Leukozyten oder auch weiße Blutkörperchen – ein Begriff, den du bestimmt schon einmal gehört hast, vielleicht bei deiner letzten Blutuntersuchung. Doch was ist das genau, wofür sind Leukozyten im Körper zuständig und was passiert wenn ich zu viele oder gar zu wenige davon im Körper habe?

Willkommen zu unserem Ratgeber über Leukozyten. Hier erhältst du alle notwendigen Informationen zum Thema Leukozyten. Wir definieren wichtige Begriffe für dich und beantworten dir die meistgestellten Fragen. Du erfährst wozu unser Körper Leukozyten überhaupt braucht, was passiert wenn der Wert der Leukozyten zu hoch ist und stellen dir Ansätze zur Behandlung sowie Vorbeugung unpassender Leukozytenwerte vor.




Das Wichtigste in Kürze

  • Leukozyten werden auch weiße Blutkörperchen genannt, wobei es davon 3 Zellarten gibt: Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten. Generell sorgen sie für die Abwehr von Krankheitserregern, dabei hat jede Zellart spezielle Aufgaben. Ist der Anteil der Leukozyten zu hoch, spricht man von einer Leukozytose.
  • Wichtig ist, dass eine vorübergehende Erhöhung der Leukozyten bei Erkrankungen oder Entzündung sogar wünschenswert ist, da mehr Leukozyten produziert werden, um Viren und Bakterien zu bekämpfen. Ist der Wert der Leukozyten langfristig und stark erhöht, kann dies jedoch auch gefährliche Ursachen haben.
  • Mittels eines Differentialblutbilds werden die einzelnen Zell-Anteile der Leukozyten bestimmt. Dabei liegt der Normalwert zwischen 4.000 bis 11.000 pro Mikroliter im Blut. Bevor eine Behandlung beginnen kann, ist es notwendig die genaue Ursache der Leukozyten Erhöhung herauszufinden.

Definition: Was sind Leukozyten?

Leukozyten sind Blutzellen und werden auch weiße Blutkörperchen genannt. Im Gegensatz zu den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) enthalten sie nämlich keinen roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) und erscheinen deshalb weiß.

Die weißen Blutzellen sind im Blut, im Gewebe, in den Schleimhäuten und in den Lymphknoten zu finden. Leukozyten stammen von einer gemeinsamen Vorläuferzelle aus dem Knochenmark ab. Diese wird auch pluripotente Stammzelle genannt. Durch Wachstumsfaktoren bilden sich aus dieser dann die verschiedenen weißen Blutkörperchen. Es gibt:

  • Granulozyten: Diese haben ein körnerartiges Aussehen und besteht aus verschiedenen Zelltypen, die sich jeweils um andere Erregerformen kümmern. Sie sitzen an den Gefäßinnenwänden oder sind im zirkulierenden Blut. Dadurch können sich Granoluzyten selbst fortbewegen und auch in das Gewebe und in die Schleimhäute eindringen.
  • Monozyten: Die sogenannten Fresszellen sind dafür zuständig, körperfremdes Material in sich aufzunehmen und in unschädliches Material zu verwandeln, regelrecht „zu fressen“. Monozyten kommen in der Milz und im zirkulierenden Blut vor.
  • Lymphozyten: Diese Zellen sind für die Immunabwehr zuständig indem fremde Erreger wie Bakterien oder Viren erkannt und Antikörper dagegen gebildet werden. Es gibt sogar Gedächtniszellen, die sich den speziellen Erreger merken können und einen Immunschutz dagegen bilden. So kann man bestimmte Krankheiten nur einmal im Leben bekommen.
  • Eosinophile: Diese kommen bei der Abwehr von Parasiten zum Einsatz, machen aber nur einen geringen Teil der Leukozyten aus.
  • Basophile: Diese spielen beim Auslösen von allergischen Reaktionen eine wichtige Rolle.

Hintergründe: Was du über Leukozytenwerte wissen solltest

Leukozyten sind lebensnotwendig für unseren Körper. Damit du über dieses Thema gut informiert bist, haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten für dich beantwortet. Alle Antworten sind auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Welche Aufgaben haben Leukozyten im Körper?

