6 Meter lang, eine Oberfläche von 200-400 Quadratmetern und 100 Billionen Bakterien – der menschliche Darm ist eines der wichtigsten Organe für unsere Gesundheit.

Diverse Erkrankungen, eine mangelhafte bzw. falsche Ernährung, eine ungesunde Lebensweise und allen voran die Einnahme von Antibiotika können unseren Darm und vor allem unsere Darmflora schädigen.

Dabei sind Antibiotika zwar die stärkste Waffe gegen bakterielle Erkrankungen, ziehen aber leider auch die „gesunden“ Bakterien in Mitleidenschaft und können so zu vielen gesundheitlichen Konsequenzen führen.

Um deinen Darm nach einer Antibiotikaeinnahme wieder auf Vordermann zu bringen, empfiehlt es sich eine sogenannte Darmsanierung zu machen, welcher viele positive Effekte nachgesagt werden.

Im Folgenden möchten wir dir die Hintergründe einer Darmsanierung genauer darstellen und dir 5 effektive Methoden für die Stärkung deiner Darmflora vorstellen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bakterien im Darm, deine Darmflora, regulieren viele Prozesse in deinem Körper. Ist diese Funktion gestört, können wichtige Nährstoffe beispielsweise nicht mehr richtig aus der Nahrung aufgenommen werden.
  • Symptome einer geschädigten Darmflora sind beispielsweise Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
  • Unter einer Darmsanierung versteht man den Aufbau der Darmbakterien und damit die Stärkung der Darmflora. Das kann zum einen durch natürliche Hausmittel, die Ernährung aber auch durch Nahrungsergänzungsmittel geschehen. So werden gute Bakterien unterstützt, Ablagerungen, Giftstoffe und verhärteter Kot entfernt und die Lebensgrundlage für schädliche Bakterien verringert.

Unsere Produktempfehlung

Der Flora-20 Kulturen Komplex von natural elements, ein Synbiotika, enthält 20 ausgewählte Bakterienkulturen für eine gesunde Darmflora, wie z.B. Lactobacillus Acidophilus, Bifidobacterium und weitere. Zudem ist ebenfalls Bio-Inulin, als Nahrung für die Bakterien (Präbiotikum) enthalten.

Die 180 Kapseln sind 100% vegan, in Deutschland hergestellt und aus kontrolliert ökologischem Anbau (DE-ÖKO-001). Laut Hersteller sollte täglich 2×1 Kapsel unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Was ist die Darmflora?

In unserem Darm leben bis zu 100 Billionen Bakterien. Alle diese Bakterien, welche vor allem in unserem Dickdarm angesiedelt sind, bilden die Darmflora. Sie besitzt viele wichtige Funktionen und wird häufig auch Mikrobiom genannt.

Die Darmflora nimmt Nährstoffe aus der Nahrung auf, verhindert, dass sich krankheitserregende Keime im Darm ansiedeln, produziert wichtige Vitamine und stimuliert unser Immunsystem.

Nur wenn die Darmflora intakt ist, kann sie den Körper vor Keimen und Erkrankungen schützten. (Bildquelle: 123rf.com / 38856848)

Circa 80 % unserer gesamten Immunzellen befinden sich in der Darmschleimhaut. Die Darmflora spielt also eine wichtige Rolle in Bezug auf unsere Gesundheit.

Hintergründe: Was du über eine Darmsanierung nach Antibiotika wissen solltest

Die Darmflora spielt eine entscheidende Rolle im Bezug auf unsere Gesundheit. Warum genau eine gesunde Darmflora so wichtig ist, welchen Einfluss Antibiotika auf diese haben und welche Symptome mit einer möglicherweise geschädigten Darmflora einhergehen, möchten wir dir im Folgenden näher bringen.

Warum ist eine gesunde Darmflora wichtig?

Die Bakterien im Darm, deine Darmflora, regulieren viele Prozesse in deinem Körper.

Ist diese Funktion gestört, können wichtige Nährstoffe beispielsweise nicht mehr richtig aus der Nahrung aufgenommen werden. Das wiederum hat viele Auswirkungen auf den gesamten Körper und kann beispielsweise zu Hautkrankheiten, wie Neurodermitis führen.

