und sich für manche Probleme besser eignen, als für andere.

Dabei haben sich manche pflanzlichen Beruhigungsmittel besonders bewährt. Welche das sind und, wie du sie gezielt anwenden kannst, erfährst du in diesem Abschnitt.

Baldrian

Diese eher unscheinbare Pflanze hilft seit Jahrhunderten zuverlässig, unsere Nerven zu beruhigen. Bereits im Altertum machte man sich die medizinischen Eigenschaften von Baldrian zunutze.

Baldrian selbst ist eine äußerst anspruchslose Pflanze und du wirst das Kraut an Wegrändern und auf Wiesen finden können.

Baldrian enthält wertvolle ätherische Öle und Alkaloide, denen die beruhigenden Eigenschaften zuzuschreiben sind.

Es hilft generell die Nerven zu beruhigen und kann Vielseitig eingesetzt werden. Ob bei Schlafstörungen, innerer Unruhe oder Nervosität – Baldrian hilft, dich zu entspannen und runter zu kommen.

Wenn du Baldrian trocknest, wirst du feststellen, dass dieser einen charakteristischen Geruch verströmt.

Die enthaltenen Sesquiterpene wirken auf die GABA-Rezeptoren im Gehirn und helfen uns leichter zur Ruhe zu kommen und besser einzuschlafen.

Einige meist in Asien vorkommende Arten besitzen darüber hinaus auch eine schmerzlindernde Wirkung.

Hopfen

Du wirst Hopfen vorwiegend als Bestandteil von Bier kennen. Doch lange bevor das erste Bier gebraut wurde, war Hopfen bereits als Heilpflanze bekannt.

Die weiblichen Blütenstände, die sogenannten Hopfenzapfen, werden gegen innere Unruhe, gegen Angstzustände und gegen Schlafstörungen empfohlen.

Die beruhigenden Eigenschaften verdankt der Hopfen den enthaltenen Bitterstoffen Lupulon und Humulon. Weiterhin enthält Hopfen auch Gerbstoffe, Flavonoide und ätherische Öle.

Johanniskraut

Johanniskraut belebt mit seinen leuchtend gelben Blüten jedes Blumenbeet. Die Pflanzen sind in Europa weit verbreitet und auch in Asien, in Amerika oder im Norden Afrikas beheimatet.

Die Bedeutung als Heilpflanze reicht bis in die Antike zurück. Damals wurde das Kraut innerlich wie äußerlich gegen Hauterkrankungen oder Fieber eingesetzt.

Johanniskraut wird ebenfalls als Beruhigungsmittel bei nervöser Unruhe und sogar als Antidepressivum bei einer leichten bis mittelstarken Depression eingesetzt.

Melisse

Die Melisse war Bestandteil beinahe jedes mittelalterlichen Klostergartens. Die bis zu 90 Zentimeter hoch wachsenden Pflanzen wachsen weltweit in den gemäßigten Klimazonen an warmen und trockenen Plätzen.

Bereits im 17. Jahrhundert war das Kraut Bestandteil des damals weitverbreiteten Karmelitergeistes, quasi einer Vorstufe des heutigen Melissengeistes

Melisse wirkt beruhigend und unterstützend für einen gesunden Schlaf, kann aber auch bei Stresssymptomen oder zur Linderung von krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt werden.

Melisse kann als Kombinationspräparat zusammen mit Baldrian und Passionsblume angewendet werden, um nervöse Unruhe zu vertreiben.

Mit ihrem typischen Zitrusaroma ist die Melisse gut geeignet für die Verfeinerung von Getränken.

Zusammen mit Fenchel, Anis und Kamille hilft es noch besser bei Magenbeschwerden.

Melisse kann auch zur äußerlichen Anwendung in Form von Salben und Cremes bei Herpes eingesetzt werden.

Passionsblume

Die Passionsblume ist ebenfalls eine Heilpflanze, die am häufigsten bei Unruhe und Schlafstörungen eingesetzt wird.

