Willkommen bei unserem großen Infrarotkabine Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Infrarotkabinen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Infrarotkabine zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Infrarotkabine kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesundheitsfördernde Wirkung von Infrarotkabinen ist sowohl präventiver als auch akuter Natur. Bei regelmäßiger Anwendung wird so nicht nur der Körper, sondern auch der Geist gesund geschwitzt.
  • Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei Typen anhand der verbauten Strahler, die jeweils unterschiedlich lange Wellen produzieren. Es gibt Infrarotkabinen mit Keramikstrahlern (BC-Strahlen), Karbonflächenstrahler (C-Strahlen) und Vollspektrumstrahlern (ABC-Strahlen).
  • Außerdem unterscheidet man Infrarotkabinen aufgrund der verarbeiteten Holzsorte, Sonderausstattung und Personenzahl. Letztere ist maßgeblich für Wattleistung und Größe der Kabine.

Infrarotkabine Test: Das Ranking

Platz 1: Home Deluxe – Infrarotkabine – Redsun M – Vollspektrumstrahler

Die Infrarotkabine der Serie Redsun M von Home Deluxe beeindruckt in vielen unabhängigen Tests und wurde zweimal Testsieger. Die hochwertige Wellnesskabine verfügt über sechs Vollspektrumstrahler. Diese sorgen für eine schnelle und effiziente Erwärmung des Innenraums. Die Kabine ist aus edlem Hemlock Tannenholz hergestellt. Durch die außergewöhnlich hohe Dichte ermöglicht dieses Holz eine optimale Wämedämmkapazität. Die Infrarotkabine verfügt über viele Extras wie LED-Strahler zur Farblichttherapie.

Auch Zubehör wie ein FM-Radio und zwei Getränkehalter ist im Lieferumfang enthalten. Die Home Deluxe Redsun M Infrarotkabine hat die Maße 20 x 105 x 190 cm und wiegt 175 kg. Die Anlieferung erfolgt in Elementbauteilen. Der Auf- und Abbau ist dank des patentierten Klickverschluß-Verfahrens denkbar einfach in ein bis zwei Stunden durchzuführen. Für die 1.800 Watt Leistung genügt eine herkömmliche 230 Volt Steckdose. Es wird kein Starkstrom benötigt. Die Saunakabine ist einfach zu reinigen.

Platz 2: Home Deluxe Tropical L Infrarotsauna

Die Home Deluxe Tropical L Infrarotkabine kann aufgrund der IR-B- und -C-fähigen Keramikstrahler sowohl als Wärmekabine als auch als Infrarotkabine verwendet werden.

Obwohl die Möglichkeit der Aromatherapie fehlt, sind die Kunden durchweg zufrieden mit der Kabine. Die technischen Daten (2.350 Watt, 3,2 m²) unterstreichen diesen positiven Eindruck und machen es leicht, die Drei-Personen-Kabine in die Favoriten der Redaktion einzuordnen.

Fünf von sieben Kunden bewerteten das Produkt positiv und loben vor allem folgende Punkte:

  • Lieferung innerhalb einer Woche
  • Sorgfältig verpackt
  • Aufbau zu zweit innerhalb einer Stunde möglich
  • Gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • Kundenservice und Kulanz bei defekter Lieferung

Platz 3: Artsauna Infrarotkabine Oslo

Die Artsauna Oslo Infrarotkabine mit 1.750 Watt erzeugt B- und C-Strahlen und bietet ein einmaliges Preis-/Leistungsverhältnis. Das schlägt sich auch in den Kundenbewertungen nieder: 96 Prozent sind zufrieden und loben den einfachen Aufbau, die simple Bedienung und das schöne Design. Neben einem Ionisator bietet sie auch Farb-, Aroma und Musiktherapie sowie 2,3 m³ Platz.

Die Käufer schätzen besonders die folgenden Punkte:

  • Einfacher Aufbau
  • Fehlerfreie Funktion
  • Gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • Funktion und Wärmeleistung sehr gut
  • Simple Bedienung
  • Gute Ausstattung und schönes Design

Da die Kabine mit einem einmaligen Preis besticht, berichten manche User von der augenscheinlich einfachen, teilweise billigen Verarbeitung, merken aber sehr oft auch an, dass sie trotzdem einwandfrei funktioniert. Außerdem werden die einfache Bedienung, fehlerfreie Funktion und der einfache Aufbau gelobt.

Platz 4: YourCasa Svett Infrarotkabine

Die Zwei-Personen-Infrarotkabine YourCasa Svett besticht durch deutlich mehr Leistung und Platz als andere Produkte. Sie bietet fünf Keramikstrahler, die im IR-B- und -C-Bereich strahlen sowie Farb-, Aroma- und Musiktherapie. Besonders gelobt wurden immer wieder der Sternenhimmel und die perfekte Verarbeitung.

Fast alle der Käufer bewerteten diese Infrarotkabine positiv. Sie schätzen besonders:

  • Ansprechendes Design
  • Einfacher, schneller Aufbau
  • Top Verarbeitung und gute Passform
  • Sternenhimmel mit Farbwechsler

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Infrarotkabine kaufst

Infrarotstrahlung – was ist das?

Infrarotstrahlung ist eine elektromagnetische Strahlung, die wir zwar mit bloßem Auge nicht sehen (dafür sind ihre Wellenlängen zu kurz), aber ihre Wärme auf unserer Haut umso mehr fühlen können.

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Wusstest du, dass Infrarotstrahlung im Jahr 1800 von Sir Friedrich Wilhelm Herschel entdeckt wurde?

Beim Beobachten der Sonne fragte er sich, wie viel Wärme durch die verschiedenfarbigen Filter drang, die er dazu benutzte. Dazu verwendete er Sonnenlicht und ein Glasprisma, das die Strahlen in verschiedenfarbiges Licht spaltete, und maß die Temperatur, die im Spektrum zwischen violett und rot am höchsten war.

Die Wissenschaft unterteilt Infrarotstrahlung anhand der Länge ihrer Strahlungswellen in drei Kategorien:

  • Nahes Infrarot (IR-A): stärkste Infrarotstrahlung mit einer Wirkung bis in das Unterhautgewebe
  • Mittleres Infrarot (IR-B): mittlere Infrarotstrahlung mit einer Wirkung bis zur Lederhaut
  • Fernes Infrarot (IR-C): schwächste Infrarotstrahlung, die von der Oberhaut absorbiert wird

Diese Strahlung, welche wir von Natur aus in der Sonnenstrahlung (diese besteht fast zur Hälfte aus Infrarotstrahlung) finden, erwärmt unseren Körper direkt von innen heraus und nicht wie ein regulärer Heizkörper die Umgebungsluft. Das heißt, Infrarotstrahlung erwärmt Körper, indem sie die Moleküle darin in Schwingung versetzt.

Das hat eine Reihe positiver Effekte auf den Körper, wie beispielsweise Durchblutungsförderung, Anregung des Stoffwechsels und Muskelentspannung. Darüber hinaus soll sich Infrarotstrahlung bei regelmäßiger Anwendung förderlich auf den Cholesterinspiegel auswirken sowie Stress und chronische Gelenksschmerzen lindern.

Welche Anwendungsbereiche gibt es für Infrarotstrahlung?

Infrarotstrahlung hat vielfältige Anwendungsgebiete, angefangen als Raumheizung über medizinische Zwecke und Astronomie bis hin zum Alltag eines jeden einzelnen von uns, in dem sie unser ständiger Begleiter ist.

Zuallererst wäre da die Sache mit der Wärmeerzeugung. Infrarotstrahlung findet man in hohen Dosen bereits von Natur aus in der Sonnenstrahlung, was die Sonne zur wichtigsten Quelle für Infrarotstrahlung macht.

Diese Strahlen treffen nicht nur auf unseren Körper und erwärmen ihn, sondern auch auf den Erdboden, der sich dadurch erwärmt und wiederum Infrarotstrahlung abgibt. Daher spielt sie auch in der Erderwärmung eine entscheidende Rolle.

Neben der natürlichen Wärme der Sonne wird Infrarotstrahlung mittlerweile aber auch zum Heizen genutzt. Infrarotheizungen verfolgen dabei ein ähnliches System wie die Sonne selbst: Sie geben Infrarotstrahlen ab und erwärmen so Körper und Objekte.

Jedoch, und das ist der entscheidende Unterschied zu regulären Heizkörpern, erwärmen sie dabei nicht die Umgebungsluft.

Weitere Anwendungsgebiete von Infrarotstrahlung sind:

  • Chemische Analytik und Verfahrenstechnik: als physikalisch-chemisches Analyseverfahren zur Strukturaufklärung von unbekannten Substanzen oder Reinheitsbestimmung
  • Kunstwissenschaft: Die obere Farbschicht bei einem Gemälde kann mittels „Infrarotreflektographie“ durchdrungen werden und so zu Tage bringen, was sich „dahinter“ befindet wie Vorzeichnungen etc.
  • Polizei und Militär: Nachtsichtgeräte, selbständig steuernde und zielsuchende Raketen
  • Thermografie: Erzeugung von Wärmebildern, um den Verlust von Wärme bei Gebäuden sichtbar zu machen
  • Materialbearbeitung: Trocknen, Härten und Aushärten, Erweichen, Verformen, Verschweißen, Schneiden u.v.m. von Materialien wie Kunststoff und Metall
  • Sicherheitsdokumente: Überprüfung von Sicherheitsmerkmalen in Pässen und auf Geldscheinen, die auf Infrarotstrahlung reagieren

Wie funktioniert eine Infrarotkabine?

