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Der stechende Schmerz in Wade, Fuß oder Zeh. Er ist oftmals eine Erscheinung von Sportlern nach anstrengenden Trainingseinheiten. Aber Krämpfe können auch aufgrund vieler anderer Dinge auftreten. Auch wenn Krämpfe im Bein meist nur von kurzer Dauer sind, schmerzen sie und sind ungebetene Gäste. Es ist verständlich, dass man sie so schnell wie möglich loswerden oder gar vermeiden will. Doch was hilft gegen Krämpfe im Bein und wie kannst du gegen sie vorbeugen?

In diesem Artikel beantworten wir dir alle wichtigem Fragen zu Krämpfen im Bein und was du dagegen tun kannst. Neben vielen wichtigen Informationen haben wir auch 5 nützliche Tipps und Tricks für dich um dem Krampf im Bein den Kampf anzusagen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Krämpfe im Bein haben neben muskulärer Überbelastung auch noch weitere Ursachen wie das Ungleichgewicht des Elektrolythaushaltes und andere Krankheiten, welche Krämpfe als Symptome aufzeigen können.
  • Durch die richtige Ernährung, ausreichendes Trinken und das Vermeiden von Überbelastung des Körpers kannst du Krämpfe im Bein vermeiden.
  • Wärme, Massagen und Dehnungen sind schnelle Abhilfen bei Krämpfen. Aber auch andere Lösungen können dir helfen keine Krämpfe mehr im Bein zu bekommen.

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Definition: Was sind Krämpfe im Bein?

Krämpfe im Bein entstehen durch das plötzliche und schmerzhafte zusammenziehen der Muskulatur. Dies kann nach deutlicher Belastung aber auch im Schlaf auftreten und ist meist nach geraumer Zeit wieder vorbei (1). Sie sind prinzipiell harmlos und mit einer Massage oder Dehnung zu lösen . Krämpfe im Allgemeinen werden medizinisch folgendermaßen kategorisiert:

  • Paraphysiologische Krämpfe: Diese treten gelegentlich nach körperlicher Belastung oder auch in der Schwangerschaft auf und haben meist einen ungleichen Elektrolythaushalt als Ursache.
  • Idiopathische Krämpfe: Diese Art von Krämpfen treten ohne erkennbares Muster oder Ursache auf. Sie können ganz einfach genetische Veranlagung sein oder auch auf eine Krankheit wie der Zuckerkrankheit diabetes mellitus hindeuten. Solltest du häufig an Krämpfen leiden empfiehlt es sich mit einem Arzt zu sprechen.
  • Symptomatische Krämpfe: Hier treten die Krämpfe als Begleitsymptom verschiedener anderer Erkrankungen auf wie zum Beispiel der Erkrankung des Nervensystems, des Stoffwechsels oder der Muskeln. Auch Vergiftungen, psychiatrische Auffälligkeiten oder Medikamente können Krämpfe verursachen.

Krämpfe im Bein können in verschiedenen Bereichen auftauchen. Sowohl im Oberschenkel und Unterschenkel, der Wade, dem Fuß oder den Zehen sind Verkrampfungen der Muskeln möglich, welche sich als Krämpfe bemerkbar machen.

Hintergründe: Was du über Krämpfe im Bein wissen solltest

Bevor wir dir hilfreiche Tipps geben, was du im Falle eines Krampfes machen kannst haben wir dir alle wichtigen Hintergrundinformationen zusammen gestellt, die im Zusammenhang mit Krämpfen im Bein von Bedeutung sind.

Die häufigsten gestellten Fragen zu Krämpfen in den Beinen sollen dir einen guten Überblick über alles Wissenswerte liefern.

Welche Ursachen haben Krämpfe im Bein?

Die Ursachen für Krämpfe im Bein können vielseitig sein. Sie können nach Überlastung zu einem willkürlichen zusammenziehen der Muskeln führen oder auch die Erscheinung einer Krankheit sein oder einem Ungleichgewicht im Elektrolyt- oder Hormonhaushalt.

