CBD Öl gegen Angst

Wer ständig unter Angst leidet, zieht sich oft aus dem Leben zurück. Eine Angststörung kann die Lebensqualität eines Menschen erheblich einschränken. Viele wünschen sich ein Leben ohne Angstzustände. Leider kann es dauern, bis die richtige Therapie gefunden wird.

CBD Öl soll die Angst verschwinden lassen. Viele sind von diesem Mittel bereits überzeugt. Einige wurden aber auch bitter enttäuscht und zweifeln die Wirksamkeit von CBD gegen Angst an.

Wir zeigen dir in unserem Artikel auf neutrale Art und Weise, was es alles über CBD Öl gegen Angst zu wissen gibt. Dabei werden wir auch auf die aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisse zu dessen Wirksamkeit eingehen. Außerdem zeigen wir dir, welche Alternativen es zu CBD Öl gegen Angst gibt.




Das Wichtigste in Kürze

  • CBD ist eine Abkürzung für Cannabidiol und wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Es wirkt nicht psychoaktiv und gilt nicht als Betäubungsmittel.
  • Einige Studien konnten bereits eine Wirksamkeit von CBD gegen Angst feststellen. Allerdings sind weitere Studien zum langfristigen Einsatz, Dosierung und weitere Personengruppen nötig.
  • Traditionell werden Angststörungen mit Psychotherapie und Medikamenten behandelt. Es gibt aber auch pflanzliche Mittel, die unterstützend wirken können. Auch auf Sport und ausreichend Schlaf sollte geachtet werden.

CBD Öl gegen Angst: Was du wissen solltest

Viele haben große Hoffnung, dass CBD Öl gegen Angst helfen könnte. Allerdings solltest du von CBD auch keine Wunder erwarten. Wir haben dir hier die wichtigsten Fragen zu CBD Öl und Angst zusammengetragen. So bekommst du einen Überblick über das Thema und weißt, was du erwarten kannst.

Was ist CBD Öl?

Die Abkürzung CBD steht für Cannabidiol und ist ein Bestandteil der Hanfpflanze. Es wird aus den oberen Teilen, also zum Beispiel Blätter und Stängel, der Pflanze gewonnen (1). Cannabidiol ist der zweithäufigste aktive Wirkstoff der Hanfpflanze, welche mit der Marihuana-Pflanze verwandt ist (2).

CBD Öl gegen Angst-1

CBD Ö wird aus den oberirdischen Teilen der Hanfpflanze gewonnen. Diese Pflanze ist mit der Marihuana-Pflanze verwandt.
(Bildquelle: Kimzy Nanney / unsplash)

CBD wirkt nicht psychoaktiv (3). Der Europäische Gerichtshof hat am 19.11.2020 entschieden, dass es sich bei CBD nicht um ein Betäubungsmittel handelt (1).

CBD Öle, welche als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden, setzen sich meist aus 5 bis 20 Prozent reinem CBD Öl und Hanföl oder ein anderes Pflanzenöl zusammen. Der CBD-Gehalt von EU-Hanf-Sorten kann bis zu 5 Prozent betragen (1).

Wie äußern sich Angstzustände?

Normalerweise ist Angst ein sehr nützliches Gefühl. Es schützt uns vor Gefahr und hält uns am Leben. Bei manchen Menschen kann die Angst allerdings überhandnehmen. Sie haben Angst vor ganz normalen Dingen. Woran du erkennen kannst, dass es sich bei dir nicht nur um normale Angst handelt, zeigt dir folgende Liste (4):

  • Du denkst ständig über deine Ängste nach. Dies nimmt mehr als die Hälfte deines Tages ein.
  • Deine Ängste schränken dich stark in deiner Bewegungsfreiheit ein. Deine Lebensqualität wird von deinen Ängsten negativ beeinflusst.
  • Deine Ängste machen dich zunehmend depressiv.
  • Du hattest möglicherweise schon Selbstmordgedanken wegen deiner Ängste.
  • Um deine Ängste zu bekämpfen, trinkst du oft Alkohol, nimmst Drogen oder Beruhigungstabletten.
  • Deine Ängste gefährden deine Partnerschaft oder deine Arbeit.

