magnesium-überdosierung

Heutzutage ist die Existenz von Nahrungsergänzungsmitteln allgegenwärtig. Mit dem steigenden Bewusstsein für gesunde und ausgewogene Ernährung versuchen viele über Präparate ihrem Körper die notwendigen Stoffe bereitzustellen. Dies geschieht auch im Fall von Magnesium, dessen Vorhandensein wichtige Funktionen für den Körper erfüllen soll.

Doch auch hier ist die Fragen sinnvoll: Ab wann ist es zu viel des Guten? Im folgenden Artikel soll es genau darum gehen. Um dich zu beraten, erläutern wir, wie und ab wann eine Magnesium Überdosierung möglich ist, welche Symptome das mit sich bringt und was du dagegen tun kannst. Hierfür erklären wir auch kurz, was Magnesium genau ist, wie es im Körper wirkt und was du zur richtigen Einnahme von Magnesium wissen solltest.




Das Wichtigste in Kürze

  • Magnesium ist ein Leichtmetall, welches für organische Lebewesen überlebenswichtig ist. Da der Körper es jedoch nicht selbst herstellen kann, muss es durch die Nahrung oder alternative Quellen aufgenommen werden.
  • Bei gesunden Menschen ist eine Magnesium Überdosierung kaum möglich, da Überschuss normalerweise einfach ausgeschieden wird. Für beispielsweise Kinder und Menschen mit Nieren- oder Schilddrüsenschwäche besteht jedoch bei einer exzessiven Einnahme ein Risiko.
  • Die Nebenwirkungen eines erhöhten Magnesiumspiegels im Blut können je nach Menge von Magen-Darm-Beschwerden zu lebensgefährlichen Herz-Atem-Problemen reichen. Bei einer wirklich übermäßigen Zunahme sind auch Personen, die nicht zur Risikogruppe gehören, gefährdet.

Definition: Was ist Magnesium und warum braucht es der Mensch?

Magnesium in Reinform ist ein festes, silbrig glänzendes Leichtmetall. Es ist Bestandteil von einer Vielzahl an Enzymen und Enzymreaktionen im Körper und arbeitet als sekundärer Botenstoff des Nervensystems (1).

Magnesium befindet sich hauptsächlich in Knochen, Zähnen und Muskeln und ist an Zellprozessen beteiligt. Darüber hinaus fördert Magnesium die Muskelentspannung, hemmt die Erregung der Nervenzellen und die Blutgerinnung. Eine mangelnde Einnahme kann das Risiko für Krankheiten wie Osteoporose, Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen (3).

Folglich ist es ein für organische Lebewesen überlebenswichtiger Stoff (1, 2, 3). Magnesium wird von Lebewesen nicht selbstständig produziert. Deswegen muss es dem Körper von außen, beispielsweise bei der Nahrungsaufnahme, zugeführt werden.

Magnesium ist das zwölfte Element im Periodensystem. (Bildquelle: Gerd Altmann / Pixabay)

Da Magnesium an einer Vielzahl an Vorgängen beteiligt ist, kann ein Mangel zu negativen Auswirkungen wie Krämpfen oder Ermüdung führen (2, 3, 4). Da diese Symptome jedoch auch andere Ursachen haben können, solltest du bei Beschwerden immer primär deinen Arzt um Rat fragen.

Neben dem häufiger vorkommenden Magnesium Mangel besteht jedoch auch die Möglichkeit einer Magnesium Überdosierung (2, 3, 4). Dieses Thema besitzt besonders durch die heutige Beliebtheit und Vielfalt an Nahrungsergänzungsmitteln Relevanz. Im folgenden Artikel gehen wir ausführlich auf die Aspekte von Magnesiumüberdosierung ein.

Hintergründe: Was du über eine Magnesium Überdosierung wissen solltest

In der Regel führt selbst eine Magnesium Überdosierung nicht zu einer Hypermagesiämie. Diese ist schwer zu erzeugen und kommt relativ selten vor (2, 3, 4).

Kurzinfo:
Eine Hypermagesiämie ist eine krankhafte Erhöhung des Magnesiumspiegels im Blut.