Dr. Sofia Forslund vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin betont die Wichtigkeit einer gesunden Darmflora, „gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht, drohen Infektionen, Übergewicht und Diabetes sowie entzündliche und neurologische Erkrankungen“.

Grundsätzlich ist die Darmflora umso gesünder, je vielfältiger ihre Bakterienzusammensetzung ist.

Wie wirken Antibiotika auf die Darmflora?

Die Darmflora kann sowohl durch innere als auch äußere Faktoren aus dem Gleichgewicht geraten.

Die Einnahme von Antibiotika stellt dabei jedoch eine der wohl größten Gefahren für eine gesunde Darmflora dar.

Als Waffe gegen bakterielle Erkrankungen, unterscheidet der Antibiotika Wirkstoff nicht zwischen den guten und schlechten Bakterien des Darms und zerstört damit auch zahlreiche gute, für dich wichtige Bakterien.

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👉Unser #Darm, eine faszinierende Lebenswelt: mehr als 1.000 Bakterien-Arten und rund 10.000.000.000.000 Bakterien, unsere #Darmflora(mittlerweile häufiger auch #Mikrobiom genannt), tummeln sich in unserem #Körper. 👉Neben der #Verdauung hat der Darm noch weitere Aufgaben, z.B. beim #Stoffwechsel und bei der Immunabwehr: 80% aller Abwehrzellen sitzen im Darm, d.h. er spielt im #Immunsystem eine entscheidende Rolle. 👉Da der Darm über ein eigenes Nervensystem verfügt, wirkt sich z.B. #Stress auch negativ auf unsere Darmgesundheit aus. ☝️Bei vielen Krankheiten, nach belastenden Phasen und z.B. einer #Antibiotika-Einnahme kann es daher sinnvoll sein, den #Darm, die #Darmschleimhaut (z.B. mit Biotin, denn Biotin dient zur Erhaltung einer normalen Darmschleimhaut) und die #Darmflora zu unterstützen, damit nicht unerwünschte #Darmbakterien die guten Bakterien verdrängen. 👉Sinnvoll kann beispielsweise die Einnahme von probiotischen #Bakterien sein. Solche #Probiotika gibt es in Form von probiotischen, magensaftresistenten Kapseln. Sie sorgen dafür, dass die Bakterien auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Dort dienen sie als Platzhalter für die körpereigenen, guten Bakterien. #naturheilpraxis #heilpraktiker #apotheke #Apotheker #PharmazeutischTechnischeAssistentin  #nahrungsergänzungsmittel #gesund #gesundheit #gutzuwissen #gesundleben

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Antibiotika hemmen das Wachstum der Mikroorganismen in deinem Darm, schwächen die bakterielle Abwehr, die Verdauung, begünstigen unerwünschte Darmpilze und zerstören allen voran nützliche Bakterien in deinem Darm.

Je nach Stärke und Dosierung des Antibiotika werden zwar nicht alle Bakterien getötet, trotzdem wird die Darmflora damit nachhaltig geschädigt.

So braucht deine Darmflora nach einer Antibiotikaeinnahme circa 6 Wochen bis zu 6 Monaten um sich wieder zu erholen.

Was sind Symptome und Folgen einer nicht intakten Darmflora?

Eine Störung der Darmflora wird auch Dysbiose genannt. Im Fall einer nicht intakten Darmflora, durch beispielsweise die Einnahme von Antibiotika können folgende Symptome auftreten:

  • Blähungen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Es sind jedoch auch langfristige Folgen wie ein schwaches Immunsystem, langfristige Verdauungsprobleme (Verstopfung, Durchfall, Blähungen, unverdauter Stuhl), Müdigkeit, Allergien, Pilzinfektionen (Candida), unreine Haut (Akne, Neurodermitis) und Unverträglichkeiten ( Laktose-, Gluten-, Histamin-, Fructoseintoleranz) möglich.

Hast du den Verdacht, dass deine Darmflora nicht ganz gesund ist und einige Symptome auf dich zutreffen, solltest du deinen Hausarzt oder einen Gastroenterologen aufsuchen.

