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Als Diabetiker bist du täglich darauf angewiesen auf deinen Blutzuckerspiegel zu achten. Das gilt natürlich nicht nur für Diabetiker des Typs 1 und 2, sondern auch für temporäre Diabetes wie zum Beispiel bei manchen Schwangeren vorkommt.

Um den Blutzuckerspiegel zu messen, ist ein geeignetes Blutzuckermessgerät essenziell. Allerdings gibt es zwischen den verschiedenen Geräten einige große Unterschiede und bevor du dir ein BZ-Gerät kaufst, solltest du dich gründlich mit dem Thema auseinandersetzen.

In unserem Blutzuckermessgerät Test 2020 wollen wir dir genau dabei helfen. Dafür haben wir für dich die Vor- und Nachteile von invasiven Blutzuckermessgeräten, nicht-invasiven Blutzuckermessgeräten und intelligenten Blutzuckermesssystemen zusammengefasst und entsprechende Produktempfehlungen hinzugefügt.

Auch findest du in diesem Artikel viele nützliche Informationen zu den Kosten eines Blutzuckermessgeräts, wie genau diese Geräte eigentlich sind und auf welche Kriterien du beim Kauf besonders achten solltest.

Inhaltsverzeichnis




Das Wichtigste in Kürze

  • Blutzuckermessgeräte sind elektronische Geräte, die den Glukosespiegel im Blut anzeigen. Menschen, die an Diabetes Typ 1, Diabetes Typ 2, Schwangerschaftsdiabetes oder Prädiabetes leiden, verwenden BZ-Geräte.
  • Je nach Typ unterscheidet man zwischen invasiven Blutzuckermessgeräten, nicht-invasiven Blutzuckermessgeräten und intelligenten Blutzuckermesssystemen.
  • Ein BZ-Gerät solltest du anhand von Kriterien wie Messgenauigkeit, Bedienungsfreundlichkeit, Preis und Folgekosten auswählen.

Blutzuckermessgerät Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Blutzuckermessgerät Starterkit

Zusammenfassend kannst du das SD Codefree Blutzuckermessgerät als eine preisgünstige Alternative zu bekannteren Marken betrachten. Vor allem ist seine Handhabung sehr einfach und die Kosten für Teststreifen wesentlich günstiger als bei den anderen Marken. SD Codefree ist für Anfänger und Senioren gut geeignet. Das Gerät entspricht dem ISO 15197: 2013 Standard und liefert laut dem Hersteller in den meisten Fällen genaue und zuverlässige Messergebnisse.

Bei dem SD Codefree Blutzuckermessgerät ist keine Kodierung notwendig, was seine Bedienung wesentlich erleichtert. Dieses BZ-Gerät verfügt auch über ein beleuchtetes Display, eine AST-Funktion, ein USB-Kabel zur Datenübertragung sowie über ein passendes Healthmanger Programm zur Auswertung deiner Messergebnisse am PC.

Das beste Blutzuckermessgerät mit großem Display

SmartLAB genie ist ein ziemlich genaues und handliches Blutzuckermessgerät. Das Gerät erfüllt den ISO 15197: 2013 Standard. Aufgrund seiner einfachen Bedienung und seines großen Displays, ist das SmartLAB genie BZ-Gerät für Senioren oder für Anfänger zu empfehlen.

Ein Vorteil von SmartLAB genie ist, dass seine Kodierung automatisch erfolgt. Es ist Plasma kalibriert und gibt Durchschnittswerte der letzten 7, 14, 28 und 90 Tage an.

Das beste Blutzuckermessgerät Set

Akku Check Aviva II ist ein ziemlich leichtzubediendes und präzises Blutzuckermessgerät. Das Gerät erfüllt den ISO 15197: 2013 Messgenauigkeitsstandard. Das Gerät verfügt über AST- und Alarmfunktionen, sowie über eine praktische App für das Smartphone. Die dazugehörigen Lanzetten sind außerdem sehr fein.

Das Austauschen der Lanzetten soll dank der in der Stechhilfe integrierten Trommeltechnologie sehr einfach sein. Das Akku Check Aviva II Blutzuckermessgerät ist jedoch nicht automatisch kodiert. Das Kodieren des Geräts erfolgt mithilfe eines Mikrochips.

Das beste Blutzuckermessgerät zum kleinen Preis


Letzte Preis-Updates: Amazon.de (27.11.20, 18:52 Uhr), Sonstige Shops (27.11.20, 05:28 Uhr)

Das Beurer GL 40 Blutzuckermessgerät ist preisgünstig, liefert gleichzeitig zuverlässige Messergebnisse und ist leicht zu bedienen. Dieses Messgerät entspricht dem ISO 15197: 2013 Standard. Das Gerät ist ist Anfängerset, sowie für Senioren zu empfehlen.

Das Beurer GL 40 BZ-Gerät verfügt über eine AST-Funktion, über eine USB-Schnittstelle zur Datenübertragung, über Kompatibilität mit Diabetesmanagement Programme wie DIABASS und SiDiary, sowie über ein großes beleuchtetes Display. Ein großer Vorteil des Beurer GL 40 Blutzuckermessgeräts ist, dass die Kodierung automatisch erfolgt.

Das beste Blutzuckermessgerät für Senioren

Insgesamt ist Medisana MediTouch 2 ein zuverlässiges und preisgünstiges Blutzuckertestgerät. Aufgrund der einfachen Bedienung ist es auch als Anfänger-Set oder auch für Senioren gut geeignet. Das MediTouch 2 BZ-Gerät entspricht den ISO 15197: 2013 Messgenauigkeitsstandard. Dieses BZ-Gerät ist elegant, leicht und handlich. Mit 480 Speicherplätzen ist der Messwertspeicher dieses Geräts relativ groß.

