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Ein Muttermal ist oft ein genetisch festgelegter Pigmentfleck auf der Haut. Viele sind bereits bei der Geburt vorhanden und manche entstehen erst im Laufe des Jugend- und Erwachsenenalters. Manche Muttermale können mit der Zeit bösartig werden. Verändert sich die Größe, die Farbe oder die Form eines Hautflecks, ist Vorsicht geboten.

Um einer bösartigen Entwicklung der Leberflecke vorzubeugen, sollte außerdem auf direkte Sonneneinstrahlung verzichtet werden. Hellere Hauttypen und Menschen mit vielen Muttermalen sollten dabei besonders aufmerksam sein und sich vor der Sonne schützen und auf Solariumbesuche verzichten.




Das Wichtigste in Kürze

  • Muttermale sind genetisch festgelegt und entstehen bereits im Mutterleib oder im Kindesalter oder sie entwickeln sich bis ins Erwachsenenalter.
  • Durch direkte Sonneneinstrahlung können gutartige Muttermale bösartig werden. Sie verändern dabei die Form, die Farbe oder die Größe. Die Haut sollte regelmäßig durch einen Hautarzt kontrolliert werden.
  • Bösartige Leberflecke sollten umgehend von einem Haus- oder Hautarzt bzw. Chirurgen entfernt werden. Die Entfernung erfolgt meist unter örtlicher Betäubung durch Exzision oder durch eine Laserbehandlung.

Definition: Was ist ein Muttermal?

Ein Muttermal ist eine gutartige Wucherung von pigmentbildenden Zellen der Haut. Die kleinen meist braunen Flecken sind entweder von Geburt an vorhanden oder entstehen mit der Zeit. Der Name „Muttermal“ stammt daher, dass die Größe, Farbe und Form mancher Muttermale schon in den Keimzellen vor Geburt genetisch festgelegt sind.(1)

Einige der Pigmentflecke entwickeln sich aber auch erst im Jugend- und Erwachsenenalter.

Hintergründe: Was du über Muttermale und ihre Entfernung wissen solltest

Um einen Überblick über Muttermale und dessen Entfernung zu bekommen, haben wir die wichtigsten Fragen für dich beantwortet.

Wie entstehen Muttermale überhaupt?

Genetisch festgelegte Muttermale sind entweder von Geburt an da oder entstehen in der Kindheit. Andere können auch erst im Jugend- und Erwachsenenalter auftreten. Diese entwickeln sich durch die Vermehrung von Zellen eines bestimmten Zelltyps der obersten Hautschicht.

Sie sind oft an den Beinen und am Rücken zu finden, also an Orten, die oft mit UV-Licht in Kontakt kommen. Diese Tatsache lässt auf einen Zusammenhang zwischen den Malen und UV-Licht schließen.

Die Menge an Muttermalen ist also hauptsächlich in den Genen festgelegt. Allerdings spielt die Sonneneinstrahlung auch eine wesentliche Rolle. Das sonnenbrandauslösende kurzwellige UVB-Licht lässt Muttermalzellen wachsen oder wirken sich direkt schädlich auf die Zellen aus.(3)

Ist es schmerzhaft, ein Muttermal entfernen zu lassen?

Muttermale werden in der Regel unter örtlicher Betäubung entfernt. Patienten spüren beim Eingriff somit keine Schmerzen. Nachdem der Leberfleck entfernt ist, wird ein Verband zum Schutz angebracht. Damit die Wundheilung optimal gelingen kann, sollte nach dem Eingriff auf direkte Sonneneinstrahlung verzichtet werden.

Nachdem die Lokalanästhesie nachlässt, kann es zu leichten Wundschmerzen kommen. Diese nehmen aber innerhalb weniger Tage wieder ab.

Nach etwa 10 Tagen werden die Nähte entfernt, womit die Heilung abgeschlossen ist. Bei sich selbst auflösendem Nahtmaterial ist die Heilung bereits nach ca. 5 Tagen abgeschlossen.(3)

Ist es gefährlich, ein Muttermal zu entfernen?

Die Entfernung von Muttermalen bei örtlicher Betäubung ist grundsätzlich ungefährlich. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff besteht jedoch ein Risiko der Wundheilungsstörung, einer Infektion oder von Nachblutungen.

Um Wundheilungsstörungen vorzubeugen, sollte vor dem Eingriff auf Rauchen und auf gerinnungshemmende Medikamente verzichtet werden. Nach der Entfernung sollte die betroffene Hautstelle nicht mit direkter Sonneneinstrahlung in Kontakt kommen.(4)

Sonnenbäder oder ein Solariumbesuch sollten daher für bis zu 12 Monate vermieden werden. Auch auf Saunagänge solltest du bis zu 3 Monate nach dem Eingriff verzichten.

