Wer kennt das nicht? Bei zu wenig Schlaf oder bei zu viel Stress tauchen dunkle Augenringe im Gesicht auf. Die lästigen Schatten unter den Augen lassen uns schrecklich müde und abgeschlagen aussehen.

Meistens liegt es daran, dass die Partie unter den Augen leicht eingesunken ist oder die Hautfarbe sich in diesem Bereich verändert hat. Zum Teil kann das Gewebe unterhalb des Auges sogar anschwellen.

Bei manchen Menschen treten die ungeliebten Augenringe trotz ausreichend Schlaf und ohne Stress auf. Verschiedene Ursachen können die dunklen Augenringe auslösen.

Wie entstehen dunkle Augenringe und was kann ich dagegen tun? In diesem Artikel helfen wir dir dabei, gegen dunkle Augenringe vorzugehen. Damit du dich schnell wieder gut fühlst!

Das Wichtigste in Kürze

  • Dunkle Augenringe entstehen im Bereich unserer unteren Augenpartie. In den meisten Fällen sind sie harmlos und verschwinden nach einer Weile wieder. Das bedeutet, sie entstehen ohne ein bestimmtes Krankheitsbild. Nur in seltenen Fällen liegt eine Erkrankung vor.
  • Grundsätzlich sind dunkle Augenringe auf drei verschiedene Ursachen zurückzuführen: Entweder durch Hyperpigmentierung, durch Erkrankung oder durch das Durchscheinen von Blutgefäßen durch die Haut.
  • Eine medizinische Behandlung kann bei dauerhaften Augenringen sinnvoll sein. Hierzu zählen die Anwendung von Medikamenten, Lasern und Spritzen. Bei vorübergehenden Augenringen helfen aber oftmals einfache Hausmittel.

Was sind dunkle Augenringe?

Mit dunklen Augenringe sind dunkle bzw. schattig verfärbte Hautbereiche um die Augenpartie gemeint. Diese können entweder ohne Erkrankung, als Begleiterscheinung bei verschiedenen Erkrankungen oder als Störung des Allgemeinbefindens auftreten. In der Regel sind sie deutlich unterhalb der Augenhöhle zu sehen.

In der Medizin werden Augenringe von Fachleuten auch als Halonierung oder Halo, übersetzt Lichthof, bezeichnet.

Lästige Schatten unter den Augen kennen wir alle ab und zu. Sie lassen uns müde und erschöpft aussehen. Meistens sind sie jedoch harmlos und vorübergehend. Insbesondere der jeweilige Hauttyp spielt für die Anfälligkeit für Augenringe eine Rolle. Tendenziell neigen hellhäutige Menschen eher zu dunklen Augenringen. (Bildquelle: unsplash.com / Amanda Dalbjörn)

Hintergründe: Was du über dunkle Augenringe wissen solltest

Wie entstehen dunkle Augenringe?

Dunkle Augenringe können verschiedene Ursachen haben. Zwar lassen sie uns in den schlimmsten Fällen krank aussehen, in der Regel sind sie aber harmlos. Nur selten sind Erkrankungen Grund für Augenringe.

Grundsätzlich wird bei der Entstehung zwischen drei Ursachen unterschieden. Entweder durch Hyperpigmentierung, durch Erkrankung oder durch das Durchscheinen von Blutgefäßen durch die Haut.

Im folgenden Video wird die ausführlich erklärt, wie dunkle Augenringe entstehen.

Hyperpigmentierung

Von Pigmenten hast du sicher schon gehört. Unsere Haut besteht aus Pigmenten, die unsere Hautfarbe mitbestimmen. Je mehr Pigmente wir haben, desto dunkler ist die Farbe unserer Haut.

Geschieht das nur in einzelnen Bereichen der Haut wird das Hyperpigmentierung genannt. Betrifft die Pigmentstörung unsere Augenpartie, zeigen sich meistens blau bzw. blau-graue Augenringe.

Hyperpigmentierung kann erblich bedingt sein. Wenn dem so ist, haben oft mehrere Familienangehörige diese Augenringe, ohne dass es dafür einen speziellen Grund gibt.

Aber auch hohe UV-Einstrahlungen, z.B. durch ein langes Sonnenbaden oder durch zu häufige Solariumsbesuche, können zu Pigmentstörungen führen.

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Weitere mögliche Auslöser sind Entzündungen, Erkrankungen oder Fehlbildungen sowie die Einnahme von Drogen oder bestimmter Medikamente.

