Man mag es nicht annehmen, aber die Haut des Menschen umfasst ungefähr eine Fläche von zwei Quadratmetern und ist mit etwa 15 Prozent des eigenen Körpergewichts eines der größten Organe, die der Mensch besitzt. Dementsprechend verheerend ist es, wenn es zu Hautkrankheiten kommt.

Die Haut hat normalerweise die Aufgabe, das Innere vor dem Äußeren zu schützen und ist daher in zwei Schichten eingeteilt: Die Epidermis (Oberhaut) und Dermis (Lederhaut).

Neben dem regulären Schutz vor äußeren Einflüssen übernimmt die Haut weitere wichtige Aufgaben. Dazu gehört die Kontrolle über Wasser- und Wärmegehalt. Zudem ist sie ein Sinnesorgan, das für den menschlichen Organismus sehr wichtig ist.

Im nachfolgenden Magazin beschäftigen wir uns damit, was passieren kann, wenn die Haut aus dem Gleichgewicht gerät und sich Hautkrankheiten entwickeln.

Dabei soll ein Überblick vermitteln, welche Arten von Hautkrankheiten es gibt und wie sie in der Regel behandelt werden. Zudem wirst du Lösungsansätze finden, woran du eine Hautkrankheit erkennen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hautkrankheiten sind vielschichtig und zeigen sich anhand unterschiedlicher Symptome. Vom kleinen roten Fleck, bis hin zu großflächigen Hautgeschwüren ist alles vertreten.
  • Nicht immer ist eine Hauterkrankung bösartiger Natur. In vielen Fällen heilen die Erscheinungen nach einer fachgerechten Behandlung komplikationslos wieder ab.
  • Für die Behandlung kommen neben Salben und Cremes auch Spritzen und chirurgische Eingriffe zum Einsatz. Die Art der Behandlung hängt stets von der Schwere als auch der Art der Hauterkrankung ab.

Definition: Was sind Hautkrankheiten?

Eine Hautkrankheit ist per Definition eine Erkrankung der Haut. Betroffen kann sowohl die Ober- als auch Unterhaut sein. Genauso werden Erkrankungen dazu gezählt, die von den Hautanhangsgebilden (Haare, Nägel, sowie Talg- und Schweißdrüsen) ausgehen.

Eine Hauterkrankung kann die Ober-, sowie die Unterhaut, betreffen. (Bildquelle: 123rf.com / 30807985)

Da die Haut so viel Fläche einnimmt und das Organ darstellt, welches am meisten mit äußeren Einflüssen und deren negativen Eigenschaften in Kontakt kommt, ist es das am häufigsten betroffene Organ, welches krankhafte Veränderungen entwickelt.

Die Erscheinungen auf der Haut können extrem vielschichtig sein und daher in vielen Fällen nur schwer voneinander abzugrenzen.

Für gewöhnlich werden Hautkrankheiten von einem Dermatologen oder einem Hautarzt, diagnostiziert und behandelt.

Hintergründe: Was du über Hautkrankheiten wissen solltest

Kaum etwas anderes ist so breit gefächert wie die Hautkrankheiten des Menschen. Sie zeigen sich in unterschiedlichen Symptomen und Beschwerden, haben zahlreiche Ursachen, sowie Folgen und zeigen Unmengen von Komplikationen, sofern sie nicht richtig behandelt werden.

Nicht immer sind sie lebensbedrohlich, sondern harmlos und behandelbar. Einige andere sind nur unansehnlich, verursachen aber keine weiteren Probleme. Andere wiederum können unbehandelt und je nach Entwicklung zum Tode führen.

Während die einen lediglich das Auftragen einer Salbe erfordern, sind andere mit schwerwiegenden Behandlungen verbunden, die nicht immer Erfolg zeigen.

Nachfolgend erstellen wir einen Überblick, damit du einen Eindruck davon bekommst, welche die häufigsten Hautkrankheiten sind, wie sie sich zeigen und vor allem, wie man sie behandelt.

Was sind die häufigsten Hautkrankheiten?

Einige Hautkrankheiten tauchen häufiger auf als andere. Während die einen schnell abheilen, zeigen sich andere hartnäckig. Zudem die Symptome auch sehr vielschichtig sind. Nicht immer besteht überhaupt Behandlungsbedarf.