Symptome einer geschädigten Darmflora können beispielsweise Blähungen, Verstopfung, Bauchschmerzen und Durchfall sein. Langfristig kann eine nicht intakte Darmflora auch Auswirkungen auf dein Immunsystem haben. (Bildquelle: 123rf.com / 69027608)

Durch eine Anamnese und eventuell Stuhlproben kann so eine Analyse des Keimspektrums gemacht werden und die Situation der Mikroorganismen in deinem Darm beurteilt werden. Um deine Darmflora wieder zu stärken, wird dann meist eine sogenannte Darmsanierung empfohlen.

Genaueres dazu, findest du im nächsten Abschnitt.

Was versteht man unter einer Darmsanierung und wann ist sie sinnvoll?

Antibiotika, Stress, Magen-Darm-Erkrankungen oder beispielsweise eine einseitige Ernährung können die Darmflora nachhaltig schwächen. Um die Bakterien im Darm zu unterstützen, das Verdauungssystem zu entgiften und zu reinigen, kann eine sogenannte Darmsanierung sinnvoll sein.

Unter einer Darmsanierung versteht man den Aufbau der Darmbakterien und damit die Stärkung der Darmflora.

Hierfür gibt es verschiedene Methoden, welche wir dir in einem späteren Abschnitt noch näher bringen. Das kann zum einen durch natürliche Haumittel, die Ernährung aber auch durch Nahrungsergänzungsmittel geschehen.

So werden gute Bakterien unterstützt, Ablagerungen, Giftstoffe und verhärteter Kot entfernt und die Lebensgrundlage für schädliche Bakterien verringert. Insbesondere nach der Einnahme von Antibiotika wird von vielen Ärzten die Stärkung der Darmflora empfohlen.

Eine Darmsanierung und damit die Stärkung deiner Darmflora ist besonders sinnvoll, um das Gleichgewicht der Darmflora nach beispielsweise Antibiotikaeinnahme wiederherzustellen, verschiedenen Krankheiten und Beschwerden entgegenzuwirken und das Immunsystem zu stärken.

An dieser Stelle möchten wir dir ein Video einer ZDF-Produktion zum Thema Darmsanierung nach Antibiotikum zeigen, welches wichtige Aspekte einer Darmsanierung thematisiert.

Wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle auch der Unterschied zu einer Darmreinigung. Bei einer Darmreinigung wird mithilfe eines Abführmittels oder eines Einlaufs der Darm vor einer Darmspiegelung oder Fastenkur gereinigt.

Wie lange dauert eine Darmsanierung nach Antibiotikaeinnahme?

Wie lange eine Darmsanierung durchgeführt werden sollte, richtet sich vor allem nach Alter, Lebensstil, körperlicher Verfassung und Schweregrad der Beschwerden.

Eine Darmsanierung ist also ein sehr individueller Prozess, deren Dauer vor allem vom aktuellen Gesundheitszustand abhängig ist. Zudem steigt die Dauer mit zunehmendem Alter.

Positive Effekte einer Darmsanierung nach Antibiotikaeinnahme können bereits nach 2 Wochen eintreten. Langfristige und nachhaltige Effekte zeigen sich meist jedoch erst nach mehreren Monaten, weshalb bei einer Darmsanierung nach Einnahme von Antibiotika eine Dauer von mindestens 4 Wochen zu empfehlen ist.

Als grobe Faustregel für die Dauer einer Darmsanierung empfiehlt sich 1 Monat für jedes Lebensjahrzehnt. Bei einem Alter von 50 Jahren, entspricht das also einer Darmsanierung von circa 5 Monaten.

Grundsätzlich gilt jedoch, dass du vor allem auf deinen Körper, deine Gesundheit und deine Verdauung und Veränderung in Bezug auf diese, achten solltest.