Krankhafte Angst ist also sehr ausgeprägt. Ängste zeigen sich nicht immer, aber doch mit großer Häufigkeit oder sehr plötzlich. Zu den körperlichen Symptomen gehören (5):

  • Zittern
  • Herzrasen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Schweißausbrüche
  • Brustenge
  • Atembeschwerden

Es kann sogar zum Hyperventilieren oder einer Ohnmacht kommen. Angstanfälle können über mehrere Stunden anhalten. Sobald der Höhepunkt der Attacke erreicht ist, gehen die Symptome zurück.

Angststörungen sind oft unberechenbar. Die Anfälle kommen oft unvorhergesehen, plötzlich und ohne erkennbaren Grund. Dadurch haben Betroffene häufig Angst vor dem nächsten Anfall (5).

Was sind Angststörungen?

Angsterkrankungen gehören neben Depressionen zu den am häufigsten verbreiteten psychischen Krankheiten. Sie können verschiedene Formen annehmen, die wir in folgender Tabelle kurz vorstellen werden (6).

Art Beschreibung
Panikstörung wiederkehrenden schweren Angstanfällen mit heftigen körperlichen und psychischen Symptomen
Generalisierte Angststörung anhaltende Sorgen oder Ängste (teilweise ohne Grund) unrealistisch übersteigerte Furcht vor realen Bedrohungen, Gefühl einer nahenden Katastrophe.
Soziale Angststörung extreme Form der Schüchternheit, Angst vor Situationen, in denen sie sich von ihren Mitmenschen kritisch betrachtet oder beobachtet fühlen
Spezifische Phobien Furcht vor i.d.R. ungefährlichen Objekten oder Situationen (z.B. Hunde, Spinnen, Blut)

Es kann bei all diesen Angststörungen auch zur Erwartungsangst kommen. Betroffene meiden Orte und Situationen, die Angst auslösen könnten. In der Folge ziehen sie sich immer mehr zurück und nehmen am Leben nicht mehr richtig Teil. Ihnen fehlt es an Vertrauen in die eigene Stärke. Sie fühlen sich ständig ausgeliefert. Angststörungen gehen zudem oft mit Ein- und Durchschlafstörungen einher (6).

Wie wirkt CBD Öl bei Angst?

CBD wird eine beruhigende Wirkung auf Körper und Geist nachgesagt. Dabei soll es Einfluss auf die Serotonin-Rezeptoren nehmen (7).

Es gibt Studien, die eine Wechselwirkung zwischen CBD und dem Endocannabinoid-System im Körper belegen können. Das Endocannabinoid-System nimmt Einfluss auf die Gefühle eines Menschen. Bei Angstattacken wir vermehrt Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet. Dem kann mit CBD über das Endocannabinoid-System entgegengewirkt werden (7).

CBD Öl wird oral eingenommen. Dabei träufelst du ein paar Tropfen unter deine Zunge. Die Wirkung soll dann nach etwa 15 Minuten einsetzen (8).

Zu den möglichen Nebenwirkungen von CBD Öl gehören Schlaflosigkeit, Schlafstörungen oder innere Unruhe. Diese treten etwa bei jedem zehnten Anwender auf. Weitere Nebenwirkungen können sein (1):

  • Unwohlsein
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Hautausschläge

Sollest du nach der Einnahme von CBD Nebenwirkungen feststellen, kannst du noch einmal Rücksprache mit deinem Arzt halten. Eventuell kommt eine geringe Dosierung für dich infrage. Er kann dir aber auch andere Therapiemöglichkeiten aufzeigen.

Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zu CBD Öl gegen Angst?

