Bei einem EKG (Elektrokardiografie) werden deine Herzaktivitäten gemessen. Dies wird normalerweise von einem Facharzt untersucht und sagen diesem wie gut dein Herz funktioniert. In unserem großen EKG Test 2019 wollen wir dich über verschiedene EKG Arten aufklären.

Dazu gehört das Ruhe-EKG, das Langzeit-EKG und das Belastungs-EKG. Natürlich findest du hier auch unsere Produktempfehlungen zu mobilen EKG-Geräten.

Des Weiteren beantworten wir der alle Fragen, die du zum Thema EKG hast. Zum Beispiel wie das EKG gemessen wird und wie ein guter Befund aussehen kann.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • EKG-Geräte werden dazu verwendet, den Herzrhythmus anhand der elektrischen Herzerregung, die während des Herzschlages abgegeben werden, nachzuvollziehen.
  • Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Langzeit, Ruhe und Belastungs-EKGs. Es gibt eine Vielzahl an Geräten, die dafür jeweils eingesetzt werden können.
  • Langzeit-EKGs geben Auskunft über den Herzschlag über einen längeren Zeitraum, wenn beispielsweise Herzryhtmusstörungen unregelmäßig auftreten.

EKG-Gerät Test: Favoriten der Redaktion

Das beste EKG-Gerät für zuhause und unterwegs

Dieses EKG-Gerät kann einfach und bequem von unterwegs genutzt werden. Das modische Design und die gute Handhabbarkeit des Gerätes sowie die Software machen dieses Gerät besonders nutzerfreundlich. Damit ist es besonders für Patienten geeignet, die sich in der Welt der Technik sonst nicht allzu gut zurechtfinden.

Das Gerät ist mit einem Gewicht von 118 Gramm und Dimensionen von 102 x 38 x 10 mm kleiner als die meisten am Markt erhältlichen Geräte. Die Messgeschwindigkeit beträgt ebenso wie bei anderen EKG-Geräten nur wenige Sekunden.

Das Beurer EKG-Gerät ME 80 ist akkubetrieben und kann per USB sehr leicht beim Anschließen an den Computer geladen werden. Mit einer Batterielaufzeit von über 1000 Messungen gehört dieses Gerät zu den Spitzenreitern.

Das beste EKG-Gerät mit Farbbildschirm

Das Heal Force EKG 180D ist eine sehr guter Kompromiss zwischen qualitativ hochwertiger Messung und guter Handhabbarkeit. Es kann sowohl für Belastungs-, Ruhe- oder Langzeit-EKG genutzt werden. Das EKG-Gerät von Heal Force zählt im Vergleich mit anderen Elektrokardiogrammen mit Abmessungen von 10 x 13 x 4 cm und einem einem Gewicht von 381 Gramm eher zu den kleineren am Markt verfügbaren Geräten.

Genauso wie andere, ähnlich große EKG-Geräte ist der Heal Force 180D zunächst dafür vorgesehen, von unterwegs genutzt zu werden. Er kann einfach verstaut und bei Bedarf sofort ohne großen Aufwand genutzt werden. Besonders bei Nutzern, die konkret im Bedarfsfall oder auch über einen längeren Zeitraum die Aktivität des Herzens messen wollen, ist dieses Gerät bestens geeignet.

Das beste EKG-Gerät mit USB und PC-Software

Das Pulox EKG-Gerät PM10 ist ein kleines und überschaubares Gerät. Bei Verdacht auf Herzrhythmusstörungen oder zu unregelmäßigen Überprüfungen eignet sich diese Gerät sehr gut. Für eingehende Untersuchungen ist diese Gerät aufgrund der limitierten Funktionen nicht geeignet.

Das EKG-Gerät von Pulox ist im Vergleich mit anderen Elektrokardiogrammen mit Abmessungen von 10 x 4,5 x 1,5 cm cm und einem einem Gewicht von 82 Gramm eines der leichtesten und kleinsten Geräte am Markt. Die Zeit der Messung ist bei diesem Gerät überaus kurz, da sowohl die reine Messzeit nicht länger als 30 Sekunden in Anspruch nimmt und keinerlei Vorbereitungen für die Messung getroffen werden müssen.

Das beste EKG-Gerät für das Smartphone

Dieses praktische EKG Gerät kannst du via Bluetooth ganz einfach mit einer dazu passenden kostenlosen App ‚SnapECG‘ auf deinem Smartphone verbinden.

Die Knopfzellenbatterie des Geräts kann insgesamt 48 Stunden kontinuierlich und präzise überwachen. Mit Hilfe der App kannst du die Ergebnisse der EKG-Auswertung in Echtzeit mit deinem Arzt teilen, oder auch ein PDF oder Bild herunterladen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein EKG kaufst

Bevor wir dir mehr Informationen zur Messung mit dem EKG Gerät mit auf den Weg geben, erfährst du, wer eine solche Untersuchung bei dir durchführen darf und, wie eine solche Untersuchung aussieht.