Die Hauptaufgabe der Leukozyten ist die Erkennung körpereigener und körperfremder Strukturen. Sie sorgen für die Abwehr der Krankheitserregern, in dem Antikörper und körpereigene Abbauprodukte gebildet werden.

Deshalb werden sie auch Abwehrzellen genannt. Sie schützen den Körper so vor Infektionen und Krankheiten.

Auch entfernen sie abgestorbene oder überlastete Zellen aus dem Körper, wodurch Wundheilung oder Regeneration ermöglicht werden können. (1)

Je nach Art der Leukozyten wird ein anderer komplexer Prozess der Immunabwehr übernommen. Die Lymphozyten, Granulozyten und Monozyten agieren quasi als Team gegen den Krankheitserreger. (2)

Welche Ursachen haben zu hohe Leukozyten?

Generell werden zu viele Leukozyten im Blut fachsprachlich als Leukozytose bezeichnet. Ist der Wert der Leukozyten zu hoch, ist das nicht automatisch etwas schlechtes. Meistens sind Viren oder Bakterien im Körper die Ursache dafür. Ist dies der Fall, steigert der Körper automatisch den Leukozyten Anteil, um diese Erreger abzuwehren.

Das ist sogar wünschenswert, denn so wird der Körper vor Krankheiten geschützt. Ist der Entzündungsherd neutralisiert, also wurden alle Bakterien „bekämpft“, sinkt der Leukozytenwert automatisch wieder.

Allerdings sollte der Wert nach einiger Zeit geprüft werden, um sicher zu gehen, dass die Produktion der Leukozyten gestoppt wurde.

Bleibt der Wert der Leukozyten weiterhin hoch, sollten weitere Untersuchungen stattfinden, um die Ursache dafür herauszufinden. Folgende Fälle könnten Ursachen sein, wenn der Wert langfristig zu hoch ist:

  • Infektionen & Entzündungen (3)
  • Leukämie (Krebs) (4)
  • Rheuma (5)
  • während der Schwangerschaft (6)
  • Rauchen (7)
  • Blinddarmentzündung (Appendizitis) (8)
  • Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) (8)
  • bei starker sportliche Betätigung (9)
  • aufgrund von Medikamenten, z.B. kortisonhaltige Präparate oder Medikamenten gegen Epilepsie

Was ist der optimale Leukozyten Wert?

Der optimale Leukozyten – Normalwert liegt zwischen 4.000 bis 11.000 pro Mikroliter im Blut, bei Männern und Frauen. Bei Kindern oder während einer Schwangerschaft kann dieser Wert jedoch deutlich erhöht sein, ohne dass eine Erkarkung vorliegt. So kann der Wert sogar bis zu 34.000 Zellen pro Mikroliter im Blut betragen.

Wichtig ist, dass es mehrere Arten an Leukozyten im Blut gibt, dessen Menge anhand des Differantialblutbildes bestimmt werden können.  (10)
Dabei gelten folgende Normwerte:

Differnentialblutbild Blutwerte der Leukozyten
Granulozyten Stabkernige neutrophile Granulozyten: 3 – 5 %,
Segmentkernige neutrophile Granulozyten: 50 – 70 %,
Eosinophile Granulozyten: 1 – 4 %,
Basophile Granulozyten: 0 – 1 %
Monozyten 3 – 7 %
Lymphozyten 25 – 45 %

Ab wann sind zu hohe Leukozyten gefährlich?

Wichtig zu wissen ist, dass eine erhöhte Anzahl an Leukozyten noch nichts über eine zugrunde liegende Krankheit aussagt. Wie bereits erwähnt, weist ein erhöhter Leukozyten Wert meist auf eine Infektion oder Entzündung hin und es ist sogar gut, wenn der Körper mehr Leukozyten produziert um diese zu bekämpfen.