Es gibt bereits einige Studien zum Einsatz von CBD gegen Angst. Die ersten Erkenntnisse zeigen, dass CBD durchaus Potenzial auf diesem Gebiet besitzt. Einige Studien konnten bereits eine solche Wirksamkeit feststellen. CBD lässt sich auch bei Schlafstörungen, welche häufig mit Angststörungen einhergehen, einsetzen. Es soll sowohl beim Einschlafen, als auch beim Durchschlafen helfen (9, 10, 11, 2).

CBD Öl gegen Angst-2

Erste Studien konnten eine Wirksamkeit von CBD gegen Angst feststellen. Allerdings sind noch weitere Untersuchungen notwendig.
(Bildquelle: Anshu A / unsplash)

Allerdings sind auch noch weitere Studien notwendig. So muss zum Beispiel erforscht werden, ob CBD auch dauerhaft eingesetzt werden kann. Außerdem werden noch Studien in weiteren klinisch relevanten Gruppen benötigt. Auch die Dosierung von CBD muss noch weiter untersucht werden (11).

Welches CBD Öl hilft gegen Angst?

Die Darreichungsform von CBD als Öl hat mehrere Vorteile. Es lässt sich zum einen leicht anwenden. Zudem ist die Dosis einfach anzupassen. Zu Beginn sollte zunächst immer nur eine geringe Menge eingenommen werden. Du kannst dich auch an folgender Tabelle orientieren (7):

Art der Beschwerden Mögliche Dosierung empfohlene Höchstdosis
Stress, nervöse Zustände 3×10 Tropfen 5% CBD Öl täglich 20 Milligramm
Angstzustände mit starken Beschwerden 3×3 Tropfen 10-15 % CBD Öl täglich 100 Milligramm

Es gibt bisher leider nur wenige Studien, die sich mit der Frage beschäftigt haben, wie CBD bei einer dauerhaften Einnahme zu dosieren ist. Die angstlösende Wirkung wurde bisher nur bei akuter Einnahme nachgewiesen. Auch hier müssen, wie oben bereits erwähnt, noch weitere Studien durchgeführt werden (11). Eine allgemeingültige Dosierungsempfehlung gibt es leider noch nicht (7).

Was passiert, wenn ich zu viel CBD Öl einnehme?

Es gibt ein paar Studien, in denen sehr hohe Dosierungen von CBD eingesetzt wurden. So kamen in einer Studie im Jahr 2018 1500 Milligramm und 4500 Milligramm CBD zum Einsatz. Hier konnten zwar ein paar Nebenwirkungen auf, allerdings waren diese geringer, als bei anderen Medikamenten (12).

Wenn du also tatsächlich zu viel CBD Öl eingenommen haben solltest, werden wahrscheinlich nur die üblichen Nebenwirkungen eintreten.

Welche Alternativen gibt es zu CBD Öl?

Es gibt eine Reihe von Alternativen CBD Öl. Dazu gehört auch die herkömmliche Behandlung von Angststörungen mithilfe von Medikamenten und Psychotherapie. Es stehen aber auch noch weitere Wege zur Verfügung, mit denen du deine Angst bekämpfen kannst.

  • Medikamente: Traditionellerweise werden Angststörung oft mit Medikamenten wie Antidepressiva behandelt.
  • Pflanzliche Medikamente: Es stehen auch einige pflanzliche Präparate zur Verfügung. Allerdings konnte noch nicht bei allen Optionen die Wirksamkeit nachgewiesen werden.
  • Sport: Sport und Bewegung helfen Stresshormone abzubauen, dadurch können die Symptome einer Angststörung gemildert werden.
  • Schlaf: Dein Körper braucht ausreichend Schlaf, um sich regenerieren zu können.
  • Psychotherapie: Mithilfe eines Therapeuten können auch schwere Angststörungen behandelt werden. Besonders die kognitive Verhaltenstherapie und die Reizüberflutung werden gern zur Therapie von Angst genutzt.
  • Entspannungsverfahren: Mithilfe von Entspannungsverfahren erlernst du, wie du deinen Körper selbst entspannen kannst. Dadurch werden die Symptome von Angst gemildert.