  •  Störung des Elektrolyt- und Wasserhaushalt: Ist der Körper mit zu wenig Flüssigkeit versorgt und infolgedessen dehydriert, ist der Mineralsalzhaushalt nicht ausgewogen und die Erregbarkeit der Muskelfasern ist gestört. Dadurch kommt es zu willkürlichen Anspannungen der Muskeln im Beinbereich. Aber auch ein Magnesiummangel oder Defizite in anderen Elektrolytparametern wie Kalzium, Kalium und Natrium führt zu Krämpfen im Bein. Sie sind Folge einer einseitigen Ernährung, Alkoholismus, Darm- und Nierenerkrankungen oder innerhalb der Schwangerschaft, wenn der Magnesiumbedarf höher ist als sonst.
  • Störung des Hormonhaushalts: Auch ein Ungleichgewicht der Hormone kann Krämpfe im Bein hervorrufen. Mögliche betroffene Hormone sind eine Unterfunktion der Schilddrüse oder Nebenschilddrüse, Diabetes mellitus, eine Nebennierenrindenerkrankung oder Nierenerkrankung. Die Krämpfe im Bein sind hierbei immer Folge des Ungleichgewichts der Elektrolyte welche durch eine falsche Konzentration und den damit verbundenen ungleichgewichtigen Wasserhaushalt Verkrampfungen verursachen.
  • Muskelkrankheiten: Myopathien sind allgemeine Erkrankungen der Muskeln, welche genetisch veranlagt, entzündlich, hormonell oder durch den Mangel von Vitamin-C bedingt auftreten können. Typische Symptome sind Muskelkrämpfe oder eine allgemeine Schwachheit der Muskeln( (2).
  • Krankheiten des Nervensystems: Die Schädigung der Nerven führt zur erschwerten oder falschen Übertragung der Signale an die Muskeln ((3). Es kommt zu Verkrampfungen. Durch die falschen Signale der Muskelrezeptoren, Muskelspindeln genannt, werden Muskelanspannungen nicht mehr entspannt und die Verkrampfung der Muskeln führt zum Krampf im Bein.
  • Medikamente: Eine Reihe an Medikamenten können zu Krämpfen im Bein führen (4). Im Cholesterinsenker kann der Wirkstoff Fenofibrat zu Krämpfen führen. Aber auch Tabletten gegen Bluthochdruck, hormonelle Verhütungsmittel oder andere Hormonpräparate verursachen Krämpfe. Insulin und andere Wirkstoffe sowie Asthmasprays und Chemotherapeutika erzeugen Verkrampfungen der Muskeln.
  • Überbelastung: Eine übermäßige Belastung beim Sport kann ebenfalls zu Krämpfen im Bein führen da eine Überbeanspruchung des Muskels verursacht wurde (5).
  • Muskelverkürzung: Auch bei einer Unterbelastung sind Krämpfe im Bein keine Seltenheit. Durch die fehlende Bewegung und Beanspruchung verkürzen sich die Muskeln, was wieder rum Krämpfe verursachen kann. Dies ist vor allem im Alter erkennbar (6).

Krämpfe im Bein können also viele Ursachen haben. Einige von ihnen sind harmlos und lassen sich durch mehr Aufnahme von Wasser oder Mineralsalzen beheben. Andere deuten wieder rum auf Krankheiten hin und sind Begleiterscheinungen. Solltest du häufiger an Krämpfen im Bein klagen, solltest du die Ursache dieser Symptome mit deinem Arzt besprechen.

Wo können Krämpfe im Bein auftreten?

Krämpfe im Bein können sowohl im ganzen Bein oder nur Teilen davon auftreten.Der wohl häufigste betroffene Bereich ist die Wade. Aber auch der Oberschenkel kann betroffen seien. Ebenso treten Krämpfe im Fuß oder den Zehen auf.

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Krämpfe können im kompletten Bein auftreten, am häufigsten sind Krämpfe in der Wade. (Bildquellen: Nino Liverani / unsplash)

Meist treten die Krämpfe einseitig auf, aber auch ein Verkrampfung beider Beine zur selben Zeit ist natürlich möglich.

Bei wem können Krämpfe im Bein auftreten?

Prinzipiell können Krämpfe im Bein bei jedem auftreten.

Häufigste Ursachen ist den meisten Fällen eine Überbelastung der Muskulatur oder ein Ungleichgewicht der Elektrolyte.

Vor allem Sportler können nach einem intensiven Training und Beanspruchung der Muskeln Gefahr laufen Krämpfe im Bein zu verspüren. Durch das viele Schwitzen gerät außerdem der Wasserhaushalt ins Ungleichgewicht und so auch der Elektrolythaushalt.

Während der Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt und auch der Bedarf an Mineralsalzen. Nicht selten kommt es deshalb während der Schwangerschaft zu Krämpfen, auch im Beinbereich.

Können Krämpfe im Bein gefährlich werden?

Meist sind Krämpfe im Bein nach kurzer Zeit wieder verschwunden und können mit einer Massage oder Dehnung aufgelöst werden.