Nichtsdestotrotz können die Auswirkungen sehr unangenehm und in extremen Fällen auch gefährlich werden. Aus diesem Grund haben wir in den weiteren Abschnitten die wichtigsten Informationen zu Magnesium Überdosierung zusammengetragen und wissenschaftlich hinterlegt.

Wie ist eine Magnesium Überdosierung überhaupt möglich?

Üblicherweise ist eine Hypermagesiämie durch Magnesium Überdosierung schwer möglich. Magnesium wird normalerweise einfach durch den Körper abgebaut und bei einem Überfluss ausgeschieden. Dementsprechend muss für eine Hypermagesiämie bei diesem Prozess etwas schief laufen oder die Menge an aufgenommenem Magnesium exzessiv sein (2, 3).

Hier sind die Bedingungen, unter denen eine Hypermagesiämie üblicherweise nur möglich ist (2):

  • verminderte renale Ausscheidung, z.B. infolge Oligurie, Anurie bei akutem Nierenversagen, chronischer Niereninsuffizienz, Diuretika (Spironolacton, Triamteren), Lithiumtherapie
  • endokrine Erkrankungen, z.B. Hypoaldosteronismus (bei Nebenniereninsuffizienz), Hypothyreose
  • erhöhte Magnesiumzufuhr, z.B. exzessive intravenöse Magnesiumtherapie, magnesiumenthaltende Medikamente (Antacida, Laxantien)
  • endogene Magnesiumfreisetzung, z.B. infolge Rhabdomyolyse

Intravenöse Verabreichung von Magnesium kommt weitestgehend nur in Krankenhäusern vor. Beispielsweise bei der Behandlung von Alkoholikern auf Entzug wird oftmals Magnesium verabreicht, wobei eine überhöhte Dosierung fatale Folgen haben kann (5).

Ab wann ist eine Magnesium Überdosierung möglich?

In einer Studie hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für die Zufuhr von Magnesium durch Nahrungsergänzungsmitteln durchschnittlich eine Höchstenge von 250 mg/Tag abgeleitet (2, 6). Dies ist ohne Berücksichtigung von Mehrfachexposition.

Ein Wert von 250-300 mg/Tag sollte von einem gesunden Menschen nicht überschritten werden.

Falls dein Arzt bei dir einen Magnesium Mangel festgestellt hat, kann die verschriebene Menge diesen Wert jedoch überschreiten.

Nebenwirkungen einer Überdosierung werden vermutlich nicht sofort eintreten, sobald du diese Menge überschreitest. Laut des BfR konnten jedoch in einer randomisierten Studie bereits ab 300 mg/Tag abführende Nebenwirkungen beobachtet werden (2).

Wenn du also die im nächsten Abschnitt aufgelisteten Symptome vermeiden möchtest, solltest du den empfohlenen Tagesbedarf nicht grundlos überschreiten.

Welche Symptome entstehen durch eine Magnesium Überdosierung?

Eine Überdosierung von Magnesium kann laut Bundesinstitut für Risikobewertung folgende Wirkungen haben (2):

Dosierung erwartete Nebenwirkung
mehr als 300 mg/Tag Diarrhoe, Bauchkrämpfe, Übelkeit
mehr als 2500 mg Blutdruckabfall, Muskelschwäche
mehr als 30.000 mg Alkalose, Hypokaliämie
mehr als 400.000 mg Darmverschluss, Herz-Atemstillstand

Diese Werte wurden bei der direkten Einnahme bestimmter Magnesiumpräparate erhoben. Je nach Magnesiumverbindung und speziellem Therapieansatz kann die für Nebenwirkungen notwendige Dosis variieren. Für die Zunahme von Magnesium durch feste Lebensmittel konnten keine Abführenden Wirkungen beobachtet werden.

Für wen ist eine Magnesium Überdosierung gefährlich?

Aus den vorherigen Abschnitten gehen gewisse Risikogruppen für Hypermagnesiämie durch eine Magnesium Überdosierung hervor:

  • Kinder / Babys
  • Hoch Schwangere
  • Frauen in der Stillzeit
  • Menschen mit verminderter renaler Ausscheidung
  • Menschen mit endokrinen Erkrankungen
  • Hunde

Bei gesunden Menschen ist eine mäßige Überdosierung noch kein Grund zur Sorge. Eine sehr übermäßig erhöhte Magnesiumzufuhr kann jedoch auch hier zu Herz-Atem-Stillstand führen (2, 4, 8, 9).