Dieses Blutzuckertestgerät verfügt über AST- und Alarmfunktionen, über ein USB-Kabel zur Datenübertragung, sowie über eine App für Smartphone und Android. Wichtig ist zu vermerken, dass das MediTouch 2 BZ-Gerät die Möglichkeit bietet, das Niveau der Ketone im Blut zu messen. Daher ist es für Nutzer mit Diabetes Typ 1 eine gute Wahl.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Blutzuckermessgerät kaufst

Welche Messmethoden für den Blutzucker gibt es?

Dein Blutzuckerspiegel kannst du alleine zu Hause mit Hilfe eines Blutzuckermessgeräts messen.

Ein Blutzuckermesser ist ein elektronisches Gerät, das dir dabei hilft, die Werte der Glukose in deinem Blut zu wissen und zu erkennen, was Veränderungen in diesen verursacht.

Blutzuckermessgerät auf einem weißen Tisch mit Zuckerdose

Blutzuckermessgeräte sind wahre Lebensretter, denn ein kurzer Picks und ein kleiner Tropfen Blut reicht aus, um zu bestimmen, wie hoch die Konzentration von Zucker im Blut ist. (Bildquelle: stevepb / pixabay.com)

Die gängigsten invasiven Gerätesets enthalten einen elektronischen Glukosemesser, Lanzetten, eine Stechhilfe (d.h. einen Mechanismus, der die Lanzetten hält), Blutzuckerteststreifen, ein Kabel zur Datenübertragung, Batterien, sowie eine Tasche oder Etui zur Aufbewahrung.

Dabei gibt es auch verschiedene Methoden der Blutzuckermessung, die wir dir im Folgenden genauer erklären.

Invasive Stichproben-Blutzuckermessung

Invasive BZ-Messgeräte bieten eine hohe Messgenauigkeit und ermöglichen es dir die Messzeiten selber zu planen. Sie sind oft günstig zu erwerben und man kann beliebig viele Messungen teils ortsunabhängig durchführen.

Solche Geräte bieten besonders den Diabetikern Freiheit , die auf häufiges Blutzuckermessen angewiesen sind. Oft verfügen diese Geräte über eine Uhr und eine Speicherkarte und können die Daten an andere Geräte übertragen.

Allerdings steigt besonders bei einer täglichen Testung die Infektionsgefahr und manche Geräte muss man Kodieren. Man benötigt zusätzliche Utensilien, die zusätzliche Kosten z.B. für Lanzetten oder Teststreifen verursachen.

Auch können die Sensoren zeitweise ausfallen, für solche (seltenen) Fälle sollte man ein manuelles Messgerät als Ersatz haben.
Ausfälle können durch zu starke Hitzeeinwirkung oder mangelnde Ausreifung der Technik entstehen.

Nicht-invasive Blutzuckermessung

Bei nicht-invasiven BZ-Messgeräten muss du dir kein Blut abnehmen und benötigst auch kein Sensoreimplantat. Nicht-invasive BZ-Geräte sind gut für unterwegs geeignet.

Sie ermöglichen eine Datenübertragung und ggf. eine durchgehende Blutzuckermessung. Allerdings befindet sich diese Technologie noch in Entwicklung. Die Messgenauigkeit ist geringer als bei invasiven BZ-Geräten, dafür sind die Anschaffungskosten höher.

Aufgrund der Kosten für die Teststreifen ist die Anzahl der Testung durch die finanziellen Ressourcen der Nutzer beschränkt. Während anderen Aktivitäten wie z.B. Sport kann man (meist) keine Messung vornehmen.

Kontinuierliche Blutzuckermessung/Intelligente Blutzuckermesssysteme

Bei kontinuierlichen bzw. intelligenten Blutzuckermesssystemen ist keine Blutabnahme erforderlich. Der Blutzucker kann kontinuierlich gemessen werden und ist gut für unterwegs geeignet.

Daten können direkt auf andere Geräte übertragen werden. Allerdings musst du dir für die Nutzung einen Sensor unter die Haut implantieren lassen, der irgendwann ggf. ausgetauscht werden muss.

Manche Leute vertragen das Sensorimplantat nicht. Die Messgenauigkeit ist geringer als bei invasiven BZ-Messgeräten. Intelligente BZ-Messsysteme sind meist teurer.

Welche Blutzuckermessgeräte sind am genauesten?

Da invasive Blutzuckermessgeräte die Zuckerwerte anhand einer Blutprobe messen, sind diese am genauesten.

Invasive Blutzuckermessgeräte sind der meist verbreitete Typ von Blutzuckermessern und haben sich als eine genaue und zuverlässige Art der Blutzuckermessung durchgesetzt.

Da die Glukosemessung bei diesen Blutzuckertests anhand einer Blutprobe gemacht wird, sind diese am genauesten.

Die genauesten Messgeräte, die zur Zeit auf dem Markt sind, entsprechen dem DIN ISO 15197:2013 Standard. Nach diesem Standard sind Abweichungen in den Messwerten von ±15% zugelassen.

Bei den anderen Arten von Messgeräten wird der Zuckertest anhand anderer Stoffen durchgeführt, wie z.B. Schweiß auf der Hautoberfläche oder Flüssigkeit aus den Zellenzwischenräumen.

In diesen Stoffen sind die Werte der Glukose geringer als im Blut. Dies kann zu Ungenauigkeiten bei der Messung führen.