Oft wird zwar von einer Infrarotsauna gesprochen, aber das ist eine irreführende Bezeichnung. Es handelt sich hierbei schließlich nicht um eine Sauna. Der einzige Punkt, in dem sich beide Systeme gleichen, ist der, dass es sich bei beiden Arten um eine Schwitzkabine handelt.

Bei der Infrarotkabine strahlen Flächenheizelemente an den Wänden Infrarotstrahlen aus, die erst beim Auftreffen auf der Haut für eine wohlige Wärme sorgen. Die Wärmeproduktion findet also – im Gegensatz zur Sauna – im Körper statt.

Die Kabine an sich erhitzt sich gerade einmal auf knapp 60 Grad Celsius. Wie der Name verrät, wird sie durch Infrarotstrahlen erwärmt. Das geschieht durch den Infrarotstrahler. Je nachdem für welches Modell du dich entscheidest, werden damit Infrarot-A, -B- oder -C-Strahlen erzeugt oder eine Kombination daraus.

Dabei ist zu beachten, dass die Bestrahlung mittels Vollspektrum, also der Einbau von ABC-Strahlern, der Sonnenstrahlung am nächsten kommt, am tiefsten in die Haut eindringt und somit die intensivste Therapiewirkung erzeugt.

Wie warm wird eine Infrarotkabine?

Eine Infrarotkabine wird bis zu 65 Grad warm. Die übliche Nutzungstemperatur liegt zwischen 35 und 50 Grad Celsius und die empfohlene Innentemperatur in etwa bei 45 Grad.

Zum Vergleich: Die Temperaturen in einer Sauna bewegen sich zwischen 80 und 100 Grad.

Für wen ist eine Infrarotkabine geeignet?

Allgemein gesprochen gibt es bei einer Infrarotkabine keine Altersbeschränkungen und sie ist für Jung und Alt geeignet. Dennoch gibt es ein paar grundlegende Regeln für einen Besuch in der Infrarotkabine, die es bei Schwangerschaft, in der Stillzeit und im Kindesalter zu beachten gilt.

Infrarotkabine in der Schwangerschaft

Die Benutzung während der Schwangerschaft ist möglich. Dabei ist die Belastung für das Herzkreislaufsystem gering und sie entspricht etwa langsamem Radfahren mit 10 km/h. Die Körperkerntemperatur wird um 0,2 bis 0,3°C erhöht, was im Bereich der physiologischen Tagesschwankung liegt.

Aus diesen Daten lässt sich kein erhöhtes Risiko durch die Nutzung der Infrarotkabine ableiten. Da die Infrarotstrahlung weder das Kind noch das Fruchtwasser oder die Gebärmutter erreichen und direkt beeinflussen kann, ist auch hier keine Gefährdung zu erkennen.

Infrarotkabine in der Stillzeit

Auch während der Stillzeit ist die Benutzung der Infrarotkabine kein Problem. Es sollte lediglich beachtet werden, dass durch die erhöhte Durchblutung die Milchbildung angeregt werden kann.

Infrarotkabinen im Kindesalter

Kinder sollten die Kabine nie ohne Begleitung von Erwachsenen nutzen. Da bei Kindern die Körperoberfläche im Verhältnis wesentlich größer ist als bei Erwachsenen, nehmen sie im Verhältnis auch wesentlich mehr Wärme auf.

Die Sitzungsdauer und die Intensität sollten daher reduziert werden: Babys bis zwölf Monate sollten nur im Arm der Mutter mit in die Kabine und nicht länger als zehn Minuten.

Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren sollten mindestens 10 cm Abstand zum Strahler einhalten und nicht länger als zehn Minuten in der Kabine bleiben. Im Alter von drei bis sechs Jahren sollten mindestens fünf cm Abstand zum Strahler für maximal 15 Minuten eingehalten werden.

Infrarotkabine und Implantate

Anders als z. B. Mikrowellenstrahlung oder magnetische Wechselfelder kann Infrarotstrahlung nicht in den Körper eindringen. Das bedeutet, dass jegliche Implantate durch Infrarotstrahlung nicht direkt erwärmt werden können.

Wie andere Implantate werden auch Herzschrittmacher nicht durch Infrarotstrahlung beeinflusst. Die in der Kabine messbaren, elektromagnetischen Felder liegen weit unter den Werten, die als möglicherweise problematisch angesehen werden.

Infrarotkabine und Kreislaufprobleme

Die durch die Infrarotbestrahlung angeregte Blutumverteilung trainiert das Gefäßsystem und kann langfristig sowohl die Hypertonie als auch die Hypotonie günstig beeinflussen.

Infrarotkabine und Erkältungen

Gerade wenn eine Erkältung droht, lohnt sich der Besuch der Kabine, wenn keine Anwendungsbeschränkungen wie z. B. Fieber oder akute bakterielle Infektionen vorliegen. Achte darauf, dass du dich nach dem Verlassen der Kabine warm – auch Füße und Kopf – einpackst.

Infrarotkabine bei Arthrose, Fibromyalgie und Rheuma

Bei kaltem und feuchten Wetter ist es für Arthrose-, Fibromyalgie- und Rheumapatienten oft am schlimmsten, weil die Gelenke schmerzen. Wärme hilft bei solchen Beschwerden und so sind Infrarotkabinen bei Arthrose und Rheuma sehr empfehlenswert.

Studien zeigen die positive Wirkung von Infrarotkabinen auf, wenn diese zwei bis drei Mal pro Woche genutzt werden. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Sind die Gelenke entzündet oder geschwollen, ist auf Kühlung statt auf Wärme zu setzen. Dann ist eine Infrarotkabine bei Arthrose, Fibromyalgie und Rheuma nicht sinnvoll.

Wann sollte eine Infrarotkabine nicht genutzt werden?

Im Vergleich zu Saunen stellen Infrarotkabinen eine tolle Alternative für Leute mit Hitzeempfindlichkeit und Kreislaufschwäche dar. Solltest du jedoch anderweitige gesundheitliche Beeinträchtigungen haben bzw. unter folgenden körperlichen Verfassungen leiden, so ist von einer Nutzung der Infrarotkabine abzuraten:

  • Fieber
  • Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Störungen
  • Grippe, Verkühlung und anderen akuten Infekten
  • Entzündungen
  • Frische Verletzungen
  • Thrombose
  • Alkohol- oder Drogeneinfluss
  • Nach einem Sonnenbad oder Solariumbesuchen

Vorsicht ist bei Schwangerschaft, Erkrankungen (z. B. Sensibilitätsstörungen nach Behandlungen der Haut, Lähmungen, Epilepsie, Bluthochdruck, Narben im Rückenbereich, Implantate mit außenliegendem Zugang) oder der Einnahme von Medikamenten, die das Wärmeempfinden beeinträchtigen können, geboten.

Sprich daher in diesen Fällen bitte vor der Benutzung der Kabine mit deinem Arzt.

Wie lange darf ich in der Infrarotkabine bleiben?

Deine neue Infrarotkabine kannst du so oft benutzen, wie es deinem Körper gut tut. Generell wirst du die Gelegenheit der Bestrahlung in kälteren Monaten öfter nutzen als im Sommer. Ein guter Richtwert für eine häufige Benutzung ist drei Mal pro Woche.

Die ideale Benutzungsdauer einer Infrarotkabine liegt bei 20 bis 30 Minuten. Je nach persönlichem Wohlbefinden kannst du aber auch länger bzw. kürzer in der Infrarotkabine bleiben.

Anders als bei einer Sauna ist die einmalige Nutzung einer Infrarotkabine vollkommen ausreichend – mehrere Durchgänge sind nicht notwendig. Je nach persönlicher und körperlicher Verfassung kann man die Infrarotkabine sowohl mehrmals pro Woche als auch täglich für eine Sitzung aufsuchen.

Worin liegen die Vorteile einer Infrarotkabine gegenüber denen einer finnischen Sauna?

Die Anschaffung einer Infrarotkabine will gut überlegt sein und alle Alternativen, vor allem die finnnische Sauna, sollten verglichen werden. Durch die vielen Unterschiede zwischen Infrarotkabine und finnischer Sauna in Wirkweise, Ablauf, Zielgruppe, Anschluss und Verbrauch entstehen unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Zusammengefasst bietet dir eine Infrarotkabine die folgenden nennenswerten Vorteile gegenüber einer finnischen Sauna:

Kriterium Infrarotkabine Sauna
Wirkung fördert vermehrt die Durchblutung und Entschlackung, löst Muskelverspannungen zum Schwitzen, Stärken der Abwehrkräfte und zur Hautreinigung
Imitation von … Sonnenenergie Hitze
Dauer einer Anwendung 20 bis 30 Minuten 1,5 bis 2 Stunden
Zielgruppe keine Einschränkung nicht für alle Senioren und Kinder geeignet
Stromanschluss 230 V 400 V (Starkstrom)
Stromverbrauch 1,5 kW pro Stunde 7,5 kW pro Stunde

Die Infrarotkabine arbeitet mit natürlicher Lebensenergie. Diese gleicht der Wirkungsweise der Sonne. Im Gegensatz zur finnischen Sauna, die eher zum Schwitzen, Stärken der Abwehrkräfte und zur Hautreinigung dient, fördert die Infrarotkabine die Durchblutung, Entschlackung und Lösung von Muskelverspannungen.

