“Das geht mir schon wieder auf die Nerven”. Ein Satz, der häufig im (Berufs-) Alltag ganz selbstverständlich gesagt wird. Doch hinter diesem Ausdruck steckt noch einiges mehr: unser ganzer Körper ist durchzogen von Nerven. Dank ihnen können wir uns überhaupt bewegen und Reize wahrnehmen.

Daher sollte man es keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, wenn die Nerven einmal angespannt sind. Stress kann sich nämlich stärker auf unsere Gesundheit auswirken als wir denken. Dieser Artikel enthält hilfreiche Tipps und Mittel, wie man seine Nerven beruhigen kann und den Stress ganz einfach von sich abschütteln kann.




Das Wichtigste in Kürze

  • Nerven befinden sich überall in unserem Körper und sind überaus wichtig zur Reizwahrnehmung und Informationsweitergabe. Sollten sie einmal gereizt sein, können sie ihre Aufgaben nicht mehr optimal erledigen.
  • Unruhige Nerven können mit unterschiedlichen Begleitsymptomen auftreten. Wie du diese erkennst, richtig interpretierst und behandelst erfährst du in diesem Artikel.
  • Am besten beruhigst du deine Nerven mit einer gesunden, stressfreien Lebensweise. Hier findest du hilfreiche Tipps und Hinweise, mit welchen Lebensmitteln und Alltäglichkeiten du gereizte Nerven und Stress vorbeugen kannst.

Definition: Was sind Nerven?

In seinem Umfeld nimmt der Mensch viele unterschiedliche Reize wahr. Diese werden von den Sinneszellen in elektrische Erregung umgewandelt. Diese wird wiederum von den Neuronen (Nervenzellen) weitergeleitet.

Eine Nervenzelle besteht aus drei Zellabschnitten: dem Zellkörper, den Dendriten und dem Axon, welche jeweils verschiedene Aufgaben bei der Informationsweitergabe erfüllen. Neuronen kommunizieren untereinander, um eine reibungslose Reaktionskette zu ermöglichen (1).

Hintergründe: Was du über die Beruhigung von Nerven wissen solltest

Sind unsere Nerven angespannt, so funktioniert die Informationsweitergabe nicht optimal. Wir sind dadurch schneller gereizt und gestresst. Dieser Abschnitt informiert dich über wichtige Fragen zur Beruhigung von Nerven, wie du eine Unruhe erkennst und sie am besten behandelst.

Warum sind unsere Nerven überhaupt angespannt?

Unruhige Nerven können sowohl psychisch als auch physisch bedingt sein

Angespannte beziehungsweise gereizte Nerven können vielerlei Ursachen haben. Zum einen können es physische Auslöser sein, wie etwa eine falsche Bewegung, durch die eine Reizung des Nervs hervorgerufen wird.

Unruhige Nerven werden aber auch häufig durch psychische Bedingungen verursacht, zum Beispiel durch Stress in einem hektischen Arbeitsumfeld oder durch eine seelische Belastung bis hin zu einer Depression (2).

Womit kann ich meine Nerven beruhigen?

Zur beruhigung von Nerven gibt es variierende Möglichkeiten. Hierbei muss wieder zwischen den physischen und psychischen Faktoren unterschieden werden. Für psychische Ursachen eignet sich die Veränderung der bisherigen Lebensweise. Mehr Auszeit, mehr Zeit für sich selbst und soziale Kontakte. Optimismus und eine positive Sichtweise auf das Gegenwärtige sind ebenso essenziell.

Nerven beruhigen

Auch wenn es bei einem Haufen an Arbeit schwerfällt: Auszeiten müssen sein. Mit einer Tasse Tee und einem guten Buch lässt sich am besten entspannen.(Bildquelle: Nathan Dumlao/ unsplash)

Für die physischen Ursachen sind spezielle Lebensmittel und Tees passend. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung gibt unserem Körper Kraft und strapaziert unsere Nerven nicht. Zu perfekten Lebensmitteln bei der Beruhigung von Nerven gibt es weiter unten noch ausführlichere Tipps (3).

Welche Symptome zeige ich bei unruhigen Nerven?

Der am häufigsten vorkommende Auslöser von unruhigen Nerven ist Stress, der sich sowohl körperlich als auch mental sichtbar macht.
Physische Symptome können beispielsweise sein:

Folgende psychische Anzeichen treten oft auf:

  • Innere Unruhe
  • Nervosität
  • Angstzustände

Es gibt auch noch weitere Symptome, die auf unruhige Nerven hindeuten können. Auf der anderen Seite müssen die genannten Anzeichen nicht unbedingt mit den Nerven in Zusammenhang stehen (4).