Welche ist die neueste Generation von Blutzuckermessgeräten?

Die neueste Generation von Blutzuckermessgeräten sind die nicht-invasiven Testgeräte. Diese Messgeräte funktionieren ohne die Notwendigkeit einer Blutabnahme oder der Implantation eines Sensor.

Die nicht-invasiven Blutzuckermessgeräte können auf zwei Typen von Technologien beruhen: optischen Technologien und transdermalen Technologien.

Auf optischen Methoden basierte Blutzuckermesser messen die Glukosewerte durch die Haut, anhand von Farb- und Temperaturveränderungen des Hautbildes.

Auf transdermalen Methoden basierte Blutzuckermesser dagegen messen die Zuckerwerte an der Hautoberfläche anhand von Schweißproben.

Diese Geräte kommen oft in der Form eines Pflasters auf der Haut. Bei der nicht-invasiven Blutzuckermessung handelt es sich um eine neuartige Technologie, die sich noch nicht so gut wie die invasiven Methoden durchgesetzt hat.

Welches Blutzuckermessgerät hat die günstigsten Teststreifen?

Teststreifen sind für Einweg-Nutzung gedacht. Daher solltest du auch die Kosten für Zuckerteststreifen beachten.

Generische Teststreifen sind in der Regel günstig, es können aber Schwierigkeiten vorkommen, während das Gerät diese abliest. Manche BZ-Geräte, wie z.B. OneTouch, sind vorprogrammiert verschiedene Arten von Blutzuckerteststreifen abzulesen.

Die meisten BZ-Geräte jedoch können nur eine zu ihnen passende Teststreifenmarke ablesen. Marken wie AccuSure, GlucoOne und OneTouch bieten relativ günstige Teststreifen an.

Wo kann ich ein Blutzuckermessgerät kaufen?

Ein Blutzuckermessgerät kannst du in der Apotheke, in einer Drogerie, in einem Technikgeschäft, oder auch online kaufen.

Ein Blutzuckermessgerät erhälst du in der Regel ohne Rezept. Blutzuckertestgeräte sind bei verschiedenen Anbietern erhältlich. Darunter sind:

  • dm
  • Rossmann
  • Bipa
  • Saturn
  • Media Markt
  • Aldi
  • Real
  • Otto
  • Amazon
  • eBay

Was kostet ein Blutzuckermessgerät?

Die Preise von Blutzuckergeräten sind unterschiedlich, abhängig von deren Marken und integrierten Funktionen.

Wir haben in einer großen Preisstudie insgesamt 210 Produkte aus der Kategorie Blutdruckmessgeraet untersucht, um dir einen Überblick zu verschaffen. Die Ergebnisse kannst du hier in unserem Graph betrachten. Finde in unserem Ratgeber heraus, ob eher ein Produkt der höheren oder niedrigeren Preisklasse für dich geeignet ist. (Quelle: Eigene Darstellung)

Zur Zeit liegen die Preise von konventionellen invasiven Blutzuckermessern zwischen ungefähr 10 € und 80 €. Nicht-invasive Blutzuckermessgeräte sind wesentlich teurer. Ein Starter-Set kostet etwa 170 €.

Wo kann ich ein Blutzuckermessgerät umsonst bekommen?

Die Kosten eines Blutzuckergeräts deckt in manchen Fällen deine Krankenversicherung.
Informiere dich darüber, ob deine Krankenkasse die Kosten eines Blutzuckermessers übernimmt und um welche Geräte es sich dabei handelt.

Grundsätzlich gilt – die Kostenübernahme eines Blutzuckermessgerätes hängt von der Art und Dauer der Grunderkrankung ab.

  • Typ I-Diabetiker sind als Patienten mit einem absoluten Insulinmangel, deren Stoffwechsellage von vielen Faktoren beeinflusst wird, auf das regelmäßige Messen des Blutzuckers angewiesen
  • Typ-II-Diabetiker, deren Insulin zwar noch vorhanden, häufig aber in der Wirkung eingeschränkt bzw. nicht ausreichend ist, haben je nach Stoffwechsellage Anspruch auf die Bewilligung eines Blutzuckermessgerätes.
  • Schwangerschafts-Diabetes: Für die gesunde Entwicklung des Babys ist ein optimal eingestellter Blutzuckerspiegel zwingend erforderlich. Frauen, die während der Schwangerschaft, meistens gegen Ende, einen Diabetes entwickeln, werden im Rahmen der Schwangerschaft mit den erforderlichen medizinischen Hilfsmitteln versorgt.

Deshalb gilt: Als Diabetiker erleichtert die Aufnahme in ein DMP-Programm (Disease-Management-Programm) die Kostenübernahme durch die Krankenkassen.

Die Kosten für teurere nicht-invasive Zuckertestgeräte werden in der Regel von den Krankenkassen nicht gedeckt.

In der Regel gibt die Krankenkasse eine Liste mit Blutzuckermessgeräten vor, deren Kosten sie deckt. Informiere dich auch darüber, ob deine Krankenkasse die Kosten für Diabetikerzubehör, wie z.B. Teststreifen und Lanzetten, übernimmt.

Für alle anderen gilt: Es ist nie falsch, ab und an den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Je früher ein Diabetes festgestellt wird, desto besser die Langzeitprognose!

Entscheidung: Welche Arten von Blutzuckermessgeräten gibt es und welche ist die richtige für dich?