Durchscheinende Blutgefäße

In den meisten Fällen ist nicht die Haut an sich Schuld an dunklen Augenringen. Um unser Auge verläuft ein kreisförmiger Muskel. Da Haut und Fettgewebe insbesondere unterhalb des Auges sehr dünn sind, können Blutgefäße, die den soeben genannten Muskel versorgen, durch die Haut hindurchschienen.

Häufig ist es so, dass sehr hellhäutige Personen eher zu Augenringen neigen.

Das Durchscheinen hängt nicht nur davon ab, wie der Hauttyp der jeweiligen Person ist, sondern auch an seinem Verhalten. Oftmals haben wir das Vermeiden von Augenringen selbst in der Hand. Diese folgenden Faktoren begünstigen das Durchscheinen der Blutgefäße.

Art Beschreibung
Schlafmangel Eines der häufigsten Ursache für Augenringe ist Schlafmangel. Die Muskulatur um die Augenpartie wird bei Schlafmangel überansprucht. Die vermehrte Durchblutung rund um die Augen führt zu stark durchbluteten Adern, die uns nach einer kurzen Nacht Augenringe bescheren.
Überanstrengung Die Muskulatur am Auge wird ebenfalls bei Überanstrengung, z.B. durch langes Sitzen am Computerbildschirm oder durch langes Fernsehen, stark beansprucht. Der erhöhte Blutfluss macht sich durch Augenringe sichtbar.
Ungesunder Lebensstil Schlafmangel, Stress und der Konsum von Genussmittel, wie Nikotin, Alkohol oder Drogen, begünstigen die Entstehung von dunklen Augenringen. Die Faktoren verringern den Sauerstoffgehalt im Blut. Da sauerstoffarmes Blut dunkler ist als sauerstoffreiches, schimmern die Gefäße stärker durch die Haut.
Mangelerscheinungen Eine ungesunde Ernährung und Lebensweise können zu Mangelerscheinungen führen. Zum Beispiel Eisen- oder Zinkmangel können deshalb auch zu dunklen Augenringen führen.
Alter Mit dem Alter wird unsere Haut schlaffer und das Unterhautfett verliert gleichzeitig an Substanz. Beide Prozesse lassen die Gefäße stärker durchscheinen.

Erkrankungen

Bei manchen Menschen tauchen dunkle Augenringe trotz gesundem Lebensstil und ausreichend Schlaf auf. Wenn das bei dir der Fall ist, solltest du bei einem Arzt abklären lassen, ob eine Erkrankung vorliegt. Mögliche Erkrankungen sind beispielsweise Stoffwechsel- und Hauterkrankungen.

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Außerdem lassen sich an dunklen Augenringen auch Organerkrankungen erkennen, da der typische Flüssigkeitsstau rund um die Augen besonders gut sichtbar wird. Das liegt daran, dass die Haut um die Augen besonders dünn ist und im Gewebe viele Blut- und Lymphbahnen verlaufen.

Wenn die Augenpartie neben dunklen Augenringen zusätzlich geschwollen ist, lagert sich vermehrt Flüssigkeit ab. Eine einseitige Ernährung mit sehr salzigen Speisen kann Grund dafür sein. Jedoch solltest du aufpassen, da solch ein Symptom auch auf eine schlechte Nierenfunktion oder chronische Nierenbeschwerden hinweisen kann.

Eine ungesunde Lebensweise schlägt sich natürlich auch auf deine Organe aus. Fettige Ernährung und der übermäßige Konsum von Alkohol, Nikotin oder Zucker sind insbesondere für die Funktionen deiner Leber schädlich.

Wann und zu welchem Arzt sollte ich bei dunklen Augenringen gehen?

Wie wir dir bereits erklärt haben, sind dunkle Augenringe in den meisten Fällen harmlos.

Ganz selten liegen ernsthafte Ursachen zugrunde. Insbesondere Menschen, die schneller zu Augenringen neigen, aber sonst keine Begleitbeschwerden verspüren, müssen sich keine Sorgen machen. Diese sind entweder durch den vorübergehenden Lebensumstand oder erblich bedingt, entstehen jedoch ohne Krankheitswert.

Wenn du jedoch sonst nicht an Augenringen leidest und sie bei dir ganz plötzlich, ohne jegliche Veränderung, länger anhaltend entstehen, solltest du dich bei deinem Hausarzt erkundigen. Das gilt insbesondere dann, wenn weitere ungewöhnliche Symptome im Spiel sind.

Was tun gegen dunkle Augenringe: Maßnahmen und Hausmittel zur Behandlung von dunklen Augenringen

Wie können dunkle Augenringe medizinisch behandelt werden?