Krämpfe jeglicher Art sind im Gegensatz zu epileptischen Anfällen nicht gefährlich.

Sollten die Krämpfe allerdings auffällig häufig auftreten und Tagesablauf und Nachruhe stören solltest du dich an einen Arzt wenden, um der Ursache der Krämpfe auf den Grund zu gehen.

Welche Lebensmittel können Krämpfe im Bein auslösen?

Es gibt Lebensmittel die eher zu Krämpfen führen als andere. Hierbei sind es aber die Mineralstoffe die wir mit den Lebensmitteln zu uns nehmen und zu einem Ungleichgewicht des Elektrolythaushalts führen und infolgedessen Krämpfe verursachen.

So können große Mengen von Spinat, Mangold und Rhabarber durch die enthaltene Oxalsäure zu Krämpfen führen. Sie verschlechtert die Kalciumaufnahme in dem sich dieses mit der Säure verbindet und dadurch nicht mehr vom Körper aufgenommen werden kann. Das gestörte Elektrolytgleichgewicht führt zum Krampf im Bein. Dies ist aber nur bei unnatürlich hoher Menge, die verzehrt wird. In kleineren Mengen kommt dies nicht so schnell vor.

Welche Medikamente können Krämpfe im Bein auslösen?

Besonders hoch ist die Wahrscheinlichkeit bei Medikamenten die entwässernd wirken. Hierbei wird derselbe Effekt herbeigeführt, wie bei starken Schwitzen, einem Ungleichgewicht der Elektrolyte oder der Veränderung des Hormonhaushalts. Die Mineralsalze kommen nicht mehr gleichmäßig im Körper vor und verursachen dadurch eine Übererregbarkeit der Muskeln. Es gibt Medikamente die häufig und welche die selten Muskelkrämpfe verursachen können, hier eine Auflistung (4).

Nebenwirkung Medikamente
Häufig
  • Antidepressiva und einige Psychopharmaka
  • Lithium ein Medikament der Gruppe von Antipsychotika
  • Donezepil zur Anwendung gegen leichte Vergesslichkeit
  • Medikamente gegen Parkinson wie Levodopa/Carbidopa
  • Diuretika ein harntreibendes Medikament
  • Asthma Medikamente
  • Cholesterinhemmer
  • Koffein
  • Alkohol
Selten
  • Cholesterinsenker
  • einige Östrogene
  • Kalziumantagonisten
  • Betablocker vor allem mit intrinsischer (sympathikomimetischer) Restaktivität
  • ACE-Hemmer zur Gefäßerweiterung

Eine genaue Auflistung der Nebenwirkungen eines Medikaments findest du auf dem Beipackzettel. Informiere dich konkret über die Nebenwirkungen deiner Medikamente und bespreche dich mit deinem Arzt, falls du über Krämpfe klagst und gleichzeitig medikativ therapiert wirst.

Was kann ich gegen Krämpfe im Bein tun?

Hierbei kannst du einerseits Krämpfe vorbeugen oder aktiv bei Krämpfen dagegenwirken. Prinzipiell gilt es bei der Vorbeugung die Ursache zu vermeiden, die zu den Krämpfen führt. Trinke also ausreichend und vermeide Dehydrierung und verursache dadurch kein Ungleichgewicht der Elektrolyte. Auch eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, um den Körper mit allen wichtigen Mineralsalzen zu versorgen.

Da Krämpfe im Bein auch durch Überlastung oder Unterbelastung entstehen können, mute deinem Körper nicht zu hohe Belastung zu und versuche auch bei geringer Aktivität dennoch in Bewegung zu bleiben, um keine Verkürzung der Muskeln zu verursachen.

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Das dehnen entspannt den krampfenden Muskel und sorgt schnell für Linderung. (Bildquellen: LYFE Fuel / unsplash)

Solltest du einen Krampf im Bein haben, ist die wohl schnellste Möglichkeit die Linderung verursacht eine Massage oder das betroffene Körperteil zu dehnen (7). Entspanne dich und lasse die Muskeln so gut es geht locker, um der Anspannung entgegenzuwirken. Nach einigen Momenten sollte der Krampf verschwinden.

Welche Hausmittel helfen gegen Krämpfe im Bein?

Wie bereits erwähnt ist die schnellste Hilfe gegen Krämpfe im Bein eine Massage oder das Dehnen der betroffenen Körperstelle (7). Allerdings gibt es auch einige Hausmittel die gegen Krämpfe helfen können, die wir euch nun vorstellen wollen.