Kinder / Babys

Kinder reagieren auf die Wirkung von Magnesiumsalzen empfindlicher als Erwachsene. Das Bundesinstitut für Risikobewertung zitierte einen Fall, indem ein 28 Monate alter Junge aufgrund Hypermagnesiämie und Herzstillstand starb. Er bekam von seiner Mutter unkontrolliert hohe Dosen von 800 bis 2400 mg Magnesium als Supplement (10).

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Zunahme von Magnesium kann während der Schwangerschaft oftmals sehr wichtig und hilfreich sein (11). Kurz vor der Geburt ist die zusätzliche Einnahme von Magnesium jedoch nicht mehr zu empfehlen.

Unter anderem die muskelentspannende Wirkung kann die Wehen behindern und folglich die Geburt beschweren (12). Auch kann die Zufuhr von Magnesiumsulfat zu Unterkühlung führen (13).

Frauen in der Stillzeit benötigen Magnesium und das sogar in einer höheren Menge normal (7).

Wenn hier auf die ärztlich verordnete Menge geachtet wird, sollte alles in Ordnung sein.

Eine erhöhte Zunahme an Magnesium seitens der Mutter führt jedoch auch zu einem erhöhten Magnesiumanteil in der Muttermilch (13). Dieser verschwindet jedoch beim Absetzen des Magnesiums innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder.

Dennoch: Es sollte darauf geachtet werden, dass die Magnesium Überdosierung nicht an das Kind weitergegeben und so bei ihm eine Hypermagnesiämie induziert wird.

Tiere

Tiere sind auch organische Lebewesen und deswegen oft für ähnliche Krankheitsbilder und folglich auch in manchen Situationen für Hypermagnesiämie anfällig. Im folgenden wird die Relevanz für Hunde und Pferde kurz erläutert.

Hunde sind wie Menschen zwar selten aber definitiv auch von Hypermagnesiämie betroffen.

In einer Studie von 199 Hunden mit Hypermagnesiämie war in 40% Azotämie, 19% ärztliche Verabreichung, 11% Gewebeuntergang und 6% endokrinologische Störungen verursachend (14). Hypermagnesiämie war mit einer hohen Sterblichkeit assoziiert.

Für Pferde scheint eine Magnesiumüberdosierung nicht problematisch zu sein. Nur in Kombination mit einen Phosphor-Überschuss scheint sich das Risiko für Darm- und Harnsteinbildung zu erhöhen (15).

Welche langfristigen Folgen kann eine Magnesium Überdosierung haben?

Der abführenden Wirkung einer leichten Überdosierung kann durch ein Herabsetzen der konsumierten Menge üblicherweise entgegengewirkt werden (2). Hier bleiben folglich keine langfristigen Folgen.

Bei stärkeren Nebenwirkungen wie Herz-Atem-Stillstand können die für verlängerten Sauerstoffmangel üblichen Schäden auftreten.

In Extremfällen ist dies der Tod.

Solange du dich jedoch mit deinen Nahrungsergänzungsmitteln an die vorgegebenen Dosierungen hältst, musst du dir voraussichtlich keine Sorgen über diese Nebenwirkungen machen. Die gefährlichen Nebenwirkungen wurden bisher nur bei exzessiven Überdosierungen beobachtet (2, 8, 9).

Magnesium Überdosierung: Das kannst du gegen eine Magnesium Überdosierung tun

Nun da du dich mit den Ursachen und Auswirkungen von Magnesium Überdosierung auskennst, wollen wir dir dabei helfen, diese abzuwenden. Wie bereits erwähnt, ist Magnesium ein für Organismen lebenswichtiger Stoff, dessen Mangel auch zu unangenehmen Auswirkungen führen kann. Aus diesem Grund haben wir hier für dich Informationen gesammelt, die dir bei einem ausgewogenen und symptomfreien Leben helfen sollen.