Damit du einen besseren Überblick über die verschiedenen Alternativen bekommst, werden wir nun auf jede von ihnen genauer eingehen.

Medikamente

Häufig werden Angststörungen mit Medikamenten behandelt. Vor allem Antidepressiva werden verschrieben. Dabei kommen insbesondere die selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) und die selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) infrage. Allerdings zwei Wochen oder sogar länger dauern, bis die Antidepressiva wirken (5).

Auch Benzodiazepine könnten gegen Angststörungen eingesetzt werden. Allerdings besteht hier die Gefahr einer Abhängigkeit, weswegen sie nur selten verschrieben werden (5).

Gegen generalisierten Angststörungen können auch Medikamente wie Pregabalin (Kalzium-Kanal-Modulator) oder Buspiron (Tranquilizer) zum Einsatz kommen. Gegen starke Angstsymptome können zum Beispiel Betablocker helfen (5).

Pflanzliche Medikamente

Es gibt natürlich auch pflanzliche Medikamente, die gegen Angst eingesetzt werden können. Allerdings ist die Wirksamkeit nicht bei allen Pflanzen nachgewiesen. Damit du einen Überblick über die verschiedenen Optionen bekommst, haben wir dir hier eine Tabelle zusammengestellt.

Pflanze mögliches Einsatzgebiet belegte Wirksamkeit
Lavendel Es könnten Präparate mit Lavendelöl gegen Unruhezustände und leichtere Ängste eingesetzt werden. Auch wenn diese Produkte zur Selbstmedikation sind, solltest du die Einnahme dennoch immer mit deinem Arzt absprechen.  Der Nutzen solcher Medikamente ist allerdings nicht unumstritten (5).
Baldrian Baldrian kann gegen Schlafstörungen, Angstzustände oder Nervosität helfen. Baldrian ist in verschiedenen Formen erhältlich – als Tablette, Tinktur oder Tee. Es gibt nicht genug Beweise für die Wirksamkeit von Baldrian gegen Angststörungen. Es scheint allerdings bei leichten bis mittleren Schlafstörungen zu helfen (13).
Hopfen Hopfen wird zur Beruhigung bei Unruhe, Angst und Spannungszuständen, sowie nervösen Schlafstörungen angewendet. Das natürliche Mittel gegen Angst enthält Bitterstoffe die beruhigend wirken und Bakterien abtöten. Hopfen ist als Tee, Tinktur oder Dragee im Handel erhältlich. Die Wirkung von Hopfen wurde u.a. 2017 in einer Studie nachgewiesen. Er kann auch gegen milde Depression und Stress eingesetzt werden (14).
Passionsblume Passionsblumenkraut soll gegen nervöse Unruhe, psychosomatische Störungen, Einschlafschwierigkeiten und Angst. Es gibt nur wenige Hinweise auf die Wirksamkeit von Passionsblumenkraut gegen Angst. Es sind also noch weitere Studien nötig (15).
Kava Kava ist ein Getränk, das aus Rauschpfeffer gewonnen wird. Es soll gegen Angst, Ruhelosigkeit und Schlaflosigkeit helfen. Auch bei Kava gibt es Hinweise, dass es gegen Angst helfen könnte. Allerdings sind auch hier die Beweise nicht ausreichend, um die Wirksamkeit endgültig zu bestätigen (16). Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat Ende 2019 die Zulassung aller Kava-haltigen-Arzneimittel widerrufen, da das Nutzen-Risiko-Verhältnis ungünstig sei. Es bestehe das Risiko von Leberschäden (17).

Du solltest auch bei pflanzlichen Medikamenten immer Rücksprache mit deinem Arzt halten. Er kann dir dabei helfen, das richtige Mittel für dich zu finden.

Sport

Bewegung und regelmäßige sportliche Betätigung können ebenfalls bei Angst helfen. Die Symptome können akut gelindert werden. Es lässt sich allerdings auch eine langfristige Wirkung feststellen. Ausdauersport soll hier am besten helfen (18). Aber auch Yoga und Meditation können als unterstützende Therapie genutzt werden (19).