Hausmittel Anwendung / Wirkung
Magnesium Ist ein weit verbreiteter Tipp zur Behandlung von Krämpfen. Häufig sind bei der Einnahme hierfür aber höhere Dosen notwendig, was wieder rum zu Beschwerden im Magen-Darm Bereich führen kann. Außerdem ist nicht bewiesen, dass die Einnahme von Magnesium außerhalb der Schwangerschaft eine sichere Wirkung hat (8).
Wärme Mit einer Wärmflasche oder Badewanne kannst du die betroffenen Muskeln wärmen. Durch die Wärme soll eine Entspannung der Muskeln hervorgerufen werden und der Krampf somit verschwinden.
Kälte Sie ist nach dem Verschwinden des Krampfes ein weiterverbreiteter Ratschlag, wickele die betroffene Stelle mit einem kühlen Tuch ein.
Dehydrierung vermeiden Trinke genug, um den Körper mit Wasser zu versorgen. Dein Ziel sollten 2 bis 3 Liter am Tag sein.
Mandeln Der Verzehr von Mandeln, welche viele Mineralstoffe enthalten, versorgt den Körper mit ausreichend Nährstoffen und Mineralien.
Bittersalz-Bad Lasse dir eine Wanne mit zwei Tassen Bittersalz ein und bade um die 20 Minuten. Das enthaltene Magnesium dient dem Elektrolythaushalt und beugt so Muskelkrämpfe vor.

Eine Reihe an Hausmitteln stehen dir also zur Verfügung, wenn du Abhilfe gegen Krämpfe im Bein suchst. Welches für dich am effektivsten ist wirst du nach einigen Versuchen herausfinden.

Wann sollte ich mit Krämpfen im Bein einen Arzt aufsuchen?

Wenn du mit kleinen Abhilfen nichts gegen deine Krämpfe tun kannst und dein Tagesablauf und Nachtruhe gestört wird, solltest du auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen. Sind die Krämpfe auch mit großen Schmerzen verbunden oder dauern besonders lange an ist ein Arztbesuch ratsam.

Wende dich an deinen Arzt, er kann dir die Ursache und eine mögliche Behandlung genauer erklären. Eventuell wird hierbei auch eine Krankheit diagnostiziert, welche dadurch entdeckt wird und die ebenfalls behandelt werden sollte.

Wie kann ich Krämpfe im Bein verhindern?

Herrscht ein Gleichgewicht der Elektrolyte im Körper kommt es zu keinen unkontrollierten Muskelanspannungen und die Krämpfe im Bein bleiben fern.

Eine Versorgung des Körpers mit genügend Mineralien und Wasser ist also essentiell und von hoher Bedeutung um Krämpfe vorzubeugen. Solltest du regelmäßig Medikamente einnehmen, können auch diese die Ursache sein. Hierfür solltest du am besten mit deinem Arzt sprechen.

Was kann ich gegen Krämpfe im Bein beim Sport tun?

Da Krämpfe durch eine Überbelastung der Muskeln hervorgerufen wird, solltest du beim Sport auf deinen Körper hören und ihn nicht überbelasten (9). Bei übermäßiger Belastung werden die Muskeln zu sehr beansprucht und es kommt zu Krämpfen.

Dehne deinen Körper und besonders die Beine sorgfältig nach dem Sport um so eine Mobilisation der Muskelgruppen zu erreichen.

Krämpfe im Bein: Die besten Tipps & Tricks gegen Krämpfe im Bein

Krämpfe im Bein können also verschiedene Ursachen haben und mit einigen Dingen zusammenhängen. Wie du im Ernstfall am schnellsten und besten gegen Krämpfe im Bein vorgehst wollen wir dir im Anschluss mit 5 Tipps und Tricks eine Handvoll Ratschläge mitgeben um Krämpfe im Bein loszuwerden.

Sofort-Hilfe bei Krämpfen im Beim

Solltest du unter einem Krampf im Bein leiden gibt es zwei Möglichkeiten diese schnell loszuwerden. In jedem Fall ist es wichtig, dass du deine aktuelle Tätigkeit stoppst und zum Beispiel beim Sport nicht weiter machst.

Du kannst für Entspannung durch eine Massage oder Dehnen der Muskelgruppe sorgen.