Sie wurde bereits im 16. Jahrhundert wegen ihrer positiven Wirkung als Heilpflanze eingesetzt.

Aufgrund der enthaltenen Flavonoide hat die Passionsblume eine entspannende und beruhigende Wirkung auf deinen Körper und wurde 2011 sogar als Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Außerdem wird sie zusätzlich bei Stress, Nervosität und Ängste eingesetzt. Du kannst sie in Form von Tabletten, in flüssiger oder getrockneter Form oder auch als Tee einnehmen.

Wie wende ich pflanzliche Beruhigungsmittel an?

Je nachdem, für welches pflanzliche Beruhigungsmittel sich entschieden wird, gibt es verschiedene, empfohlene Anwendungsbereiche.

Pflanzliches Beruhigungsmittel Anwendungsmöglichkeiten
Baldrian Nervosität, Konzentrationsschwäche,Schmerztherapie
Hopfen innere Unruhe, Angstzustände, Schlafstörungen
Johanniskraut innere Unruhe, depressive Verstimmungen, Muskelkrämpfe
Melisse Unruhezustände, Schlaflosigkeit, Depressionen

Es gibt natürlich noch viele weitere pflanzliche Mittel, die zur Beruhigung eingesetzt werden.

Giftlattich

Hierbei handelt es sich um eine weniger bekannte einheimische Pflanze, welche mit dem Salat verwandt ist. Giftlattich wächst wild oder kann auch selbst herangezogen werden.

Die Pflanze wird häufig als Opium-Ersatz angepriesen, obwohl sie keine Opiate enthält und lediglich ähnlich wirkt. In den Blättern und auch im Milchsaft sind Wirkstoffe enthalten, welche Opium ähnlich sind.

Ein Tee aus den Blättern des Giftlattich wirkt angenehm beruhigend und schlaffördernd.

Sogar Schmerzen können gelindert werden. Giftlattich hilft bei Ängsten, Schlaflosigkeit und Krämpfen.

Goldmohn

Auch wenn wir es hier mit einem Mohngewächs zu tun haben, musst du keine Suchtgefahr befürchten.

In Goldmohn sind keine Opiate enthalten. Die beruhigende Wirkung übertrifft Lavendel und Giftlattich.

Goldmohn kann bei nervösen Unruhezuständen und Schlafproblemen eingesetzt werden. Die wertvollen Inhaltsstoffe befinden sich in der Wurzel, wie in den oberirdischen Pflanzenteilen.

Haferkraut

Hafer ist nicht nur als Lebensmittel von Nutzen. In Grünhafer ist mit Gramin ein beruhigender Wirkstoff enthalten. Weiterhin enthält Haferkraut mit Panthotensäure ein wertvolles Vitamin.

Aus Haferkraut lässt sich ein gesunder und nebenwirkungsfreier Beruhigungstee bereiten. Der Geschmack ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig.

Süßt du den Tee mit Honig, verbessert sich nicht nur der Geschmack, sondern auch die schlaffördernden Eigenschaften. (Bildquelle: unsplash.com / Arwin Neil Baichoo)

Taubnessel

Die Taubnessel ist ein Kraut, welches sich häufig am Wegesrand finden lässt. Beruhigende Eigenschaften besitzen sowohl die Weiße Taubnessel, als auch die Goldnessel.

Ein Tee aus den Blättern der Pflanze wirkt schlaffördernd und zudem krampf- und schleimlösend.

Die Wirkung ist weniger stark und eignet sich daher vorwiegend für leichtere Verstimmungen.

CBD

Du wirst dich vielleicht nun fragen: Wie kann ein Rauschmittel beruhigen? CBD ist in der Tat ein Bestandteil der Hanfpflanze. Der Wirkstoff zählt zu den mehr als 100 vorkommenden Cannabinoiden.