In der Infrarotsauna dauert eine Anwendung ca. 20 bis 30 Minuten. Der Ablauf in der Sauna ist wesentlich länger. Zu Beginn wird geduscht und gut abgetrocknet. Nach dem ersten Saunagang von ca. 10 bis 15 Minuten folgt die Abkühlung mit eventuellem Bad im Freien oder Anwendung von kaltem Wasser.

Nach der Abkühlung kommt eine Ruhephase von ca. 15 bis 30 Minuten und dann der nächste Saunagang. Drei Runden Schwitzen werden empfohlen, um die volle Wirkung der Sauna zu erfahren.

Aufgrund der schonenden Temperaturen in der Infrarotkabine ist eine Anwendung auch für Senioren und Kinder geeignet. Die Sauna wird für Personen ab sechs Jahren empfohle, im hohen Alter sollte vor dem ersten Schwitzen ein Arzt konsultiert werden.

Auch die technischen Aspekte sind praktischer sowie kostensparender. Saunen benötigen einen Starkstromanschluss (400 V), während Infrarotkabinen mit 230 V, also einem herkömmlichen Stromanschluss auskommen.

Des Weiteren ist eine Wärmekabine sehr viel platzsparender. Außerdem schlagen Saunen mit 7,5 kW Stromverbrauch pro Stunde zu Buche – Infrarotkabinen verbrauchen lediglich 1,5 kW im selben Zeitraum.

Was kostet eine Infrarotkabine?

Bei der Entscheidung, welche Infrarotkabine die richtige für dich ist, ist neben der oben angeführten Vorteile auch der Preis wichtig. Je nach Ausführung ist mit folgenden Anschaffungskosten zu rechnen:

Typ Preis
Karbonstrahler ca. 900 bis 2.100 Euro
Vollspektrumstrahler ca. 700 bis 4.600 Euro
Keramikstrahler ca. 500 bis 2.600 Euro

Während alle drei Arten von Infrarotkabinen ab unter tausend Euro erhältlich sind, wird beim Blick auf die Tabelle klar, dass die Variante mit Vollspektrumstrahlern die teuerste ist. Ein Blick in die Erläuterung der Vor- und Nachteile der drei Infrarotkabinen soll dir helfen zu entscheiden, wieviel du für deine Infrarotkabine ausgeben willst.

Wo kann man eine Infrarotkabine kaufen?

Infrarotkabinen kannst du beim Fachhändler, im Baumarkt, bei Discountern sowie auf Onlineportalen kaufen.

Unseren Recherchen zufolge werden im Internet die meisten Infrarotsaunen in Deutschland derzeit über die folgenden Shops verkauft:

  • Baumarkt: Hornbach, Obi, Bauhaus
  • www.infrarotkabine24.at
  • www.dreamsauna24.com
  • Idealo
  • Amazon
  • Gebraucht: Willhaben

Alle Infrarotkabinen, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen, sodass du gleich zuschlagen kannst, wenn du ein Gerät gefunden hast, das dir zusagt.

Welche sind die führenden Hersteller von Infrarotkabinen?

Zu den namhaften Herstellern von Infrarotkabinen zählen:

  • BTM Infrarotkabinen
  • TPI Infraworld
  • WEKA
  • Physiotherm
  • ATROPA Infrarotkabinen

Welche Strahlenarten gibt es?

Jede Art von Strahlung wird in Frequenzen abgegeben. Diese sind bei Infrarot besser bekannt als Wellenlänge. Die Strahlung per Infrarot lässt sich unterteilen in die Bereiche A, B und C, welche die Intensität der Strahlung angeben.

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Wusstest du, dass Infrarotstrahlen im Spektralbereich zwischen sichtbarem Licht und langwelligeren Mikrowellen liegen?

Infrarotstrahlen sind kurze elektromagnetische Wellen. Sie haben je nach Typ eine Wellenlänge von ca. 780 nm bis 1 mm.

Wellenlänge A-Bereich

Infrarot-A-Strahlen schwingen bei 780 bis 1400 nm und dringen tief unter die Oberfläche (ca. 4 bis 5 mm). Sie erzeugen damit die intensivste Form der sogenannten Tiefenwärme, der Wärme, die durch Strahlung entsteht und durch den eigenen Körper transportiert wird.

Jedoch sind diese kurzwelligen Strahlen zugleich die gefährlichsten, da ein Verbrennen schon nach kurzer Zeit eintreten kann.

Wellenlänge B-Bereich

Mittelwellige Infrarot-Wellen im B-Bereich (1400 bis 3000 nm) dringen nur bis zu 0,5 mm in die Haut ein und können ebenfalls Tiefenwärme erzeugen. Sie werden im Spektrum von Infrarotkabinen in geringem Maße angewendet. Punktstrahler strahlen rund fünf Prozent ihrer Strahlung in diesem Bereich ab.

Wellenlänge C-Bereich

Infrarot-C-Strahlen (über 3000 nm) dringen nicht tief in die Haut ein, sondern gelangen lediglich durch die ersten Hautschichten (Eindringtiefe: ca. 0,1 mm), wo sie von Mikrogefäßen aufgenommen werden. Sie werden als besonders wohltuend empfunden und eignen sich für Kinder ebenso wie für ältere und kranke Menschen.

Infrarot-C erwärmt die oberste Hautschicht, aber so richtig tief gehen nur Infrarot-A und -B-Strahlen. Nur dann kann vom biophysikalischen Standpunkt aus von Tiefenwärme gesprochen werden.

Die meisten positiven Effekte erreicht man im gesamten Infrarotspektrum, also mit Infrarot-A, -B und -C. Denn dann sind die Infrarotstrahlen den natürlichen Sonnenstrahlen sehr ähnlich. Wichtig ist also, dass der Strahler in deiner Infrarotkabine alle drei Teilbereiche abdeckt.

Frau sitzt in Sauna

Je nach Vorliebe kann man sich für eine bestimmte Holzart der Infrarotkabine oder Sauna entscheiden. (Foto: pixabay / pexels.com)

Welche Holzarten stehen zur Auswahl?

Grundsätzlich gibt es vier Holzarten, aus denen die meisten Infrarotkabinen gefertigt werden: weiße Zeder, rote Zeder, Hemlocktanne und Fichte. Welches das richtige Holz für deine Infrarotkabine ist, kommt auf deine Bedürfnisse an. Hier ein kurzer Überblick über die möglichen Holzarten und deren Vorteile:

Weiße Zeder (Weißes Zedernholz)

  • verzugsfreies, widerstandsfähiges Holz
  • resistent gegen Pilz- und Schimmelbefall
  • keine Astlöcher, harzfrei
  • enthält Thujone (ätherische Öle) zum Schutz
  • helles Holz, für Farblichttherapie geeignet
  • geruchsneutral
  • besonders geeignet für die Unterstützung der Therapiewirkung mittels Aroma
  • haltbar wie Eiche, fäulnisbeständig

Rote Zede (Rotes Zedernholz)

  • verzugsfreies, widerstandsfähiges Holz
  • resistent gegen Pilz- und Schimmelbefall
  • keine Astlöcher, harzfrei
  • enthält Thujaplicin (ätherisches Öl) zum Schutz
  • angenehmer, intensiver Eigengeruch
  • nicht für Dufttherapie geeignet
  • lange haltbar, fäulnisbeständig

Hemlockholz (Holz der Hemlocktanne)

  • verzugsfreies, widerstandsfähiges Holz
  • Hemlockholz enthält keine Astlöcher und ist harzfrei
  • helles Holz, für Farblichttherapie geeignet
  • geruchsneutral
  • besonders geeignet für die Unterstützung der Therapiewirkung mittels Aroma

Fichtenholz

  • helles Holz, für Farblichttherapie geeignet
  • relativ fäulisbeständig, mäßiger Schwund
  • geruchsneutral
  • besonders geeignet für die Unterstützung der Therapiewirkung mittels Aroma

Helles Holz ist gut für die Psyche und bietet optimale Anwendungsmöglichkeit für Aroma und Farbtlichttherapie. Holz mit intensivem Eigengeruch (weißes und rotes Zedernholz, Holz der Hemlocktanne) sollten möglichst gemieden werden.

Die Aromatherapie ist ansonsten schlecht möglich, da der Geruch des Holzes das Aroma übertönt. Ebenso besteht die Gefahr, dass man intensivere Holzgerüche nach einiger Zeit nicht mehr als angenehm empfindet. Manche Hölzer dunkeln stärker nach und die freundliche Atmosphäre wird dadurch beeinträchtigt.

Welche Maße und Kapazitäten stehen zur Auswahl?