Massiere hierfür leicht die Muskeln im Bein, je nachdem wo der Krampf auftritt. Drücke nicht zu fest sonst verursachst du dir nur unnötig mehr Schmerzen. Mit Ruhe und Gelassenheit wird dir die Massage schnell Erleichterung bringen. Du kannst dich dafür auch über eine Faszienrolle oder einen Tennisball rollen. Außerdem hilft das Dehnen des Beines.

Das vorsichtige Dehnen des Beindes aktiviert den Gegenspieler Muskel, den Antagonisten der krampfenden Muskulatur. Dadurch wird der krampfende Muskel gedehnt und eine Entspannung der Muskelgruppe verursacht. Halte die Dehnung für 20 bis 60 Sekunden und löse sie langsam wieder.

Elektrolyt- und Wasserhaushalt im Gleichgewicht halten

Das Ungleichgewicht im Körper sorgt für eine Übererregbarkeit der Muskeln. Dadurch kommt es schneller zu willkürlichen Anspannungen der Muskeln und den damit einhergehenden Krämpfen im Bein.

Elektrolyte

Dein Elektrolythaushalt besteht aus wichtigen Mineralien, die dein Körper aus Lebensmitteln und Flüssigkeit zieht. Ist dieser durch einseitige Ernährung, Dehydrierung oder eine Veränderung im Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht gebracht, kann es zu Krämpfen kommen.

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Ein Gleichgewicht des Elektrolythaushaltes verhindert willkürliches verkrampfen der Muskeln. (Bildquellen: Markus Winkler / unsplash)

Versorge deinen Körper also immer mit genügend Mineralien wie Magnesium, Kalium und Kalzium. Vermeide schädliche Lebensmittel, welche wenige Mineralien enthalten oder die Aufnahme dieser behindern (10). Gut für deinen Elektrolythaushalt sind Mandeln, Getreide, Trockenfrüchte und andere Nüsse. Aber auch Zartbitterschokolade hat einen relativ hohen Anteil an Magnesium. Vermeide hingegen große Mengen an Rhababer, Mangold und Spinat.

Durch eine Veränderung des Hormonhaushalts, wie etwa in der Schwangerschaft, verändert sich der Bedarf. Achte auf deinen Körper und Veränderungen und sprich mit deinem Arzt wann dein Bedarf eventuell nicht richtig gedeckt wird und bei welchen Mineralien eine Unterversorgung herrscht.

Wasser

Da der Wasserhaushalt einen gravierenden Einfluss auf den Elektrolythaushalt hat, ist es ebenfalls wichtig genug zu trinken. Durch das Dehydrieren des Körpers können die Mineralien nicht mehr aufgenommen und ausgetauscht werden und ein Ungleichgewicht entsteht.

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Um Dehydrierung zu vermeiden solltest du ausreichend Flüssigkeit zu dir nehmen. (Bildquellen: Chris Ralton / unsplash)

Viel Bewegung oder Medikamente die eine Dehydrierung begünstigen sollten mit ausreichender Flüssigkeitsaufnahme kompensiert werden. Ein Richtwert ist die Aufnahme von 2 bis 3 Liter Wasser am Tag. Du kannst auch Tee oder andere Getränke zu dir nehmen. Vermeide Alkohol, da er das Dehydrieren im Körper fördert.

Solltest du häufiger unter Krämpfen leiden, können krampflösende Teesorten eine Lösung sein. Teesorten wie Lavendel, Rosmarin, Pfefferminz und Zitronenmelisse werden häufig bei Muskelverspannung verzerrt.

Dehnen der Muskulatur

Durch das Dehnen der Muskulatur kannst du dir schnelle Abhilfe bei Krämpfen veranlassen (11).

Das Dehnen aktiviert den Gegenspieler zum krampfenden Muskel.

Da ein Krampf eine willkürliche Verkrampfung der Muskeln ohne Entspannung ist, wird genau diese fehlende Entspannung des Muskels herbeigeführt. Dehne also deine Beine bei akuten Fällen, in denen du einen Krampf hast.

Aber auch das Dehnen vor dem Schlafen gehen sorgt für eine Entspannung der Muskeln und kann eine Lösung sein, wenn du häufig nachts von Krämpfen im Bein überrascht wirst.

Füßbäder

Da die Muskeln die Krämpfe verursachen nicht mehr genug Entspannung finden, verkrampfen diese willkürlich. Abhilfe schafft hier eine regelmäßige Entspannung dieser Muskelgruppen. Durch Füßbäder wirkt die Wärme wohltuend und sorgt für Entspannung. Dies entlastet die Gefäße und entspannt die Muskeln.