CBD Öl gegen Angst-3

Vor allem Ausdauersport, wie Joggen, soll gegen Angst helfen. Regelmäßige Bewegung kann die Symptome auch nachhaltig lindern.
(Bildquelle: Cameron Venti / unsplash)

Durch Angstzustände werden vermehrt Hormone wie Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Diese werden durch Aktivität abgebaut. So kann einer andauernden Stresssituation im Körper entgegengewirkt werden. Sport hilft nicht nur beim Abbau der Stresshormone, sonders setzt gleichzeitig Endorphine frei. Bereits 30 Minuten am Tag können die Angstsymptome deutlich mindern (20).

Schlaf

Schlaf ist wichtig für deinen Körper, da er sich in dieser Zeit regeneriert. Wenn du zu wenig schläfst, oder Probleme beim Ein- beziehungsweise Durchschlafen hast, wird diese Regeneration verhindert und es kann zu psychischer Überlastung kommen. Folgende Maßnahmen können bei Schlafproblemen helfen (21):

  • Das Bett ist nur zum Schlafen da. Du solltest hier nicht essen, lesen oder fernsehen.
  • Vor dem Schlafen kannst du ein Glas warme Milch mit Honig trinken.
  • Wenn du 15 Minuten wach im Bett gelegen hast, kannst du aufstehen und für kurze Zeit etwas Unaufregendes machen und danach wieder ins Bett gehen. Diesen Vorgang kannst du auch mehrmals wiederholen.
  • Vier bis fünf Stunden vor dem Einschlafen kannst du einen ausgedehnten Spaziergang machen. Die Bewegung hilft Stresshormone abzubauen und das Sonnenlicht kurbelt die Endorphinproduktion in der Haut an (22).
  • Achte auf eine gute Durchlüftung deines Schlafzimmers. Es sollte zudem nicht wärmer als 16 Grad Celsius sein.

Du solltest möglichst keine Schlafmittel zu dir nehmen, da diese erst recht zu Schlafstörungen führen können (21).

Psychotherapie

Bei der Behandlung von Angststörungen mittels Psychotherapie hat sich die kognitive Verhaltenstherapie am meisten bewährt. Du lernst hier, welche Denkabläufe zu deiner Angst gehören und sie möglicherweise verstärken können.
Es kann auch die Reizüberflutungen eingesetzt werden.

Dabei wird im Beisein des Therapeuten eine Konfrontation mit einer angstauslösenden Situation durchgeführt. Der Patient lernt dadurch, dass die Angst auch von selbst wieder nachlässt. Eine solche Übung wird im Vorfeld gut durchgesprochen und der Patient darf selbst entscheiden, was und wie viel er sich zutraut. Mit diesem Verfahren können auch starke Ängste behandelt werden (23).

Entspannungsverfahren

Es gibt verschiedene Entspannungsverfahren, die gegen Angst helfen können. Dazu gehört zum Beispiel die progressive Muskelentspannung. Diese Technik beruht auf der Erkenntnis, dass Patienten mit einer psychischen Krankheit immer an Muskelverspannungen leiden.

Entspannung wirkt stattdessen Erregungszuständen entgegen. Wenn also die Muskeln des Körpers entspannt werden, kann das einen positiven Effekt auf die Psyche eines Menschen haben (20).

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Bewusste Entspannung hilft dabei, den Symptomen von Angst entgegen zu wirken.
(Bildquelle: Toni Reed / unsplash)

Bei dieser Technik werden nun bestimmte Muskelgruppen kurz angespannt, um sie anschließend wieder entspannen zu können. Diese Entspannung sollte bewusst wahrgenommen werden. Du lernst bei dieser Technik den Unterschied zwischen An- und Entspannung deutlich wahrzunehmen und kannst mit der Zeit die Entspannung selbst herbeiführen (20).