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Aufgrund der genannten Ungewissheiten empfiehlt es sich in jedem Fall einen Arzt aufzusuchen. Mit Hilfe professioneller Unterstützung kann untersucht werden, ob es sich bei dir um eine dauerhafte Nervenunruhe (etwa Depressionen oder Burnout) oder nur um ein kurzfristiges Stressempfinden handelt.

Der Arzt kann nicht nur andere Krankheitsbilder ausschließen, sondern auch mit dir die für dich optimale Behandlung erarbeiten (4).

Welche Medikamente gibt es zur Beruhigung von Nerven?

Bei Medikamenten sind immer die möglichen Risiken und Nebenwirkungen zu beachten. Vor Einnahme solltest du dich also unbedingt mit deinem Arzt absprechen. Zur Beruhigung von Nerven gibt es auch homöopathische Alternativen zu chemischen Arzneimitteln. Die meisten Medikamente enthalten pflanzliche Stoffe, wie Bachblüten, Baldrian oder Johanniskraut und sind meist auch rezeptfrei erhältlich.

Wichtig: der Griff zu Medikamenten ist nicht immer notwendig. Viele Apotheken bieten auch wirksame andere Mittel an, etwa Bonbons, Tees oder Ölbäder. Diese enthalten oft die gleichen Wirkstoffe wie Medikamente, unterscheiden sich aber hinsichtlich der Dosierung (5).

Wie wirken verschiedene Medikamente zur Nervenberuhigung?

Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Behandlung von unruhigen Nerven in Frage kommen. Die folgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die Inhaltsstoffe und Wirkung herkömmlicher Medikamente.

Medikament Wirkung Inhaltsstoffe
Neurexan (ab 16 €) Neurexan kann als Tablette oder Tropfen eingenommen werden. Es vermindert den Anstieg des Cortisolspiegels (Stresshormon) Avena Sativa (Hafer), Coffea Arabica (Kaffee), Passiflora incarnata (Passionsblume), Zincum isovalerianicum (Zinkvalerat) (6)
Lasea (ab 11 €) Das ätherische Öl bringt wichtige Botenstoffe der Reizverarbeitung ins Gleichgewicht Lavendelöl, Glycerol, Carminsäure, Aluminiumsalz (7)
Sedariston (ab 18 €) Das Medikament ist als Konzentrat oder Tropfen zu erhalten und wirkt beruhigend auf Körper und Seele Trockenextrakte aus Johanniskraut, Baldrian, Melisse (8)

Wie kann ich meine Nerven kurzfristig beruhigen?

Es ist ganz normal und menschlich, dass man vor bestimmten Situationen im Leben Lampenfieber hat. Sei es in der Schule bei einer Prüfung oder bei einem wichtigen Auftritt vor großem Publikum. Da kann es schon durchaus einmal passieren, dass die Nerven blank liegen.

Ein ruhiges Ritual entspannt und unseren Körper optimal.

In solchen Fällen erarbeitest du dir am besten ein Ritual, was dich entspannt. Am Abend vor der Prüfung könntest du etwa eine Yoga- oder Meditationssession einlegen. Am Tag selbst empfiehlt sich beispielsweise eine Entspannungstee oder ein Spaziergang (9).

Nerven beruhigen: Die besten Tipps & Tricks für einen entspannten Alltag

Da Medikamente nicht für jedermann geeignet sind, sei es aufgrund der Nebenwirkungen oder etwaiger Unverträglichkeiten, braucht es auf jeden Fall Alternativen. Hier erfährst du, welche anderen Möglichkeiten es gibt, deine Nerven zu beruhigen, die mindestens genauso so wirksam sind wie Arzneimittel.

Nerven von Stress fernhalten

Wie bereits des Öfteren erwähnt, ist Stress der Hauptauslöser für unruhige Nerven. Um diese also vorzubeugen, empfiehlt es sich, Hektik soweit wie möglich aus dem Alltag zu verbannen. Eine Tagesroutine mit ausreichend vielen Pausen in der Arbeit sowie erholsamer Schlaf sind zur Stressbewältigung essenziell.

Natürlich solltest du auch auf eine gesunde Lebensweise achten. Einerseits physisch: regelmäßiger Sport und eine abwechslungsreiche Ernährung. Aber vernachlässige auf keinen Fall deine Psyche. Halte dich nicht zu lange mit Dingen auf, die du nicht auf Anhieb schaffst und versuche Konflikte mit anderen Personen anzusprechen und zu klären (10).