Außerdem zeigen wir dir, wie ein gesunder EKG-Befund aussehen sollte und wo du dein eigenes EKG am besten kaufen kannst.

Was ist ein EKG?

Generell ist ein Elektrokardiogramm, kurz EKG, ist eine Methode, die elektrische Impulse, die das Herz beim Schlagen abgibt auf der Hautoberfläche misst.

Bei dieser Methode wird die Aktion des Herzens mithilfe von Elektroden abgeleitet und in Form von Kurven auf einen Papierstreifen gezeichnet. Jeder Ausschlag dieser Kurve symbolisiert dabei eine Phase deines Herzschlages.

Auf einem Papierstreifen wird die Funktion deines Herzens, die das EKG misst, aufgezeichnet und ausgewertet. (Bildquelle: 123rf.com / 91301600)

So lassen Rückschlüsse auf die Aktivität des Herzens und eventuelle Unregelmäßigkeiten ziehen.

Gemessen wird die Herzaktion, wie schon gesagt, durch Elektroden, die an deinem Körper, genauer gesagt deiner Brust, befestigt werden.

Jeder Schlag deines Herzens wird durch eine elektrische Erregung deines Herzens ausgelöst. Dabei verursacht er einen elektrischen Strom, den die Elektroden auffangen und messen können.

Es gibt bei der Messung verschiedene Verfahren, die entweder bei einem ruhenden oder einem körperlich angestrengten Menschen zum Einsatz kommen. Mehr dazu erfährst du jedoch im Abschnitt “Entscheidung”.

Wann wird ein EKG durchgeführt?

Das Herz ist neben dem Gehirn eines der komplexesten Organe im menschlichen Körper.

Es versorgt den gesamten Organismus mit Nährstoffen und Sauerstoff und hält die Körpertemperatur aufrecht.

Ohne dein Herz, könnte selbst das Gehirn nicht funktionieren. Der Frequenz und Intensität des Herzschlages kann, sofern richtig ausgewertet, ein Indikator für viele Krankheiten sein.

Meist wird ein EKG durchgeführt, wenn der Verdacht auf bestimmte Erkrankungen besteht.

Der Arzt überwacht dabei den Herzrhythmus, die Herzfrequenz und die Erregung deines Herzens.

Bei folgenden Krankheiten bestehen Veränderungen in der Funktion deines Herzens:

  • Herzinfarkt
  • Erkrankung der Gefäße
  • Herzrhythmusstörungen
  • Entzündungen deines Herzmuskels
  • Vergiftung durch Medikamente
  • Mineralstoffmangel

Bei all diesen Krankheitsbildern ist eine Überwachung der Herzfunktion sehr wichtig und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden.

Wer darf ein EKG durchführen?

Grundsätzlich wird ein EKG in der Arztpraxis oder im Krankenhaus durchgeführt und anschließend von einem erfahrenen Arzt ausgewertet.

Diese Untersuchung wird normalerweise vom Facharzt für Kardiologie, einem Allgemeinarzt oder auch Hausarzt durchgeführt.

Die Anwendung des EKGs ist nicht-invasiv und komplett schmerzfrei.

Eine stationäre Aufnahme des Patienten ist dabei in der Regel nicht notwendig. Die Untersuchung selber dauert nur wenige Minuten und ist komplett schmerzfrei.

Es steht allerdings auch jeder Privatperson frei ein EKG-Gerät zu erwerben und eine Messung eigenständig durchzuführen.

Jedoch darf die Erstellung einer genauen Diagnose und Behandlung nur durch einen entsprechenden Facharzt erfolgen, auch wenn auch Privathaushalte ein EKG erwerben dürfen.

Bei konkreten Verdachtsmomenten sollte zur Auswertung der doch recht komplizierten Ableitungen zusätzlich unbedingt der Arzt hinzugezogen werden.

Welche Ableitungssysteme gibt es?

Während der Erfindung des EKGs gab es mehrere Ableitungsverfahren, die von vorrangig drei Wissenschaftlern entwickelt sowie weiterentwickelt wurden.

Damit du besser verstehst, warum und wie die EKG Messungen funktionieren, haben wir dir in diesem Kapitel die einzelnen Ableitungsverfahren kurz zusammengefasst.

Als Ableitung wird dabei im heutigen Sprachgebrauch die Messung des EKGs verstanden.

Den Anfang machte der Wissenschaftler Namens Einthoven, dann folgte Goldberger und Wilson entwickelte schließlich eine komplexere Ableitungsmethode.

Ableitung nach Einthoven

Bei der Ableitung nach Einthoven handelt es sich um eine bipolare Extremitätenableitung, die nach einem Ampelsystem funktioniert.