Im Gegensatz zu THC wirkt CBD nicht psychoaktiv und ist damit nicht verantwortlich für die Rauschwirkung von Hanf. Die Wirkung von CBD wurde bereits in mehreren Studien nachgewiesen.

CBD wirkt entkrampfend und angstlösend, weiterhin kann der Stoff die Ausbreitung von Entzündungen eindämmen.

Besonders bei der Behandlung von Angststörungen könnte CBD in der Zukunft eine führende Rolle spielen und dabei auch als nebenwirkungsfreie Alternative zu herkömmlichen Medikamenten eine Rolle spielen.

Wie wirkt CBD als Beruhigungsmittel?

CBD kann auf verschiedenen Ebenen gegen Stress wirken. Dabei nimmt CBD direkten Einfluss auf das im menschlichen Gehirn befindliche Endocannabinoide System.

Dort werden Prozesse wie der Schlaf, die Wahrnehmung von Schmerz oder die Produktion des Glückshormons Serotonin gesteuert.

Gerät dieses System außer Kontrolle, fühlen wir uns gestresst und können die typischen Symptome für Depressionen oder Angsterkrankungen entwickeln. CBD arbeitet daraufhin, dass sich die Balance dieser Prozesse nicht verschiebt.

In der Nebenniere wird das Stresshormon Cortisol produziert. Cortisol ist in gewisser Weise sogar nützlich und schützt uns vor Entzündungen, wenn wir unter Stress stehen.

Dauerstress führt jedoch dazu, dass zu viel Cortison produziert wird und dies dem Immunsystem schadet.

CBD kann die Ausschüttung von Cortisol hemmen und damit regulierend auf die Immunabwehr wirken.

CBD Öl ist Bestandteil von Tropfen, Kapseln oder Sprays, welche als natürliche Beruhigungsmittel erhältlich sind.

Der Wirkstoff wird aus gezüchtetem Nutzhanf gewonnen und enthält kaum THC. Damit ist CBD vollkommen legal und rezeptfrei erhältlich.

Homöopathische Mittel

Auch die Homöopathie macht sich pflanzliche Beruhigungsmittel zunutze.

In Form von Tropfen oder den Globuli genannten Streukügelchen werden die in verschiedenen Potenzen vorliegenden Mittel eingesetzt, um seelische Verstimmungen auf natürlichem Wege zu behandeln und Blockaden aufzulösen.

Als ganzheitliche Behandlungsmethode werden körperliche wie auch seelische Beschwerden behandelt, wobei kein Symptom für sich allein steht, sondern der Mensch stets als Ganzes angesehen wird.

Pflanzliche Beruhigungsmittel bei Depressionen und seelischen Verstimmungen:

Wenn du unter Depressionen und seelischen Verstimmungen leidest, können dir folgenden Mittel dir helfen, dies in den Griff zu bekommen.

Vorab solltest du jedoch wissen, dass nur leichte bis mittlere Depressionen mit pflanzlichen Beruhigungsmitteln behandelt werden können.

Bei stärkeren oder stärker werdenden Ausprägungen, solltest du unbedingt zum Arzt gehen und mit ihm den weiteren Behandlungsverlauf und deine Medikation besprechen.

Mittel Anwendung
Pulsatilla Angezeigt bei launischen und weinerlich veranlagten Personen, welche nicht allein sein können und unter Heimweh leiden
Ignatia Hilft bei durch Trennung oder Verlust erlittenem frischen Kummer, welcher von Weinkrämpfen begleitet wird
Arsenicum album Kann schwermütigen Menschen helfen, welche sich um die eigene Gesundheit sorgen
Cimicifuga Depressionen in den Wechseljahren können hiermit gut behandelt werden.Personen, die auf dieses Mittel ansprechen, reden viel und leiden häufig unter Verspannungen im Nacken
Pflanzliche Beruhigungsmittel bei Angst und Phobien:

Andere pflanzliche Beruhigungsmittel wiederum können dir bei deinen Ängsten oder Phobien helfen.