Ein weiteres mögliches Entspannungsverfahren ist das autogene Training. Diese Technik beruht auf der Erkenntnis, dass ein entspannter Mensch seine Muskeln als schwer und seinen Körper als warm empfindet.

Die Atemfrequenz sinkt ab und auch der Herzschlag wird ruhiger. Grundsätzlich empfinden entspannte Menschen eher Freude als Angst. Du lernst hierbei diesen Entspannungszustand selbst aktiv herbeizuführen, indem du schweigend bestimmte Formeln sprichst (20).

Fazit

CBD Öl wird aus den oberen Teilen der Hanfpflanze gewonnen und soll dabei helfen, die Symptome von Angststörungen zu lindern. Seine Anwendung ist einfach und unkompliziert. Eine Überdosierung scheint keine allzu schweren Folgen zu haben. Die ersten Studien lassen hoffen, dass CBD tatsächlich gegen Angst helfen kann. Es sind allerdings noch weitere Studien nötig.

Wenn du CBD Öl dennoch gern ausprobieren würdest, solltest du dies im Vorfeld mit deinem Arzt besprechen. Er wir dir zeigen, ob dieses Mittel für dich in Frage kommt und gegebenenfalls andere Therapiemöglichkeiten finden.

Bildquelle: Stajkovic / 123rf

Einzelnachweise (23)

1. Verbraucherzentrale NRW e.V. (2020). CBD-Öl legal auf dem Markt?
Quelle

2. Grinspoon, P. (2018). Cannabidiol (CBD) — what we know and what we don’t.
Quelle

3. Jung, B. (2019). Rossmann und dm nehmen CBD-Öle aus dem Sortiment.
Quelle

4. Bundesärztekammer; Kassenärztlicher Bundesvereinigung (2019). Angst – normales Gefühl oder doch eine seelische Störung?
Quelle

5. Blank-Koppenleitner, A. (2017). Angst – Ursachen: Angststörungen.
Quelle

6. Bandelow,B.; Rufer, M. (2020). Was sind Angsterkrankungen bzw. Angststörungen?
Quelle

7. Steinort, J. (2020). CBD Öl bei Angststörungen – Angstfreier im Alltag?
Quelle

8. Steinort, J. (2020). CBD Wirkung auf Menschen und Tiere unter der Lupe.
Quelle

9. Decker, J.; Wrawlinski, S.;Erlewind, J.;Estrain,N.; Kleinbau, J. (2019). Cannabidiol Studie.
Quelle

10. Bergamaschi MM, Queiroz RH, Chagas MH, de Oliveira DC, De Martinis BS, Kapczinski F, Quevedo J, Roesler R, Schröder N, Nardi AE, Martín-Santos R, Hallak JE, Zuardi AW, Crippa JA. Cannabidiol reduces the anxiety induced by simulated public speaking in treatment-naïve social phobia patients. Neuropsychopharmacology. 2011 May;36(6):1219-26. doi: 10.1038/npp.2011.6. Epub 2011 Feb 9. PMID: 21307846; PMCID: PMC3079847.
Quelle

11. Blessing EM, Steenkamp MM, Manzanares J, Marmar CR. Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders. Neurotherapeutics. 2015 Oct;12(4):825-36. doi: 10.1007/s13311-015-0387-1. PMID: 26341731; PMCID: PMC4604171.
Quelle

12. Schoedel KA, Szeto I, Setnik B, Sellers EM, Levy-Cooperman N, Mills C, Etges T, Sommerville K. Abuse potential assessment of cannabidiol (CBD) in recreational polydrug users: A randomized, double-blind, controlled trial. Epilepsy Behav. 2018 Nov;88:162-171. doi: 10.1016/j.yebeh.2018.07.027. Epub 2018 Oct 2. PMID: 30286443.
Quelle

13. Nunes A, Sousa M. Utilização da valeriana nas perturbações de ansiedade e do sono: qual a melhor evidência? [Use of valerian in anxiety and sleep disorders: what is the best evidence?]. Acta Med Port. 2011 Dec;24 Suppl 4:961-6. Portuguese. Epub 2011 Dec 31. PMID: 22863505.
Quelle