Die wohl häufigste Hautkrankheit, mit dem der Mensch im Lauf seines Lebens in Kontakt kommt, sind Pickel. Schon alleine bei dieser Form lässt sich sehr gut erkennen, wie unterschiedlich die Erscheinung ausfallen kann.

Einige haben nur wenige in ihrem Leben, andere möchten sich am liebsten vor ihrer Umwelt verstecken, weil sie voll davon sind und diese bisweilen sogar bis ins höhere Alter mit sich herumschleppen.

Hauterkrankungen können sich ganz unterschiedlich zeigen. So ist es in einigen Fällen offensichtlicher, als in anderen. (Bildquelle: 123rf.com / 21610825)

Unter Ekzemen leiden viele Menschen, insbesondere jene, die zusätzlich Allergien in ihrem Krankheitsprofil verzeichnen. Allerdings ist ihre Erscheinung nicht immer ganz klassisch. Manche tauchen nur in Form von unschönen Flecken auf.

Schuppenflechte, der rasend schnelle Wuchs der Haut, taucht häufig bei älteren Menschen auf, seltener bei jungen.

Nachfolgenden nehmen wir einmal die häufigsten Hautkrankheiten unter die Lupe, nennen Beispiele für die Gruppierungen und geben Aufschluss darüber, anhand welcher Symptome sie sich zeigen.

Infektionen

Typische Symptome sind:

Beispiele Symptome
Pyodermien (eitrige Hauterkrankung durch Bakterien) Rote Pusteln mit einem Kern aus Eiter in der Mitte, Wurzel liegt oft tiefer unter der Hautoberfläche, Juckreiz, Brennen, Druckschmerz
Mykose (Pilzbefall) Schuppige Haut, Hautrötung, Pusteln, Juckreiz
Virenbefall (Herpes simplex, Papillomviren) Zeigen sich oft in Form von Warzen, die flach oder knotenartig die Haut verändern, bläschenförmiger Hautausschlag bei Herpes
Parasitenbefall (Borreliose, Krätze, Insektenstiche, Läuse) Ringförmiges Erythem, juckende und entzündliche Haut, Knötchen und Pusteln, bis hin zur eitrigen Entzündung

Schuppenflechte (Psoriasis)

Typische Symptome sind:

  • Schuppende, rote Flecken
  • Scharf begrenzt auf bestimmte Hautareale
  • Bei Nichtbehandlung lösen sich Hautplatten ab

Akne vulgaris

Typische Symptome sind:

  • Offene oder geschlossene Mitesser
  • Entzündete, schmerzhafte Knoten hochentzündlicher Natur
  • Bilden nach der Heilung oft Narbengewebe

Hautneubildungen

Beispiele Symptome
Gutartige Tumore, Blutschwamm, Feuermahl, Leberfleck, Grützbeutel Verschiebbare, halbkugelförmige Hautgebilde, sind bei Entzündung geschwollen und rot, sowie schmerzempfindlich, können genauso bräunlich, hautfarbig, blassrot, sowie punktförmig oder großflächig sein
Bösartige Tumore, Basaliom, Plattenepithelkrebs, malignes Melanom Rötlich-gelber Knoten, durchschimmernde Blutgefäße, geschwürartige und knotige Hautverhornungen, die zu Blutungen neigen, unregelmäßiges, asymmetrische Hautverfärbung, die dunkel bis schwarz erscheint

Allergische Reaktionen

Beispiele Symptome
Nesselsucht Juckreiz, Schwellungen, rötliche Quaddeln
Kontaktekzem Hautveränderung mit Knötchen, Bläschen, nässenden Flächen und Krustenbildung
Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis, endogenes Ekzem) Haut ist entzündet, schuppig und nässt, starker Juckreiz

Ekzeme

Beispiele Symptome
Seborrhoisches Ekzem (verursacht durch verstärkten Talgfluss auf dem Kopf) Örtlich stark gerötet, Schuppen- und Krustenbildung, Juckreiz, Brennen
Toxisches Kontaktekzem (chemische Stoffe, Hitze oder Kälte) Örtlich stark gerötete Haut, schuppig, krustig, Juckreiz und Brennen
Allergisches Kontaktekzem (Reaktion auf Allergieauslöser) Juckreiz, Brennen, Quaddelbildung, starke Rötung möglich

Thermische Schäden

Beispiele Symptome
Verbrennungen Hautschwellung, Blasenbildung, komplette Zerstörung der Haut
Erfrierung, Frostbeulen Graue, kalte Haut, Gefühllosigkeit, blau-schwarze Stellen (Haut ist hier bereits abgestorben), blau-rote, knotige Schwellungen

Was sind die Ursachen von Hautkrankheiten?