Bei diesem Messverfahren werden drei Elektroden plus eine Erdungselektrode am Körper nach dem Ampelschema angebracht:

Farbe Körperstelle
Rot Linker Arm
Gelb Rechter Arm
Grün Linkes Bein

Die Erdungselektrode ist Schwarz und wird am rechten Bein angebracht. Damit lassen sich nun drei Messungen feststellen:

  • Ableitung I: Zwischen dem rechten und dem linken Arm
  • Ableitung II: Zwischen dem rechten Arm und linken Bein
  • Ableitung III: Zwischen dem linken Arm und linken Bein

Ableitung nach Goldberger

Bei der Ableitung nach Goldberger werden, wie bei Einthoven, drei Elektroden plus eine Erdungselektrode am Körper befestigt.

Dies erfolgt auch durch das Ampelsystem an denselben Stellen, wie bei der Ableitung nach Einthoven. Gemessen werden dabei jedoch die Potentiale zwischen zwei zusammengeschalteten und einer einzelnen Elektrode.

Ableitung nach Wilson

Die Ableitung nach Wilson wird durch mehrere Elektroden als seinen Vorgängern definiert.
Dabei werden gleich sechs Elektroden am Körper, vor allem im Brustbereich, befestigt.

Diese Methode sollte durch die nähere Platzierung der Elektroden am Herzen die anderen beiden verbessern und die Ergebnisse genauer definieren.

Welche Messverfahren mit dem EKG gibt es heute?

Wo genau die Elektroden angelegt werden ist abhängig vom EKG-Gerät und des Verfahrens, welches für die Messung angewendet wird.

Die Ableitungsverfahren von früher, die wir dir eben gezeigt haben, werden bei den heutigen Verfahren ebenfalls vom Grundsatz her durchgeführt.

Die Elektroden werden dabei an genau spezifizierten Stellen am Körper angelegt und anschließend per farbkodiertem Kabel mit dem EKG-Gerät verbunden.

Dabei gibt es jedoch unterschiedliche Systeme, die je nach Erkrankung oder Zweck und Dauer der Untersuchung verwendet werden.

Ein-Kanal-EKG

Bei einem Ein-Kanal-EKG wird das EKG-Gerät einfach auf die Haut unter der linken Brust gehalten. Das Gerät stellt dabei die einzige Elektrode dar.

Bei einem Ein-Kanal Elektrokardiogramm wird nur eine Ableitung angezeigt. Dafür werden entweder zwei Elektroden an den Fingern oder an der Brust befestigt.

Das Ein-Kanal-EKG wird vor allem bei langen Messungen eingesetzt, beispielsweise 14 Tage aber auch bei Schnellmessungen innerhalb weniger Sekunden.

3-Kanal-EKG

Das 3-Kanal-EKG wird meist für eine Messung innerhalb von 24 Stunden eingesetzt. Mit dieser Methode können gleich drei Messungen gleichzeitig gemacht werden.

Diese werden dafür auch drei Elektroden am Körper, nach den Messverfahren von Einthoven und Goldberger, angebracht.

12-Kanal-EKG

Bei einem 12-Kanal-EKG werden alle drei Messverfahren miteinander kombiniert. Das 12-Kanal-EKG wird in der Kardiologie am häufigsten für Ruhe- und Belastungs-EKGs verwendet und hat sich dort als Standard etabliert.

Mit dieser Methode lassen sich grundsätzlich alle deine Herzaktivitäten messen. Dabei geht es sowohl um Rhythmusstörungen als auch um andere Abnormalitäten.

Wie der Name schon sagt kann ein 12-Kanal-EKG zwölf Messungen durch insgesamt zwölf Elektroden gleichzeitig durchführen.

Damit werden alle drei Ableitungssysteme von Einthoven, Golberger und Wilson vereint und angewendet.

Je mehr Elektroden an deinem Körper angelegt werden, desto mehr Ableitungen können hinterher vom Arzt ausgewertet werden.

Wie sieht ein gesunder EKG-Befund aus?

Ein EKG-Befund setzt sich zusammen aus dem sogenannten PQRSTU-Komplex, der auf einem Papierstreifen ausgedruckt oder auf dem Monitor direkt in der Praxis oder Klinik angezeigt wird.

Der EKG-Befund wird in der Regel anhand bestimmt festgelegter Kriterien beurteilt, der im Zusammenhang mit den elektrischen Impulsen beim Herzschlag steht. Jeder dieser Buchstaben steht für ein bestimmtes Segment bei der Auswertung.

Im folgenden sind diese Bestandteile sowohl bildlich, wie auch tatsächlich bei der Auswertung dargestellt, als auch kurz in Stichpunkten erklärt.

Auch hier gilt, dass für eine detaillierte Auswertung bei konkreten Verdachtsmomenten der Hausarzt oder noch besser ein Facharzt für Kardiologie konsultiert werden sollte.

Bezeichnung Definition
P-Welle Erregungsausbreitung der Vorhöfe
PQ-Zeit Überleitung von den Vorhöfen auf die Kammern
QRS-Komplex Erregungsaufbereitung der Kammern, dabei entspricht die Q-Zacke dem Beginn der Kammererregung
ST-Strecke Erregungsrückbildung der Kammern
T-Welle Erregungsrückbildung der Vorhöfe
QT-Zeit Gesamte Erregungsdauer der Kammern
U-Welle Tritt nur manchmal auf, meist ohne Krankheitswert

Ist ein EKG gefährlich?