Zur Zeit gibt es drei technische Möglichkeiten der Blutzuckermessung, je nachdem, ob du einen körperlichen Eingriff, d.h. Blutabnahme, durchführen willst:

  • Invasive Stichproben-Blutzuckermessung
  • Nicht-invasive Blutzuckermessung
  • Kontinuierliche Blutzuckermessung/ Intelligente Blutzuckermesssysteme

Abhängig von deinem individuellen Lebensstil, deinen Krankheitssymptomen und deinen Bedürfnissen eignet sich eine dieser Arten der Glukosemessung besser für dich. Mit der folgenden Übersicht möchten wir dir helfen, das richtige Blutzuckermessgerät für dich zu finden.

Wir stellen dir die Typen von Zuckertestgeräten vor, die es auf dem Markt gibt, und erläutern ihre Vor- und Nachteile.

Du solltest bei der Wahl eines Messgeräts vor allem das beachten, inwieweit es konsistent und genau ist, sowie, ob du dir das Gerät und das entsprechende Zubehör leisten kannst.

Was zeichnet ein invasives Blutzuckermessgerät aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Invasive Blutzuckermessgeräte sind die meist verbreitete Möglichkeit zur Messung von Glukose.

Diese BZ-Geräte führen Blutzuckertests anhand einer Blutmengenkontrolle zu einem gewissen Zeitpunkt aus. Die Nutzer des Geräts führen die Messung täglich oder mehrmals am Tag durch.

Invasive Stichproben-Blutzuckermesser zeigen die Konzentration der Blutzuckers zu einem bestimmten Zeitpunkt anhand der chemischen Analyse einer kleinen Blutmenge. Dies ist die meist verbreitete Methode zur Blutzuckermessung.

Für die Blutabnahme musst du einen geringfügigen körperlichen Eingriff durchführen – einen leichten Pieks mit einer medinzinischen Lanzette in eine Hautstelle d.h. Teststelle. Die häufigste Teststelle sind die Fingerspitzen.

Die kleine Blutprobe musst du dann auf einen Teststreifen hinzutropfen. Das Messgerät liest die Glukosewerte vom Blutzuckerteststreifen ab. Es gibt auch wenig-invasive Blutzuckerlanzetten mit Mikronadeln, die bei der Blutabnahme kaum zu spüren sind.

Invasive Blutzuckermessgeräte sind in der Regel genau und verhältnismäßig günstig. Zudem hast du die Möglichkeit, dir die Zeitpunkte der Glukosemessung selber einzuteilen.

Die neuesten invasiven BZ-Geräte verfügen über eine eingebaute Uhr und einen Messwertspeicher, worauf du deine Testwerte aufbewahren kannst.

Die meisten Nutzer empfinden die Notwendigkeit einer Blutabnahme und die damit verbundene Infektionsgefahr als die größten Unannehmlichkeiten dieser Art der Zuckermessung.

Wenn du keine unangenehme Nadelwunden auf den Fingerspitzen haben willst, kannst du alternativ Blut von anderen Hautstellen, d.h. alternativen Teststellen (ATS), entnehmen, wie z.B. vom Oberarm.

Falls du keine für den Zuckertest ausreichende Blutmenge entnehmen kannst, musst du erneut in die Hautstelle pieksen.

Vorteile
  • hohe Messgenauigkeit
  • Messzeiten selber planen
  • günstige Preise
  • unbeschränkte Zahl an Messungen (immer und überall)
  • Messung auch in aktiven Situationen möglich, z.B. beim Sport, im Gehen, Stehen oder bei der Autofahrt
  • Freiheit für Diabetiker, die auf häufiges Blutzuckermessen angewiesen sind
  • Uhr und Speicherkarte
  • ggf. Datenübertragung
Nachteile
  • tägliche Durchführung
  • Infektionsgefahr
  • ggf. Kodieren des Messgeräts
  • meistens für unterwegs wenig geeignet
  • zusätzliche Utensilien
  • zusätzliche Kosten für Zubehör
  • z.T. zeitweise Ausfälle der Sensoren, ein manuelles BZ-Messgerät sollte zur Sicherheit zur Verfügung stehen
  • ! Ausfälle sind eher die Ausnahme,als die Regel, können jedoch entstehen durch: zu starke Hitzeeinwirkung z.B. Sauna, direkte UV Bestrahlung im Sommer, mangelnde Ausreifung der Technik, woran die Hersteller aber fortlaufend arbeiten

Außerdem musst du dein Messgerät pflegen, indem du für seine Hygiene, für das Austauschen der Lanzetten, sowie für die Sauberkeit der Teststreifen sorgst.

Während ein invasiver Blutzuckermesser an sich relativ günstig ist, kann das Zubehör, wie z.B. die Teststreifen, kostspielig sein.

Es gibt verschiedene Marken von Teststreifen und jede verfügt über einen eigenen Kode zur Messung der Blutzuckerwerte. Das Zuckermessgerät musst du oft händisch oder mit Hilfe eines Chips nach diesem Kode umstellen.

Falls du das Kodieren des Zuckergeräts nicht richtig durchführst, wird es keine genaue Blutwerte anzeigen. Die modernen BZ-Geräte jedoch haben die automatische Kodierung der Teststreifen als integrierte Funktion.

Die invasiven Blutzuckermessgeräte können weiter zwei unterschiedlichen Typen zugeordnet werden:

  • Einzelstreifen-Blutzuckermesssysteme und
  • Integrierte Blutzuckermesssysteme

Einzelstreifen-Blutzuckermesssysteme lesen die Glukosewerte mit Hilfe von Blutzuckerteststreifen ab. Der Nutzer muss die Teststreifen in den Einfurschacht des BZ-Geräts einzeln einsetzen und diese getrennt vom Gerät in einem Behälter aufbewahren.

