Unser Körper bezieht Energie aus der täglichen Ernährung. Kohlenhydrate werden während des Verdauungsvorgangs in Glucose zerlegt. Diese Zuckerbausteine werden über den Blutkreislauf zu den Organen transportiert.

Für die Zuckerverwertung wird Insulin gebraucht. Dieses Hormon produziert die Bauchspeicheldrüse. Insulin bringt den Blutzucker wieder auf ein normales Niveau und macht die Zellen für den Zucker zugänglich.

Funktioniert der beschriebene Vorgang nicht richtig, ist die Zuckerverwertung im Körper gestört und es kommt zu Diabetes. Ein erhöhter Blutzucker ist dank moderner Medizin eine Erkrankung, mit der Betroffene gut zurechtkommen. Folgender Artikel befasst sich ausführlicher mit der Thematik und rät dazu, die Blutzuckerwerte regelmäßig zu kontrollieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zucker ist der Treibstoff des Körpers und sein wichtigster Energiespender. Jeder Mensch besitzt Blutzucker. Um die Körperfunktionen sicherzustellen, ist der Organismus bestrebt, den Blutzuckerspiegel möglichst konstant zu halten.
  • Kann Insulin die Zellen für den Zucker nicht ausreichend öffnen, bleibt der Blutzuckerspiegel erhöht und es entsteht Diabetes.
  • Diabetes zählt zu den häufigsten chronischen Stoffwechselkrankheiten der Welt. In Deutschland sind etwa 7,6 Millionen Menschen davon betroffen.

Definition: Was ist Blutzucker?

Blutzucker steht für einen Wert, welcher angibt, wie viel Glukose sich zum Zeitpunkt seiner Messung im Blut befindet. Der Blutzucker ist also eigentlich Traubenzucker.

Der Blutzuckergehalt schwankt. Am Morgen befindet sich nur wenig Glukose im Blut, nach einem üppigen Essen steigt der Zuckergehalt an. (Bildquelle: 123rf.com / 38410739)

Glukose gilt als einfachste Zuckerform und wird gewonnen, indem aus Brot, Gemüse, Kartoffeln und anderen Nahrungsmitteln Kohlenhydrate abgespalten werden.

Das in der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin bewirkt die Absenkung. Ist der Blutzuckerspiegel ständig oder zeitweise erhöht, wird von Diabetes gesprochen.

Dabei werden zwei Formen unterschieden:

Typ-1-Diabetes

Bei dieser Form der Zuckerkrankheit sind die Zellen, welche in der Bauchspeicheldrüse Insulin produzieren zerstört. Der Körper kann folglich kein Insulin mehr herstellen.

Dieser Erkrankung wird meist bereits in jungen Jahren diagnostiziert., Betroffene sind lebenslang auf Insulinspritzen angewiesen.

Typ-2-Diabetes

Bei Diabetes Typ 2 ist die Produktion von Insulin eingeschränkt.

Der entstehende Insulinmangel wird durch Medikamente oder Spritzen ausgeglichen. Typ-2-Diabetes tritt vermehrt im Seniorenalter auf.

Was ist der Nüchternblutzucker?

Als Nüchternblutzucker wird der Wert bezeichnet, welcher ermittelt wird, wenn die letzte Mahlzeit mindestens acht Stunden zurücklag.

Bestimmen lässt sich der Nüchternblutzucker durch eine Blutentnahme. Gemessen wird der Zuckergehalt im Blutplasma. Die ermittelten Werte werden in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder Millimol pro Liter (mmol/l) angegeben.

Dabei gelten folgende Richtwerte:

Alter Nüchternblutzucker Normalwert in mg/dl
bis ein Tag 34 - 99
zwei Tage 46 - 81
drei Tage bis 17 Jahre 60 - 99
ab 18 Jahre 74 - 99

Normalwert erhöht: Ein erhöhter Blutzucker liegt bei 100 bis 125 mg/dl vor.