Anspannungen und verschiedene Arten von Angstgefühlen können mit pflanzlichen Mitteln effektiv behandelt werden.

Mittel Anwendung
Gelsemium Kann bei Versagensängsten eingesetzt werden.
Betroffene fühlen sich schwach und zittern und glauben, ihr Herz bliebe stehen.
Argentum nitricum Prüfungsangst und Lampenfieber sind gut behandelbar.
Auch bei durch das Gefühl von Enge ausgelöste Phobien kann das Mittel helfen
Arsenicum album Hier ist ein Mittel gegen nächtliche Angst und Panik gefunden. Betroffene sind unruhig und fühlen sich schwach und durstig
Aconitum Das Mittel kann bei plötzlichen Panikattacken, begleitet von Todesangst eingenommen werden

Bachs Rescue Tropfen

Begleitend zur homöopathischen Behandlung können auch die aus der Bachblütentherapie geläufigen Notfalltropfen eingesetzt werden.

Die Entwicklung dieser Therapie geht auf den englischen Mediziner Dr. Edward Bach zurück.

Bachs Rescue-Tropfen bestehen aus folgenden Blüten-Essenzen:

  • Star of Bethlehem: Kann helfen, Traumata und Schockzustände besser zu verarbeiten.
  • Clematis: Kann helfen, die Bodenhaftung und den Bezug zur Realität wieder herzustellen.
  • Cherry Plum: Hilft bei innerer Anspannung und einem herrschenden Gefühlschaos.
  • Rock Rose: Hilft bei akuten Angstzuständen und Panikattacken.
  • Impatiens: Wirkt bei nervöser Unruhe und Reizbarkeit.

Die Bachs Rescue Tropfen können bei Ängsten und Panikattacken hilfreich sein. Dabei besitzt jeder der fünf Bestandteile seine eigene Wirkungsweise.

Wie verwende ich die Notfalltropfen?

Bei akuten Problemen werden in Abständen von fünf bis zehn Minuten bis zu vier Tropfen direkt auf die Zunge gegeben.

Bei länger andauernden Beschwerden gibst du vier Tropfen in ein Wasserglas und trinkst die Flüssigkeit über den Tag verteilt in kleinen Schlucken.

Die Bachblütenmischung kann auch dem Badewasser zugegeben werden oder als Umschlag benutzt werden.

Die Bachs Rescue Tropfen kannst du als pflanzliches Beruhigungsmittel sowohl Oral einnehmen als auch darin baden oder dir einen Wickel machen. (Bildquelle: 123rf.com / 67315405)

Ressourcen: Die besten Einstiegsmöglichkeiten für pflanzliche Beruhigungsmittel

Welche bekannten Bücher gibt es über pflanzliche Beruhigungsmittel?

CBD Handbuch

In dem Buch von Stefan Kainz geht es um die alternative Heilmedizin durch CBD. Du erfährst alles rund um das Thema Anwendung und Wirkungsweise von CBD und auch grundlegende Dinge, was CBD eigentlich ist und woher es stammt.

Das Buch enthält außerdem Anleitungen, wie du deine ganz eigenen CBD Produkte herstellen kannst und nützliche Tipps, was du bei der Nutzung unbedingt beachten solltest.

Kräuter für die Seele

In dem Buch von Jörg Zittlau geht es um die Heilung von seelischen Problemen, wie Schlafstörungen, Ängste, Depressionen oder auch Schmerzen durch pflanzliche Medizin.

Dir werden die 38 wichtigsten Kräuter und ihre Anwendung und Wirkungsweise vorgestellt und dir erklärt, wie diese die häufigsten Ursachen der genannten Probleme effektiv behandeln.

Natürliche Psychopharmaka

In dem Buch von Aruna M. Siewert geht es um die Behandlung von seelischen Beschwerden, wie Angststörungen und Depressionen. Dir werden verschiedene Kräuter vorgestellt, die ohne Nebenwirkungen diese Probleme effektiv behandeln können.