Da die einzelnen Utensilien zur Blutzuckermessung, wie Stechhilfe und Teststreifen getrennt vom Messgerät sind, sind Einzelstreifen-Blutzuckermessgeräte kleiner und leichter.

Dank des einfachen Mechanismus sind Einzelstreifen-Blutzuckermesssysteme auch leicht zu bedienen. Manche Nutzer halten den Umgang mit Blutzuckerteststreifen jedoch für umständlich.

Das Einsetzen jedes einzelnen Teststreifen in den Einfuhrschacht des Geräts, sowie die Entsorgung einzelner Blutzuckerteststreifen und Lanzetten nach ihrer Benutzung ist mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Manchmal können die einzelnen Teststreifen auch verschmutzt werden, was zu ungenauen Messergebnissen führt.

Integrierte Blutzuckermesssysteme dagegen verfügen über eine Steifen-freie Technologie. Einzelne Teststellen sind in einer Kassettentrommel innerhalb des BZ-Geräts eingebaut.

Die Lanzetten sind ebenfalls in einem Trommelmechanismus innerhalb der Stechhilfe integriert. Die Stechhilfe ist in den meisten Fällen auch im Messgerät eingebaut.

So ist die Handhabung des Geräts einfacher als bei den Einzelstreifen-Blutzuckermesssystemen und dem Nutzer wird der Umgang mit mehreren Utensilien zur Blutzuckermessung erspart.

Ein Nachteil, der dadurch entsteht ist, dass integrierte Blutzuckermesssysteme etwas größer und schwerer sind.

Nach ihrer Benutzung bleiben die einzelnen Teststellen und Lanzetten im Trommelmechanismus und werden mit diesem entsorgt. Auf diese Weise wird dem Nutzer das aufwändige Entsorgen einzelner Teststreifen und Lanzetten erspart.

Ferner besteht bei diesen Streifen-freien BZ-Geräten eine geringere Gefahr, dass die Teststellen verschmutzt werden, da diese in einer Trommel aufbewahrt werden.

So ist die Glukosemessung mit einem Streifen-freien BZ-Gerät viel schneller, flexibler und diskreter als mit den Einzelstreifen-Blutzuckermesssystemen.

Integrierte Blutzuckermesssysteme sind aus diesem Grund für Leute, die einen aktiven Lebensstil haben und viel unterwegs sind, gut geeignet.

Was zeichnet ein nicht-invasives Blutzuckermessgerät aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Nicht-invasive Blutzuckermessgeräte beruhen auf Technologien zur Blutzuckermessung, die keine Blutabnahme oder Sensorimplantate voraussetzen. Diese sind die neuesten Methoden der Zuckermessung und sind daher nicht so gut etabliert, wie die invasiven Blutzuckermessgeräte.

Nicht-invasive Blutzuckermesser beruhen auf neuartigen optischen oder transdermalen Technologien. Kein Eingriff, wie z.B. eine Blutabnahme oder das Implantieren eines Sensors, ist notwendig bei dieser Art der Messung.

Transdermale Blutzuckermessgeräte messen die Werte des Blutzuckers durch die Haut anhand der Konzentration von Stoffen, wie Urea, Eiweiß, Hämoglobin und Wasser, im Schweiß auf der Hautoberfläche.

Da der Zuckerspiegel in diesen Stoffen niedriger als im Blut ist, sind diese Geräte manchmal weniger genau als die traditionellen invasiven BZ-Geräte.

Vorteile
  • keine Blutabnahme
  • kein Sensorimplantat
  • für unterwegs gut geeignet
  • Datenübertragung
  • ggf. durchgehende Blutzuckermessung
Nachteile
  • Technologie noch in Entwicklung
  • geringere Messgenauigkeit
  • höhere Preise
  • Anzahl der BZ-Messungen ist durch die Teststreifen beschränkt (Kostenfaktor)
  • Messung in aktiven Situationen nicht durchrführbar

Optische Blutzuckermessgeräte reagieren auf das Farb- und Temperaturspektrum des Blutzuckers unter der Haut. Unterschiede in der Hautdichte, sowie in der Dichte der Fettschichten, können jedoch zu Ungenauigkeiten bei der Messung führen.

Manche nicht-invasive Blutzuckermesser kannst du unterwegs wie Armbänder oder Pflaster auf der Haut tragen und diese messen durchgehend deine Zuckerwerte.

Weil die nicht-invasive Blutzuckermesser eine neuartige Technologie darstellen, sind diese auch kostspieliger.

Was zeichnet ein intelligentes Blutzuckermesssystem aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Intelligente/ kontinuierliche Blutzuckermesssysteme geben dir die Möglichkeit, deine Blutzuckerwerte durchgehend zu messen, ohne die Notwendigkeit einer täglichen Blutabnahme.

Wenn du keine Möglichkeit hast, Blutproben täglich zu entnehmen, gibt es auch die Option einen Sensor unter deine Haut zu implantieren, das laufend deine Zuckerwerte misst.

Der Sensor ist kabellos mit einem Display verbunden, das deinen Glukosespiegel anzeigt. Das Implantat musst jedoch nach einigen Tagen bzw. Wochen wieder austauschen.