Ist die Zahl der Leukozyten leicht erhöht, ohne jegliche Ursache, spricht man von einer idiomatischen Leukozytose. Bleibt der Wert der Leukozyten allerdings für längere Zeit zu hoch, sollten weitere Untersuchungen folgen und die Ursache herausgefunden werden.

Ein dauerhaft stark erhöhter Leukozyten Wert kann gefährliche Ursachen haben.

Bei stark erhöhten Werten kann ein DNA Defekt des Knochenmarks der Grund dafür sein, dass falsche Informationen an die Leukozyten geliefert werden. So werden Leukozyten produziert, ohne dass eine Erkrankung oder Entzündung besteht. In diesem Fall spricht man von Blutkrebs, fachsprachlich Leukämie bzw. „myeloproliferativen Neoplasien“. (10)

Wird eine gewisse Grenze der Anzahl an Blutkörperchen überschritten, kann ein Risiko für Thrombosen oder Schlaganfällen bestehen. Außerdem können sogenannte Blasten (unreife Leukozyten) im Blut, ein Anzeichen für Leukämie sein. Dies sollte immer mit einem Facharzt besprochen werden. (11)

Welche Auswirkungen hat ein zu niedriger Leukozyten Wert?

Es kann auch sein, dass sich zu wenige Leukozyten im Blut befinden. Dann spricht man von einer Leukopenie oder auch Leukozytopenie. Es kommt oft vor, dass bloß die Anzahl der Granulozytenanzahl verringert ist, während die Anzahl der anderen Leukozyten im Normalbereich liegen. (10)

Der Körper verfügt über eine Art Leukozyten Speicher. Deshalb wird eine mögliche Leukopenie erst nach einigen Tagen bemerkt. Bei einem Wert unter 2.000 Leukozyten besteht Infektionsgefahr. Ist der Blutspiegel der Leukozyten zu niedrig, kann das folgende Gründe haben:

  • jegliche Infektionen, wie Grippe, Masern, Röteln usw.
  • Autoimmunerkrankungen
  • Chemotherapie oder Bestrahlung
  • Erkrankungen, die durch eine gestörte Leukozyten Bildung hervorgerufen werden, wie z.B. Vitamin B12 Mangel (12, 13)

Wie wird die Diagnose Leukozyten zu hoch festgestellt und wann ist diese notwendig?

Allein die Anzahl aller Leukozyten ist wenig aussagekräftig. Bei einer Diagnose wird immer das Differentialblutbild untersucht. Hierbei kann genau festgestellt werden, welche Zellart für die Erhöhung der Leukozyten verantwortlich ist. (3)

Bei folgenden Fällen, ordnet ein Arzt meist eine Bestimmung der Leukozyten an:

  • Bei Verdacht auf Infektionen, Entzündungen oder Vergiftungen (z.B. anhaltenden Fieber)
  • Blutarmut (Anämie)
  • Verdacht auf Leukämie
  • Vor- sowie nach einer Chemotherapie
  • nach bestimmten medikamentösen Therapien, die den Leukozyten Wert verändern können
  • nach Infarkten oder Verbrennungen
  • zur Kontrolle eines bestimmten Krankheitsverlaufes
  • bei Autoimmunkrankheiten

Eine zweite Möglichkeit die Leukozytenzahl zu bestimmten, ist mit dem Urin. So kann beispielsweise ein Harnwegsinfekt diagnostiziert werden. Die Anzahl der weißen Blutkörperchen im Urin kann durch eine genaue Untersuchung mit dem Mikroskop bestimmt werden. (10)

Welche Symptome treten bei zu hohen Leukozyten auf?

Generelle Symptome für Erkrankungen und Entzündungen wie Fieber, Müdigkeit, Erschöpfung, Gelenkschmerzen usw. sind folgedessen auch Symptome für zu hohe Leukozyten.