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Vergleich vorher und nach einer Woche #totaldetox – ich trage die selben Jeans, habe die Bilder allerdings an unterschiedlichen Orten aufgenommen, Hotelbadezimmer und Sportumkleide. Egal. Ich finde, man sieht ganz gut, dass einiges an Einlagerungen im Bindegewebe verschwunden ist. Detoxen ist KEINE Diät! Ihr sollt nicht hungern, sondern wieder Mineralstoffe auftanken, und Entgiften. Körperlich und mental! Ihr könnt ja hier ganz gut sehen, was ich so futtere. 🤪 Durch die basenüberschüssige Ernährung kann sich auch die Darmflora wieder neu aufstellen. 🐛🐌🦗🦟🦎 Ein gesünder Darm ist essentiell für eine erfolgreiche Entgiftung. Denn die gelösten „Dinge“ müssen ja irgendwie auch wieder raus. Grade, wer viele Pickel bekommt, könnte parallel zum Detox eine Darmsanierung gebrauchen. Auch wer oft erkältet ist, kann davon profitieren! Es gibt inzwischen tolle Produkte auf dem Markt. Die günstigste Variante ist eine Mischung aus gemahlenen Flohsamenschalen und Vulkan- oder Heilerde. Es gibt aber auch Mischungen mit Kräutern oder Papayaextrakt, Grapefruitkernextrakt oder Berberitze. Auch Probiotika sind oft dabei, hier rate ich jedoch, zu einer vorherigen Beratung und ggf. einer Stuhlanalyse, da nicht jede Probiotika bei jedem Darm Sinn machen. Das Geld besser sparen. Achtet vor allem darauf, dass keine Süssstoffe oder Füllstoffe enthalten sind. Reinstoffqualität, wie zum Beispiel bei @biogena.naturalproducts Oder @dr.kollbiopharm aber natürlich auch bei anderen Firmen ist effektiver. Wer zum Beispiel Pilze und Parasiten loswerden möchte, Stichwort Candida albicans, probiert es mit Grapefruitextrakt. Gibt’s in Apotheke und Reformhaus. Mit 1-3 Tropfen täglich beginnen. Und langsam steigern. Mehr Infos bekommt ihr natürlich im #totaldetox Buch, sonst wird das hier auch noch zum Roman. #darm #darmsanierung #totaldetox #basenfasten #heilfasten #fasten #detox #verdauung #cleaneating #mikronährstoffe #immunsystem #vorhernachher Werbung wegen Verlinkungen unbezahlt

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Was tun für eine Darmsanierung nach Antibiotika: 5 Methoden für einen gesunden Darm

Eine Darmsanierung kann sowohl durch natürliche Hausmittel, die Ernährung aber auch durch Nahrungsergänzungsmittel erfolgen. Da das Ganze ein sehr individueller Prozess ist, möchten wir dir im Folgenden 5 effektive Methoden für die Stärkung deiner Darmflora vorstellen.

Wichtig anzumerken ist jedoch auch, dass bei allen Methoden Behutsamkeit gefragt ist und durchaus auch dein Hausarzt oder ein Gastroenterologe mit einbezogen werden kann bzw. bei schwerwiegenden Schädigungen und Erkrankungen auch unbedingt einbezogen werden sollte.

Auch sollte dir bewusst sein, dass ein lange zerstörtes Gleichgewicht nicht über Nacht wieder aufgebaut werden kann und damit der Prozess, die Dauer und auch der Ablauf einer Darmsanierung sehr individuell ist.

Darmsanierung durch Nahrungsergänzungsmittel

Eine Variante der Darmsanierung, stellen sogenannte Prä- und Probiotika dar. Diese Nahrungsergänzungsmittel sind sowohl in Kapselform als auch als Tropfen oder Pulver rezeptfrei erhältlich.

Ist die Darmflora durch beispielsweise die Einnahme von Antibiotika besonders geschädigt, empfehlen Ärzte meist eine mehrwöchige Kur mit Prä- und Probiotika.

Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick, welche Formen der Nahrungsergänzungsmittel zum Aufbau deiner Darmflora es gibt und was sich dahinter verbirgt.