Diabetes liegt vor: Zeigen mehrmalige Messungen einen Nüchternblutzucker von 126 mg/dl oder 7,0 mmol/l an, liegt eine Diabetes vor.

Wann und für wen ist der Blutzuckerwert wichtig?

Kurz gesagt, es ist für jeden von uns wichtig, seinen Blutzuckerwert zu kennen. Erhöhter Blutzucker bleibt meist über einen langen Zeitraum hin unbemerkt und schadet unserer Gesundheit, ohne zunächst Symptome hervorzurufen.

Dies kann teils gravierende Folgen nach sich ziehen. Ein schlecht eingestellter Blutzucker verursacht Schäden an Nerven und Gefäßen, welche zahlreiche Folgeerkrankungen mit sich bringen.

Organ/Körperregion Risiko
Herz-Kreislauf Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht sich bei Zuckerkranken um das Zwei- bis Sechsfache.
Augen Bei Diabetes lässt das Sehvermögen nach und das Risiko einer Erblindung erhöht sich um das 25-fache.
Nieren Ein erhöhter Blutzucker führt mit der Zeit zu einer eingeschränkten Nierenfunktion.
Diabetisches Fußsyndrom Dieser Begriff schließt diverse Schmerzen und schlecht heilende Wunden an den Füßen ein. In der Hälfte der Fälle droht die Amputation der Gliedmaßen.

Wird Diabetes durch die Blutzuckermessung erkannt, sind regelmäßige Messungen wichtig. Der Blutzuckerwert muss bestimmt werden, um Schwankungen festzustellen und die geeignete Therapie festzulegen.

Übergewichtige, Senioren, Kinder und Schwangere zählen zu den Risikogruppen, sollten sich Beschwerden einstellen, welche auf Diabetes schließen lassen, ist der Blutzuckerwert umgehend zu bestimmen.

Hintergründe: Was du über Blutzucker wissen solltest

Jeder 13. Deutsche leidet unter Diabetes. Die Vereinten Nationen schätzen, dass sich bis zum Jahre 2025 die Zahl der zuckerkranken Menschen auf 370 Millionen weltweit erhöht.

Die Vereinten Nationen haben Diabetes daraufhin zu einer globalen Bedrohung erklärt. Bislang galt dies lediglich für durch Infektionen hervorgerufene Erkrankungen.

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt die Blutgefäße. Folgeerkrankungen bleiben nicht aus. Neben den bereits genannten Erkrankungen von Herz oder Augen sind Diabetiker häufig depressiv.

Aktuelle Untersuchungen schließen auch einen erhöhten Blutzuckerspiegel als Ursache für Demenz nicht aus.

Grund genug also, mehr über den Blutzucker zu erfahren, zu wissen, wie man ihn bestimmt und welche Werte als normal gelten.

Wie hoch sollte der Blutzucker sein?

Die Blutzuckerwerte werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Dies zieht teils erhebliche Schwankungen der Blutzucker-Normalwerte nach sich.

So können auch bei gesunden Menschen die Ernährung, sportliche Belastungen, körperliche Anstrengung oder seelische Konflikte zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Bei Diabetikern ergeben sich krankheitsbedingte Differenzen. In diesem Fall besitzt es Priorität, die Blutzuckerwerte regelmäßig zu bestimmen und entsprechend einzustellen.

Folgende Blutzucker-Tabelle nennt normale Blutzuckerwerte in unterschiedlichen Situationen:

Situation optimale Werte Erläuterung
vor dem Frühstück bei Erwachsenen 110 mg/dl Vor dem Frühstück ist Blutzuckerwert am niedrigsten, da wir nachts in der Regel keine Nahrung zu uns genommen haben.
nach dem Essen bei Erwachsenen 140 mg/dl Nach den Mahlzeiten sollte der Blutzucker nicht weiter ansteigen., Bei intaktem Stoffwechsel wird ausreichend Insulin produziert, um den Blutzucker schnell auszugleichen.
nach dem Essen bei Kindern 80 bis 126 mg/dl Bei Kindern liegen die Werte niedriger.
im Alter bei guter Gesundheit 171 bis 189 mg/dl Dies sind die Blutzucker-Normwerte im Alter.
im Alter mit Einschränkungen 189 bis 207 mg/dl Bei bettlägerigen oder schwer dementen Senioren gelten diese Werte als Richtlinie.