Infrarotkabinen gibt es in verschiedenen Größen. Im Privatgebrauch haben Infrarotkabinen meist Platz für ein bis vier Personen. Generell sollte die Tiefe der Sitzbank mindestens 50 cm, die Raumhöhe in der Kabine mindestens 180 cm betragen.

Je nach Kapazität ist mit einer Größe von 100 x 80 x 200 cm (Platz für eine Person) bis zu 245 x 130 x 202 cm (vier Personen) zu rechnen.

Wie läuft die Infrarotbehandlung ab?

Trifft Infrarotstrahlung auf den menschlichen Körper, werden Moleküle in Schwingungen versetzt. Wir empfinden das – genauso wie bei der natürlichen Wärmestrahlung durch die Sonne – als Wärme. Die Infrarotstrahlung erwärmt dabei ausschließlich den Körper, nicht aber die Umgebungsluft.

Vor der Behandlung sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Ein halber Liter ist dabei die empfohlene Menge, um den durch das Schwitzen in der Infrarotkabine hervorgerufenen Wasserverlust auszugleichen.

Danach solltest du dich duschen. Das trägt nicht nur zur Hygiene in der Kabine bei, sondern hilft auch dabei, deinen Körper optimal auf die Bestrahlung vorzubereiten, da eine Dusche vor dem Wärmebad auch eine bessere Schweißbildung ermöglicht.

Um den bestmöglichen Effekt der Bestrahlung zu erzielen, sollte dein Körper möglichst gleichmäßig bestrahlt werden. Eine entsprechenden Liege- oder Sitzposition in der Kabine ist deshalb empfehlenswert.

Wähle die Temperatur so wie sie für dich als angenehm empfunden wird. Das kann abhängig von deiner persönlichen Tagesverfassung sowie der Wetterlage sein. Die allgemein empfohlene Temperatur liegt bei ungefähr 32 bis 36 Grad.

Nach Beendigung der Wärmebehandlung verlässt du die Infrarotkabine, wickelst dich in einen Bademantel oder ein Badetuch und lässt deinen Körper etwa fünf Minuten regenerieren. Abschließend ist eine lauwarme Dusche empfehlenswert, um die oberen Hautschichten von den ausgeschwitzten Verunreinigungen zu befreien.

Der gesamte Vorgang, also Abduschen, 25 bis 30 Minuten Bestrahlung, fünf Minuten Regeneration und nochmaliges Abduschen dauert so ca. eine Stunde und kann jeden bis jeden zweiten Tag wiederholt werden, um den größten Nutzen daraus zu ziehen.

Das Ergebnis: Es wird eine hohe Strahlungseffektivität ohne Wärmeverlust erzielt.

Wie wird die Infrarotkabine gereinigt?

Infrarotkabinen sind sehr pflegeleicht. Damit du lange Freude an deiner Kabine hast, ist es empfehlenswert, die Kabine je nach Benutzung in regelmäßigen Abständen, jedoch mindestens ein Mal pro Monat, mit einem feuchtem Tuch und Staubsauger zu reinigen.

Zuerst ist es zu empfehlen, mit einem Staubsauger Staub, Haare, etc. vom Boden bzw. von den Ecken der Infrarotkabine zu entfernen. Anschließend mit einem feuchten Mikrofasertuch die Holzoberflächen abwischen.

Vor der Reinigung der Strahler solltest du die Kabine vom Stromnetz trennen. Danach ebenfalls mit einem feuchten Tuch die Reflektoren, Gitter etc. abwischen.

Verbraucht eine Infrarotkabine viel Strom?

Ob deine zukünftige Infrarotkabine viel Strom verbraucht oder nicht ist klarerweise von der Größe der Kabine abhängig. Eine größere Kabine braucht mehr Infrarotstrahler, um die gewünschte Leistung zu erbringen.

Geht man von einem durchschnittlichen Modell mit Platz für zwei Personen aust, so hat man bei solchen Modellen mit einer Leistung von 1.500 Watt zu rechnen, was ungefähr einem Haarfön entspricht.

Rechnet man das kurz durch, ergeben sich für eine einstündige Benutzung einer Infrarotkabine mit 1.500 Watt Stromkosten von 0,27 Euro.

Wie viel Watt sollte eine Infrarotsauna haben?

Die Leistung, die eine Infrarotkabine haben sollte, richtet sich in erster Linie nach dem Volumen der Infrarotkabine.

Wählt man eine Kabine mit zu geringer Watt-Zahl, läuft man schnell Gefahr, dass die Strahler nicht mit ausreichend Leistung versorgt werden, was wiederum zu Lasten der Performance der Infrarotkabine geht und dadurch ihr Potenzial nicht vollkommen ausgeschöpft werden kann.

Zur Veranschaulichung: Bei bis zu 2 m³ großen Infrarotkabinen ist eine Strahlerleistung von 1.500 Watt zu empfehlen, bei 2,5 m³ sollten es 2.000 Watt sein und eine 3 m³ große Infrarotkabine braucht 3.000 Watt. Daraus folgt die einfache Regel: Je größer die Kabine, desto mehr Watt braucht sie.

Wo sollte ich eine Infrarotkabine aufstellen und wo auf keinen Fall?

Generell gesprochen obliegt es deinem persönlichen Geschmack, wo du deine kleine Wellnessoase gerne errichten möchtest, da eine Infrarotkabine so gut wie überall im Wohnraum aufgebaut werden kann.

Dennoch gibt es einige Hinweise, die es bei der Auswahl des Standortes für deine Infrarotheizung zu beachten gilt.

Die erste Voraussetzung, die man an den potenziellen Platz für eine Infrarotkabine stellen sollte, ist die Nähe zu einer Steckdose. Für eine Infrarotkabine wird eine einfache 230 Volt Steckdose benötigt und kein Starkstrom- oder Wasseranschluss.

Weiterhin sollten in dem Raum durchgängig normale Zimmertemperaturen vorherrschen, da eine kühle Außentemperatur deutlichen Einfluss darauf hat, wie schnell sich die Kabine auf die gewünschte Betriebstemperatur erwärmt.

Eine Infrarotkabine, die länger zum Warmwerden braucht, verbraucht logischerweise mehr Strom, was wiederum mehr Kosten verursacht.

Außerdem ist es wohl nicht sehr angenehm, aus der Kabine erhitzt direkt in einen kühlen Raum zu kommen. Eine nahe Duschmöglichkeit wäre ebenfalls ideal. Am besten geeignet sind daher Schlaf- oder Badezimmer.

Genauso wie für eine Infrarotkabine keine unbeheizten Räume in Frage kommen, sind auch feuchte Räume zu meiden.

Da eine Infrarotkabine zum Großteil aus Holz gefertigt ist, würde Feuchtigkeit in Räumen das Holz mit der Zeit angreifen und die Kabine im schlimmsten Fall unbenutzbar machen. Keller, Gartenhäuschen o. ä. sollten daher nicht in Betracht gezogen werden, es sei denn, es wird dort regelmäßig gelüftet.

Die Art des Bodenbelags hat keinen Einfluss auf eine Infrarotkabine. Egal ob Teppich, Fließen, Laminat oder Parkett – nichts beeinträchtigt ihre Funktion. Der Untergrund sollte lediglich gerade sein.

Da moderne Infrarotkabinen heutzutage durch eine optisch ansprechende Außenseite bestechen, kommt es immer häufiger vor, dass die Kabinen in den Wohnbereich integriert werden. Häufiger fällt wohl aber die Wahl aufs Schlaf- oder Badezimmer.

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte als Checkliste zusammengefasst:

  • Keine Zugluft
  • Beheizter Raum (durchgängig Zimmertemperatur)
  • Keine feuchten Räume, es sei denn sie werden regelmäßig gelüftet
  • Frischluftzufuhr
  • Nahe einer Duschmöglichkeit
  • 230 Volt Steckdose muss vorhanden sein
  • Boden und Belag sollten eben sein

Kann ich eine Infrarotkabine selbst aufbauen?

Menschen mit einem gesunden handwerklichen Geschick sollten durchaus in der Lage sein, eine Infrarotkabine selber aufzubauen. Ein tiefergehendes Verständnis und Einlesen in die Materie ist jedoch unerlässlich und bedarf einer sorgfältigen Planung des Projekts.

Die Vorteile für ein derartiges Heimprojekt stecken in der augenscheinlichen Reduzierung der Anschaffungskosten.

Einerseits gibt es die Möglichkeit, sich seriengefertigte Infrarotkabinen (sprich: vorgefertigte Bausätze) selbst zusammenzubauen. Auf diese Art und Weise sparst du dir das Geld für Liefer- und Montagekosten. Andererseits gibt es die Möglichkeit, Infrarotkabinen nicht nur einfach aufzubauen, sondern sie auch zu entwerfen.

Letzteres verlangt nicht nur ein detailliertes Fachwissen über die Materie, sondern kann mitunter sogar etwas teurer ausfallen als ein Kabinenbausatz. Es hat jedoch den Vorteil, dass die Infrarotkabine gänzlich nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen gebaut wurde.