Die Durchführung eines EKG ist für den Patienten komplett schmerz- und beschwerdefrei. Während der Beobachtung kann also nichts passieren.

Bei einem Ruhe-EKG liegst du während der ganzen Untersuchung ruhig auf der Patientenliege. Ein Langzeit EKG ist ebenso ungefährlich.

Bei einem Belastungs-EKG kann es lediglich aufgrund der körperlichen Aktivität zu Problemen kommen.

Je nachdem, welche Art von EKG du verschrieben bekommst, kann es jedoch bei einer Art der Messung zu Problemen kommen – dem Belastungs-EKG.

Diese Probleme werden jedoch nicht von dem Gerät und der Messung an sich hervorgerufen, sondern von der körperlichen Anstrengung, der du ausgesetzt bist.

Wenn Probleme mit dem Herzen bestehen, können durch die erhöhte Anstrengung folgende Symptome auftreten:

  • Atemnot
  • Schwindel
  • Blutdrucksenkung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Brustschmerzen

Du bist jedoch während der gesamten Behandlung unter ärztlicher Aufsicht und kannst notfalls sofort behandelt werden. Diese Symptome müssen natürlich nicht auftreten.

Dein Arzt wird vor der Behandlung auch genau mit dir besprechen, was auf dich zukommt.

Was kostet ein EKG?

Bei EKG-Geräte gibt es erhebliche preisliche Unterschiede, was nicht zuletzt auch dem geschuldet ist, dass die Anwendungsgebiete sehr verschieden sind.

Je nachdem, ob ein einfaches Gerät zur Ruhe-EKG Bestimmung ausreicht oder ob Langzeit- oder Belastung-EKG durchgeführt werden soll.

Abhängig davon werden Geräte sowohl preisgünstig für den Privatgebrauch als auch in höheren Preissegmenten für den Praxis- und Krankenhausalltag genutzt.

Wir haben in einer großen Preisstudie insgesamt 195 Produkte aus der Kategorie Ekg untersucht, um dir einen Überblick zu verschaffen. Die Ergebnisse kannst du hier in unserem Graph betrachten. Finde in unserem Ratgeber heraus, ob eher ein Produkt der höheren oder niedrigeren Preisklasse für dich geeignet ist. (Quelle: Eigene Darstellung)

Einfache Ein-Kanal EKG-Geräte sind bereits ab circa 149 € zu erhalten. Diese sind eine gute Möglichkeit schnell und einfach mithilfe einer Ableitung ein Bild über die eigene Herzerregung zu erhalten.

Mobile EKG-Geräte, die beispielsweise für den Notarzt genutzt werden und für bis zu 12 Kanäle Ableitungen darstellen können, können am anderen Ende des Spektrums schonmal in die höheren drei- bis vierstelligen Beträge reichen.

EKG-Geräte, die für den Krankenhaus- und Praxisalltag gebraucht werden, liegen preislich meist sogar darüber.

EKG-Geräte werden meist nicht von den Krankenkassen übernommen und müssen als Selbstzahlerleistung privat getragen werden.

Wo kann ich ein EKG kaufen?

Ein EKG-Gerät kann in auf Gesundheitstechnik spezialisierten Fachgeschäften oder im Online-Handel gekauft werden.

Der Online-Erwerb hat den Vorteil, dass schnell und bequem sowohl Preis als auch Leistung der einzelnen Geräte und Anwendungsgebiete verglichen werden können.

Bei Geräten für die Praxis oder das Krankenhaus wird durchaus noch häufiger Offline bei spezialisierten Vertriebspartnern gekauft, jedoch verschiebt sich auch in diesem Segment das Angebot mehr und mehr ins Online-Geschäft.

Beliebte Onlineshops um EKG-Geräte zu bestellen sind nach unseren Recherchen folgende:

  • Msg-praxisbedarf.de
  • Praxisdienst.de
  • Amazon.de
  • Medizintechnikzentrum.de
  • Conrad.de

Entscheidung: Welche Arten von EKGs gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich wird zwischen drei verschiedenen Typen von Elektrokardiogrammen unterschieden:

  • Ruhe-EKG
  • Langzeit-EKG
  • Belastungs-EKG

Jedes der oben genannten EKG-Typen wird in der klinischen Praxis bei unterschiedlichsten Krankheitsbildern und Symptomen verwendet.

Je nachdem, aus welchem Grund dir nun ein EKG vom Arzt empfohlen wird oder du vielleicht selbst ein Elektrokardiogramm individuell durchführen möchtest, eignet sich jeweils einer der Methoden am besten.

Im folgenden möchten wir dir deshalb einmal jedes der oben genannten EKG-Methoden vorstellen und darauf eingehen, welche Indikationsgründe es dafür jeweils gibt.