Was solltest du bei einer Magnesium Überdosierung tun?

Einem Magnesiumüberschuss wird in der Regel mit harntreibenden und nierenanregenden Mitteln entgegengewirkt (16). Da ein gesunder Körper überschüssiges Magnesium selbstständig ausscheidet, wird dieser Prozess durch solche Mittel beschleunigt.

Folglich solltest du bei einer übermäßigen Zunahme viel Flüssigkeit zu dir nehmen. Nichtsdestotrotz solltest du bei einer Magnesiumüberdosierung definitiv einen Arzt aufsuchen.

Nahrungsergänzungsmittel aus Magnesium gibt es in vielen verschiedenen Formen. Oftmals werden auflösbare Alternativen bevorzugt, da sie angenehmer einzunehmen sind und gleichzeitig bei der Abdeckung des täglichen Flüssigkeitsbedarfs helfen. (Bildquelle: aixklusiv / Pixabay)

Eine exzessive Überdosierung kann zu gefährlichen Nebenwirkungen führen. Das Auftreten von Nebenwirkungen bei mäßiger Überdosierung kann auf andere Krankheiten hindeuten (2, 3, 4). In beiden Fällen ist ein Arztbesuch notwendig.

Denn für leichte bis mäßige Magnesium Überdosierungen sind meistens nur Personen mit Nieren- oder Schilddrüsenschwächen anfällig, was unbedingt ärztlich abgeklärt und behandelt werden sollte.

Wie wird Magnesium richtig eingenommen?

Wie du an der Problematik von Magnesium Überdosierung sehen kannst, sollte es mit Bedacht eingenommen werden. Es gibt verschiedene Aspekte zu beachten, wenn du deinen Körper mit diesem lebensnotwendigen Stoff versorgen willst.

Dosierung

Am wichtigsten ist es, dass du dich am empfohlenen Tagesbedarf für deine individuellen Bedürfnisse orientierst. Je nach Geschlecht, Alter und körperlicher Aktivität benötigt dein Körper unterschiedliche Mengen an Magnesium pro Tag. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. werden folgende Mengen an Magnesium pro Tag empfohlen (7):

Alter Empfohlene Zufuhr Männer Empfohlene Zufuhr Frauen
weniger als 4 Monate ~ 24 mg/Tag ~ 24 mg/Tag
4 – 12 Monate 60 mg/Tag 60 mg/Tag
1 bis unter 4 Jahre 80 mg/Tag 80 mg/Tag
4 bis unter 7 Jahre 120 mg/Tag 120 mg/Tag
7 bis unter 10 Jahre 170 mg/Tag 170 mg/Tag
10 bis unter 13 Jahre 230 mg/Tag 250 mg/Tag
13 bis unter 15 Jahre 310 mg/Tag 310 mg/Tag
15 bis unter 19 Jahre 400 mg/Tag 350 mg/Tag
19 bis unter 25 Jahre 400 mg/Tag 310 mg/Tag
ab 25 Jahre 350 mg/Tag 300 mg/Tag
Schwangere 310 mg/Tag
Schwangere unter 19 Jahre 350 mg/Tag
Stillende 390mg/Tag

Bei Schwangeren, Kindern oder gesundheitlichen Problemen ist für die Bestimmung der richtigen Dosierung auch wieder ein Besuch beim Arzt zu empfehlen.

Bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln solltest du immer daran denken, dass du auch bereits durch deine Nahrung Magnesium aufnimmst. Folglich sind die Dosierungsempfehlungen in der Regel niedriger, da du nicht deinen ganzen Tagesbedarf über Supplements decken musst.

Zeitpunkt der Einnahme

Es wird empfohlen, die täglichen Dosen an Magnesium über den Tag verteilt einzunehmen (2). So kann dein Körper den Stoff besser aufnehmen und verarbeiten. Ansonsten kannst du Magnesium eigentlich zu jeder beliebigen Tageszeit einnehmen.

Hier kommt es ganz auf deinen Lebensstil und deine individuellen Bedürfnisse an.

Bei nächtlichen Muskelkrämpfen ist eine abendliche Einnahme zu empfehlen. Sportler sollten Magnesium erst nach dem Sport einnehmen, da die Muskelentspannenden Wirkungen vorher hinderlich sein können.