14. Kyrou I, Christou A, Panagiotakos D, Stefanaki C, Skenderi K, Katsana K, Tsigos C. Effects of a hops (Humulus lupulus L.) dry extract supplement on self-reported depression, anxiety and stress levels in apparently healthy young adults: a randomized, placebo-controlled, double-blind, crossover pilot study. Hormones (Athens). 2017 Apr;16(2):171-180. doi: 10.14310/horm.2002.1738. PMID: 28742505.
Quelle

15. Lakhan SE, Vieira KF. Nutritional and herbal supplements for anxiety and anxiety-related disorders: systematic review. Nutr J. 2010 Oct 7;9:42. doi: 10.1186/1475-2891-9-42. PMID: 20929532; PMCID: PMC2959081.
Quelle

16. Ooi SL, Henderson P, Pak SC. Kava for Generalized Anxiety Disorder: A Review of Current Evidence. J Altern Complement Med. 2018 Aug;24(8):770-780. doi: 10.1089/acm.2018.0001. Epub 2018 Apr 11. PMID: 29641222.
Quelle

17. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (2019). Kava-Kava-haltige Arzneimittel: Risiko für das Auftreten schwerer Leberreaktionen, Widerruf der betroffenen Zulassungen.
Quelle

18. John Harris Fitness (2017). Sport gegen Stress & psychische Probleme.
Quelle

19. Saeed SA, Cunningham K, Bloch RM. Depression and Anxiety Disorders: Benefits of Exercise, Yoga, and Meditation. Am Fam Physician. 2019 May 15;99(10):620-627. PMID: 31083878.
Quelle

20. Pro Psychotherapie e.V. (2020). Vertrauen verdrängt Angst.
Quelle

21. Morschitzky, H. (2020). Gesundheitsmaßnahmen.
Quelle

22. Suchttherapie (2014). Sonnenbad: Wirkung wie bei Opiaten.
Quelle

23. Bandelow,B.; Rufer, M. (2020). Angststörungen - Therapie bzw. Behandlung.
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

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Randomisierte Kontroll-Studie
Bergamaschi MM, Queiroz RH, Chagas MH, de Oliveira DC, De Martinis BS, Kapczinski F, Quevedo J, Roesler R, Schröder N, Nardi AE, Martín-Santos R, Hallak JE, Zuardi AW, Crippa JA. Cannabidiol reduces the anxiety induced by simulated public speaking in treatment-naïve social phobia patients. Neuropsychopharmacology. 2011 May;36(6):1219-26. doi: 10.1038/npp.2011.6. Epub 2011 Feb 9. PMID: 21307846; PMCID: PMC3079847.
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Review
Blessing EM, Steenkamp MM, Manzanares J, Marmar CR. Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders. Neurotherapeutics. 2015 Oct;12(4):825-36. doi: 10.1007/s13311-015-0387-1. PMID: 26341731; PMCID: PMC4604171.
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Schoedel KA, Szeto I, Setnik B, Sellers EM, Levy-Cooperman N, Mills C, Etges T, Sommerville K. Abuse potential assessment of cannabidiol (CBD) in recreational polydrug users: A randomized, double-blind, controlled trial. Epilepsy Behav. 2018 Nov;88:162-171. doi: 10.1016/j.yebeh.2018.07.027. Epub 2018 Oct 2. PMID: 30286443.
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Kyrou I, Christou A, Panagiotakos D, Stefanaki C, Skenderi K, Katsana K, Tsigos C. Effects of a hops (Humulus lupulus L.) dry extract supplement on self-reported depression, anxiety and stress levels in apparently healthy young adults: a randomized, placebo-controlled, double-blind, crossover pilot study. Hormones (Athens). 2017 Apr;16(2):171-180. doi: 10.14310/horm.2002.1738. PMID: 28742505.
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Review
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