Was zeichnet ein Ruhe-EKG aus und was sind die Vorteile und Nachteile?

Das Ruhe EKG ist gewissermaßen die Standardmethode sowohl im stationären als auch im ambulanten Setting.

Sie wird routinemäßig bei fast allen stationären Aufenthalten und häufig auch bei ambulanter Vorstellung beim Arzt in der Praxis durchgeführt.

Bei einem Ruhe-EKG liegt der Patient während der Auswertung auf eine Liege und befindet sich in einem entspannen Zustand. (Bildquelle: 123r.com / 56567676)

Da eine Vielzahl von Symptomen mit einer eingeschränkten Herzfunktionalität im Zusammenhang stehen können, gehört eine EKG-Untersuchung im ambulanten und stationären Setting zu den am häufigsten durchgeführten Untersuchungen.

Diese Symptome können schon bei Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen anfangen und über Luftnot oder Bluthochdruck bis hin zu Schmerzen in der Brust reichen.

Der Arzt möchte so differenziert feststellen, ob Erkrankungen des Herzens wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen (z.B. Vorhofflimmern) oder ein Herzinfarkt im Zusammenhang mit den Beschwerden stehen.

Vorteile
  • Bei stationären Krankenhausaufenthalten
  • Bei offensichtlichen, bekannten oder vermuteten Erkrankungen des kardiovaskulären Systems
  • Zur Therapiekontrolle
Nachteile
  • Bei sportmedizinischer Leistungsdiagnostik
  • Bei EKG-Messungen von unterwegs

In den allermeisten Fällen wird dazu ein 12-Kanal EKG benutzt. Dies bedeutet, dass insgesamt 10 Elektroden an den Extremitäten und auf der Brust angebracht werden.

Auf dem EKG-Auswertungsbogen sind anschließend insgesamt 12 Ableitungen der Herzfunktion zu sehen.

Allerdings werden zur Kontrolle oder sporadischen Messung häufig auch 1-Kanal EKG Geräte eingesetzt.

Diese haben zwar nicht die Aussagekraft eines 12-Kanal EKGs, sind aber zur Überwachung nach einer ärztlichen Untersuchung oder bei Risikopatienten vorerst ausreichend.

Dies sind vor allem für die Nutzung unterwegs aufgrund der geringen Größe sehr gut geeignet.

Was zeichnet ein Langzeit-EKG aus und was sind die Vorteile und Nachteile?

Ein Langzeit EKG wird häufig eingesetzt, um die Funktion des Herzens über einen längeren Zeitraum, meistens über 24 Stunden, zu erfassen.

Dies hat den Vorteil, dass eventuell unregelmäßig und selten auftretende Herzrhythmusstörungen diagnostiziert werden können.

Dazu wird häufig ein Mobiles-EKG oder Tele-EKG eingesetzt, dass von den Patienten mit nach Hause genommen werden kann und anschließend von einem Arzt gemeinsam mit dem Patienten ausgewertet wird.

Berichtet der Patient beispielsweise von unregelmäßig auftretendem Schwindel oder Ohnmacht und ist das Ruhe-EKG unauffällig, wird häufig ein Langzeit-EKG verordnet.

Der Patient geht bei dieser Methode seinem normalen Alltag nach, sodass bei Auffälligkeiten bei der anschließenden Auswertung Rückschlüsse auf den Zusammenhang mit einer Aktivität (z.B. Sport) gezogen werden können.

Vorteile
  • Zur Abklärung von Symptomen wie Herzrasen, Herzflattern oder Schwindel
  • Zur Untersuchung der Variabilität der Herzfrequenz
Nachteile
  • Bei sportmedizinischer Leistungsdiagnostik
  • Bei offensichtlichen Erkrankungen des kardiovaskulären Systems

Besonders bei im Schlaf auftretenden Herzrhythmusstörungen, die der Patienten selbst nicht unbedingt spürt, kann ein Langzeit-EKG ein wichtiges diagnostisches Mittel darstellen.

Beim Langzeit EKG werden anders als beim Ruhe EKG meist nicht 10 Elektroden (12-Kanal EKG), sondern 3 bzw. 5 Elektroden auf der Brust (3-/5-Kanal EKG) aufgrund der einfacheren Handhabung verwendet.

Was zeichnet ein Belastungs-EKG aus und was sind die Vorteile und Nachteile?

Ein Belastungs-EKG wird eingesetzt, da manche Erkrankungen wie beispielsweise die Koronare Herzkrankheit im Ruhe-EKG häufig nicht sofort zu erfassen sind.

Erst unter körperlicher Belastung treten beispielsweise Herzrhythmusstörungen auf.

Des Weiteren wird ein Belastungs-EKG auch zur sportmedizinischen Diagnostik durchgeführt, um auszuschließen, dass unter teilweise extremer körperlicher Anstrengung Herzprobleme auftreten.