Wechselwirkung mit anderen Lebensmitteln und Medikamenten

Um die richtige Versorgung mit Magnesium für deinen Körper sicherzustellen, gibt es hier ein paar Aspekte zu beachten.

Einerseits sind Kombinationspräparate, die verschiedene Vitamine und Mineralien beinhalten oftmals unpraktisch. Bei diesen kannst du die für dich benötigte Menge nicht genau abstimmen und bekommst eventuell von einem Inhaltsstoff zu viel und dem anderen zu wenig.

Bei der gleichzeitigen Einnahme mit anderen Stoffen oder Medikamenten solltest du dich vorher informieren. Die gleichzeitige Einnahme von Calcium oder Fluoriden kann die Magnesiumaufnahme behindern (17, 18). Manche Antibiotika können eventuell auch schlechter wirken (19).

Welche Möglichkeiten gibt es zur Einnahme von Magnesium?

Nun weißt du, worauf du bei der Einnahme von Magnesium achten solltest. Deswegen wollen wir uns jetzt damit beschäftigen, wie du deinem Körper überhaupt Magnesium aneignen kannst. Hierfür gibt es nämlich mehrere Möglichkeiten.

Lebensmittel

Die naheliegendste Möglichkeit ist, deinen Magnesiumbedarf durch deine Ernährung zu decken. Auf diese Weise ist eine Hypermagnesiämie sehr unwahrscheinlich und selbst bei leichter Überdosierung sollten keine Nebenwirkungen auftreten (2).

Magnesium ist zum Beispiel in:

  • Getreideprodukten
  • Nüssen
  • Kartoffeln
  • grünem Gemüse
  • Fleisch
  • Milchprodukte
  • Kaffe
  • Tee

In verarbeiteten Produkten, Fleisch- und Milchprodukten ist am wenigsten Magnesium enthalten.

Magnesium ist in mehreren alltäglichen Lebensmitteln vorhanden.

Hauptsächlich nehmen Menschen Magnesium im Alltag durch Brot und Backwaren, Kartoffeln, Gemüse, Getränke, Milch und Milchprodukte zu sich.

In Deutschland sind Getränke, Süßwahren und Milcherzeugnisse oftmals auch künstlich mit Magnesium angereichert.

Eine Handvoll Nüsse am Tag kann deinen Magnesiumhaushalt bereichern. (Bildquelle: Henryk Niestrój / Pixabay)

Falls du trotz ausgewogener Ernährung das Gefühl hast, einen Mangel zu haben, suche am besten einen Arzt auf und bedenke die möglichen Wechselwirkungen durch andere Stoffe und Medikamente.

Nahrungsergänzungsmittel

Falls du deinen Tagesbedarf an Magnesium nicht vollständig durch deine Ernährung decken kannst, dann sind Nahrungsergänzungsmittel eine gute Alternative. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Tabletten
  • Kapseln
  • Tabletten zum Auflösen
  • Pulver zum Auflösen
  • Granulat zum Auflösen

Hier kommt es schlichtweg darauf an, ob du dein Magnesium lieber aufgelöst und flüssig trinken oder kompakt und schnell schlucken möchtest. Achte jedoch auf die Zusammensetzung des Präparats.

Es gibt die chemische Verbindung Magnesiumoxid und auch das organisch im Körper vorkommende Magnesiumcitrat. Magnesiumcitrat soll besser löslich sein und folglich schneller vom Körper aufgenommen werden (20).

Äußerliche Anwendung

Wenn du nach einer weiteren Alternative suchst, besteht auch die Möglichkeit, Magnesium äußerlich anzuwenden. Es existieren beispielsweise Magnesium Öle oder auch Magnesiumpräparate für Voll- und Fußbäder.

Durch Magnesiumbäder kannst du Entspannung und Gesundheit mit einander verbinden. (Bildquelle: kinga strzelczyk / Pixabay)

Auch wenn die Aufnahme von Magnesium über intakte Haut umstritten ist (21), sollen gewisse Magnesiumsalze bei der Reparatur verletzter Haut helfen (22).

