Beginnt es im Hals zu kratzen, denken wir meist an eine Erkältung. In der Tat ist dies die Hauptursache für lästiges Brennen und Kratzen.

Halsschmerzen sind ein Indiz dafür, dass der Körper seine Abwehr mobilisiert und auf die Erkältungsviren, welche die Schleimhäute befallen haben reagiert.

Halsweh ist meist harmlos und lässt sich mit leichten Medikamenten oder bewährten Hausmitteln kurieren.

Wie dies am besten geschehen kann, welche weiteren Ursachen Halsschmerzen auslösen und wann ein Arztbesuch unumgänglich ist, verraten wir dir im folgenden Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die meisten Halsschmerzen sind erkältungsbedingt. Jeder Erwachsene wird durchschnittlich zwei- bis dreimal jährlich von einem lästigen Halskratzen und Schluckbeschwerden heimgesucht.
  • Da ein Großteil der Halsschmerzen von Viren ausgelöst wird, zeigen Antibiotika keine Wirkung. Einige Hausmittel oder pflanzliche Präparate bewähren sich dagegen als Alternative.
  • Wer unter Halsschmerzen leidet, sollte viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Dies trägt zur Befeuchtung der Schleimhäute bei. Säurehaltige Getränke sollten vermieden werden, denn diese reizen die Schleimhäute zusätzlich.

Definition: Was sind Halsschmerzen?

Meist lässt eine Entzündung der Schleimhäute von Nase, Mund und Rachen Halsschmerzen entstehen. Halsweh wird zu den klassischen Erkältungssymptomen gezählt.

Sind die Schleimhäute von Nasen, Mund und Rachen entzündet, entstehen die altbekannten Halsschmerzen. (Bildquelle: 123rf.com / 69606468)

Auch äußere Faktoren, wie kalte Luft, übermäßige Anstrengung oder der Kontakt mit Allergenen kann zu Halsbeschwerden führen.

Generell bezeichnen Halsschmerzen kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern stehen für ein Symptom einer Grunderkrankung.

Halsschmerzen sind meist harmlos und mit Medikamenten in unterschiedlichen Darreichungsformen gut zu behandeln. Dabei sollte die Speichelproduktion angeregt und eine Befeuchtung der Rachenschleimhaut erreicht werden.

Hintergründe: Was du über Halsschmerzen wissen solltest

Halsschmerzen bedürfen keiner langen Erklärung, wir kennen sie alle. Es beginnt mit einem leichten Kratzen, das Schlucken fällt schwer. Später kann Heiserkeit dazu kommen und wir bekommen Husten.

Meist ist Halsweh eine Begleiterscheinung von Erkältungen oder grippalen Infekten. Treten Halsschmerzen jedoch unabhängig einer Erkältung auf, gilt es den Symptomen auf den Grund zu gehen.

Halsschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben. Doch zumeist entstehen sie aufgrund eines grippalen Infekts. (Bildquelle: 123rf.com / 30111819)

Wie fühlen sich Halsschmerzen an?

Auf diese Frage findet wohl jeder von uns eine Antwort. Es fühlt sich einfach unangenehm an, wenn der Hals kratzt und brennt und uns das Schlucken und Sprechen schwerfällt. Erwachsene können oft mehrmals im Jahr ein Lied davon singen.

Sollen Kinder Halsschmerzen beschreiben, sind sie wahrscheinlich wahre Meister darin, denn mehr als zehnmal jährlich kann sich der Nachwuchs erkälten. Neben Halsweh treten bei Erkältungen zusätzlich Schnupfen, Husten, erhöhte Temperatur und allgemeines Unwohlsein auf.

Beobachtest du deine Halsschmerzen und die Begleitsymptome, wirst du schnell herausfinden, ob es sich um eine harmlose Erkältung handelt oder eine andere der hier genannten Ursachen vorliegt.

Auftretendes Symptom Krankheitsursache
Kratzen und Brennen, geröteter Hals, Schluckbeschwerden, Schnupfen, Husten Erkältung
Plötzliche starke Halsschmerzen, trockener Hals, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl Grippe
Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, geschwollene Mandeln, geschwollene Lymphknoten Mandelentzündung, Pfeiffersches Drüsenfieber
Halsschmerzen, Schmerzen strahlen in Richtung Ohr und Kiefer aus, Fieber Mumps
Halsschmerzen, Fieber, Hautausschlag, Kratzen im Hals, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Sprechen Scharlach, Entzündung der Stimmbänder
Kratzen im Hals, Heiserkeit nach langem Reden, Singen Überbeanspruchte Stimmbänder
Brennen im Hals, Heiserkeit nach Rauchen oder Alkoholkonsum Reizung der Schleimhäute
Kratzen und Brennen im Hals nach Einnahme von Medikamenten, Müdigkeit, Blässe Nebenwirkung von Medikamenten

Findet sich keiner der genannten Auslöser, kann auch eine Allergie hinter einem unangenehmen Kratzen und Brennen im Hals stecken.