Was hilft gegen dunkle Augenringe? Um diese Frage beantworten zu können, musst du erst einmal die Ursache für die Schatten unter deinen Augen kennen. Je nach Ursache eignet sich z.B. die Behandlung mit bestimmten Medikamenten oder kosmetische Eingriffe mit Laser und Spritzen.

Außerdem solltest du dir gründlich überlegen, ob wirklich eine medizinische Behandlung bei deinen dunklen Augenringen notwendig sind. In vielen Fällen reicht nämlich auch die Umstellung deines Lebensstils oder einfache Hausmittel.

Medikamente

Bei einer Hyperpigmentierung können verschiedene Medikamente helfen, das Melanin in der Haut zu reduzieren. Ein beliebtes Mittel ist z.B. Hydroquinon. Damit wird erreicht, dass die Haut an den gewünschten Stellen gebleicht wird.

Die Einnahme der jeweiligen Medikamente sollte unbedingt mit einem Arzt abgestimmt werden. Außerdem sind mit starken Nebenwirkungen zu rechnen.

Augenringe können beispielsweise mit Medikamenten behandelt werden. Diese sollten jedoch nur mit Absprache eines Arztes eingenommen werden. (Bildquelle: unsplash.com / Noah Buscher)

Laser

Eine Alternative zur Behandlung von dunklen Augenringe sind spezielle Laser. Bei der Anwendung werden mithilfe von angefeuerten Lichtimpulse Pigmente in der Haut zerstört und Blutgefäße verödet.

Verschiedene Laser helfen sowohl gegen Augenringe aufgrund von Überpigmentierung als auch solche aufgrund von durchscheinenden Blutgefäßen.

Spritzen

Bei durchscheinenden Gefäßen würde das Bleichen der Haut genau die gegenteilige Wirkung erzielen. In diesem Falle hilft das Unterspritzen der Augenpartie. Dabei wird entweder Eigenfett oder Hyaluronsäure verwendet.

Ersteres wird aus Fettzellen eigener Körperstellen, z.B. aus Beinen oder Po, entnommen, aufbereitet und dann auf die entsprechende Augenpartie untergespritzt. Wegen des Fehlens von Fettgewebe unter den Augen, kann die Spritze mit Eigenfett dunkle Augenringe verschwinden lassen.

Als Alternative steht auch das Spritzen von Hyaluronsäure zur Verfügung. Die Methode funktioniert im Prinzip wie mit Eigenfett, ist jedoch von der Behandlung her einfacher, da nicht extra Eigenfett entnommen werden muss. In der Regel wird aber Eigenfett von den Patienten besser vertragen.

Welche natürlichen Hausmittel helfen gegen dunkle Augenringe?

Nicht immer müssen sofort medizinische Handgriffe her. Da dunkle Schatten unter den Augen meistens vorübergehend entstehen, helfen schon einfache Hausmittel. Wir geben dir im folgenden Abschnitt Tipps, wie du dunkle Augenringe schnell wieder los bekommst.

Gesunder Lebensstil

Ein gesunder Lebensstil ist das A und O. Dazu gehört, sich ausgewogen zu ernähren, genügend zu schlafen und ausreichend zu trinken.

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Alkohol solltest du in Maßen zu dir nehmen und auf das Rauchen solltest du am besten ganz verzichten. Da Alkohol und Nikotin deinen Körper auslaugen, ist viel Trinken sehr wichtig. Sie entziehen deinem Körper nämlich viel Wasser und trocknen damit deine Haut aus.

Kühlung

Durch das Kühlen der Augenpartien ziehen sich die lokalen Blutgefäße zusammen. In Folge scheinen sie weniger stark durch die Haut durch. Kalte Teelöffel, kaltes Wasser oder Gurkenscheiben kühlen und spenden der Haut zusätzlich Feuchtigkeit.

Verschiedene Anwendungen, wie das Auftragen von Mandelöl und Gesichtsmasken mit Eiweiß und Magerquark wirken ebenso kühlend und entspannend. Aber Achtung: Der Effekt der Kühlung ist nur kurzfristig. Sofern eine Überpigmentierung vorliegt, hilft Kühlung leider gar nicht.

Massagen

Kleine Massagen mit den Fingerspitzen verbessern den Blutfluss unter den Augen und reduzieren Wassereinlagerungen. Am besten klopfst du vorsichtig mit den Fingerspitzen von innen nach außen unter den Augen entlang.

Zusätzlich kannst du spezielle Augencremes verwenden, die du während der Massage ebenfalls aufklopfst. Hier bieten sich Produkte mit Hyaluronsäure an, die einen aufpolsternden und hautstraffenden Effekt besitzen.