Fazit

Alles in allem ist Magnesium ein überlebenswichtiger Stoff mit mehreren Vorteilen für den menschlichen Körper. Auf eine ausreichende Zufuhr zu achten, kann für die eigene Gesundheit vorteilhaft sein. Hierfür gibt es neben einer ausgewogenen Ernährung mehrere Möglichkeiten, die natürliche Magnesiumaufnahme zu ergänzen.

Nichtsdestotrotz solltest du besonders bei gesundheitlichen Problemen oder Kindern eine übermäßige Einnahme vermeiden. Eine exzessive Magnesiumüberdosierung kann im Zweifelsfall zu unangenehmen bis lebensgefährlichen Nebenwirkungen führen. Wenn du jedoch auf deine Ernährung und Dosierung von Nahrungsergänzungsmitteln achtest, solltest du dir um eine Magnesium Überdosierung wenig Sorgen machen müssen.

Bild: 123rf.com/ 53951586

Einzelnachweise (22)

1. Second messenger role for Mg2+ revealed by human T-cell immunodeficiency. Li, F., Chaigne-Delalande, B., Kanellopoulou, C. et al. Nature 475, 471–476 (2011). https://doi.org/10.1038/nature10246
Quelle

2. Verwendung von Mineralstoffenin Lebensmitteln. Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte. Teil II. Herausgegeben von A. Domke, R. Groflklaus, B. Niemann, H. Przyrembel, K. Richter,E. Schmidt, A. Weiflenborn, B. Wörner, R. Ziegenhagen. BfR Wissenschaft. Berlin 2004.
Quelle

3. Magnesium. Foundation Ortho Knowledge. Wissenschaft und Praxis 05 / 2012.
Quelle

4. Magnesium metabolism and its disorders. Swaminathan R. Clin Biochem Rev. 2003 May;24(2):47-66. PMID: 18568054; PMCID: PMC1855626.
Quelle

5. Iatrogenic magnesium overdose: Two case reports. Robert J. Vissers MD, RoyPurssell MD. The Journal of Emergency Medicine. Volume 14, Issue 2, March–April 1996, Pages 187-191.
Quelle

6. Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. Weißenborn, A., Bakhiya, N., Demuth, I. et al. J Consum Prot Food Saf 13, 25–39 (2018). https://doi.org/10.1007/s00003-017-1140-y
Quelle

7. Referenzwerte für die tägliche Magnesiumzufuhr. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. Bonn 2020.
Quelle

8. Extreme hypermagnesemia caused by an overdose of magnesium-containing cathartics. MD, PhD Stephen K GerardCarol Hernandez PhD Hassan Khayam-Bashi. Annals of Emergency Medicine Volume 17, Issue 7, July 1988, Pages 728-731.
Quelle

9. Cathartic-induced magnesium toxicity during overdose management. MD JeffreyJones DO, FACA DarellHeiselman, MD, FACEP JamesDougherty, MD AndrewEddy. Annals of Emergency Medicine Volume 15, Issue 10, October 1986, Pages 1214-1218.
Quelle

10. Fatal hypermagnesemia in a child treated with megavitamin/megamineral therapy. McGuire JK, Kulkarni MS, Baden HP (2000) Pediatrics 105: e18. (http://www.pediatrics.org/cgi/content/full/105/2/e18)
Quelle

11. Magnesium in pregnancy, Lynne M. Dalton, Deirdre M. Ní Fhloinn, Gergana T. Gaydadzhieva, Ola M. Mazurkiewicz, Heather Leeson, Ciara P. Wright, Nutrition Reviews, Volume 74, Issue 9, September 2016, Pages 549–557, https://doi.org/10.1093/nutrit/nuw018
Quelle

12. Cellular Mechanisms Underlying Magnesium Sulfate Inhibition of Phasic Myometrial Contractions. MarkPhillippe. Biochemical and Biophysical Research Communications Volume 252, Issue 2, 18 November 1998, Pages 502-507.
Quelle

13. Drugs in Pregnancy and Lactation: A Reference Guide to Fetal and Neonatal Risk. Gerald G. Briggs, Roger K. Freeman, Sumner J. Yaffe. Lippincott Williams and Wilkins. Philadelphia 2011.
Quelle