Treten Halsschmerzen häufiger ohne ersichtlichen Grund auf, kann ein Prick-Test Aufschluss über mögliche Allergene liefern.

Wie lange hat man Halsschmerzen?

Die Dauer von Halsschmerzen variiert und hängt mit der Ursache und dem entsprechenden Krankheitsverlauf zusammen.

Erkältungsbedingtes Halsweh ist in den ersten zwei bis drei Tage am schlimmsten und läutet die Erkältung praktisch ein. Kommen dann Schnupfen und Husten dazu, klingen die Halsschmerzen ab.

Bei virusbedingten Halsschmerzen ist davon auszugehen, dass die Beschwerden nach etwa fünf Tagen verschwunden sind.

Ist das Immunsystem geschwächt, wird es mit den Erregern weniger gut umgehen können. So kommt es vor, dass ältere Menschen, Raucher oder Personen mit Autoimmunerkrankungen auch einige Tage länger unter Halsschmerzen leiden.

In etwa 80 Prozent aller Fälle ist eine Erkältung die Ursache von Halsschmerzen. Sind diese nach etwa einer Woche nicht abgeklungen, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Dieser kann eine genauere Untersuchung vornehmen und andere Grunderkrankungen ausschließen oder diagnostizieren.

Welche Ursachen haben Halsschmerzen?

Für Halsschmerzen können verschiedene Faktoren verantwortlich zeichnen. Die häufigste Ursache ist eine Infektion der oberen Atemwege. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion.

Durch Husten oder Niesen werden die kleinen Wassertröpfchen in die Umgebung geschleudert. Ein Ansteckungsrisiko besteht auch durch den Kontakt mit kontaminierten Gegenständen. Dann wird von der sogenannten Schmierinfektion gesprochen.

Die häufigsten Ursachen von Halsschmerzen im Überblick

Erkältung

Die häufigste Ursache von Halsschmerzen sind Erkältungen der oberen Atemwege. Dies trifft auf 50 bis 80 Prozent aller Fälle zu. Das Kratzen im Hals beginnt eher schleichend und hält nur wenige Tage an.

Grippaler Infekt

Der grippale Infekt ist von der einfachen Erkältung abzugrenzen. Die Halsschmerzen treten in diesem Fall plötzlich und intensiv in Erscheinung.

Der Hals ist trocken und starker Husten setzt ein. Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl bedingen einen Arztbesuch.

Halsentzündung

Ein Kratzen im Hals ohne weitere Symptome deutet auf eine akute Rachenentzündung hin. Meist sind Viren dafür verantwortlich. Mit Hausmitteln kann hier schnell Abhilfe geschaffen werden.

Mandelentzündung

Sind die Halsschmerzen heftig und strahlen bis zu den Ohren hinauf, kann es sich um eine Mandelentzündung handeln.

Die Virusinfektion zieht eine bakterielle Superinfektion mit Streptokokken nach sich. Der Arzt wird Antibiotika verschreiben.

Kehlkopfentzündung

Plötzliche Halsschmerzen und Stimmverlust deuten auf eine Entzündung von Kehlkopf oder Stimmbändern hin.

Meist liegen hier äußere Faktoren wie Rauchentwicklung, bestimmte Allergene oder eine Überbeanspruchung der Stimme zugrunde. Die Stimme sollte geschont werden.

Die Entzündung lässt sich mit Hausmitteln behandeln.

Pfeiffersches Drüsenfieber

Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird im Volksmund auch als Kusskrankheit bezeichnet. Kinder erkranken häufig durch elterliche Küsse. Es treten Halsschmerzen und Schluckbeschwerden auf.

Ein Arztbesuch ist ratsam, um bakterielle Superinfektionen zu vermeiden.

Refluxkrankheit

Relativ häufig kommt es in Verbindung mit Sodbrennen zu Halsschmerzen. Das Aufsteigen des sauren Mageninhalts greift Kehlkopf und Rachenschleimhaut an.

Heiserkeit und Schluckbeschwerden können diese Entzündung begleiten.

Herzinfarkt

Dieser Umstand ist zwar recht selten, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Tritt ein plötzlicher Schmerz im Hals auf, welcher auch in den Rücken und in die Arme ausstrahlt, kann dies einen Herzinfarkt ankündigen.