Jede Erkrankung hängt stets mit einem bestimmten Auslöser zusammen. So erkrankt eine Lunge beispielsweise häufig an Krebs, weil der Mensch Raucher war und somit schädliche Stoffe an das empfindliche Gewebe gelangte.

Das große Problem der Haut besteht darin, dass ihre Aufgabe auch gleichzeitig ihre größte Schwäche darstellt: Sie schützt die innenliegenden Organe vor äußeren Einflüssen und wird damit zugleich zu einem Schutzschild, der selbst in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

Zwar werden große Flächen unserer Haut durch Kleidung geschützt, doch ist das keine Garantie dafür, dass Hautkrankheiten nur im Gesicht entstehen.

Woher eine Hautkrankheit kommt, ist sehr unterschiedlich. In der Regel sind jedoch äußere Einflüsse schuld an ihrer Entstehung. Mit dazu gehören:

  • Kontakt mit schädlichen Substanzen
  • Reize infolge von Druck
  • Lichteinflüsse (UV-Strahlen)
  • psychischer Stress
  • Vererbung

Zu den schädlichen Substanzen gehören sowohl jene chemischer Natur, aber auch Viren, Bakterien und andere Kulturen, die schädlichen Charakter haben. Sie setzen sich auf die Haut, verbreiten sich und können somit eine Hautkrankheit auslösen.

Als Ursache kommen weitere, relativ simple Gründe in Frage. Mit dazu gehört zum Beispiel ein Hygiene-Ritual, welches heutzutage von Männern als auch Frauen ausgeübt wird: Die regelmäßige Rasur bestimmter Hautareale.

Durch die Reizung der Haut mittels Rasierklinge erleidet sie kleinste Verletzungen, auch wenn diese für das menschliche Auge nicht zu erkennen sind. Diese Irritationen führen mitunter zu Pickelchen, da die verletzten Poren äußerst anfällig für einen Bakterienbefall sind. Schlimmstenfalls entwickelt sich ein Abszess, der große Ausmaße annehmen kann.

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Reichtum ist viel, Zufriedenheit ist mehr, Gesundheit ist alles!🤗 . Schon seit frühester Kindheit leider ich an Neurodermitis. Ich bin damals wirklich von Arzt zu Arzt gerannt, habe verschiedene Cremes und Medikamente ausprobiert. Meine Mum war mit mir in einer speziellen Hautklinik und die haben auch „herumexperimentiert“. Nichts hat so wirklich geholfen, auch keine Heilpraktikerin, bei der wir es als nächstes versucht haben. . Es wurde mal schlechter, mal besser, aber es war nie wirklich weg und nichts hat so richtig geholfen. . Dann habe ich von einer Freundin eine Creme von NuSkin ausprobiert und ich war erstaunt…. irgendwie schien diese in Kombination mit einer leichten Kortisonsalbe vom Arzt zu helfen. Ich habe dann immer mehr von der Creme und immer weniger von der Kortisonsalbe benutzt, bis ich ganz auf diese Creme bzw. auch auf die komplette Pflegeserie umgestiegen bin. . Klar gibt es immer mal noch Tage, an denen eine kleine trockene Stelle am Arm oder auch am Hals auftritt. Aber lang nicht mehr so schlimm wie früher. . Ich bin wirklich sehr dankbar dafür, etwas gefunden zu haben, was hilft. . Leidet von euch auch jemand an Neurodermitis oder einer ähnlichen Hautkrankheit? Wie geht ihr damit um? Habt ihr euren Weg gefunden oder seit ihr immer noch am Herumprobieren??? . —————————————— . #instamädels05 #discoverunder10k#blogger_deutschland #modeblogger_de#germanbloggergirls #inspojunkie #inspoforallgirls#fashionblogger_deutschland#stylefriques #everydaymadewell#goodvibesonly✌ 👜 #sari_testet #instrumentarium_bs #sellis_view #neurodermitis #hautkrankheit #ekzem #hautpflege

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Eine Hautkrankheit ist nicht immer zwingend gefährlicher Natur. Einige sind völlig harmlos und umso leichter behandelbar. Andere wiederum können unter gewissen Umständen jedoch mutieren und einen bösartigen Charakter erlangen.