Eine gefährliche Ursache für zu hohe Leukozyten kann jedoch auch Leukämie sein. Hier solltest du beim langfristigen Auftreten folgender Symptome aufmerksam werden: (14)

  • auffällige und anhaltende Hautblässe, Hautveränderungen, Juckreiz
  • starke Infektionen und Fieber
  • Blutarmut, Atemnot
  • ständige Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Schwindelanfälle
  • Nachtschweiß
  • Knochenschmerzen
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Vergrößerte Milz und Leber

Was bedeuten zu hohe Leukozyten bei Babys und Kindern?

Es ist normal, dass die Leukozyten Werte bei Babys und Kindern höher sind als bei Erwachsenen. Bei Neugeborenen können bis zu 30.000 Leukozyten pro Mikroliter im Blut vorhanden sein und bei Schulkindern bis zu 13.500.

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Im Labor werden die Blutzellen genau untersucht und eine Diagnose gestellt.(Bilderquelle: National Cancer Institute / Unsplash)

Minimal höherer Werte können schon allein durch den Stress der Kinder während einer Blutabnahme entstehen. Sind die Werte allerdings dauerhaft und stark höher sollte dies genauer untersucht werden.

Was ist der Unterschied zwischen Leukozyten, Thrombozyten und Erythrozyten?

Generell besteht das Blut etwa zur Hälfte aus Blutplasma und zur anderen Hälfte aus Zellen, den sogeannnn Blutkörperchen.

Das Blutplasma ist eine gelbliche Flüssigkeit, die sich hauptsächlich aus Wasser und verschiedenen Eiweißen zusammensetzt. Bei den Blutkörperchen werden 3 Arten unterscheiden:

1. Erythrozyten

Das sind die roten Blutkörperchen, die rund 99 % aller Zellen ausmachen. Deren Hauptaufgabe ist es, Sauerstoff durch die Blutgefäße in die Organe und das Gewebe des Körpers zu transportieren. Der Blutfarbstoff, auch Hämoglobin genannt sorgt für die rote Farbe.

Ist dieser nicht ausreichend vorhanden, spricht man von einer Blutarmut, fachsprachlich Anämie. Aus diesem Grund haben Menschen die darunter leiden oft blasse Haut und leiden aufgrund der zu geringen Sauerstoffversorgung an Müdigkeit, Schwäche, Luftnot oder Kopfschmerzen.

2. Leukozyten

Wie bereits erwähnt handelt es sich hierbei um die weißen Blutplättchen, die für das Erkennen und Bekämpfen von Krankheitserregern zuständig sind. Sie machen lediglich 1 % aus, und sind aufgrund des fehlenden Blutfarbstoffs weiß. Restliche Informationen wurden bereits weiter oben im Artikel erklärt

3. Thrombozyten

Dies sind die Blutplättchen, die vereinfacht gesagt dafür sorgen, dass eine Wunde wieder heilt. Sie spielen also eine lebensnotwendige Rolle bei der Blutgerinnung und Butstillung. Binnen kürzester Zeit dichten Blutplättchen die Wände der Blutgefäße ab, sodass die Blutung gestoppt wird.

Sind zu wenige Thrombozyten im Blut enthalten, leiden Betroffene oft an leichtem Nasen- oder Zahnfleischbluten und bekommen sehr schnell blaue Flecken.

Leukozyten zu hoch: Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung

Es gibt einige Behandlungen, die bei einer erhöhten Anzahl an Leukozyten helfen können, wenn es sich um eine akute Erkrankung handelt. Dies kommt aber auf die jeweilige Ursache der Leukozytenerhöhung und Art der Erkrankung an.

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Die roten Blutzellen, auch Erythrozyten genannt machen rund 99 % aller Blutzellen aus und versorgen den Körper mit Sauerstoff. (Bilderquelle: Arek Toscha / Pixabay)

Es gibt aber auch einige Maßnahmen, mit denen du zu hohe oder zu niedrige Leukozyten vorbeugen kannst. Natürlich sind diese auch individuell von jedem Körper abhängig.

Gesunder Lebensstil

Eine Art der Selbstvorsorge ist ein gesunder Lebensstil, denn dadurch können jegliche Krankheiten vorgebeugt werden. So gibt es einige Faktoren, die du beachten solltest, um deinen Körper bestmöglich vor Erregern zu schützen.