Allgemein empfiehlt sich die Behandlung mit Wärme. Du kannst dafür nur ein Fußbad durchführen oder eine komplette Badewanne mit warmen Wasser einlassen. Aber auch Kirschkernkissen oder Wärmflaschen sorgen für Entspannung, falls gerade kein Fußbad möglich sein sollte.

richtiges Schuhwerk wählen

Das richtige Schuhwerk ist wichtig, um den Fuß und Bein die nötige Entspannung zu ermöglichen.

Durch falsches Schuhwerk gerät das Bein in eine Schonhaltung und beansprucht auf eine zu lange Dauer die Muskeln.

Dieser Überbelastung kann zu Krämpfen im Bein und Fuß führen. Wähle also weder zu weite noch zu enge Schuhe mit einem guten Profil und Halt. Um den passenden Schuh zu finden kannst du dich in einem Fachgeschäft beraten lassen, um so keine Gefahr zu laufen, das falsche Modell auszuwählen.

Fazit

Auch wenn Krämpfe im Bein unangenehm sind, dauern sie meist nur kurz an und es gibt einige hilfreiche Tipps, um sie zu beseitigen. Neben der richtigen Ernährung spielt auch die ausreichende Flüssigkeitsaufnahme eine entscheidende Rolle. Du kannst aber auch an Krämpfen als Nebenwirkung von Medikamenten oder einer hormonellen Veränderung leiden. Wer seinen Körper etwa beim Sport zu sehr belastet hat ebenfalls ein höheres Risiko unangenehme Krämpfe im Bein zu verspüren.

Auch wenn Krämpfe nicht wirklich gefährlich werden können, solltest du mit einem Arzt sprechen, wenn du durch die Krämpfe in deinem Tagesablauf und der Nachtruhe gestört wirst. Krämpfe können auch Symptom einer Krankheit wie Diabetes mellitus sein und sollten bei häufigen Auftreten von einem Arzt untersucht werden.

Bild: 123rf.com/ 111676249

Einzelnachweise (11)

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2. McGee SR. Muscle cramps. Arch Intern Med. 1990 Mar;150(3):511-8. PMID: 2178579.
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3. Giuriato G, Pedrinolla A, Schena F, Venturelli M. Muscle cramps: A comparison of the two-leading hypothesis. J Electromyogr Kinesiol. 2018 Aug;41:89-95. doi: 10.1016/j.jelekin.2018.05.006. Epub 2018 May 26. PMID: 29857264.
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4. Der Arzneimittelbrief: Gibt es eine wirksame Therapie bei Muskelkrämpfen in den Beinen?. 2013.
Quelle

5. Schwellnus MP. Muscle cramping in the marathon : aetiology and risk factors. Sports Med. 2007;37(4-5):364-7. doi: 10.2165/00007256-200737040-00023. PMID: 17465609.
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6. Swash M, Czesnik D, de Carvalho M. Muscular cramp: causes and management. Eur J Neurol. 2019 Feb;26(2):214-221. doi: 10.1111/ene.13799. Epub 2018 Sep 19. PMID: 30168894.
Quelle

7. Diener HC, Westphal K. Differenzialdiagnose und Therapie von Muskelkrämpfen (Crampi) [Differential diagnosis and treatment of cramps]. MMW Fortschr Med. 2013 Oct 10;155 Suppl 3:83-6. German. doi: 10.1007/s15006-013-2187-z. PMID: 24930318.
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8. Garrison SR, Allan GM, Sekhon RK, Musini VM, Khan KM. Magnesium for skeletal muscle cramps. Cochrane Database Syst Rev. 2012 Sep 12;2012(9):CD009402. doi: 10.1002/14651858.CD009402.pub2. Update in: Cochrane Database Syst Rev. 2020 Sep 21;9:CD009402. PMID: 22972143; PMCID: PMC7025716.
Quelle

9. Nelson NL, Churilla JR. A narrative review of exercise-associated muscle cramps: Factors that contribute to neuromuscular fatigue and management implications. Muscle Nerve. 2016 Aug;54(2):177-85. doi: 10.1002/mus.25176. Epub 2016 May 27. PMID: 27159592.
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10. Young G. Leg cramps. BMJ Clin Evid. 2015 May 13;2015:1113. PMID: 25970567; PMCID: PMC4429847.
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11. Bentley S. Exercise-induced muscle cramp. Proposed mechanisms and management. Sports Med. 1996 Jun;21(6):409-20. doi: 10.2165/00007256-199621060-00003. PMID: 8784961.
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Warum kannst du mir vertrauen?

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