Hier ist Vorsicht geboten und ein Arzt sollte aufgesucht werden. Herzinfarktpatienten berichten vermehrt, einige Tage vor dem Infarkt Halsschmerzen ohne denkbare Ursache gehabt zu haben.

Folgende Übersicht stellt Symptome und mögliche Ursachen gegenüber

Symptome Eventuelle Ursachen
Halsschmerzen einseitig Mandelentzündung, Rachenentzündung, Seitenstrangangina, Pfeiffersches Drüsenfieber, Mumps
Halsschmerzen ohne Erkältung Kehlkopfentzündung, Allergie, äußere Faktoren, Reizung der Stimmbänder
Halsschmerzen links Mandelentzündung, Erkältung, Abszess, Stimmbandentzündung, äußere Faktoren
Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden Grippe, Erkältung, Kehlkopfentzündung, Schilddrüsenentzündung, Rachenschleimhautentzündung
Halsschmerzen nur nachts Refluxkrankheit, Herzprobleme, Magenprobleme, Allergie, äußere Faktoren
sehr starke Halsschmerzen Pfeiffersches Drüsenfieber, Grippe, Mandelentzündung, Kehlkopfentzündung, Mumps

Halsschmerzen: Praktische Anwendung und Vorteile

Es ist passiert. Der Hals kratzt und vermutlich steht eine Erkältung ins Haus. Halsschmerzen zählen zu den häufigsten Symptomen. Im Rachenraum verlaufen zahllose Nervenbahnen.

Kommt es zu einer Entzündung der Schleimhaut, werden die Schmerzfühler aktiv und der Teufelskreis beginnt. Meist sind Halsschmerzen nach wenigen Tagen Geschichte und es können einfache Hausmittel zur Linderung eingesetzt werden.

Da in den meisten Fällen Antibiotika keine Wirkung zeigen, sind Betroffene auf ihr Immunsystem angewiesen. Auch harmlose Erkältungen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Es gilt, sich zu schonen und dem Immunsystem damit die Arbeit zu erleichtern. Wer dagegen weiter Sport treibt und sich körperlich wie psychisch überanstrengt, riskiert gefährliche Folgeschäden am Herzen.

Wie kann ich Halsschmerzen schnell loswerden?

Ist es einmal passiert, wird es einiges an Geduld brauchen, bis das unangenehme Gefühl im Hals wieder verschwunden ist. Wer sich schont und körperliche wie seelische Belastungen vermeidet, kann einiges dafür tun, dass Halsschmerzen nach einigen Tagen verschwunden sind.

Sich Ruhe gönnen, für eine gute Belüftung der Räume sorgen und Alkoholgenuss und Rauchen vermeiden, hilft, dass Halsweh schnell abklingt. Medikamente und Hausmittel aus der Naturapotheke können unterstützend eingesetzt werden.

Damit Halsweh schnell abklingt, sollte man sich Ruhe und Erholung gönnen. (Bildquelle: 123rf.com / 116464503)

Welche Medikamente bei Halsschmerzen?

Bereits beim ersten Kratzen im Hals greifen viele zu Medikamenten. Schließlich möchte man schnell wieder fit sein und schlimmeres verhindern.

Medikamente aus der Apotheke bleiben zwar gegen die ursächlichen Viren wirkungslos, können aber eine Linderung der Beschwerden mit sich bringen.

Dabei kann in verschiedene Präparate unterschieden werden:

Lokalanästhetika

Diese Medikamente bilden einen schützenden Film, welcher sich über die Schleimhäute legt. Damit wird das lästige Kratzen zumindest kurzfristig gelindert.

Bewährte Wirkstoffe dieser Präparate sind Benzocain oder Lidocain.

Abschwellende Mittel

Einige Präparate bewirken ein Abschwellen der Schleimhaut. Auch dadurch werden Halsschmerzen abgeschwächt. Hierbei sollte zu Medikamenten mit Aluminiumchlorid gegriffen werden.

Entzündungshemmende Mittel

Kommen Viren in Kontakt mit der Rachenschleimhaut, entsteht eine Entzündung. Mittel mit Flurbiprofen und anderen entzündungshemmenden Wirkstoffen können hier Anwendung finden.

Schmerzlindernde Mittel

Bei besonders starken Halsschmerzen können herkömmliche Schmerzmittel helfen. Medikamente mit Ibuprofen und Acetylsalicylsäure lindern den Schmerz, bekämpfen aber nicht die Symptome.