14. Hypermagnesiämie beim Hund. Vorkommenshäufigkeit und Ätiologie. Nicole Schulz. 2017 VVB Laufensweiler Verlag, Giessen.
Quelle

15. Die richtige Rationgestaltung. Dorothea Weber. 2016. Medizin und Osteopathie für Pferde.
Quelle

16. Magnesiumüberschuss: Symptome und Behandlung. Nicole Hery-Moßmann. FOCUS Online 2018.
Quelle

17. Interaction of Calcium and Phosphate Decreases Ileal Magnesium Solubility and Apparent Magnesium Absorption in Rats, Elizabeth J. Brink, Anton C. Beynen, Pieter R. Dekker, Emerentia C. H. van Beresteijn, Roelof van der Meer, The Journal of Nutrition, Volume 122, Issue 3, March 1992, Pages 580–586, https://doi.org/10.1093/jn/122.3.580
Quelle

18. Interactions between Fluorides and Magnesium. J. Kühr,J. Helbig, G. Anders and K. J. Münzenberg. 1987.
Quelle

19. Activity of Aminoglycoside Antibiotics against Pseudomonas aeruginosa: Specificity and Site of Calcium and Magnesium Antagonism, Victoria M. Zimelis, George Gee Jackson, The Journal of Infectious Diseases, Volume 127, Issue 6, June 1973, Pages 663–669, https://doi.org/10.1093/infdis/127.6.663
Quelle

20. Magnesium bioavailability from magnesium citrate and magnesium oxide., J S Lindberg, M M Zobitz, J R Poindexter & C Y Pak (1990). Journal of the American College of Nutrition, 9:1, 48-55, DOI: 10.1080/07315724.1990.10720349
Quelle

21. Nanocrystalline titanium dioxide and magnesium oxide in vitro dermal absorption in human skin, Deon van der Merwe, Snehal Tawde, John A. Pickrell & Larry E. Erickson (2009) Cutaneous and Ocular Toxicology, 28:2, 78-82, DOI: 10.1080/15569520902914926
Quelle

22. Some magnesium salts and a mixture of magnesium and calcium salts accelerate skin barrier recovery. Denda, M., Katagiri, C., Hirao, T. et al. Arch Dermatol Res 291, 560–563 (1999). https://doi.org/10.1007/s004030050454
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