Die besten Lebensmittel, Mineralstoffe und Vitamine zur Beruhigung der Nerven

Die richtige Ernährung hält uns und unseren Körper fit. In Stresssituation neigen wir jedoch dazu, auf kalorienreiche und ungesunde Lebensmittel wie Schokolade oder Eis zurückzugreifen. Das ist allerdings der falsche Ansatz, unsere Nerven zu beruhigen. Im Folgenden werden Lebensmittel vorgestellt, die sich weitaus besser als “Nervennahrung” eignen.

Magnesium

Magnesium ist wichtig für Muskelaufbau und -erhaltung und fördert die Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Auch für starke Knochen und Zähne ist Magnesium unverzichtbar. Ein Mangel kann zu Krämpfen sowie Müdigkeit führen.

Nerven beruhigen

Walnüsse enthalten viel Magnesium, welches uns fit und gesund hält. Es regt die Nerven an, wodurch unsere Reizwahrnehmung verbessert wird.
(Bildquelle: Haci Elmas/ Unsplash)

Der Mineralstoff sollte im besten Fall nur über magnesiumhaltige Lebensmittel aufgenommen werden, da Nahrungsergänzungsmittel meist zu hoch dosiert sind. Magnesium ist beispielsweise in Walnüssen und Hülsenfrüchten enthalten (11),(12).

Vitamin B und C

Alle B Vitamine sind wichtiger Bestandteil bei der Verdauung von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten. Zusätzlichen tragen sie entscheidend zur Bildung von Neurotransmittern bei. Vitamin C ist ebenfalls gut für Zähne und Zahnfleisch und schützt den Körper vor Zellschäden.

Obst und grünes Gemüse sind sehr vitaminreich und können die Leistung des Gehirns verbessern. Bananen beispielsweise tragen zusätzlich zur Bildung des Glückshormons Serotonin bei, wodurch sie stresslindernd wirken (12).

Calcium und Kalium

Calcium und Kalium sind an der Reizweiterleitung zwischen den Neuronen beteiligt sowie am Energiestoffwechsel und können sich positiv auf den Blutdruck auswirken. Deinen Calciumbedarf kannst du mit Milchprodukten, also Joghurt, Milch oder Käse decken. Kalium hingegen ist etwa in Karotten, Kohlrabi oder dem Trendgemüse Avocado enthalten (12).

Mit der richtigen Ernährung und wichtigen Stoffen, die die Bildung des Glückshormons Serotonin bewirken, kann Stress reduziert werden. Eine einfache und gleichzeitig glücklich machende Methode zur Beruhigung der Nerven.

Fazit

Wenn dir das nächste Mal also wieder etwas „auf die Nerven geht“, dann weißt du nun, es nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Von Lebensmitteln bis hin zu Medikamenten gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten, deine Nerven zu beruhigen. Sprich dich optimalerweise mit deinem Arzt ab, um keine Risiken einzugehen.

Am besten gestaltest du deinen Alltag so, dass Stress und Hektik gar keine Chance haben deine Nerven zu beunruhigen. Ernähre dich gesund, nimm dir eine Auszeit, wenn du sie brauchst und vermeide es, dich unnötigerweise aufzuregen. Seine Nerven zu beruhigen bedeutet nicht nur, seine körperlich Gesundheit aufrecht zu erhalten, sonder auch seine Psyche nicht zu vernachlässigen.

Bildquelle: Sage Friedman / unsplash

Einzelnachweise (12)

1. Einführung in das Nervensystem des menschlichen Körpers
Quelle

2. Ursachen, Symptome und Verlauf bei gereizten Nerven
Quelle

3. Tipps und Tricks zur Stärkungen der Psyche
Quelle

4. Symptome und Anzeichen, wie der Körper auf Stress reagiert
Quelle

5. Medikamente zur Nervenstärkung
Quelle

6. Produktinformation zu Neurexan
Quelle

7. Produktinformation zu Lasea
Quelle

8. Produktinformation zu Sedariston
Quelle

9. Tipps und Ratschläge gegen die Nervosität bei Prüfungsangst
Quelle

10. Stressreduzierung im Alltag durch einfache Tipps und Tricks
Quelle

11. Wirkung des Mineralstoffs und Lebensmittel mit Magnesium
Quelle

12. Lebensmittel, die Stress reduzieren und die Nerven beruhigen
Quelle

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So funktionieren Nerven
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Nervenschmerzen (Neuralgie)
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Beruhigung und Nervenstärkung
Medikamente zur Nervenstärkung
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Neurexan
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Lasea
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Sedariston
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