Bei der Wahl der Darreichungsform bist du relativ frei. Die erste Wahl sind Mittel, welche lange im Mund- und Rachenraum verbleiben.

Durch die Einnahme von Lutschpastillen wird die Speichelproduktion angeregt. Der Wirkstoff kann sich so besser verteilen und die Befeuchtung der Rachenschleimhaut bewirkt eine Besserung der Beschwerden.

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Phenolhaltige Sprays können oberflächlich Linderung bringen. Lutschtabletten wirken nachhaltiger. Halstabletten sind unterschiedliche stark. Es sollten die Dosierungshinweise auf dem Beipackzettel beachtet werden.

Für die schnelle Hilfe unterwegs haben sich Spray, Pastillen oder Hustensaft bewährt. Bei pflanzlichen Medikamenten haben sich Salbei und Ringelblume bezahlt gemacht. Die Homöopathie kennt mit Atropa belladonna (Tollkirsche) und Apis mellifica (Honigbiene) bewährte Mittel.

Gegen erkältungsbedingte Halsschmerzen helfen Zinktabletten. Die Tabletten solltest du langsam im Mund zergehen lassen.

Zink kann auch die übrigen Erkältungsbeschwerden lindern, sollte jedoch nicht länger als eine Woche eingenommen werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Mineralhaushalt des Körpers durcheinander gerät.

Bei Heiserkeit bringen Lutschtabletten mit folgenden Wirkstoffen Linderung:

  • Salbei
  • Primel
  • Isländisch Moos
  • Thymian
  • Emser Salz

Bei Kindern kann Heiserkeit ein Hinweis auf eine Pseudokrupp-Erkrankung darstellen. Hat das Kind gleichzeitig Fieber und klagt über Schluckbeschwerden, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Liegt eine bakterielle Rachenentzündung vor, werden Antibiotika verordnet. Damit lassen sich schwerwiegende Superinfektionen vermeiden.

Kann ich Halsschmerzen mit Hausmitteln lindern?

Die Naturapotheke bietet uns zahlreiche Wirkstoffe an, welche gegen Halsschmerzen helfen können, ohne Nebenwirkungen zu verursachen und den Körper zu belasten.

Folgende Hausmittel haben sich bei erkältungsbedingten Halsschmerzen bewährt:

Honig

Honig ist die beste Wahl gegen Halsschmerzen. Die vielfältige Wirkungsweise von Honig ist bereits seit der Antike bekannt. Honig lässt sich nicht nur zu Hautpflege einsetzen, die enthaltenen Wirkstoffe können auch Entzündungen lindern.

Bei leichten Halsschmerzen hilft eine warme Milch mit Honig. Die Entzündung wird gelindert und die Schleimhäute werden mit Feuchtigkeit versorgt. Auch Kinder lassen sich diese Medizin gern schmecken.

Zwiebeln

Auch die Zwiebel besitzt einen unschätzbaren Wert für die Gesundheit. Dies ist besonders den enthaltenen ätherischen Ölen und Schwefelverbindungen zuzuschreiben.

Im Gegensatz zu Antibiotika wirken Zwiebeln gleichsam gegen Bakterien und Viren. Werden Zwiebelwürfel mit Honig bedeckt einige Stunden ziehen gelassen, entsteht ein heilsamer Sirup, welcher mehrmals täglich esslöffelweise eingenommen werden kann.

Ebenso kann ein Zwiebelsaft hergestellt werden. Die kleingeschnittene Zwiebel wird mit heißem Wasser übergossen und kann mit Honig gesüßt getrunken werden.

Knoblauch

Aus Knoblauch kann eine antibakteriell wirkende Mundspülung hergestellt werden. Drei frische Zehen werden gepresst und mit dem Saft einer Bio-Zitrone verrührt.

Mit dieser Lösung wird mehrmals täglich die Mundhöhle gespült. Anschließend darf die Lösung geschluckt werden.

Tee gegen Halsschmerzen

Ein warmer Tee ist ein wirkungsvolles Mittel, um den Hals zu beruhigen und die Rachenschleimhaut zu befeuchten. Dabei hat sich die Wirkung verschiedener Kräuter bewährt.

Kräuter Wirkung
Kamille Entzündungshemmend, krampflösend
Salbei Entzündungshemmend, abschwellend
Spitzwegerich Schmerzstillend, krampflösend
Malve Schmerzlindernd, beruhigend

Der Tee sollte nicht zu heiß und in kleinen Schlucken getrunken werden. Dabei gilt es, sich zu schonen und nach dem Teegenuss einige Zeit zu ruhen.