Egal für welche Art du dich beim Selbstbau entscheidest, gilt es folgende Dinge dabei zu beachten:

  • Größe: Wie viele Personen sollen darin Platz haben?
  • Aufstellort: trocken mit gleichmäßig konstanter Raumtemperatur
  • Art des Holzes: hell, hart, naturbelassen und frei von Gerüchen
  • Heizsystem: Flächenstrahler, Magnesiumoxidstrahler oder Keramikstrahler?

Entscheidung: Welche Arten von Infrarotkabinen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen drei verschiedenen Typen von Infrarotkabinen unterscheiden:

  • Infrarotkabine mit Keramikstrahlern
  • Infrarotkabine mit Karbonflächenstrahlern
  • Infrarotkabine mit Vollspektrumstrahler
  • Infrarotkabine mit Magnesiumstrahler

Jeder dieser Typen funktioniert auf eine andere Art, was jeweils individuelle Vor- und Nachteile mit sich bringt.

Abhängig davon, für welchen Zweck du deine Infrarotsauna nutzen willst und auf welche Dinge du am meisten Wert legst, eignet sich eine andere Art von Infrarotkabine am besten für dich. Wir möchten dir im folgenden Abschnitt dabei helfen herauszufinden, welche Art von Wärmekabine sich am besten für dich eignet.

Dazu stellen wir dir alle oben genannten Arten von Infrarotsaunen vor und stellen übersichtlich dar, worin jeweils ihre Vor- und Nachteile liegen.

Wie funktioniert eine Infrarotkabine mit Karbonflächenstrahler und wo liegen ihre Vor- und Nachteile?

Karbonflächenstrahler geben durch die große Oberfläche und die langwelligen IR-C Strahlen die angenehmste Tiefenwärme ab und sind als Saunaersatz oder zum Durchwärmen geeignet. Diese Art der Infrarotsauna wird auch als Wärmekabine bezeichnet und ist zu empfehlen, wenn Kinder die Kabine ebenfalls nutzen wollen.

Vorteile
  • 80 bis 100°C
  • Gleichmäßige angenehme Wärme
  • Geeignet bei Temperaturempfindlichkeit
  • Direkter Kontakt mit der Haut möglich
  • Anwendung zusammen mit Kindern möglich
Nachteile
  • Tiefenwärmeeffekt bleibt aus
  • Keine A- oder B-Strahlung
  • Vorheizzeit von 20 bis 30 Minuten

Karbonflächenstrahler sind Flächenstrahler aus Karbon und haben die größte abstrahlende Fläche verglichen mit den anderen vorgestellten Varianten. Dadurch wird die Infrarotstrahlung gleichmäßig emittiert.

Die Oberflächentemperatur von Flächenstrahlern beträgt üblicherweise zwischen 80 bis 100 °C, womit ausschließlich langwellige IR-C Strahlen abgestrahlt werden.

Damit wird die angenehmste Wärmestrahlung erzeugt. Der wohltuende Tiefenwärmeeffekt bleibt jedoch bei der Wärmekabine durch die Karbonflächenstrahler aus. Daher wird die Infrarotkabine mit Karbonstrahlern auch als Wärmekabine bezeichnet.

Beim Flächenstrahler sorgen Wärmeplatten für die Entspannung per Infrarot. Die Platten bestehen in der Regel aus Carbon, einem Kunststoff aus industriell genutzten Kohlenstofffasern. Mit einer Vorheizzeit von 20 bis 30 Minuten ist zu rechnen.

Da die Wärmeplatten nicht unangenehm heiß werden, sondern nur im behaglichen Temperaturbereich abstrahlen, besteht der Vorteil, dass du dich mit dem Rücken an die angenehm warmen Wärmeplatten anlehnen kannst. Durch die wohltuende Abstrahltemperatur ist der Flächenstrahler auch ideal für die Nutzung mit Kindern geeignet.

Wie funktioniert eine Infrarotkabine mit Keramikstrahlern und wo liegen ihre Vor- und Nachteile?

Keramikstrahler geben Infrarot-B- sowie -C-Strahlen ab und erzeugen so eine wohltuende Tiefenwärme. Da sie bei verringerter Intensität auch als Wärmekabine verwendet werden kann, ist sie die beliebteste Art unter den Infrarotkabinen.

Vorteile
  • Tiefenwärme, erwärmt das Gewebe direkt
  • Rasche Therapiewirkung
  • Infrarotsauna und Wärmekabine in einem
  • B- und C-Strahlung
  • Schnell aufgeheizt (10 bis 15 Minuten)
Nachteile
  • Keramikstrahler intensiv, Körperstellen müssen regelmäßig gewechselt werden

Der Keramikstrahler gehört zur Art der Stabstrahler, auch Punktstrahler beziehungsweise Linienstrahler genannt. Stabstrahler geben Infrarot-B- und C-Strahlen ab. Das Infrarotlicht trifft dann direkt oder indirekt über einen Reflektor auf der Hautoberfläche und dringt zum Teil (bei Infrarot-B-Strahlen) in die Haut ein.

Da diese wohltuenden Tiefenwärmestrahler das Gewebe direkt erwärmen können, setzt die Therapiewirkung rasch ein. Werden die Stabstrahler in der Intensität verringert, können ähnliche Effekte wie bei Wärmekabinen mit Flächenstrahlern erzielt werden.

Diese Tatsache macht sie zu den beliebtesten Infrarotkabinen – du hast quasi Infrarotkabine und Wärmekabine in einem.

Die Aufheizzeit der Keramikstrahler ist relativ kurz. Du musst dich nach dem Einschlaten nur 10 bis 15 Minuten gedulden, bevor du die angenehme Wärme erfahren kannst. Innerhalb dieser Zeit bringt der Strahler den Innenraum der Infrarotkabine auf die empfohlene Zieltemperatur von 50 bis 60 °C.

Beim Keramikstrahler besteht das Rohr aus Keramik. Der Heizstab befindet sich in der Mitte des Rohres und wird durch speziellen Sand (Quarzsand) als Füllmenge an Ort und Stelle gehalten. Keramikstrahler können eine sehr hohe Temperatur erreichen und heizen sich schnell auf.

Der Keramikstrahler ist ein klassischer Punktstrahler. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass alle Körperstellen gleichmäßig in den Genuss der Wellenlängen kommen, indem du ab und an die Position wechselst.

Wie funktioniert eine Infrarotkabine mit Vollspektrumstrahlern und wo liegen ihre Vor- und Nachteile?

Vollspektrumstrahler werden auch ABC-Strahler genannt, da sie alle Wellenlängen erzeugen können. Diese Art von Infrarotkabinen ist in Sekunden aufgeheizt und die einzige, die eine echte Tiefenwärme erzeugt.

Vorteile
  • A-, B- und C-Strahlung
  • Tiefenwärme
  • Konzentrierte Wärmeabgabe
  • Aufheizzeit von wenigen Sekunden
Nachteile
  • Verbrennungsgefahr durch punktuelle Wärmeabgabe
  • Gelbliches Licht

Vollspektrumstrahler sind eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Heizsysteme für Infrarotkabinen, geben Infrarot-A-, B- sowie C-Strahlen ab und kommen natürlichem Sonnenlicht am nächsten. Durch die Abdeckung des gesamten Strahlenspektrums wird hier nicht nur die Hautoberfläche erwärmt, sondern echte Tiefenwärme erzeugt.

Vollspektrumstrahler gehören zu den Stabstrahlern und geben somit punktuell, also konzentrierter Wärme ab. Aufgrund der deutlich höheren Oberflächentemperatur muss unbedingt ein Mindestabstand eingehalten werden.

Im Gegensatz zu den anderen Arten vonInfrarotstrahlern, die ein unsichtbares Licht abgeben, strahlen Vollspektrumstrahler ein gelbliches Licht aus. Diese Kabinenart ist deshalb am wenigsten geeignet für eine Farblichttherapie. Duft- oder Klangtherapien sind jedoch problemlos möglich.

Während Keramik- und Flächenstrahler erst nach einigen Minuten ihre maximale Leistung (angegeben in Watt) erreichen, erzielen Vollspektrumstrahler innerhalb weniger Sekunden ihr volles Leistungsvermögen. Daher kannst du die Infrarotsauna mit Vollspektrumstrahler ohne Vorheizen nutzen.

Infrarotsaunen mit diesem Heizsystem eignen sich für Wellness-Anwendungen, zum passiven Aufwärmen beim Sport und zur Regeneration nach körperlicher Aktivität.

Zugleich lassen sich die Wärmekabinen auch zu therapeutischen Zwecken als ergänzende Maßnahme einsetzen. Vollspektrumstrahler gelten daher als besonders effektives Heizsystem.

Wie funktioniert eine Infrarotkabine mit Magnesiumstrahler und wo liegen ihre Vor- und Nachteile?

Beim Magnesiumstrahler handelt es sich um einen Infrarotstrahler, dessen Heizstab eine Isolierfüllung aus Magnesiumoxyd hat. Daher rührt auch die Namensgebung für diesen Strahlertyp.

Aufgrund ihrer technischen Merkmale wie absolute Bruchfestigkeit, einer (quasi) unendlichen Lebensdauer und günstigen Anschaffungspreisen in Verbindung mit einer einfachen Bedienbarkeit erfreut sich diese Art von Strahler besonders großer Beliebtheit bei der Installation von selbstgebauten Infrarotkabinen.