Lebensmittel Beschreibung
Probiotika Lebende Mikroorganismen mit gesundheitsfördernder Wirkung, „gute“ Bakterienstämme wie Bifidobakterien oder Milchsäurebakterien (Lactobacillus) siedeln sich im Darm an, bekämpfen schädliche Bakterien und produzieren Vitamin K, müssen resistent gegenüber Magensäure sein, da nur lebend für Darmflora nützlich
Präbiotika keine Mikroorganismen, sondern Ballaststoffe, sind die Nahrung für gute Darmbakterien
Kombiprodukte/Synbiotikum Bei ungünstigen Wachstumsbedingung für die Mikroorganismen und nicht genügend Nahrung für diese, können Prä- bzw. Probiotika alleine nichts verändern, deshalb kombinierte Produkte die beides beinhalten.

An dieser Stelle sollte auch erwähnt werden, dass Probiotika mögliche Nebenwirkungen haben können, wie beispielsweise Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall.

Darmsanierung durch Ernährung

Die für viele Menschen wohl leichteste Variante ihren Darm zu sanieren und die Darmflora zu stärken, ist die Ernährung, denn die sogenannten Probiotika und Präbiotika finden sich auch in Lebensmitteln wieder.

Folgendes Video erklärt kurz und knapp welchen positiven Effekt einige Lebensmittel auf deinen Darm haben.

Probiotische Lebensmittel sind beispielsweise:

  • Milchprodukte (Naturjoghurt, Kefir, Buttermilch, Quark und Käse): sie stärken das Immunsystem im Darm
  • Fermentierte Lebensmittel (Sauerkraut und Kimchi): Milchsäurebakterien durch Fermentierung, helfen beim Aufbau der Darmflora
  • Apfelessig: durch den Gärungsprozess entstehen Milchsäurebakterien
  • Miso
  • Hefe: die enthaltenen Pilze verdrängen Pilzstämme, welche zu Krankheiten führen können. So bleiben nur Pilze, welche positiv für die Darmtätigkeit sind

Doch auch Präbiotika finden sich in Lebensmitteln wieder. Diese stellen die Nahrung für die guten Bakterien in deinem Darm dar.

Diese präbiotischen Lebensmittel können bei übermäßigem Verzehr jedoch schnell unangenehm werden. Bei der Verwertung der Präbiotika entstehen Gase und können so zu Blähungen und Bauchschmerzen führen.

Präbiotische Lebensmittel sind beispielsweise:

  • Vollkornprodukte
  • Haferflocken
  • Äpfel
  • Bananen
  • Spargel
  • Artischocken
  • Brokkoli
  • Leinsamen
  • Flohsamen
  • Schwarzwurzel
  • Chicorée
  • Zwiebeln
  • Knoblauch

Darmsanierung durch natürliche Hausmittel

Doch auch durch natürliche Hausmittel lässt sich dein Darm auf Vordermann bringen. Hierzu eignen sich Flohsamen, Leinsamen, Heil- und Mineralerde. Diese können täglich angewendet werden und werden häufig auch in Kombination empfohlen, beispielsweise in Form eines Shakes.

Flohsamen und Leinsamen quellen dabei stark auf und fördern so die Eigenbeweglichkeit des Darms und den Transport des Darminhalts. Die Darmtätigkeit wird angeregt und der Stuhlgang erleichtert.

Diese beiden Hausmittel haben eine regulierende Wirkung und weichen zudem Kotablagerungen auf und binden diese an die Quellmasse. Der Stuhl wird voluminös und weich.

Da die Konzentration der verdauungsfördernden Schleimstoffe in der Schale am höchsten ist, eignen sich fein gemahlene Floh- und Leinsamenschalen am besten.

Häufig werden Floh- und Leinsamen im Rahmen einer Darmsanierung in Verbindung mit Heilerde empfohlen. Heilerde bindet von die von den Samen gelösten Stoffwechselprodukte, Giftstoffe und schädlichen Bakterien, worauf diese ausgeschieden werden.

Doch auch Mineralerde (Bentonit, Zeolith, etc.) eignet sich hervorragend für eine Darmsanierung. Diese bindet Ablagerungen, Toxine und schädliche Bakterien und transportiert diese ab.

Für die Kombination von Samen und Mineralerde ist ein Flohsamenschalen-Mineralerde Shake zu empfehlen.