Wie teuer ist die Entfernung von Muttermalen?

Muttermale, die verdächtig oder bösartig erscheinen, werden schnellstmöglich entfernt. Die Entfernung wird in diesem Fall von einem Arzt angeordnet. Die Kosten des Eingriffs werden damit vollständig von der Krankenkasse übernommen.

Wenn du einen Leberfleck entfernen lassen möchtest, ohne dass dies ärztlich angeordnet ist, musst du die Kosten selbst tragen. Du kannst das Muttermal dann operativ oder durch Laserchirurgie entfernen lassen. Der Preis dafür liegt zwischen 80 € und 100 €.

Wo kann ich ein Muttermal entfernen lassen?

Da Muttermale meist unter Lokalanästhesie entfernt werden, kann der operative Eingriff von einem Haut- oder Hausarzt durchgeführt werden. Die Laserbehandlung wird meist von Hautärzten vorgenommen.

Die Entfernung des Pigmentflecks dauert nur wenige Minuten und ist nicht mit größeren Risiken verbunden.

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Ein Hautarzt kann Muttermale auf bösartige Wucherungen untersuchen. (Bildquelle: newarta / pixabay)

Durch die örtliche Betäubung ist auch keine Aufwachzeit oder anschließende Ruhe nötig, sodass du direkt nach der Entfernung wieder nach Hause kannst. Lediglich für die Nachsorge und den Verbandswechsel musst du noch einmal die Praxis aufsuchen.

Wenn ein Leberfleck allerdings größer ist oder im Gesicht entfernt werden muss, sollte man die Entfernung durch einen Facharzt der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie in Betracht ziehen.

Wie lange dauert die Entfernung von Muttermalen?

Bei der Dauer der Entfernung von Muttermalen muss zwischen den verschiedenen Methoden unterschieden werden.

Die am häufigsten angewandte Methode, die Exzision, bei der das Muttermal herausgeschnitten wird, dauert etwa 30 Minuten. Darin ist auch schon die Zeit für die lokale Betäubung sowie die Wundversorgung enthalten.

Das Lasern von Muttermalen geht häufig sogar noch schneller. Mit Hilfe eines Lasers können Muttermale bereits nach etwa 5 Minuten entfernt werden.

Für beide Methoden zur Entfernung von Muttermalen brauchst du somit nicht viel Zeit einzuplanen.

Wie werden Muttermale entfernt?

Grundsätzlich ist die Entfernung von Muttermalen auf zwei verschiedene Arten möglich.

Eine Möglichkeit besteht in der sogenannten Exzision. Dabei wird unter lokaler Betäubung die Stelle der Haut, auf der sich das Muttermal befindet herausgeschnitten. Da nicht in die Muttermale selbst geschnitten werden soll, wird somit ein kleiner Saum um das Muttermal herum mit entfernt.

Diese kleine Wunde wird anschließend je nach Umfang und Schnitttiefe entweder genäht oder mit Pflasterstrips verklebt.

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Muttermale können durch eine Laserbehandlung entfernt von einem Facharzt entfernt werden. (Bildquelle: xaaranovack / pixabay)

Noch genauere Informationen erhältst du später im Artikel bei den Methoden, um ein Muttermal entfernen zu lassen.

Die zweite Möglichkeit, ein Muttermal entfernen zu lassen, besteht im Lasern. Dabei wird das Muttermal mit speziellen Lasern direkt behandelt, ohne dass etwas herausgeschnitten werden muss.(4)

Allerdings ist diese Methode nicht bei allen Muttermalen möglich. Bei den Methoden, um ein Muttermal zu entfernen, gehen wir darauf noch einmal genauer ein.

Kann ich ein Muttermal selbst entfernen?

Muttermale sollten auf keinen Fall selbst entfernt werden! Dies kann einerseits zu Vernarbungen führen und andererseits sogar schwere Infektionen nach sich ziehen. Es ist daher wichtig, dass für die Entfernung von Muttermalen ein Arzt konsultiert wird und der Eingriff ebenfalls professionell durchgeführt wird, um Folgeschäden zu vermeiden.(5)

Muttermal entfernen: Die besten Methoden, um ein Muttermal entfernen zu lassen

Es gibt zwei Varianten, durch die du ein Muttermal entfernen lassen kannst. Die bewährtesten Methoden haben wir für dich dargestellt.

Muttermal operativ entfernen lassen

Die Möglichkeit, sich ein Muttermal operativ entfernen zu lassen, nennt sich Exzision. Dabei wird unter lokaler Betäubung die Stelle der Haut, auf der sich das Muttermal befindet herausgeschnitten. Dies kann entweder mit einem Skalpell oder mit einer kleinen Drahtschlinge durchgeführt werden.