Vorteile
  • Nutzung für ältere Menschen und Kinder sehr gut geeignet
  • Gleichmäßige Strahlung und Wirkungsweise
  • Preiswert
Nachteile
  • Leistungsspektrum bewegt sich ausschließlich im Infrarot-C-Bereich (schwächste Infrarotstrahlung, die von der Oberhaut absorbiert wird)
  • keine Tiefenwirkung wie bei Inrafot-A und -B
  • Keine hohen Temperaturen möglich

Eine weitere Eigenschaft der Magnesiumstrahler ist, dass sich ihr Spektrum im Infrarot-C Bereich befindet, wodurch nur eine niedrigere Eindringtiefe der Infrarotstrahlung in den Körper erzielt wird. Das macht sie besonders für ältere Personen und Kinder attraktiv, da die Strahlungsintensität als milder und sanfter wahrgenommen wird.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Infrarotkabinen vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Infrarotkabinen vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Modell für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um die folgenden Kriterien:

  • Art der Strahlung
  • Art der Strahler
  • Verbrauch und Leistung
  • Maße
  • Außenmaterial
  • Ausstattung
  • Aromabad
  • Innenbeleuchtung und Farblichtbad
  • Klangbad
  • Aufheizzeit, Regelung und Maximum der Temperatur

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Art der Strahlung

Grundsätzlich wird zwischen drei Strahlenarten unterschieden: Infrarot-A, -B- und -C-Strahlen. Das kurzwellige Infrarot A wird vorwiegend in der Medizin eingesetzt, z. B. im Rahmen der Hyperthermie (über 38 °C) zur Behandlung von Krebserkrankungen.

Infrarot A dringt bis zu 5 mm in die Haut ein und umgeht dabei die Wärmerezeptoren. Dadurch ist das Wärmeempfinden eingeschränkt und es kann zu einer unkontrollierten Erwärmung bis hin zur Verbrennung kommen. Daher ist hier eine ärztliche Überwachung erforderlich.

Die Tiefenwärme der Infrarot-C- und -B-Strahlen dringt weniger tief in die Haut ein und stimuliert dabei die Wärmerezeptoren. So spürst du die Wärmestrahlung intensiver und kannst selbst entscheiden, wie viel Infrarotwärme gut tut.

Infrarot C erwärmt die oberste Hautschicht, aber so richtig tief geht nur Infrarot A und B. Nur dann kann vom biophysikalischen Standpunkt aus von Tiefenwärme gesprochen werden.

Die meisten positiven Effekte erreicht man im gesamten Infrarotspektrum, also mit Infrarot A, B und C. Denn dann sind die Infrarotstrahlen den natürlichen Sonnenstrahlen sehr ähnlich.

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Infrarotkabinen mit Vollspektrumstrahlern kommen dem natürlichen Sonnenlicht am nächsten.

Art der Strahler

Im Allgemeinen gibt es lediglich drei verschiedene Arten von Infrarotstrahlern:

  • Keramikstrahler
  • Karbonflächenstrahler
  • Vollspektrumstrahler

Im Folgenden kannst du dir einen kurzen Überblick über die drei Strahler verschaffen. Am Ende findest du nochmal alle Fakten kurz und knapp in einer Vergleichstabelle zusammengefasst.

Karbonstrahler Keramikstrahler Vollspektrumstrahler
Strahlenart IR-C-Strahlung IR-B- und IR-C-Strahlung IR-A-, -B- und -C-Strahlung
Wärmeempfinden Gleichmäßige, angenehme Wärme, Keine Tiefenwärme Tiefenwärme Tiefenwärme
Anwendung Geeignet bei Temperaturempfind-lichkeit, direkter Kontakt mit der Haut möglich, Anwendung zusammen mit Kindern möglich Intensive Bestrahlung, bestrahlte Körperstellen müssen regelmäßig gewechselt werden, Tiefenwärme, erwärmt das Gewebe direkt, Rasche Therapiewirkung Konzentrierte Wärmeabgabe, Verbrennungsgefahr durch punktuelle Wärmeabgabe, Gelbliches Licht
Art der Infrarotkabine Wärmekabine Infrarotkabine, aber auch als Wärmekabine verwendbar Infrarotkabine
Aufheizzeit 20 bis 30 Minuten 10 bis 15 Minuten wenige Sekunden
Strahlerform Flächenstrahler Stabstrahler Stabstrahler

Bei der Auswahl der Strahler kommt es nicht darauf an, welcher Strahler besser ist, sondern welcher deinen Bedürfnissen am besten gerecht wird. Sowohl Keramikstrahler als auch Karbon– und Vollspektrumstrahler sind hochwertige und geprüfte Infrarotstrahler.

Wie in der Vergleichstabelle weiter oben hervorgeht, bringt jeder Strahlerart individuelle Vor- und Nachteile mit sich.

Stromverbrauch

Bezüglich der Stromzufuhr sind Anschluss und Verbrauch zu bedenken: Im Unterschied zu einer Sauna produzieren Infrarotkabinen keine Feuchtigkeit. Sie lassen sich also überall aufstellen, z. B. auch im Schlafzimmer. Eine normale Steckdose mit 230 V genügt.

Auch beim Vergleich des Stromverbrauchs und der daraus resultierender Ökobilanz schneiden Infrarotkabinen deutlich besser ab als Saunen. Eine durchschnittliche Heimsauna benötigt bei Hochleistung etwa 7.500 Watt pro Stunde.

Das entspricht bei einem zweistündigen Saunagang (inklusive Aufheizphase) einem Stromverbrauch von 15 kWh. Damit sind durchschnittlich 4,20 Euro für eine Saunanutzung fällig. Deutlich besser schneidet da die Infrarotsauna ab.

Je nach Modell und Größe beträgt der Verbrauch einer auf Hochleistung laufenden 2-Personen-Infratotkabine für eine halbstündige Anwendung gerade einmal 0,75 kWh. Das entspricht einem Stromkostenpreis von etwa 21 Cent. Deutlicher kann der Vorteil kaum ausfallen.

Der geringere Stromverbrauch wirkt sich selbstverständlich auch auf die Ökobilanz aus. Während ein Saunagang in der CO2-Statistik mit etwa neun Kilogramm auffällt, hält sich die Infrarotkabine mit gerade einmal 0,41 kg je Anwendung deutlich zurück.

Damit erweist sich die Infrarotkabine auch im Hinblick auf den Umweltschutz als das zeitgemäßere Produkt.

Die Kabinen können allesamt an einer herkömmlichen Steckdose angeschlossen werden und sind mit einem Stromverbrauch von 0,75 kWh für eine halbstündige Anwendung deutlich günstiger als Saunen. Das schlägt sich auch in einem geringeren CO2-Ausstoß nieder.

Wattleistung

Die Watt-Zahl orientiert sich am Kabinenvolumen. Hierbei gilt: Je größer die Kabine, desto größer die Höchstleistung (Watt). Eine simple Kabine mit einem Volumen von bis zu 2 m³ sollte eine Strahlerleistung von 1.500 Watt haben.

Dadurch wird die gesamte Kabine betrieben, die meist für ein bis zwei Personen ausreicht. Bis zu einem Kabinenvolumen von 2,5 m³ ist hingegen eine Leistung von 2.000 Watt zu empfehlen. In einer solchen Kabine können es sich ein bis drei Personen gemütlich machen, ohne dass die Leistung die Strahlungsintensität beeinflusst.

Bei einem noch größeren Modell für bis zu vier Personen benötigt die Kabine 3.000 Watt, um auf Hochleistung zu laufen. Diese kommt ab einem Kabinenvolumen von bis zu 3 m³ zum Einsatz. Diese Leistung wird benötigt, um die Kabine auf die geforderten 40 °C zu erhitzen.

Zu beachten gilt, dass die meisten Infrarotkabinen-Steuerungen auf eine Leistung von 3.600 Watt konstruiert sind. Dessen Stromkreise prüfen, welche Absicherung vorhanden ist.

Personenzahl Empfohlene Wattleistung Kabinengröße
bis zu zwei Personen 1.500 Watt 2 m³
bis zu drei Personen 2.000 Watt 2.5 m³
bis zu vier Personen 3.000 Watt 3 m³

Die Wattleistung ist ein wichtiges Kriterium für die Kaufentscheidung. Es sollte auf eine Wattleistung von mindestens 1.500, 2.000 beziehungsweise 3.000 Watt für eine Zweier-, Dreier- beziehungsweise Viererkabine geachtet werden.

Maße

Mit ihren geringen Abmessungen ist eine Infrarotkabine wesentlich platzsparender als eine Sauna. Generell gilt: Im Zweifel sollte die kleinere Kabine gewählt werden. Größere Kabinen sind nicht zu empfehlen, denn mit größerem Volumen steigt auch der Stromverbrauch erheblich an.

Infrarotsaunen gibt es in verschiedenen Größen. Im Privatgebrauch bieten sie meist Platz für ein bis vier Personen. Generell sollte die Tiefe der Sitzbank mindestens 50 cm, die Raumhöhe in der Kabine mindestens 180 cm betragen.