Für diesen wird ein Teelöffel Flohsamenschalen mit einem Teelöffel Mineralerde und ca 400 ml Wasser gemischt. Dabei wird ein Shake morgens und ein Shake abends, jeweils 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach der Mahlzeit empfohlen.

Bei all diesen Hausmitteln solltest du jedoch auf deinen eigenen Körper hören und Veränderungen beobachten.

Bei einem empfindlichen Darm solltest du zudem erst einmal zur Hälfte der vom Hersteller empfohlenen Mengen greifen. Auch wichtig zu erwähnen ist, dass Quellstoffe wie Floh- und Leinsamen deinem Körper viel Flüssigkeit entziehen, weshalb du unbedingt genug trinken solltest.

Ist dein Darm durch diese natürlichen Hausmittel gesäubert und damit das Darmmilieu verbessert, kannst du beispielsweise mit Probiotika deinen Darm zusätzlich stärken.

Darmsanierung durch Globuli und Schüßler Salze

Eine Darmsanierung kann auch mittels homöopathischen Alternativen durchgeführt werden. Die Wirkung dieser wird von der Schulmedizin meist angezweifelt, trotzdem gibt es viele bekannte Fälle in denen Homöopathie durchaus wirksam war.

Bei gesundheitlichen Beschwerden solltest du jedoch trotzdem zu allererst einen Arzt aufsuchen und mit diesem das weitere Vorgehen besprechen.

Eine homöopathische Alternative sind beispielsweise verschiedene Globuli für eine gesunde Darmflora. Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über die gängigsten Globuli und ihre Wirkung für einen gesunden Darm.

Globuli Beschreibung
Nux Vomica Gegen Völlegefühl, Magenkrämpfe nach dem Essen, Verstopfung oder Durchfall
Pulsatilla  bei verdorbenem und geblähtem Magen und Darm, nach dem Genuss von fetten Speisen
Arsenicum Album verdorbene Lebensmittel, zum Beispiel Fleisch oder Fisch, Übelkeit und Erbrechen
Chamomilla Magenkrämpfe mit kolikartigen Blähungen
Cuprum Metallicum Koliken mit Durchfall
Natrium sulfuricum übelriechenden Blähungen mit Durchfällen nach dem Aufstehen, Sodbrennen und einem braunen Zungenbelag
China allgemeinen Verdauungsschwäche von Leber, Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse
Belladonna plötzlichen oder periodisch auftretenden Leibkoliken

Dabei solltest du dich stets an die vorgegebene Dosierung halten und diese regelmäßig einnehmen.

Eine weitere homöopathische Alternative stellt eine Darmsanierung mit Schüßler Salzen dar.

Folgende 4 Schüßler Salze werden für eine Darmsanierung empfohlen:

  • Nr. 10 Natrium sulfuricum: fördert Ausscheidungsprozesse und wirkt auf die Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase, Niere und Dick-/Dünndarm. Regt zusätzlich die Darmperistaltik und -muskulatur an.
  • Nr. 8 Natrium chloratum: für den Flüssigkeitshaushalt zuständig, z.B. zuständig für die Produktion von Magensäure. Bei Durchfällen und Verstopfungen empfohlen.
  • Nr. 4 Kalium chloratum: dient der Zellentgiftung und als Schutzmineral für die Magen-Darm-Schleimhaut. Beruhigt bei Durchfällen, Reizdarm oder Magenschleimhautentzündungen und Bauchkrämpfen.
  • Nr. 23 Natrium bicarbonicum: Stoffwechsel sanft und effektiv entsäuern, aktiviert Stoffwechsel, Bauchspeicheldrüse wird positiv beeinflusst. Wird zudem bei Sodbrennen, saurem Aufstoßen, Völlegefühl und Reizungen der Magen-Darmschleimhaut empfohlen.

Dabei sollte jedes Schüßler Salz 3 mal täglich jeweils 2 Tabletten eingenommen werden. Diese solltest du im Mund zergehen lassen, damit die Mineralstoffe von der Mundschleimhaut aufgenommen werden können.

Die Kur sollte dabei mindestens 4-6 Wochen gemacht werden.