wissenschaftliche Studie
Second messenger role for Mg2+ revealed by human T-cell immunodeficiency. Li, F., Chaigne-Delalande, B., Kanellopoulou, C. et al. Nature 475, 471–476 (2011). https://doi.org/10.1038/nature10246
Gehe zur Quelle
wissenschaftlicher Bericht
Verwendung von Mineralstoffenin Lebensmitteln. Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte. Teil II. Herausgegeben von A. Domke, R. Groflklaus, B. Niemann, H. Przyrembel, K. Richter,E. Schmidt, A. Weiflenborn, B. Wörner, R. Ziegenhagen. BfR Wissenschaft. Berlin 2004.
Gehe zur Quelle
wissenschaftlicher Artikel
Magnesium. Foundation Ortho Knowledge. Wissenschaft und Praxis 05 / 2012.
Gehe zur Quelle
wissenschaftlicher Artikel
Magnesium metabolism and its disorders. Swaminathan R. Clin Biochem Rev. 2003 May;24(2):47-66. PMID: 18568054; PMCID: PMC1855626.
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Fallstudie
Iatrogenic magnesium overdose: Two case reports. Robert J. Vissers MD, RoyPurssell MD. The Journal of Emergency Medicine. Volume 14, Issue 2, March–April 1996, Pages 187-191.
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Veröffentlichung
Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. Weißenborn, A., Bakhiya, N., Demuth, I. et al. J Consum Prot Food Saf 13, 25–39 (2018). https://doi.org/10.1007/s00003-017-1140-y
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Veröffentlichung
Referenzwerte für die tägliche Magnesiumzufuhr. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. Bonn 2020.
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Fallstudie
Extreme hypermagnesemia caused by an overdose of magnesium-containing cathartics. MD, PhD Stephen K GerardCarol Hernandez PhD Hassan Khayam-Bashi. Annals of Emergency Medicine Volume 17, Issue 7, July 1988, Pages 728-731.
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Fallstudie
Cathartic-induced magnesium toxicity during overdose management. MD JeffreyJones DO, FACA DarellHeiselman, MD, FACEP JamesDougherty, MD AndrewEddy. Annals of Emergency Medicine Volume 15, Issue 10, October 1986, Pages 1214-1218.
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Fallstudie
Fatal hypermagnesemia in a child treated with megavitamin/megamineral therapy. McGuire JK, Kulkarni MS, Baden HP (2000) Pediatrics 105: e18. (http://www.pediatrics.org/cgi/content/full/105/2/e18)
Gehe zur Quelle
wissenschaftlicher Artikel
Magnesium in pregnancy, Lynne M. Dalton, Deirdre M. Ní Fhloinn, Gergana T. Gaydadzhieva, Ola M. Mazurkiewicz, Heather Leeson, Ciara P. Wright, Nutrition Reviews, Volume 74, Issue 9, September 2016, Pages 549–557, https://doi.org/10.1093/nutrit/nuw018
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Studie
Cellular Mechanisms Underlying Magnesium Sulfate Inhibition of Phasic Myometrial Contractions. MarkPhillippe. Biochemical and Biophysical Research Communications Volume 252, Issue 2, 18 November 1998, Pages 502-507.
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Monografie
Drugs in Pregnancy and Lactation: A Reference Guide to Fetal and Neonatal Risk. Gerald G. Briggs, Roger K. Freeman, Sumner J. Yaffe. Lippincott Williams and Wilkins. Philadelphia 2011.
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Dissertation
Hypermagnesiämie beim Hund. Vorkommenshäufigkeit und Ätiologie. Nicole Schulz. 2017 VVB Laufensweiler Verlag, Giessen.
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Studien
Die richtige Rationgestaltung. Dorothea Weber. 2016. Medizin und Osteopathie für Pferde.
Gehe zur Quelle
informierender Artikel
Magnesiumüberschuss: Symptome und Behandlung. Nicole Hery-Moßmann. FOCUS Online 2018.
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Studie
Interaction of Calcium and Phosphate Decreases Ileal Magnesium Solubility and Apparent Magnesium Absorption in Rats, Elizabeth J. Brink, Anton C. Beynen, Pieter R. Dekker, Emerentia C. H. van Beresteijn, Roelof van der Meer, The Journal of Nutrition, Volume 122, Issue 3, March 1992, Pages 580–586, https://doi.org/10.1093/jn/122.3.580
Gehe zur Quelle
wissenschaftlicher Artikel
Interactions between Fluorides and Magnesium. J. Kühr,J. Helbig, G. Anders and K. J. Münzenberg. 1987.
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Studie
Activity of Aminoglycoside Antibiotics against Pseudomonas aeruginosa: Specificity and Site of Calcium and Magnesium Antagonism, Victoria M. Zimelis, George Gee Jackson, The Journal of Infectious Diseases, Volume 127, Issue 6, June 1973, Pages 663–669, https://doi.org/10.1093/infdis/127.6.663
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Studie
Magnesium bioavailability from magnesium citrate and magnesium oxide., J S Lindberg, M M Zobitz, J R Poindexter & C Y Pak (1990). Journal of the American College of Nutrition, 9:1, 48-55, DOI: 10.1080/07315724.1990.10720349
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Studie
Nanocrystalline titanium dioxide and magnesium oxide in vitro dermal absorption in human skin, Deon van der Merwe, Snehal Tawde, John A. Pickrell & Larry E. Erickson (2009) Cutaneous and Ocular Toxicology, 28:2, 78-82, DOI: 10.1080/15569520902914926
Gehe zur Quelle
wissenschaftliche Studie
Some magnesium salts and a mixture of magnesium and calcium salts accelerate skin barrier recovery. Denda, M., Katagiri, C., Hirao, T. et al. Arch Dermatol Res 291, 560–563 (1999). https://doi.org/10.1007/s004030050454
Gehe zur Quelle
Testberichte