Vorteile
  • keine Blutabnahme
  • durchgehende Blutzuckermessung
  • für unterwegs gut geeignet
  • Datenübertragung
Nachteile
  • Implantieren eines Sensors unter die Haut
  • Austauschen des Sensors
  • geringere Messgenauigkeit
  • Gefahr der Sensorunverträglichkeit
  • höhere Preise

Da der Sensor die Werte des Blutzuckers nicht direkt vom Blut, sondern anhand der Zwischenzellflüssigkeit misst, kann es zu Messwert-Abweichungen kommen. Diese treten insbesondere in der ersten Zeit nach Anbringung eine solchen Blutzuckermess-Systems auf.

In einigen Fällen wurden gegenüber dem Sensor bzw. bestimmter Materialien Unverträglichkeiten beobachtet, welche sich in den meisten Fällen in Hauterscheinungen äußern.

Dadurch kann die Zuckermessung beeinträchtigt werden, der Nutzen sollte abgewogen werden.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Blutzuckermessgeräte vergleichen und bewerten

Um dir bei der Wahl eines für dich geeigneten BZ-Geräts zu helfen, haben wir eine Liste mit Kaufkriterien erstellt. Diese Faktoren kannst du nutzen, um Blutzuckermessgeräte zu bewerten und das passende Gerät für dich zu finden.

Du solltest im Vorfeld anhand deiner individuellen Bedürfnissen erwägen, welches dieser Kriterien für dich am wichtigsten ist.

Die folgenden Kriterien solltest du bei dem Kauf eines BZ-Geräts beachten:

  • Bedienung
  • Messgenauigkeit
  • Messzeit
  • Blutprobenmenge
  • Messeinheit
  • Masse
  • Gewicht
  • Speicherplatz
  • Extras

In den kommenden Absätzen erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt, um dir die Kaufentscheidung zu erleichtern.

Bedienung

Die Bedienung als Kaufkriterium bezieht sich auf die Hadlichkeit des Blutzuckermessgeräts.

Es ist sehr wichtig, dass das Gerät für dich einfach zu bedienen ist. Du musst in der Lage sein, dein BZ-Gerät zu pflegen und seine Messwerte genau abzulesen.

Manchmal ist es auch notwendig, dass du das dazugehörige Diabetesmanagement Software verstehen und richtig anwenden kannst. Nur so kannst du deine Zuckerwerte mit dem Software interpretieren.

Falls du das Gerät nicht richtig bedienen kannst, wirst du keine genaue Testergebnisse bekommen. Das Gerät sollte deinen Alltag leichter machen, und diesen nicht nur zusätzlich erschweren.

Messgenauigkeit

Die Messgenauigkeit gibt dir eine Vorstellung darüber, wie präzise die Testergebnisse deines BZ-Geräts sind.

Die Messgenauigkeit eines BZ-Geräts ist wohl eines der wichtigsten Auswahlkriterien. Von diesem hängt ab, ob die Ergebnisse auf dem Display deinen eigentlichen Zuckerwerte entsprechen.

Die Messgenauigkeit von Blutzuckertestgeräten wird zur Zeit nach dem internationalen Standard ISO 15197: 2013 bewertet. Seit 2016 dürfen nur noch BZ-Geräte vertrieben werden, die dieser Norm entsprechen.

Dieser Standard gibt vor, dass bei der Blutzuckermessung eine Abweichung von nicht mehr als ± 15% vom eigentlichen Zuckerwert geben darf.

Bei den invasiven BZ-Geräten, die auf dem Markt sind, ist dies der Fall. Diese Abweichung von ± 15% ist als Toleranzbereich bekannt. Mindestens 95% der Messergebnisse eines BZ-Geräts müssen innerhalb des Toleranzbereichs sein.

Nicht-invasive BZ-Geräte sind in der Regel weniger präzise, weil diese ihre Messungen nicht anhand einer Blutprobe, sondern anhand anderer Stoffen, wie z.B. Schweiß oder Zwischenzellenflüssigkeit, messen.

Bei den nicht-invasiven Blutzuckermesssystemen variieren deswegen die Abweichungen stärker. Nach angaben der Amerikanischen Lebensmittelbehörde (FDA) liegen diese Messabweichungen oft bei ± 30 % oder sogar bei ± 40%.

Messzeit

Das Kriterium „Messzeit“ gibt dir eine Vorstellung davon, wie lange die Messung dauert, nachdem du den Teststreifen in den Einfuhrschacht des Geräts gesteckt hast. Bei der Messfrequenz dagegen handelt es sich darum, wie oft die Messung durchgeführt wird.

Die Messdauer wird in Sekunden angezeigt. Bei den meisten Geräten werden die Gluckosewerte innerhalb von einigen Sekunden gemessen.

Bei den kontinuierlichen Blitzzuckermesssystemen ist nicht von Messdauer, sondern von Messfrequenz die Rede. Das Gerät misst die Glukosewerte alle paar Minuten und speichert diese automatisch für spätere Auswertungen.

Blutprobenmenge

Für die Glukosemessung mit einem invasiven BZ-Gerät musst du eine kleine Blutprobe entnehmen und den Blutstropfen auf einen Teststreifen tröpfeln.

Jedes BZ-Gerätemodell benötigt eine unterschiedliche Blutprobenmenge, um die Blutzuckerwerte abzulesen.

Die für die Blutzuckermessung notwendige Blutmenge wird in der Einheit Mikroliter (µl) gemessen. Die meisten BZ-Geräte benötigen eine Blutmenge, die zwischen 0,3 µl und 0,9 µl liegt.

Messeinheit

Die Messergebnisse des Blutzuckertests werden abhängig vom BZ-Gerät in einer bestimmten Messeinheit angezeigt. Diese kann entweder mg/dL (Milligramm Glukose pro Liter Blut) oder mmol/L (Millimol Glukose pro Liter Blut) sein.