Sei dies in Form eines Abszesses, der eine Blutvergiftung verursacht, oder aber ein Leberfleck, der sich zum Hautkrebs wandelt.

Wie lassen sich Hautkrankheiten erkennen?

Die ersten Bedenken über eine Hautveränderung erkennt man wahrscheinlich immer selbst. Sei es beim regelmäßigen Duschen oder beim morgendlichen Ankleiden. Ist die Haut gerötet, oder hat sich in ihrer Beschaffenheit verändert, überlegt man immer gleich, woher dies kommen könnte.

In vielen Fällen versuchen die Betroffenen es mit einer gewöhnlichen Hautsalbe, um eine Besserung herbeizuführen, ohne sich weiter Gedanken darum zu machen.

Lässt die Schwellung oder Rötung nicht nach, gehen sie den nächsten Schritt: Der Blick ins Internet. Das Internet bietet in der heutigen Zeit eine große Vielfalt an Fotos, mittels derer man einen ungefähren Verdacht entwickelt.

Zu bedenken gilt hierbei jedoch immer, dass diese Vermutungen den Besuch beim Dermatologen nicht ersetzen. Einen wirklich profundes Ergebnis kann nur er ermitteln, weswegen es gerade bei spezifischen Hautveränderungen wichtig ist, ihn möglichst früh aufzusuchen und eine Diagnostik einzuleiten.

Im Idealfall untersucht er die Hautkrankheit auf ihre Beschaffenheit und nimmt die Symptome auf. Er betrachtet die möglichen Erbfaktoren und erstellt damit eine Verdachtsdiagnose.

Handelt es sich bei der Veränderung um eine Erscheinung, die einen krebsartigen Charakter besitzt, nimmt er für gewöhnlich eine Hautprobe und gibt diese an ein Labor weiter. Dieses ermittelt anhand der Zelleigenschaften, ob es sich um eine gut- oder bösartige Wucherung handelt.

Erst danach wird eine Behandlung eingeleitet, die ebenso facettenreich ist, wie die Hautkrankheit selbst.

Hautkrankheiten: Praktische Anwendung und Vorteile

Da Hautkrankheiten so vielschichtig sind, ist es stets erforderlich, ihnen eine bestimmte Form der Behandlung zukommen zu lassen. Zudem stellt sich die Frage, wann es überhaupt sinnvoll ist, mit dem Problem zu einem Arzt zu gehen. Diesen Fragen widmen wir uns nachfolgend.

Wie werden Hautkrankheiten behandelt?

Für die korrekte Behandlung einer Hautkrankheit ist es immer wichtig zu wissen, um welche Art es sich handelt. Dementsprechend variiert auch die Vorgehensweise. In der Regel werden jedoch dreierlei Arten von Behandlungsformen eingesetzt:

Therapieform Beschreibung
Lokaltherapie Die einfachste Form der Behandlung, bei der auf den Einsatz von Cremes, Salben und Puder zurückgegriffen werden. Diese werden von außen auf die Haut aufgebracht, so dass sie möglichst tief eindringen und eine Verbesserung herbeiführen können. Bei dieser Art von Therapie kommen unterschiedlichste Wirkstoffe zum Einsatz., Als Beispiel: Bei Schuppenflechte haben sich Dithranol, Vitamin D3, sowie Glukokortikosteroide als Wirkstoffe bewährt. Für Akne kommen hingegen Benzoylperoxid, topische Retinoide, topische Antibiotika und Azelainsäure zum Zug., Ausschlaggebend ist hierbei ebenfalls die Konzentration innerhalb des Medikaments. Dementsprechend sind Präparate mit hoher als auch niedriger Dosierung verfügbar.
Systemische Therapie Die Wirkstoffe werden über eine Spritze in den Körper eingebracht, da dieser mittels Tabletten nicht zur Quelle der Hautkrankheit vordringen kann. Er gelangt somit über die Blutbahn zum Entzündungs- und Ursachen-Herd und leitet eine Heilung ein., Beispiele hierfür sind schwerwiegende Formen von Neurodermitis und Schuppenflechte, sowie Ekzeme.
Mechanische oder operative Therapie Diese Vorgehensweise sieht vor, die äußere Hautschicht abzutragen. Mit dazu gehören sowohl Vereisungen, wie es bei der Behandlung von Warzen typisch ist, bis hin zur vollständigen chirurgischen Entfernung ganzer Hautareale., Einige Krebsarten werden auf diese Art entfernt, beispielsweise Tumore. In der Regel wird dieser Vorgehensweise nur dann verwendet, wenn das Leben unmittelbar bedroht ist, oder aber keine andere Therapiemethode Wirkung gezeigt hat.