Vegane Darmsanierung

Auch für einen veganen Lebensstil sind die meisten Produkte und Methoden geeignet. Bis auf den Verzehr von Milchprodukten eignen sich alle hier vorgestellten Methoden auch für den veganen Lebensstil.

Für Veganer ist etwas Vorsicht bei der Einnahme von Prä- und Probiotika als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform geboten, da diese meist von tierischen Substanzen ummantelt sind.

Dies dient zum Schutz vor der Magensäure, sodass der Inhalt unbeschadet durch den Magen transportiert und dann im Darm freigesetzt werden kann.

Es gibt jedoch auch speziell vegan konzipierte Prä- und Probiotika-Kapseln. Dabei solltest du stets auf die Herstellerinformationen achten.

Trivia: Was du sonst noch über eine Darmsanierung nach Antibiotika wissen solltest

Welchen Einfluss hat die Darmflora auf die Haut und das Gehirn?

„Unsere Haut ist durchaus auch ein Spiegel unseres Darms“, Dr. Hans-Georg Dauer, Hautarzt aus Köln und Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD).

Ist der Darm beispielsweise durch die Einnahme von Antibiotika geschädigt, können wichtige Nährstoffe aus der Nahrung nicht mehr richtig aufgenommen werden. Resultierende Folgen können eine trockene, stumpfe Haut, eingerissene Mundwinkel, Ekzeme, Nagelveränderungen und Haarausfall sein.

Oft wird eine nicht intakte Darmflora auch mit Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte und Allergien in Verbindung gebracht.

Der Darm besitzt ähnlich zu unserem Gehirn Millionen von Nervenzellen. Nicht umsonst wird der Darm deshalb auch häufig als Bauchhirn bezeichnet bzw. von der Darm-Hirn-Achse gesprochen. Welchen genauen Einfluss der Darm auf unser Gehirn hat, ist noch nicht ausreichend erforscht.

Darmerkrankungen wie beispielsweise das Reizdarmsyndrom oder Morbus Crohn gehen jedoch nicht selten mit psychischen Erkrankungen wie Angststörungen und einer Depression einher.

Ist eine Darmsanierung nach Antibiotikaeinnahme auch für Kinder sinnvoll?

Ja, auch für Kinder ist eine Darmsanierung nach Einnahme von Antibiotika sinnvoll. Dabei gibt es für Kinder beispielsweise spezielle Kinder-Probiotika.

Diese sind meist aufgrund der einfacheren Einnahme in Pulverform erhältlich und werden später mit einer Flüssigkeit angerührt.

Achte bei der Dosierung unbedingt auf die Herstellerinformationen. Als grobe Faustregel wird für ein 3-jähriges Kind meist ein Dosierlöffelchen pro Tag in kalter oder lauwarmer Flüssigkeit (Wasser, Saft, Tee) zu Mahlzeiten empfohlen. Nach etwa 14 Tagen kann dies auf täglich 2 mal ein Dosierlöffelchen erhöht werden.

Auch hier empfiehlt es sich bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Ist eine Darmsanierung nach Antibotikaeinnahme auch für Tiere sinnvoll?

Ja, auch Tiere können von einer Darmsanierung nach Antibiotikaeinnahme profitieren. Dabei wird meist Probiotika und Präbiotika als Ergänzung zum Futter gegeben.

Die Dauer dieser Darmsanierung reicht von einer Woche für akute Beschwerden, 2-3 Wochen bei längeren Beschwerden bis zu 6-8 Wochen bei schwerwiegenden Symptomen.

Zusätzlich eignen sich auch Zeolith und Flohsamenschalen für Tiere. Zeolith ist ein Mineralgestein, welches Giftstoffe binden kann und diese so mit dem Stuhl ableitet.

Bei Anwendung von Flohsamenschalen und Zeolith sollte ähnlich zum Menschen auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Welche Lebensmittel können negative Auswirkungen auf die Darmflora haben?