Je nach Kapazität ist mit einer Größe von 100 x 80 x 200 cm (Platz für eine Person) bis zu 245 x 130 x 202 cm (vier Personen) zu rechnen.

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Eine Infrarotkabine nimmt wesentlicher weniger Platz weg als eine Sauna.

Außenmaterial

Grundsätzlich gibt es vier Holzarten, aus denen die meisten Infrarotkabinen gefertigt werden: weiße Zeder, rote Zeder, Hemlocktanne und Fichte. Welche das richtige Holz für deine Infrarotsauna ist, kommt auf deine Bedürfnisse an. Weiter oben im Ratgeberteil sind wir bereits auf die verschiedenen Hölzer mit ihren Vor- und Nachteilen eingegangen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Helles Holz ist gut für die Psyche und bietet optimale Einsatzmöglichkeit für die Therapie mittels Aroma beziehungsweise Klang. Hölzer mit intensivem Eigengeruch sollten wenn möglich vermieden werden.

Ausstattung (Zubehör)

Es sind oft die kleinen Dinge des Lebens, die es besonders machen. Dieser Grundsatz gilt auch für Infrarotkabinen. Das Zubehör in der Infrarotsauna kann nach deinen individuellen Wünschen ergänzt werden. Im Folgenden stellen wir ein paar gängige Zubehöroptionen vor:

  • Digitale Steuerelemente für die Infrarotkabine
  • Farblicht
  • Frisch- und Abluftsystem
  • Ablagebord in der Rückwand
  • Hifi (Musikanlage)
  • Handtuchhalter
  • Fußschemel oder Fußstockerl
  • Aromagerät für die Infrarotkabine
  • Solevernebler in der Infrarotkabine

Digitale Steuerelemente für die Infrarotkabine

Die digitalen Steuerelemente sind oft verbautes Zubehör. Sie erlauben dir, neben der Leistung der Strahler nicht nur die Therapiedauer und Frischluftzufuhr zu steuern, sondern auch das Farblicht und das Aromagerät.

Die digitale Steuerelemente sollten im Kabineninneren angebracht werden. So kannst du schnell und einfach alle Ausstattungen managen, ohne die Infrarotsauna verlassen zu müssen.

Farblicht

Die Wirkung und die Kraft der Farben nutzt man auch im Gesundheits- und Wellnessbereich. In vielen Saunen und herkömmlichen Infrarotkabinen sind „Farblichtspiele“ eingebaut.

Diese Therapien haben aber zumeist eine weniger angenehme Schattenseite: Durch den ständigen Wechsel der Farben fällt es schwer, sich auf die wohltuende Wirkung des farbigen Lichts auch wirklich einzulassen.

Unser Tipp: Ideal ist es, pro Sitzung nur eine Farbe zu verwenden, um auf deren positive Auswirkungen ohne Zeitdruck reagieren zu können. Auf diese Art kann man auch jede Farbe bewusst je nach körperlicher und seelischer Verfassung zur Therapie einsetzen.

Frisch- und Abluftsystem

Mit einem Frisch- bzw. Abluftsystem wirst du immer mit frischer Luft in der Infrarotkabine versorgt. Zum Einen transportiert das System die verbrauchte Luft vom Inneren der Infrarotkabine ab und führt frische, sauerstoffreiche Luft von außen zu.

Darüber hinaus regelt es die Innentemperatur des Raumes. Die Steuerung ist so programmiert, dass sich der Ventilator einschaltet, sobald die gewünschte Temperatur erreicht wird – dann wird kühlere Luft von außen angesaugt.

Ablagebord in der Rückwand

Es klingt banal, ist aber nicht selbstverständlich und dabei extrem praktisch. In vielen Infrarotkabinen ist keine Ablagefläche verbaut. Sie erweist sich jedoch als äußerst nützlich zum Abstellen von Duftlampen, Wassergläsern und ähnlichem.

Musikanlage

Musik berührt unsere Seele – und nicht nur diese. Sie wirkt auch positiv auf unseren Körper. Mit einer Hifi-Anlage mit Radio, CD-Player, MP3-Player, USB-Stick oder mit einem Bluetooth-Lautsprecher kannst du deine Entspannung in der Infrarotkabine musikalisch unterstützen.

Eine derartige Musikanlage sollte über digitale Steuerelemente innerhalb der Kabine verfügen, damit du nicht nach draußen musst, um die Musiktherapie zu steuern.

Handtuchhalter

Anders als die digitalen Steuerelemente sollte der Handtuchhalter an der Innenseite der Kabine montiert werden. Man kann sich somit an das Handtuch anlehnen ohne dabei die Wand direkt mit der Haut zu berühren. Ein Haken kann auch nachträglich in die Infrarotkabine montiert werden.

Fußschemel

Nicht jeder lebt auf großem Fuß. Damit du trotzdem komfortabel Sitzen kannst, empfehlen wird dir  einen Fußschemel. Das Fußstockerl dient als „Fußverlängerung“. So sitzt du schön aufrecht vor dem Tiefenwärmestrahler in der Infrarotkabine und kannst die Wärme besonders gut genießen.

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Aroma, Musik, Licht und vieles andere: Infrarotkabinen können sehr viel an Extraausstattung bieten.

Aromagerät für die Infrarotkabine

Das Aromagerät ermöglicht eine wahrhaft intensive und „dufte“ Entspannung. Einfach ein paar Tropfen des Dufts auf das Flies geben und der im Aromagerät integrierte Ventilator sorgt für die schnelle und gleichmäßige Verteilung des Aromas in der Infrarotkabine.

Düfte haben eine bestimmte Wirkung auf unseren Körper. Sie können anregend, aber auch beruhigend wirken. Je nach Lust und Laune kannst du für jede Therapie ein anderes Aroma benutzen. Es verfliegt bis zur nächsten Sitzung und du kannst wieder frisch in die nächste Anwendung starten.

Solevernebler in der Infrarotkabine

In der Medizin wird die heilende Wirkung des Salzes und der Meeresluft zur Behandlung von Haut- und Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Neurodermitis eingesetzt. Mit einem Solevernebler nutzt du diese Vorteile in der Infrarotkabine.

Durch die Vernebelung wird die Luft in der Infrarotkabine mit einer Solelösung angereichert. Es werden feinste Mikropartikel erzeugt, die tief in die Lunge eingeatmet werden. Der Solevernebler kann jederzeit auch nachträglich in die Infrarotkabine oder Sauna eingebaut werden.

Aromabad

Schon Jahrtausende alt ist das Wissen um die effektive Wirkung von pflanzlichen Aromastoffen und der Dufttherapie. Die Aromatherapie bietet mit einfachsten Mitteln die Möglichkeit, die Wirkung von Infrarotlicht zu verstärken und zu ergänzen.

Entweder du suchst intutiv ein Aroma aus, das dir am besten gefällt oder wendest Duftöle bewusst zur positiven Beeinflussung deines geistigen und körperlichen Zustandes an. Beim Verdunsten werden die Wirkstoffe nicht nur durch Schleimhäute und Lunge aufgenommen, sondern auch über unser größtes Organ, die Haut.

Innenbeleuchtung und Farblichtbad

Obwohl dies nicht notwendigerweise zum Standard gehört, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Infrarotkabine über eine Innenbeleuchtung verfügt, da so auf einfache Weise das Anwendungserlebnis um ein Vielfaches gesteigert werden kann.

Die Farben Rot, Orange, Grün und Blau sind am gängigsten. Violett und eine etwas gedämpfte Allgemeinbeleuchtung sollten ebenfalls möglich sein. Teure Systeme mit aufwändiger Steuerung und / oder einem Farbenspiel sind ein netter technischer Gag, jedoch für eine Therapie nicht notwendig.

Außerdem solltest du dich gezielt für eine Farbe entscheiden und diese beibehalten, damit auch die gewünschte Wirkung eintreten kann. In der folgenden Tabelle haben wir die Anwendungsgebiete der jeweiligen Farben kurz erklärt:

Rot Gelb / Orange Grün Blau Violett
Zuordnung Element Feuer, Leben Element Erde, Heiterkeit, Lebensfreude, Fröhlichkeit und Kreativität Element Holz Element Metall, Ruhe und Stille Geist
Verwendung Energielosigkeit, Anregung des Stoffwechsels, Fördert den Energiehaushalt Unzufriedenheit, Depressionen, Angst, Beeinflusst Milz und Pankreas, Wirkt verdauungsfördernd und appetitanregend Beruhigung, Inneres Gleichgewicht, Entspannung, Zufriedenheit, Wirkt auf Nervensystem Schmerzlindernd und schlaffördernd Stärkung der geistigen Kraft, Depressionsbehandlung, Wirkt auf das Unterbewusstsein

Sonnenlichtbad

Das Sonnenlichtbad erzeugt ein Lichtspektrum, das dem natürlichen Sonnenlicht nachempfunden ist. Dies hebt vor allem an bewölkten Tagen und bei längeren Schlechtwetterperioden die Stimmung.

Solche Lampen werden auch gezielt zur Depressionstherapie eingesetzt. Außerdem werden dadurch die Funktionen des Stoffwechsel- und Hormonsystems angeregt.