  • Gesunde Ernährung: Es ist wichtig, den Körper mit ausreichend Nährstoffen und Vitaminen zu versorgen, damit eine optimale Versorgung des Körpers ermöglicht wird.
  • Vermeidung von Rauchen: Durch Rauchen wird vor allem die Lunge geschädigt, wodurch der Körper mehr Leukozyten produziert. Es gibt Studien, die beweisen, dass rauchende Menschen eine höhere Leukozytenanzahl im Blut haben. (15)
  • Sport: Regelmäßiger Sport hilft dabei fit zu bleiben und den Körper in Form zu halten. Die folgende Studie zeigt, dass Menschen mit höherem Fettanteil auch eine erhöhte Anzahl an Leukozyten im Körper haben. (16)
  • Vermeidung von Stress: Allein durch zu viel Stress, kann der Körper mehr Leukozyten produzieren, weil er denkt, dass es eine „Bedrohung“ gibt. Vermeide also Stresssituationen und gönne dem Körper die notwendige Regeneration.
  • Vermeidung von Infektionen: Sowohl durch Viren oder Bakterien, als auch aufgrund einer offenen Wunde, können Krankheitserreger in den Körper eindringen. Der Körper reagiert damit mit einer Entzündung und das Immunsystem ist angeschlagen.

Regelmäßige Blutuntersuchung

Eine wichtige Rolle spielen regelmäßige Blutuntersuchungen. Eine routinemäßige Blutuntersuchung pro Jahr ist dabei empfehlenswert. Natürlich ist dies auch eine Möglichkeit, Krankheiten frühzeitig zu diagnostizieren.

Anhand verschiedener Blutwerte können gut Rückschlüsse auf die Funktionen der Organe gezogen werden. Bei einer Blutuntersuchung wird meist venöses Blut abgenommen, wobei ein paar Topfen in Normalfällen schon ausreichen.

Regelmäßige Blutuntersuchungen sind eine gute Möglichkeit, um Krankheiten früh zu erkennen.

Anschließend werden die Blutzellen und die Flüssigkeit (Blutplasma) in der sie schwimmen voneinander getrennt. Durch eine Blutzellbestimmung, werden die verschiedenen Zellen genau untersucht.

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Routine Blutuntersuchungen und die Erstellung eines Blutbildes einmal jährlich sind empfehlenswert.
(Bilderquelle: Robert De La Rosa / Pixabay)

Eine Blutuntersuchung birgt keine Risiken. Das einzige, dass du beachten solltest ist, dass du nüchtern bist. Das bedeutet, dass du 8 – 12 Stunden vor der Blutabnahme nichts essen solltest.

Medikamentöse Therapie

Ist die Ursache für zu hohe Leukozyten eine Erkrankung, gibt es medikamentöse Therapien. Bei der Diagnose Leukämie, gibt es folgende Möglichkeiten, diese zu bekämpfen:

  1. Chemotherapie: Dies ist die wichtigste Methode bei akutem Blutkrebs. Der Patient erhält Medikamente, sogenannte Zytostatika, die das Wachstum von Krebszellen verhindern sollen. Diese Medikamente werden entweder als Fusion oder in Form von Tabletten in einem bestimmten Zyklus eingenommen. Die gesamte Therapie erstreckt sich über mehrere Phasen.
  2. Bestrahlung: Diese Behandlung ist eher für Patienten mit Akuter lymphatischer Leukämie (ALL) geeignet. Die Bestrahlung erfolgt zusätzlich zur Chemotherapie und dabei wird vorbeugend der Kopf bestrahlt, um die Krebszellen im Gehirn „abzutöten“.
  3. Stammzellentransplantion: Dies kann ebenfalls Teil der Behandlung von Leukämie sein. Die Stammzellen, sind die sogenannten Mutterzellen, aus denen alle Blutzellen entstehen. Nach der Zerstörung aller Krebszellen durch eine Chemotherapie, werden dem Patienten gesunde Stammzellen transplantiert, die neue und gesunde Zellen produzieren sollen.