Vorteile
  • Bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Herzkranken
  • Zur sportmedizinischen Untersuchung
Nachteile
  • Bei schwerwiegenden Erkrankungen des kardiovaskulären Systems

Auch wird ein Belastungssituation-EKG zur Nachkontrolle nach Herzoperationen, Herzinfarkten oder bei Bluthochdruck durchgeführt.

Bei einem Belastungs-EKG werden ähnlich wie beim Ruhe EKG 10 Elektroden an Brust und Extremitäten angebracht.

Des Weiteren wird anders als beim Ruhe-EKG oder Langzeit-EKG der Blutdruck und die Herzfrequenz kontinuierlich vom anwesenden Arzt parallel mit gemessen, da dies wichtige Parameter zur Erfassung der körperlichen Leistungsfähigkeit sind.

Typischerweise wird zur Durchführung eines Belastungs-EKGs ein Fahrradergometer oder einem Laufband genutzt. Hier wird die Belastung dann schrittweise erhöht.

Normalerweise wird in Abständen von 25 Watt alle 2 Minuten die Belastung erhöht bis der Patient erschöpft ist oder die „maximale Herzfrequenz“ – die Faustregel für die maximale Herzfrequenz ist: 220 – Lebensalter erreicht ist.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du EKGs vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Aspekte du dich zwischen der Vielzahl an EKG´s entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die EKG Geräte vergleichen kannst, umfassen:

  • Gewicht
  • Größe/Abmessung
  • Messgeschwindigkeit
  • Batteriebetrieb- und Laufzeit
  • Speicherkapazität
  • USB-Schnittstelle
  • Extrafunktionen

Im Folgenden möchten wir dir einmal gerne erklären, was mit den einzelnen Kriterien gemeint und wie diese einzuordnen sind.

Gewicht

Das Artikelgewicht spielt eine ganz wesentliche Rolle, wenn das Gerät zum Beispiel unterwegs genutzt werden soll.

Sollte das Gerät als Langzeit-Elektrodardiogramm oder es für sporadische Messungen von unterwegs genutzt werden sollen, dann ist es wichtig, dass das Gerät nicht allzu schwer ist.

Es sollte allerdings darauf hingewiesen werden, dass kleinere, leichtere Geräte zumeist auch weniger Extra-Funktionen, wie integrierte Sauerstoffsättigung haben und häufig nur eine 1-Kanal Messung durchführen.

Es steht dadurch auch nur eine Ableitung zur Auswertung zur Verfügung. Für ein umfassendes und detailliertes Elektrokardiogramm ist dann doch ein größeres Gerät mit der Möglichkeit mehrerer Brustwandableitungen zu empfehlen.

Diese sollten dann hinterher bei einer Untersuchung beim Arzt begutachtet werden.

Das Elektrokardiogramm trägt im Deutschen auch die Bezeichnung Herzspannungskurve, gelegentlich wird es auch Herzschrift genannt.

Größe/Abmessung

Ähnlich dem Gewicht des Elektrokardiogramms, ist die Größe des Gerätes ein wesentlicher Aspekt der Handhabbarkeit. Irgendwo muss das Gerät ja verstaut werden.

Die meisten tragbaren 1-Kanal und 3-/5-Kanal Geräte sind in etwas so groß wie ein iPhone/iPad und können problemlos in die Jackentasche gesteckt werden.

Ein tragbares und eher kleines EKG ist praktisch, wenn du es auch im Alltag immer tragen musst.(Bildquelle: 123rf.com / 100283960)

Bei den Geräten die per 12-Kanal Messung Ableitungen darstellen können, kann es schonmal etwas sperriger werden, da diese zumeist für den häuslichen Gebrauch genutzt werden.

Messgeschwindigkeit

Je nach Modell unterscheidet sich die Messgeschwindigkeit, wobei die allermeisten Geräte lediglich 30-60 Sekunden brauchen um die Messung durchzuführen.

Die bloße Messung ist in der Regel schnell gemacht. Je nachdem wie viele Elektroden jedoch genutzt und wie viele Ableitungen hinterher ausgegeben werden, ist der Löwenanteil der Zeit wohl mit der Vorbereitung und mit der anschließenden Auswertung zu veranschlagen.

Batteriebetrieb- und Laufzeit

Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass ein ausschließlich batteriebetriebenes/akkubetriebenes EKG-Gerät natürlich auch Ersatzbatterien/Ladekabel benötigt.

Dies gilt insbesondere, wenn das Gerät außerhalb der häuslichen Umgebung genutzt wird.

Je mehr Messungen dein EKG vornimmt, desto kürzer ist dessen Laufzeit.

Gerade wenn das Gerät unterwegs genutzt werden soll und längere Messungen vorgenommen werden, ist die Laufzeit sehr wichtig.

Je nachdem wie lange die jeweilige EKG-Aufzeichnung gemacht wird und wie viele Kanäle genutzt werden, unterscheidet sich die Laufzeit von Gerät zu Gerät.