Gurgeln

Bei Schluckbeschwerden kann Gurgeln helfen. Es sollte regelmäßig mit Kamillentee, Salbeitee oder Salzwasser gegurgelt werden.

Bei Husten und Heiserkeit wird Gurgeln allerdings keine Lösung bringen, denn die Entzündung liegt in tieferen Bereichen des Rachens.

Halswickel

Halswickel sind ein bewährtes Hausmittel gegen Halsweh. Bereits unsere Großeltern haben sich damit geholfen, wenn wieder einmal eine Erkältung von ihnen Besitz ergriffen hatte.

Dabei kann in kalte und warme Halswickel unterschieden werden:

Kalte Halswickel: Kalte Halswickel haben sich bewährt, wenn die Halsschmerzen in Verbindung mit Schluckbeschwerden auftreten. Halsschmerzen werden gelindert und Entzündungen klingen schneller ab.

Warme Halswickel: Ein warmer Halswickel steigert die Durchblutung und bringt Entspannung. Der Schleim kann besser gelöst werden und die Schmerzen werden gelindert.

Inhalieren

Bei starken Halsschmerzen reicht es nicht mehr aus, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen, indem Luftbefeuchter aufgestellt werden. Es sollte zusätzlich Wasserdampf inhaliert werden. In eine Schüssel oder in das Waschbecken wird kochend heißes Wasser gefüllt.

Du lehnst den Kopf über Schüssel oder Beckenrand und legst ein Handtuch über den Kopf, damit möglichst viel Wasserdampf eingeatmet werden kann. Es sollte mehrmals täglich mindestens fünf Minuten lang inhaliert werden.

Weg mit der alten Zahnbürste!

Zahnbürsten sollten regelmäßig ausgetauscht werden. Wird dies versäumt, entwickeln sich Zahnbürsten zu wahren Bakterienschleudern. Wird die Mundschleimhaut beim Zähneputzen verletzt, können sich die Keime ungehindert ausbreiten.

Bei ersten Krankheitsanzeichen sollte die Zahnbürste ausgetauscht werden. Sind Erkältung und Halsschmerzen überstanden, wird die Bürste erneut ausgetauscht, um eine erneuten Ansteckung zu verhindern.

Wann bei Halsschmerzen zum Arzt?

Treten Halsschmerzen in Verbindung mit einer Erkältung auf, spricht nichts dagegen, sich auf bewährte Hausmittel zu verlassen und dem eigenen Immunsystem die Arbeit verrichten zu lassen.

Auch bei Kindern ist ein Arztbesuch nicht zwingend nötig. Diese können mehr als zehnmal pro Jahr eine Erkältung nach Hause bringen.

Meist sind harmlose Rhinoviren die Ursache und mit Hausmitteln kann eine schnelle Linderung erzielt werden. Älter Kinder können Lutschtabletten erhalten, um den Schmerz zu lindern.

Halswickel sind für Kinder eine gute Wahl. Scharfe Mittel mit Ingwer sollten dagegen vermieden werden.

Verschlimmern sich die Beschwerden nach einigen Tagen, sollte der Arzt aufgesucht werden.

Ein Arztbesuch ist unumgänglich, wenn folgende Faktoren hinzukommen:

  • starke Beschwerden unklaren Ursprungs
  • Atemnot
  • Fieber
  • Schluckbeschwerden
  • geschwollene Lymphknoten
  • eitrige Mandeln
  • allgemeines Krankheitsgefühl

Der Arzt kann eine Diagnose stellen und die weitere Behandlung festlegen.

Fazit

Halsschmerzen sind weit verbreitet und kündigen meist eine Erkältung an. Zum Großteil sind Halsbeschwerden harmlos und mit rezeptfreien Medikamenten oder Hausmitteln gut behandelbar.

Neben Erkältungsviren können auch äußere Faktoren wie Allergene oder Zigarettenrauch Halsschmerzen auslösen. Halsschmerzen verschwinden nach etwa drei Tagen.

Ist dies nicht der Fall und verschlimmern sich die Beschwerden, sollte von der Selbstmedikation abgesehen und ein Arzt aufgesucht werden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.erkaeltung-online.de/symptome/halsschmerzen

[2] https://www.erkaeltungs-ratgeber.de/halsschmerzen

[3] https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/erkaeltung/was-hinter-halsschmerzen-stecken-kann-wann-halsschmerzen-nicht-harmlos-sondern-alarmzeichen-sind_id_7882967.html

[4] https://www.senioren-ratgeber.de/Erkaeltung/Was-hilft-bei-Halsschmerzen-546831.html

[5] https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Was-hilft-bei-Husten-Schnupfen-und-Halsweh,hausmittel109.html