Dies ist nur eine kleine Zusammenfassung einiger Behandlungsmöglichkeiten. Jeder Körper reagiert individuell auf die Behandlung. Es kommt sehr stark auf das Stadium des Krebs an und wie weit dieser bereits fortgeschritten ist. Solltest du einen Verdacht auf Leukämie haben, spreche dies unbedingt mit deinem Arzt ab. (17)

Fazit

Zusammengefasst, handelt es sich bei Leukozyten um Zellen, die für das Bekämpfen und Erkennen von Krankheitserregern verantwortlich sind. Der Wert der Leukozyten kann sowohl zu niedrig als auch zu hoch sein. Ist der Wert kurzzeitig zu hoch kann dies daran liegen, dass der Körper gerade eine Entzündung oder Erkrankung bekämpft hat. Das ist vollkommen normal und sogar wünschenswert, um den Körper gesund zu halten.

Sind die Leukozyten jedoch langfristig zu hoch, sollte eine Untersuchung stattfinden, denn eine gefährliche Krankheit kann die Ursache hierfür sein. Zur Vorbeugung jeglicher Krankheiten ist ein gesunder Lebensstil, wie etwa regelmäßiger Sport, Vermeidung von Stress und Rauchen sowie eine gesunde Ernährung wichtig. Eine routinemäßige Blutuntersuchung, um frühzeitige Krankheiten zu diagnostizieren, ist empfehlenswert.

Bildquelle: 123rf / royaltystockphoto

Einzelnachweise (17)

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2. Ken S. et al. (2006): Effects of two types of inactivity on the number of white blood cells in rats. 98(6): 590-600. doi: 10.1007/s00421-006-0306-6.
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3. Lyrad K R. Jedda R. (2015): Evaluation of Patients with Leukocytosis. 92(11):1004-11.
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4. D S Chabot-Richards. T I George. (2014): Leukocytosis. 36(3): 279-88. doi: 10.1111/ijlh.12212.
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5. Samuel J S R. Michelle S B. William H R. (2019): cell checkpoints in autoimmune rheumatic diseases. 5(5):303-315. doi: 10.1038/s41584-019-0211-0.
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6. Songsong Lu Man Han. Dapeng W. (2019): Reference Intervals for Urine Sediment Analysis of Healthy Pregnant Women. 1;65(9). doi: 10.7754/Clin.Lab.2019.181234.
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7. J Sunyer et al. (1996): Longitudinal relation between smoking and white blood cells. Oct 15;144(8):734-41.
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8. Charles-Eric Lavoignet et al. (2019): White blood cell count and eosinopenia as valuable tools for the diagnosis of bacterial infections in the ED. Aug: 38(8):1523-1532. doi: 10.1007/s10096-019-03583-2.
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9. F Seneczko. (1983): White blood cell count and adherence in sportsmen and non-training subjects. 34(5-6):601-10.
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10. Andrea F. Eva R.M. (2017): Leukozyten.
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11. D S Chabot-Richards. T I George. (2014): Leukocytosis. 36(3): 279-88. doi: 10.1111/ijlh.12212.
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12. M J Bargetzi. (2006): [Leukopenia/neutropenia]. 63(1):78-82. doi: 10.1024/0040-5930.63.1.78.
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13. Andrea R. Martina F. (2017): L
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14. Maria Niki Aigyptiadou. (2017): Leukämie: Warum sind die Leukozytenwerte erhöht? Was nun?
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15. Thatianne Moreira Silva Oliveira et al. (2014): [Nutritional status, metabolic changes and white blood cells in adolescents]. 32(4):351-9. doi: 10.1590/S0103-05822014000400011.
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16. Thatianne Moreira Silva Oliveira et al. (2014): [Nutritional status, metabolic changes and white blood cells in adolescents]. 32(4): 351-9. doi: 10.1590/S0103-05822014000400011.
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17. Christina T. Martina F. (2018): Leukämie.
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Warum kannst du mir vertrauen?

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Christina T. Martina F. (2018): Leukämie.
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