Eine Form der systemischen Therapie ist auch die Chemotherapie, die für die Bekämpfung von bösartigen Krebszellen eingesetzt wird.

Handelt es sich um den sogenannten weißen Hautkrebs, der sich häufig auf dem Kopf ansiedelt, wird stattdessen eine Lokaltherapie angewandt. Bei korrekter Behandlung bleibt sie weiterhin gutartig, kann aber ebenso umschlagen und eine tiefergehende Therapie erfordern.

Wann bei Hautkrankheiten zum Arzt?

Im Grunde ist es gleichgültig, um welche Krankheit es sich handelt: Der Gedanke, wann man am besten damit zum Arzt geht, ist allgegenwärtig. Schließlich möchte man nicht mit jeder Kleinigkeit dort auftauchen.

Als erwachsener Mensch ist man sehr gut selbst in der Lage zu bestimmen, wann es Zeit für den Arzt ist. Bei Kindern sieht diese Situation schon wieder anders aus.

In den meisten Fällen ist es so, dass Erwachsene zunächst bei einer kleinen roten Stelle auf der Haut eine Hautsalbe benutzen. Bringt diese nach wenigen Tagen keine Abhilfe, gehen sie normalerweise zum Arzt.

Gehen Rötungen auch nach dem Auftragen einer Salbe nicht weg, so sollte nach einigen Tagen ein Arzt aufgesucht werden. (Bildquelle: 123rf.com / 70632442)

Der Allgemeinmediziner ist die erste Wahl, was im Grunde auch sinnvoll ist. Es gibt inzwischen viele Hausärzte, die gut einschätzen können, ob weiterer Behandlungsbedarf besteht und der Gang zum Facharzt notwendig ist.

Er ist übrigens auch in der Lage dazu, Salben und Cremes zu verschreiben, die mit schulmedizinischen Wirkstoffen arbeiten. Denn während der Betroffene zunächst mit pflanzlichen Alternativen cremt, sind antibiotische Produkte rezeptpflichtig und nur nach einem Besuch beim Arzt erhältlich.

Ein großes Problem dabei liegt wahrscheinlich auch darin, dass für den Besuch beim Facharzt ein Termin erforderlich ist. Dieser ist in der heutigen Zeit leider nicht mehr so einfach zu bekommen.

Meistens warten Patienten bis zu drei Monate. Während dieser Zeit verschlechtert sich der Zustand manchmal, während eine frühere Behandlung wirklich angezeigt gewesen wäre.

Liegt ein akuter Verdacht auf eine bösartige Hauterkrankung nahe, lassen sich einige Ärzte auch auf Notfalltermine ein, was jedoch nicht die Regel ist. Mit etwas Glück hilft der Allgemeinmediziner bei der Wahl des richtigen Arztes und sorgt dafür, dass eine zeitnahe Behandlung stattfindet.

Bei Kindern hingegen sieht die Situation ein klein wenig anders aus. Eltern machen sich relativ schnell Gedanken darum, was dahintersteckt, sofern sie eine rote Pustel im Gesicht der Kleinen entdecken, oder sich andere Hautveränderungen zeigen.

In diesem Fall ist es stets empfehlenswert, so rasch wie nur möglich einen Arzt aufzusuchen, statt eigene Experimente zu unternehmen.

Gerade Kleinkinder und Säuglinge erkranken rasch an Neurodermitis, was sich bei einer zu gemächlichen Reaktionszeit stark ausweiten kann und für das Kind starke Schmerzen bedeutet.

Ebenso kann aber auch ein anderer Erreger dahinterstecken. Gerade typische Kinderkrankheiten wie Masern oder die Windpocken, die übrigens hochansteckend sind, zeigen sich anhand von rötlichen Hautveränderungen, bei denen dringender Handlungsbedarf besteht. Ein wirklicher Schutz entsteht in diesem Fall vor allem durch Impfungen, die im Kindesalter vorgenommen werden.

Das rasche Handeln bei Kindern ist außerdem deswegen sinnvoll, weil sie durch den täglichen Besuch im Kindergarten ganz anderen Bakterien und Viren ausgesetzt sind, wie erwachsene Menschen. Bei ihnen besteht prinzipiell täglich die Gefahr, dass sie sich mit einer Krankheit infizieren.