Da nicht in die Muttermale selbst geschnitten werden soll, wird somit ein kleiner Bereich um das Muttermal herum mit entfernt. Diese kleine Wunde wird anschließend je nach Umfang und Schnitttiefe entweder genäht oder mit Pflasterstrips verklebt.

Auf die Exzision wird vor allem dann zurückgegriffen, wenn die Muttermale potenziell bösartig sind bzw. nicht festgestellt werden kann, ob sie gutartig sind. Zudem ist mit der Methode gewährleistet, dass alle möglicherweise krebserregenden Zellen entfernt werden.

Ein Vorteil bei der operativen Entfernung ist, dass die entfernte Haut ins Labor geschickt und dort untersucht werden kann. Dadurch kann mit Sicherheit festgestellt werden, ob das Gewebe gefährlich war.(6)

Muttermal weglasern lassen

Das Lasern ist nur bei gutartigen Muttermalen erlaubt. Wichtig ist daher, dass die Beschaffenheit des Muttermals vorher getestet wird und mit Sicherheit gesagt werden kann, dass das Muttermal gutartig ist. Dabei werden vor allem abtragende Lasertypen verwendet, bzw. Bei dunklen Muttermalen auch Rubin-Laser.

Beim Lasern wird das rote Licht von den pigmentreichen braunen Strukturen absorbiert, wodurch sich diese erhitzen. Dadurch werden gezielt Hautzellen vernichtet, die die braunen Farbpigmente enthalten. An dieser beschädigten Hautstelle werden die Farbpartikel von sogenannten Fresszellen aufgenommen und abtransportiert.

Die Behandlung dauert insgesamt nur wenige Minuten und zieht mit Ausnahme von Rötungen und Ödemen keine Nebenwirkungen nach sich.(7)

Bei der Laserentfernung trocknet die Wunde nach der Behandlung ein. Die entstandene Kruste löst sich dann wieder nach etwa zwei Wochen. Innerhalb eines Monats ist auch keine Rötung mehr zu erkennen. Zu beachten ist, dass für sechs Wochen nach der Entfernung des Muttermals ein striktes Sonnenverbot eingehalten werden sollte.

Da bei dieser Methode kein Gewebe entnommen wird, kann auch keine Hautprobe im Labor untersucht werden. Eine Analyse, ob das Gewebe gut- oder bösartig war, ist somit nachträglich nicht mehr möglich, jedoch sollte dies bei einer Laserbehandlung ohnehin schon im Voraus geklärt worden sein.

Fazit

Muttermale sind gutartige Wucherungen, die genetisch bedingt schon angeboren sein können, oder sich mit der Zeit vor allem durch Sonneneinstrahlung entwickeln können. Eine Gefahr bei Muttermalen besteht, wenn das Gewebe bösartig ist und Hautkrebs daraus entstehen kann.

Grundsätzlich können Muttermale durch Lasern und durch einen operativen Eingriff, bei dem das Muttermal herausgeschnitten wird, entfernt werden. Beide Eingriffe dauern nur maximal 30 Minuten und sind in der Regel nicht mit Nebenwirkungen verbunden. Die eigenständige Entfernung von Muttermalen sollte dringend vermieden werden.

Bildquelle: 123rf / 112518046_m

Einzelnachweise (7)

1. Muttermal - Dysplastischer Nävus
Quelle

2. A. Berenstein, US National library of Medicine
Quelle

3. Emma Ryan, Lachlan Warren, US National library of Medicine
Quelle

4. Luc Thomas, Susana Puig, US National library of Medicine
Quelle

5. Maria L. Marino, Cristina Carrera, Michael A Marchett, Ashfaq A Marghoob, National library of Medicine
Quelle

6. Monica Novoa, Eulalia Baselga, Sandra Beltran, Lucia Giraldo, Ali Shahbaz, Hector Pardo-Hernandez, Ingrid Arevalo-Rodriguez, National library of Medicine
Quelle

7. O. T. Tan, J Morelli, National library of Medicine
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Muttermal
Muttermal - Dysplastischer Nävus
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Diagnose und Therapie von Muttermalen
A. Berenstein, US National library of Medicine
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Identifikation und Behandlung
Emma Ryan, Lachlan Warren, US National library of Medicine
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Methoden zur Entfernung von Muttermalen
Luc Thomas, Susana Puig, US National library of Medicine
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Melanocytic Lesions and Melanoma
Maria L. Marino, Cristina Carrera, Michael A Marchett, Ashfaq A Marghoob, National library of Medicine
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Interventionen bei bösartigen Muttermalen
Monica Novoa, Eulalia Baselga, Sandra Beltran, Lucia Giraldo, Ali Shahbaz, Hector Pardo-Hernandez, Ingrid Arevalo-Rodriguez, National library of Medicine
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Laserbehandlung von Muttermalen
O. T. Tan, J Morelli, National library of Medicine
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