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Kosmetische Abdeckung

Die einfachste und beliebteste Lösung mit dunklen Augenringen umzugehen, ist die kosmetische Abdeckung. Zwar löst sie das Problem nicht bei der Ursache, hilft aber die Schatten unter den Augen im Alltag erst einmal zu überdecken. Zum Überschminken nutzen die meisten einen sogenannten Concealer.

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Concealer gibt es in jeder Drogerie zu kaufen – einige als Abdeckstift, andere als dünne bzw. Cremes. Achte hier natürlich auf den zu dir passenden Hautton. Beim Auftragen ist wieder die Klopfmethode besser als einreiben. Diese sorgt nicht nur für ein deckendes Ergebnis, sondern fördert gleichzeitig die Durchblutung unter den Augen.

Wie du Augenringe am besten mit einem Concealer überschminkst, zeigt dir dieses Video.

Trivia: Was du sonst noch über dunkle Augenringe wissen solltest

Was bedeuten dunkle Augenringe bei Kindern?

Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder sind ab und zu von dunklen Augenringen betroffen. Dunkle Augenringe sind bei Kindern, wie bei Erwachsenen, in der Regel harmlos und verschwinden nach einer Weile wieder. Besonders hellhäutige Kinder sind eher von dunklen Augenringer betroffen.

In den meisten Fällen lassen sich die dunklen Augenringe durch eine Erkältung, durch Allergien oder einen Flüssigkeitsmangel erklären. Insbesondere letzteres passiert durch eine Erkrankungen, wie z.B. ein Magen-Darm-Effekt. Ebenso können psychische Ursachen Auslöser von dunklen Schatten unter den Augen sein.

Generell sollten Augenringe einfach erst einmal beobachten werden. Schwerwiegende Krankheiten sind häufig mit vielen weiteren Symptomen verbunden. Falls du jedoch keine Besserung oder sogar Schwellungen beobachtest, zieh zur Sicherheit einen Arzt zu Rate, um die genauen Ursachen klären zu lassen.

Zusammengefasst können folgende Möglichkeiten Auslöser von Augenringen bei Kindern sein:

  • Allergien
  • Erkältungen
  • Grippale Infekte
  • Magen-Darm-Infekte mit Flüssigkeitsmangel
  • Stress, Schlafmangel, Erschöpfung
  • Nieren- oder Schilddrüsenerkrankung

Sind Vegetarier häufiger von dunklen Augenringen betroffen?

Diese Frage kann man nicht so leicht mit Ja beantworten. Dunkle Augenringe können als Symptom bei Eisenmangel entstehen. Da Vegetarier durch den Verzicht auf Fleisch vermeintlich weniger Eisen zu sich nehmen, könnten sie der Logik nach schon häufiger von dunklen Augenringen betroffen sein.

Jedoch ist die Entstehung von dunklen Augenringen von Person zu Person individuell verschieden, sodass man hier keine klare Ja oder Nein Antwort erhält.

Fazit

Wenn du am Morgen aufwachst und dunkle Augenringe bei dir beobachtest, musst du dich nicht gleich verrückt machen. Am besten überlegst du dir, woran es liegen könnte. War die letzte Nacht kurz? War der Alkoholkonsum in den letzten Tagen viel? Oder war der Arbeitstag sehr lang? In den meisten Fällen sind Augenringe harmlos und verschwinden nach einer Weile wieder.

Am einfachsten ist es, wenn du dich an einen gesunden Lebensstil hältst. Damit kriegst du die lästigen Augenringe nicht nur los, sondern beugst sie im besten Fall auch vor. Dass sie sich nicht immer vermeiden lassen ist natürlich klar. Dazu können dir die oben genannten Tipps zu möglichen Hausmitteln helfen.

Vorsichtig solltest du aber sein, wenn neben plötzlich auftretenden Augenringen andere ungewöhnliche Symptome auftreten. In diesem Fall solltest du auf jeden Fall einen Arzt zu Rate ziehen, um mögliche Erkrankungen auszuschließen.

Wenn du an dauerhaften Augenringen leidest, kommt möglicherweise eine medizinische Behandlung für dich in Frage. Diese Entscheidung sollte jedoch gründlich überlegt sein und ebenfalls von einem Arzt begleitet werden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Augenringe

[2] https://www.douglas.ch/Beauty-Profis/Müde-Augenpartie/index_c3401.html

[3] https://www.nivea.ch/de-ch/beratung/schoene-haut/erste-hilfe-bei-augenringen

Bildquelle: pixabay.com / David Karich

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