Bestimmte Lebensmittel können sich negativ auf die Darmflora auswirken und sind deshalb während einer Darmsanierung zu vermeiden. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick, welche Lebensmittel du bei einer beanspruchten Darmflora bzw. einer Darmsanierung eher meiden solltest:

  • Tierisches Fett: wirkt sich negativ auf die Vielfalt des Mikrobioms aus. Vor allem rotes Fleisch, geräucherte und gepökelte Fleischwaren solltest du in dieser Zeit nur sehr selten essen. Dabei spielt auch die Qualität des Fleischs eine wichtige Rolle, da beispielsweise durch die Massentierhaltung und damit die vermehrte Gabe von Antibiotika auch Antibiotikarückstände in deinem Darm landen können.
  • Alkohol: hat einen negativen Einfluss auf die Darmflora und die Verdauung. Männer sollten maximal einen halben Liter Bier oder einen viertel Liter Wein (ca. 20 Gramm Alkohol pro Tag) und Frauen nicht mehr als die Hälfte dieser Menge zu sich nehmen.
  • Zucker: ist Nahrung für krankmachende Bakterien und Pilze, hoher Zuckerkonsum wirkt ähnlich wie Antibiotika und geht mit einer Veränderung der Darmschleimhaut einher.
    Ist eine Darmsanierung auch in der Schwangerschaft möglich?

Eine komplette Darmsanierung sollte nicht während einer Schwangerschaft durchgeführt werden, kann jedoch ein bzw. ein halbes Jahr vor einer geplanten Schwangerschaft durchgeführt werden.

Bei einer Darmsanierung kommt es zu einer erhöhten Ausscheidung und damit auch zu einem möglichen Flüssigkeitsmangel und vorübergehenden Nährstoffmangel.

Das ist normalerweise kein Problem, in einer Schwangerschaft sind jedoch mehr Vitalstoffe nötig um das ungeborene Kind optimal mit Nährstoffen versorgen zu können.

Eine Darmsanierung während der Schwangerschaft stellt demnach eine Doppelbelastung für den Körper dar.

Prä- und Probiotika als Nahrungsergänzungsmittel sind jedoch auch in der Schwangerschaft unbedenklich. Trotzdem solltest du vorab unbedingt Absprache mit deinem Arzt bzw. Hebamme halten.

Zum einen können Prä- und Probiotika in der Schwangerschaft nützlich bei Verdauungsstörungen sein zum anderen gibt es ein paar Studien, dass Probiotika in der Schwangerschaft Neurodermitis bei Babys verhindern könnten.

Eine Studie aus Norwegen konnte weniger atypische Ekzeme und Rhinokonjunktivitis feststellen, wenn in der Schwangerschaft vermehrt probiotische Milchprodukte verzehrt wurden. Insgesamt existieren jedoch zu wenige Studien, um eine klare Aussage in diesem Bereich treffen zu können.

Fazit

Die Bakterien in deinem Darm, deine Darmflora, regulieren viele Prozesse in deinem Körper. Ist diese Funktion gestört, können wichtige Nährstoffe nicht mehr richtig aus der Nahrung aufgenommen werden.

Das wiederum hat viele Auswirkungen auf den gesamten Körper und kann beispielsweise zu Hautkrankheiten, wie Neurodermitis führen. Deshalb ist es umso wichtiger auf einen gesunden Darm zu achten.

Um deine Darmflora zu stärken bzw. nach der besonderen Beanspruchung durch Antibiotika, kann eine Darmsanierung sehr sinnvoll sein. Die 5 vorgestellten Methoden sollen dir helfen, die für dich Richtige Variante zu wählen.

Bei schwerwiegenden Beschwerden solltest du eine Darmsanierung jedoch unbedingt vorab mit deinem Arzt besprechen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Francino MP. Antibiotics and the Human Gut Microbiome: Dysbioses and Accumulation of Resistances. Front Microbiol 2016;6:1543

[2] NN. Effekte von Anti- und Probiotika. Pharmazeutische Zeitung. 14.12.2010, https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-502010/effekte-von-anti-und-probiotika

[3] https://www.aerzteblatt.de/archiv/163441/Antibiotika-Report-2014-Resistenzen-breiten-sich-aus

[4] https://www.hundeo.com/gesundheit/darmsanierung

Bildquelle: 123rf.com / 95815952

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