Diese Messeinheiten zeigen die Konzentration der Glukose pro Liter Blut. Bei den meisten Blutzuckermessgeräten ist diese Messeinheit fest voreingestellt und kann nicht umgestellt werden. Einige Blutzuckermessgeräte bieten jedoch die Option, zwichen mg/dL und mmol/L umzuschalten.

Masse

Massenangaben helfen dir einzuschätzen, wie groß das Blutzuckermessgerät ist. Die Masse des Geräts wird in Zentimeter angezeigt. Die Masse ergibt sich aus der Höhe, der Breite und der Tiefe des Blutzuckermessers.

Falls du die Masse deines BZ-Geräts kennst, kannst du leichter entscheiden, wo du es aufbewahren kannst und, ob du es mit dir beim Ausgehen mitnehmen kannst.

Kleinere Blutzuckermessgeräte sind handlicher und du kannst diese auch mit dir tragen, wenn du unterwegs bist.

Gewicht

Gewichtsangaben helfen dir einzuschätzen, wie schwer das Blutzuckermessgerät ist.

Das Gewicht des Geräts wird in Gramm gemessen. Falls du das Gewicht deines Blutzuckergeräts weist, kannst du leichter einschätzen, ob du dieses mit dir unterwegs tragen kannst.

Speicherplatz

Die Größe des Speicherplatzes gibt dir eine Idee darüber, wie welche Kapazität die Speicherkarte des BZ-Geräts hat. Auf dem Messwertspeicher kannst du alle deine Messungen aufbewahren.

Es ist wichtig, die Ergebnisse deiner Glukosemessungen auf der Speicherkarte zu sichern. So kannst du später auf diese zugreifen und sie analysieren. Die Größe des Messwertspeichers gibt auch Auskunft darüber, wie viele Messergebnisse du auf deinem BZ-Gerät speichern kannst.

Extras

Unter der Kategorie „Extras“ sind die zusätzlichen Funktionen, die das BZ-Gerät mit sich bringt, zu sehen. Falls du spezielle Bedürfnisse hast, solltest du die zusätzlichen Funktionen des Geräts in Acht nehmen.

Die meisten Blutzuckermessgeräte bringen eine Alarmfunktion mit sich, die dich erinnert, wann du deine Messungen durchführen musst.

Viele BZ-Geräte haben ein hinterleuchtetes LCD-Display. So sind die Ergebnisse auch bei schlechten Lichtverhältnissen leicht abzulesen.

Manche BZ-Geräte bieten dir die Möglichkeit, Blutproben, nicht nur von den Fingerspitzen, sondern auch von alternativen Teststellen (wie z.B. vom Oberarm) zu entnehmen. Diese Funktion wird ATS (alternative Teststellen) genannt.

Viele BZ-Geräte verfügen über eine automatische Kodierfunktion. Diese Geräte musst du nicht zusätzlich nach dem Kode auf der Teststreifenpackung umstellen. Andere Gerätesets verfügen über einen Mikrochip, der den Kode enthält.

Oft ist ein USB-Kabel zur Datenübertragung in der Gerätepackung dabei. Manche Blutzuckermessgeräte verfügen auch über Funk-Netzwerk- oder Bluetooth-Funktionen. So werden Messergebnisse kabellos auf einen PC oder auf ein Smartphone übertragen.

BZ-Geräte, die über ein Mobiltelefonmodul verfügen, sind grundsätzlich mit Handys kompatibel. Viele Messgeräte bringen auch entsprechendes Diabetesmanagement Software und Apps für PC und Handy mit.

Mit diesem Software kannst du deine Blutzuckerwerte auswerten und verwalten. Zu jedem Messgerät gibt es passende Healthmanager-Programme.

Beispiele für solche Anwendungen sind Diabass, SiDiary, Accu-Check Smart Pix, med-import, mySugar Companion, GlucoLog u.a.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Blutzuckermessgeräte

Wie messe ich meinen Blutzucker?

Vor der Kontrolle der Zuckerwerte musst du deine Hände und auch die Stelle, wo du Blut entnimmst, gründlich reinigen und trocknen.

Dann steckst du einen neuen Teststreifen in den Einfuhrschacht des elektronischen Blutzuckermessers. Eine neue Lanzette steckst du danach in die Stechhilfe und piekst auf die Hautstelle damit.

Du nimmst dabei einen kleinen Blutstropfen ab und platzierst diesen vorsichtig auf den Teststreifen. Das Ergebnis des Blutzuckertests siehst du innerhalb von einigen Sekunden auf dem Display des BZ-Messgeräts.

Eileen ReschawskiExpertin für Naturheilkunde

“Wer sich häufig den Blutzucker misst/messen möchte, dem empfehle ich, besonders auf die vom Gerät benötigt Blutmenge zu achten. Auf lange Sicht geht das Abnehmen von größeren Tropfen Blut an die Fingerkuppen – diese werden nicht nur “zerstochen”, sondern können auch in ihrem Tastempfinden eingeschränkt werden.”

Wer braucht ein Blutzuckermessgerät und welches Blutzuckermessgerät ist das richtige für mich?

Ein Blutzuckergerät verschreiben Ärzte in Fällen von Diabetes zur Kontrolle der Blutzuckerwerte. So kann sich dein Arzt einen Überblick über deine Symptome verschaffen.

Andererseits kannst du selbst kontrollieren, ob du eine Unterzuckerung oder eine Überzuckerung hast, und dementsprechend Medikamente einnehmen.