Zusammenfassend kannst du dein Wohlbefinden durch die Farblichttherapie in Kombination mit Infrarotlicht zusätzlich steigern. Hier hast du die Auswahl zwischen Rot, Gelb, Orange, Grün, Blau, Violett und Sonnenlichtbädern.

Klangbad

Musik ist im Stande, unsere Gemütsverfassung zu verändern. Hier gilt prinzipiell: „Was einem gefällt, tut gut“. Bei der Anwendung in einer Infrarotkabine wird zwar zumeist die Entspannung im Vordergrund stehen, das soll aber nicht ausschließen, dass es auch einmal etwas beschwingter sein darf.

Wenn die Qualität des Zellwassers schlecht ist, sind die Abwehrkräfte des Körpers nicht im Gleichgewicht und können daher nicht ihr volles Potential ausschöpfen. Neben Musik beeinflussen auch Gebete und Mantren unser Zellwasser und damit Körper und Geist positiv.

Da der menschliche Körper überwiegend aus Wasser besteht (ca. 70 Prozent), liegt es nahe, den Einfluss von Musik auf Wasser für unser Wohlbefinden zu nutzen. Vor allem Klassikfans wird die Erkenntnis freuen, das besonders diese Musik imstande ist, die Struktur von Wasser positiv zu verändern.

Generell sollte gehört werden, was gefällt. Tendenziell empfehlen sich jedoch ruhigere Töne und Klassik ist immer die richtige Wahl.

Außerdem sollte für deinen Anwendungskomfort darauf geachtet werden, dass die digitale Steuerelemente innerhalb der Kabine angebracht ist, damit deine Therapie nicht gestört wird, wenn du deinen Musikwunsch änderst. Generell kannst du als Quelle für dein Klangbad zwischen Bluetooth, USB oder MP3 Player wählen.

Aufheizzeit, Regelung und Maximum der Temperatur

Wie schon im Punkt „Arten von Strahlern“ mithilfe einer Tabelle erklärt wurde, hängt die Aufheizzeit von der Art der jeweiligen verbauten Strahler ab.

Während Vollspektrumstrahler bereits nach wenigen Sekunden einsatzbereit sind, benötigen Keramikstrahler 10 bis 15 Minuten und Karbonflächenstrahler bis zu 30 Minuten bis sie betriebsbereit sind. Das schlägt sich auch im Stromverbrauch nieder.

Der optimale Temperaturbereich liegt meist, je nach Tagesverfassung, zwischen 32 und 36° C. Anstatt eines einfachen Ein- / Ausschalters empfiehlt sich ein Regler, der es dir erlaubt, die Temperatur stufenlos einzustellen – und zwar von innen.

Günstigere Kabinen sind häufig thermostatgesteuert und schalten den Infrarotstrahler bei Erreichen einer bestimmten Raumtemperatur ab – du sitzt dann nur mehr in heißer Luft. Gute Infrarotkabinen geben während der gesamten Sitzung konstant die von dir eingestellte Infrarot-Tiefenwärme an den Körper ab.

Bezüglich der Temperatur ist es wichtig, sich über die unterschiedlichen Aufheizzeiten von Karbon-, Keramik– und Vollspektrumstrahlern im Klaren zu sein.

Vollspektrumstrahler schneiden hier am besten ab und sind in nur wenigen Sekunden einsatzbereit. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Temperatur stufenlos geregelt werden kann und die Infrarotwärme konstant abgegeben wird.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Infrarotkabine

Was muss bezüglich Temperatur beachtet werden?

Die Temperatur ist so zu wählen, dass du sie als angenehm empfindest.

Der optimale Temperaturbereich liegt meist, je nach Tagesverfassung, zwischen 32 und 36° C. Wenn du die gewählte Temperatur als zu hoch empfindest, öffne die Tür oder schalte den Abluftventilator ein.

Was sollte ich in einer Infrarotkabine anziehen?

Wie bereits mehrfach erwähnt, erzeugen Infrarotstrahlen die Wärme beim Auftreffen auf der Haut. Entsprechend wenig sinnvoll ist es, in er Infrarotkabine viel Kleidung zu tragen. Sie würde die Wirkung beeinträchtigen.

Wie bei der Sauna gilt also auch bei der Infrarotkabine: Weniger ist mehr. Du solltest sie nackt oder spärlich nutzen. Lege zudem jeglichen Schmuck ab, denn er wird ebenfalls durch die Strahlen erhitzt und könnte Verbrennungen verursachen.

Wie gesund ist eine Infrarotkabine?

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Infrarotlicht ist präventiv sowie akut. Bei regelmäßiger Anwendung wird so nicht nur der Körper, sondern auch der Geist gesund geschwitzt.

Die gesundheitsfördernde Wirkung bei akuten Beschwerden umfasst die Verfeinerung des Hautbildes, die Linderung von Erkältungen, Lösung von Verspannungen, Verminderung von chronischen Schmerzen bei Rheuma oder Arthritis und die Unterstützung beim Stressabbau.

Durch die präventive Wirkung der Inrarotkabine werden langfristig Immunsystem und Kreislauf gestärkt, der Stoffwechsel aktiviert und Endorphine ausgeschüttet.

Wie wirkt eine Infrarotkabine auf Vitamin-D-Mangel?

Die Benutzung von Infrarotkabinen in der kalten Jahreszeit kann zwar helfen, Winterdepressionen vorzubeugen. Da zur Produktion von Vitamin D allerdings UV-Strahlen benötigt werden, hilft die Infrarotkabine nicht dabei, einen Vitamin-D-Mangel auszugleichen.

Um ihm vorzubeugen, wird empfohlen, täglich eine halbe Stunde draußen zu verbringen. Ein Spaziergang in der Mittagspause wäre hier denkbar.

Da in unseren Breitengraden die Sonnenstrahlung in den Wintermonaten sehr schwach ist, kann über die Ergänzung von Vitamin D durch ein Supplement nachgedacht werden.

Hilft eine Infrarotkabine beim Abnehmen oder gegen Cellulite?

Die Anwendungsgebiete von Infrarotlicht sind vielseitig und deren gesundheitliche Vorteile – ob präventiv oder akut – sind bemerkenswert. Die Infrarotkabine ist jedoch bei Weitem kein Allheilmittel.

Vorsicht ist zum Beispiel in Hinsicht auf die Wirkung von Infrarotlicht aufs Abnehmen geboten: Berichte über Gewichtsverlust durch regelmäßige Infrarotanwendungen erwecken den Eindruck, die Kabinen wären wahre Wunderwaffen beim Abnehmen.

Das verlorene Gewicht ist aber lediglich Wasser, denn Fett kann weder durch Saunen noch durch Infrarotkabinen ausgeschwitzt werden. Es wird durch die Wärme lediglich mobilisiert.

Wer abnehmen will, kommt nicht umhin, die Ernährung umzustellen und regelmäßig Sport zu treiben. Die Infrarotkabine kann jedoch beim Abnehmen unterstützend wirken: Muskelverspannungen werden schneller gelöst, wodurch eine kürzere Regenerationszeit und intensivere Trainingseinheiten möglich sind.

Kann ich mein Handy oder iPad mit in die Infrarotkabine nehmen?

Gehörst du auch zu den Menschen, die eigentlich immer online sind und auch in der Infrarotkabine nicht darauf verzichten können oder wollen? Dann fragst du dich jetzt sicher, ob du dein Handy oder iPad mit in die Infrarotkabine nehmen kannst.

Natürlich entstehen in einer Infrarotkabine nicht so hohe Temperaturen wie in der Sauna und auch nur wenig bis gar keine Feuchtigkeit. Du solltest dich dennoch informieren, für welche Umgebungstemperaturen dein technisches Gerät geeignet ist. Meist steht das in der Bedienungsanleitung.

Das gilt natürlich auch für Fernseher, wenn du die Installation eines TVs in deiner Infrarotkabine planst. Die meisten Modelle arbeiten zuverlässig zwischen 10 und 40 °C und sollten nicht für längere Zeit in Umgebungen stehen, die außerhalb dieses Temperaturbereis liegen.

Gibt es bei Infrarotkabinen auch Sonderwünsche und Maßanfertigungen?

Für Leute, die besonders viel Wert auf Individualität legen oder wenn es einfach aufgrund der geographischen Umstände (bspw. wegen Dachschrägen) nicht anders geht, gibt es natürlich die Möglichkeit, Infrarotkabinen nach Maß Anfertigen zu lassen.

Das fängt an bei der Auswahl der Holzart für die Innen- und Außenverkleidung und geht bis zur Ausstattung wie Musikanlage, Farblicht oder Bluetooth-Steuerung.

Derartig individuell angefertigte Einzelstücke entsprechen nicht nur den ganz persönlichen Vorstellungen des Käufers, sondern fügen sich darüber hinaus auch noch sehr harmonisch in die Umgebung ein.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.bfs.de/DE/themen/opt/ir/anwendung/medizin/medizin.html

[2] http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=1406

[3] http://www.finnspa.de/gesundheit/medizinische-wirkung-infrafrotwaerme/

[4] https://www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/wellness/1817571-29802-infrarotlicht-lohnt-eine-kabine-fuer-zuh.html

Bildnachweis: solskin / pixabay.com

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