Ein weiterer Aspekt, der in diesem Buch aufgegriffen wird ist die sogenannte Heilreise, mit der du deinen Körper bei der Genesung unterstützen kannst.

3 pflanzliche Beruhigungsmittel, die selber zubereiten kannst

Baldrian

Baldrian kannst du ganz einfach im Spätherbst auf Wiesen oder an Wegrändern finden und dir zu Hause deinen eigenen Tee zubereiten.

Dafür musst du die Wurzeln zerkleinern und trocknen und kannst sie anschließend zu Tee verarbeiten.

Einfach zwei Teelöffel Baldrian mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Anschließend den Tee filtern oder den getrockneten Baldrian mit einem Teesieb zubereiten.

Joanniskraut

Genau wie Baldrian kannst du Johanniskraut sammeln und dann zu Tinkturen, Tees und auch Salben verarbeiten.

Du findest es an eher trockenen Stellen, wie Wegränder, Steinbrüchen oder Kiesgruben finden.

Wenn bei der Zubereitung ein roter Saft austritt, hast du die richtige Wahl getroffen und alle wirksamen Inhaltsstoffe sind enthalten.

Melisse

Melisse kannst du vorzugsweise an sonnigen und windgeschützten Plätzen finden, beispielsweise in den Weinbaugegenden, Forststraßen oder Waldschlägen.

Für die Zubereitung eines Melissentees kannst du sowohl die Blätter als auch die frischen Zweige verwenden. Diese müssen noch vor der Blüte geerntet werden.

Die Blätter müssen vor der Zubereitung getrocknet und an den Zweigen in einem lichtgeschützten Raum aufgehangen werden.

Für eine Tasse Tee benötigst du etwa zwei Teelöffel der getrockneten Melisse.

Gebe das Wasser nicht kochend darüber sondern lasse es kurz abkühlen. Nach ungefähr 10 Minuten Ziehzeit kannst du den Tee genießen.

Fazit

Pflanzliche Beruhigungsmittel können pharmazeutische Mittel in vielen Punkten ersetzen und sind sogar frei von jeglichen Nebenwirkungen.

Du kannst manche Tinkturen und Tees für innere Unruhe, Schlafstörungen und Nervosität auch selber zubereiten und die Zutaten dafür ganz einfach in unseren Wäldern und der Natur selber ernten.

Bei leichten bis mittleren Problemen oder Krankheiten können sie effektiv Abhilfe schaffen, können aber bei schweren Störungen oder Problemen keine chemischen Beruhigungsmittel ersetzen.

Weiterführende Literatur: Quellen, Studien und interessante Links

[1] https://www.netdoktor.at/therapie/pflanzliche-beruhigungsmittel-6789607

[2] https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Weitere_Studien/Kolibri/kolibri.pdf?__blob=publicationFile

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21185920

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20929532

[5] https://www.therapie.de/psyche/info/index/therapie/psychopharmaka/beruhigungsmittel/

[6] https://www.navigator-medizin.de/nervositaet_anspannung_innere-unruhe/pflanzliche-therapie-und-homoeopathie/pflanzliche-beruhigungsmittel/671-wie-gut-wirken-pflanzliche-beruhigungsmittel.html

Bildquelle: unsplash.com / Chelsea shapouri

Warum kannst du mir vertrauen?

Daniela ist von der heilenden Wirkung pflanzlicher Stoffe überzeugt. Deshalb hat sie sich dazu entschieden, eine Ausbildung im Fachbereich Homöopathie zu absolvieren. Sie arbeitet freiberuflich als Homöopathin und in ihrer Freizeit ist keine Fachzeitschrift und kein Buch vor ihr sicher. Dadurch besitzt sie eine große Expertise im Bereich der pflanzlichen Heilkunde.