Lassen sich Hautkrankheiten vorbeugen oder vermeiden?

Ob jemand eine Hautkrankheit entwickelt, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Ursachen haben wir bereits behandelt. Nun gibt es heutzutage zahlreiche Menschen, die überzeugt davon sind, dass sich mit einer nahezu extremen Hygiene-Einstellung jeder Erreger im Keim ersticken lässt.

Der Handel bietet für die Einhaltung einer gewissen Hygiene allerhand Artikel, vom Gesichtsreiniger, bis hin zum Desinfektionstuch oder -spray.

Die Existenz von derlei Artikeln hat durchaus ihre Berechtigung und leistet einen guten Dienst, um eine gewisse Sauberkeit zu gewährleisten. Der exzessive Gebrauch kann jedoch genauso schädlich sein.

Hautkrankheiten lassen sich mit einem gewissen Maß an Hygiene eindämmen, wobei es darauf ankommt, um welchen Erreger es sich handelt.

Ein malignes Melanom lässt sich beispielsweise nicht durch den regelmäßigen Einsatz von Hautcremes und -lotionen aufhalten. Genauso ist mancher Akne mit Gesichtsreiniger, -cremes und ähnlichem nicht beizukommen.

Es gibt jedoch neben derartigen Reinigungs- und Beauty-Produkten auch noch andere Maßnahmen, die zur Vermeidung sinnvoll wären. Das Risiko auf Hautkrebs lässt sich beispielsweise minimieren, indem man Solarien meidet, oder aber den Konsum von UV-Licht auf ein Minimum reduziert.

In diesem Fall ist auch der Einsatz von entsprechend schützender Kleidung und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor empfehlenswert.

Nehmen die Symptome mit dem Anstieg von psychischem Stress zu, ist dieser – sofern möglich – zu vermeiden. Ärzte fanden inzwischen heraus, dass sich Stresssituationen oftmals in Form von Hautkrankheiten zeigen und die Schwere der Symptome häufig mit dem Stresspegel zusammenhängt. Dies wurde insbesondere bei Neurodermitis beobachtet.

Manche Hautkrankheiten lassen sich jedoch auch durch die genannten Maßnahmen nicht vermeiden. Spätestens wenn es zur Schmierinfektion kommt – was bereits mittels Händedruck möglich ist – verbreitet sich der Erreger und führt möglicherweise zu entsprechenden Symptomen.

Fazit

Hautkrankheiten sind vielschichtig und in ihrer Erscheinung sehr unterschiedlich. Da die Haut das größte Organ des Menschen darstellt, ist es zwar ein Schutzschild, aber gleichzeitig auch umso anfälliger für Irritationen.

Die Ursache für ihre Entwicklung liegen nicht nur in der Vererbung, sondern hängen ebenso mit dem alltäglichen Leben und den Umwelteinflüssen zusammen.

Sofern eines der typischen Symptome auftaucht, wie etwa Juckreiz, rote Flecken, Quaddeln oder ein Druckschmerz, ist der Besuch beim Hausarzt empfehlenswert. Dieser erstellt einen ersten Befund und beurteilt, ob eine weiterführende Behandlung erforderlich ist.

Dementsprechend wird er Salben oder Cremes empfehlen, oder eine andere Maßnahme ergreifen. Nicht jede Hautkrankheit ist auch behandlungsbedürftig.

Eine angemessene Prophylaxe ist nur bis zu einem gewissen Maß möglich, in vielen Fällen lässt sich eine Infektion oder Ansteckung nicht vermeiden. Da ist es jedoch gut zu wissen, dass die meisten Hautkrankheiten ohne Schwierigkeiten wieder abheilen und behandelbar sind.

Nur selten müssen sie operativ entfernt werden, oder entwickeln einen bösartigen Charakter. Mit dazu gehört das maligne Melanom, das auch als Hautkrebs bekannt ist.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.sueddeutsche.de/thema/Hautkrankheiten

[2] https://www.aerzteblatt.de/archiv/34406/Hautkrankheiten-Wechselwirkung-zwischen-Haut-und-Psyche

[3] http://www.gbe-bund.de/glossar/Hautkrankheiten.html

[4] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-202013/hautkrankheiten-die-ins-auge-gehen