Die Nutzung eines Blutzuckermessgeräts kann bei Diabetes Typ1, Diabetes Typ2, Schwangeschaftsdiabetes oder Prädiabetes verschrieben werden. Diabetes ist eine sehr verbreitete Krankheit bei älteren Menschen.

Für Senioren sind die einfache Bedienung, sowie die Lesbarkeit des Displays die wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Messgeräts.

Sehbehinderte Menschen sollen Messgeräte mit einer Sprachausgabe vorziehen. Sprachausgaben und Displays gibt es auf verschiedenen Sprachen.

Falls ein Kind an der Zuckerkrankheit leidet, übernehmen meist die Eltern die Kontrolle seiner Zuckerwerte.

Jedoch einfach zu bedienende Messgeräte mit bunten Displays und unterhaltsamen Apps für das Handy kommen gut bei den Jugendlichen an. Eine Erhöhung der Blutzuckerwerte gibt es auch sehr oft bei schwangeren Frauen.

Haustiere können genauso wie Menschen an Diabetes erkranken. Blutzuckergeräte, die für Hunde und Katzen geeignet sind, gibt es auch auf dem Markt. Tierärzte raten davon ab, die Glukosewerte bei Tieren mit einem BZ-Gerät für Menschen zu messen.

Die Konzentration der Glukose im Blut ist unterschiedlich bei Tier und Mensch, sowie bei verschiedenen Tierarten. Ein gut geeignetes Messgerät für Haustiere ist das Wellion Vet Gluco Calea.

Welche Normwerte zeigt ein Blutzuckermessgerät an?

Bei einer Zuckerkrankheit ist entscheidend, die Werte der Glukose im Blut zu messen.

Blutzuckermessgeräte zeigen dir vor allen das Niveau des zuckerhaltigen Hämoglobins (HbAc1). HbAc1 bezeichnet die Prozentzahl der Hämoglobinmoleküle, die mit dem Blutzucker in einer biochemischen Verbindung stehen.

Die Normwerte des HbAc1 liegen bei Gesunden bei etwa 5%. Die akzeptablen Werte des HbAc1 bei Zuckerkranken liegen zwischen 4% und 6.9%. Falls deine Zuckerwerte unterhalb oder oberhalb diesen Grenzen liegen, kannst du eine Unterzuckerung oder eine Überzuckerung haben.

Manche Blutzuckermesser bieten zusätzlich die Option, die Werte der Ketone im Blut zu messen. Wenn der Körper unterzuckert ist, baut er Fette ab, um sich ausreichend mit Energie zu versorgen. Ketone sind Nebenprodukte, die beim Abbauen von Fetten entstehen.

Ketone machen das Blut säurehaltig und das kann zu schweren Komplikationen führen. Vor allem Menschen mit Diabetes Typ1 sollen die Werte der Ketone in ihrem Blut messen.

Wann und wie oft muss ich meine Blutzuckerwerte messen?

Dein Arzt schreibt dir vor, wann und wie oft du deine Zuckerwerte misst. Wichtig ist, dass du eine Routine der Messung hast, die zu deinem Lebensstil passt.

In der Regel messen die meisten Zuckerkranken ihre Glukosewerte zweimal am Tag vor- oder nach dem Essen. Wenn du Symptome einer Unterzuckerung oder Überzuckerung spürst, solltest du auch deine Zuckerwerte messen.

Falls du dich für ein intelligentes Blutzuckermesssystem entschieden hast, werden deine Zuckerwerte durchgehend vom System beobachtet und du brauchst dich nicht mehr selber darum zu kümmern.

Was bedeutet wenn das Blutzuckermessgerät Error zeigt?

Manchmal zeigt das Blutzuckermessgerät Error an. Das heißt der Test konnte nicht richtig durchgeführt werden und du musst ihn wiederholen.

Das Blutzuckermessgerät kann Error anzeigen, wenn zum Beispiel die Blutmenge nicht ausreichend ist, um den Test durchzuführen. Das kann auch passiert, falls die Teststreifen verschmutzt sind oder falls du das Gerät nicht richtig kodiert hast.

Wie soll ich mein Blutzuckermessgerät pflegen und reinigen?

Die Hygiene und Pflege des BZ-Geräts sind sehr wichtige Aspekte bei der täglichen Glukosemessung. Du musst für die Energieversorgung deines Messgeräts sorgen, sowie für die Sauberkeit deiner Lanzetten und Blutzuckerteststreifen.

Die Blutzuckerlanzette musst du bei jeder Blutabnahme austauschen.

Falls du eine Lanzette mehrfach verwendest, kann diese stumpf oder verschmutzt werden. Das kann zu Wunden, Infektionen und Vernarbungen der Haut führen. Entsorge immer die benutzten Lanzetten.

Du solltest auch das Ablaufdatum der Teststreifen regelmäßig überprüfen. Wichtig ist auch nachzusehen, ob der Kode auf dem Messgerät dem Kode auf der Teststreifenpackung entspricht.

Falls das nicht der Fall ist, musst du dein Blutzuckermessgerät entsprechend umkodieren. Du solltet auch sicherstellen, dass dein Messgerät ausreichend mit Energie versorgt wird, indem du die Batterien regelmäßig austauschst.

Weiterführende Literatur: Quellen, Studien und interessante Links

[1] http://www.diabetes-ratgeber.net/Blutzucker/Blutzucker-Messgeraet-114413.html

[2] http://blutzucker-messen.net/diabetes-zahlen-und-fakten-fuer-deutschland/

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25654459

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29168773

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28071894

Bildquelle: Pixabay.com / Stevepb

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