Generell zeigt sich, dass die Laufzeit der Geräte am längsten ist, die lediglich 1-Kanal benutzen und bei denen die Aufzeichnungen kürzer sind.

Die meisten Geräte mit Batteriebetrieb benötigen „AA“ oder „AAA“ Batterien. Die Anzahl der Batterien ist abhängig von der Größe des Gerätes und den angebotenen Extra-Funktionen.

Als Faustregel kann hier wie bei den meisten anderen elektronischen Geräten gelten: Je mehr Extra-Funktionen angeboten und genutzt werden desto größer ist auch der Stromverbrauch.

Speicherkapazität

Besonders für die Vergleichbarkeit zwischen Aufzeichnungen zu verschiedenen Zeitpunkten ist eine große Speicherkapazität wichtig.

Hier muss allerdings zwischen Speicheraufzeichnungen differenziert werden.

Einige Geräte haben einen integrierte Speicher, der jedoch meist kleiner ist als bei Geräten bei denen eine zusätzliche SD-Speicherkarte eingesetzt werden kann.

Je nach Häufigkeit und Menge der EKG Aufzeichnungen ist eine größere Kapazität unbedingt notwendig.

Auch kann man unterscheiden zwischen einer langen bspw. 10-stündigen kontinuierlichen Aufnahme und sporadischen kurzen Aufnahmen.

Beides ist bei verschiedenen Geräten möglich, sodass hier der Teufel, wie so oft, im Detail liegt.

Es sei auch noch angemerkt, dass einige Hersteller die Speicherkapazität in Stunden angeben und andere in Anzahl der Messungen, die mit einem Satz Batterien aufgezeichnet werden können.

USB-Schnittstelle

Eine USB-Schnittstelle vereinfacht die Übertragung auf den PC.

Zur Auswertung können die EKG-Befunde später dem Arzt vorgestellt werden oder sofort selber mit einer meist mitgelieferten Software analysiert werden

Extrafunktion

Besonders die etwas kostenintensiven Geräte zeichnen sich durch Extrafunktionen aus, die je nach Bedarf und vor allem Indikation aufschlussreich sein können.

Hier ist vor allem die Miterfassung der Herzfrequenz, der Atemfrequenz, der Sauerstoffsättigung und/oder des Blutdruckes zu erwähnen, die bei Verdacht auf eine Erkrankung des Herzens durchaus relevant sein können.

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Montag den 11.03.2019 Mir kam vor mehreren Tagen in den Sinn das ich auch mal von meinen Arztterminen berichten kann dies das, weil es irgendwann auch langweilig wird mit nur Texten. Also heute hatte ich ein Termin beim Kardiologen. War eigentlich ganz ok hat sich nicht verschlechtert aber auch nicht verbessert. Dann hab ich den Arzt gefragt, ob es in Ordnung ist Achterbahnen und so zu fahren & einen Tandem- Fallschirm sprung zu machen. Dies hat es mir bestätigt dass ich es darf aber ich muss leider aufpassen auf welche Geräte ich drauf gehe & einen Tandem sprung darf ich auch machen. 😍 Als ich das gehört habe, war ich so überglücklich, weil ich Action und so liebe. Auf dem Bild seht ihr ein 24-Stunden- Langzeit EKG. Dadrauf können die Ärzte vieles diagnoszitieren, wie es dem Herzen geht, ob das Herz zu schnell schlägt und vieles mehr. Das Langzeit EKG muss ich einmal im Jahr machen. Ich habe es mit heute das 4mal und es ist immer gleich geblieben von den Werten her. Von heute 15uhr bis morgen 15uhr kann ich es abmachen. • • • #me #vibes #wheelchairlife #wheelie #germany #wheelchair #wheelchairgirl #kardiologen #langzeitekg #ekg #arzt #girl #kosovo #goodtimes #lifestyle #life #bestlife #love #loveyourself #cool #moments #staystrong #happy #behappy #fighter #herz #kmn #rollstuhl

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Darüberhinaus verfügen manche Geräte über eine „Real-Time“ Analysefunktion, die den EKG-Befund sofort nach häufigen Auffälligkeiten untersucht.

Diese Analysefunktionen geben abhängig vom Gerät zum Beispiel Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus/Herzfrequenz oder in der Stärke der Amplituden der einzelnen Segmente des Herzschlages an.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema EKG

Abschließend wollen wir dir noch ein paar Fragen zur Nutzung des EKG Gerätes beantworten.

Dabei geht es vor allem um die richtige Auswertung der Befunde und, wie diese bei verschiedene Erkrankungen deines Herzens aussehen.

Wann und von wem wurde das EKG erfunden?

Das EKG-Gerät wurde 1882 von August Waller erfunden. Er tauchte dazu die Pfoten seines Hundes in Salzwasserlösung und zeigte so das erste Mal die elektrischen Ströme des Herzens ab.

Dies elektrischen Ströme werden heute in Form von Ableitungen dargestellt. Mit Ableitungen werden auch die Messungen des EKG gemeint.

Die Methode wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts von Willem Einthoven, Frank Norman Wilson und Emanuel Goldberger noch weiter verbessert, indem Messungen an Extremitäten und Brustwand hinzugenommen wurden.

Wie kann ich lernen, die EKG-Werte zu interpretieren?

Grundsätzlich können verschiedene Lehrbücher verwendet werden um die EKG-Werte interpretieren zu lernen.

Aber auch über verschiedenste YouTube Kanäle können Krankheitsbilder und deren EKG-Bild angeschaut und gelernt werden.

Es sind jedoch auch eine Vielzahl von Büchern verfügbar auf Online-Shops wie Amazon und Ebay verfügbar um sich in das Thema einzulesen.

Es gibt sogar verschiedene Online Kurse, die du zu diesem Thema absolvieren kannst. Diese sind jedoch verhältnismäßig teuer und ersetzen trotzdem keine vom Arzt gestellte Diagnose.

Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass die Werte am besten von einem Arzt ausgewertet werden sollten und du dir nicht selber eine Krankheit diagnostizierst.

Diese Bücher und Videos helfen dir lediglich, die Werte etwas besser zu verstehen und dich in die Thematik einzuarbeiten.

Gibt es einen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen EKG-Befunden?

Ja, die gibt es. Im klinischen Alltag führt die EKG-Diagnostik bei Frauen häufiger zu Fehldiagnosen und die Befunde stellen sich als weniger eindeutig als bei Männern dar.

Dies liegt meist daran, dass die Genauigkeit eines EKG-Befundes bei Frauen durch die im Durchschnitt geringere Belastbarkeit bei Belastung-EKGs und höhere Multimorbidität eingeschränkt ist.

Wie sieht ein EKG-Befund bei Herzrhythmusstörungen aus?

Herzrhythmusstörungen bezeichnen im Allgemeinen Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus, auch Arryhthmien genannt.

Dazu zählen beispielsweise zusätzliche abnormale Herzschläge, auch Extrasystolen genannt, Vorhofflimmern, ein überhöhter (Tachykardie) oder stark verlangsamter (Bradykardie) Herzschlag, Kammerflimmern oder AV-Block um nur die häufigsten Herzrhythmusstörungen zu nennen.

Alle diese Krankheitsbilder können im EKG-Befund identifiziert werden. Normalerweise schlägt das Herz in einem regelmäßigen Rhythmus.

Deine Herzfrequenz kannst du beispielsweise zusätzlich zum EKG mit einem Herzfrequenzmesser überwachen.

Auf der Aufzeichnung des EKGs sind diese Schläge durch eine Kurve dargestellt. Vorher und nachher sind durch kleine Erhebungen die Erregung und Erschlaffung der Herzkammern dargestellt.

Bei einer Herzrhythmusstörung lassen sich Unregelmäßigkeiten in dem Verlauf des Herzschlages feststellen.

In einzelnen Bereichen der Aufzeichnung sind die Kurven entweder verkürzt, verlängert oder abgeflacht.

Als Symptome von Herzrhythmusstörungen kommen am häufigsten Herzstolpern, Schwindel und Herzklopfen bei den betroffenen Patienten auf.

Wie sieht ein EKG-Befund bei einem Herzinfarkt aus?

Im EKG-Befund (den Brustwandableitungen), hebt sich bei einem akuten Herzinfarkt die sogenannte ST-Strecke des PQRSTU-Komplexes.

Ein Herzinfarkt kann sich durch zwei Anzeichen am EKG Befund ablesen lassen:

  • Überhöhte T-Welle
  • ST-Hebung

Die ST Hebung ist dabei ein Frühzeichen eines Herzinfarktes. Bei einem Verdacht auf einen Herzinfarkt wird das EKG innerhalb von 24 Stunden zwei Mal ausgewertet, um einen tatsächlichen Infarkt auszuschließen oder bestimmen zu können.

foco

Wusstest du, dass das Herz rund drei Millionen Mal im Laufe eines Lebens schlägt?

Dabei pumpt es etwa 250 Millionen Liter Blut durch den Körper. Das Herz ist damit einer der leistungsfähigsten Muskeln überhaupt.

Weiterführende Literatur: Quellen, Studien und interessante Links

[1] http://www.netdoktor.de/diagnostik/ekg/

[2] https://viamedici.thieme.de/lernmodule/physiologie/ekg+elektrokardiogramm+%C3%BCberblick

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27484657

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26920165

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25959896

Bildquelle: 123rf.com / 100262586

Warum kannst du mir vertrauen?

Anna hat sich auf medizinischen Journalismus spezialisiert und schreibt nicht nur über den menschlichen Körper, sondern kennt sich auch im Bereich Nahrungsergänzungsmittel sehr gut aus. Durch ihr Studium in Sportwissenschaften besitzt sie ein fundiertes theoretisches Hintergrundwissen über die Materie.