Unmittelbar nach dem Essen erhöht sich der Blutzucker auf 200 oder 300. Wird der Blutzucker direkt nach dem Essen bestimmt und anschließend nochmals nach etwa zwei Stunden, haben sich die Werte weitgehend normalisiert.

Liegen größere als die hier erwähnten Schwankungen vor, besteht der Verdacht einer gestörten Glukosetoleranz.

Was ist bei Diabetes zu beachten?

Bei der Therapie von Diabetes sind primär zwei Ziele ins Auge zu fassen.

Zum einen sollte die Lebensqualität erhalten, bzw. wiederhergestellt werden, zum anderen gilt es, Folgeerkrankungen zu vermeiden. Die richtige Ernährung spielt bei Typ-2-Diabetes eine große Rolle.

Dabei gelten die gleichen Empfehlungen wie für Menschen mit einem normalen Blutzucker. Spezielle Diabetiker-Produkte gehören der Vergangenheit an.

Wer sich vollwertig ernährt, kann auch mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel beinahe alles essen. Wichtig ist, die einzelnen Nahrungsbestandteile zu kennen und das richtige Verhältnis der einzelnen Lebensmittelgruppen zueinander zu finden.

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Warum DAS einfach die bessere Wahl ist? Ganz einfach: ⬇️⬇️ Leicht und lecker: Salat mit Bacon-Frischkäse-Taschen, Paprika, Tomate und einer Salatkernmischung 💯 Essen sollte Kraft spenden und nicht schwer sein und träge machen. Zucker macht 😴 wohingegen Eiweiß und Fett nicht nur länger satt machen sondern auch den Blutzuckerspiegel stabiler halten. Fazit: 🚀 statt 😴 #frischersalat #salatliebe #lowcarbdeutschland #lowcarbdiabetes #lowcarbdiary #bacon #blutzuckerspiegel #diabetesgermany #typ1diabetes #gesundundlecker #gesundundfit #zuckerfrei #zuckerfreileben #gesundesabendessen #gemüse #selbstmachen #ketogeneernährung #isskeinmist #gesundisteinfach #schnellundeinfach #kohlenhydratarm #buntundgesund #ernährungstipps #diabetesernährung #performancefood #leistungbringen #fitbleiben

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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. hat unsere Nahrungsmittel in sieben Gruppen aufgeteilt.

Diese sollten in folgender absteigender Menge verzehrt werden:

  1. Getreideprodukte, Kartoffeln
  2. Gemüse, Salat
  3. Obst
  4. Milch und Milchprodukte
  5. Fleisch, Wurst, Fisch, Eier
  6. Fette und Öle

Die siebente Gruppe bilden Getränke, von denen Diabetiker etwa 1,5 Liter täglich zu sich nehmen sollten. Dabei ist auf zuckerhaltige Säfte zu verzichten und auf Mineralwasser und ungesüßten Tee zurückzugreifen.

Ein wesentlicher Beitrag zu einer langfristigen Therapie bei Diabetes ist die gewissenhafte Selbstbeobachtung.

Dazu zählen folgende Tätigkeiten:

  • Regelmäßige Blutzuckermessung
  • Kontrolle des Gewichts
  • Regelmäßige Blutdruckmessung
  • Kontrolle des Hautzustandes
  • Kontrolle der Füße

Blutzucker: Praktische Anwendung und Vorteile

Die Kontrolle des Blutzuckers ist eine gängige Methode, welche nur wenig Zeitaufwand kostet und schnell zur Routine wird.

Indem Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel messen, können sie schnell eine mögliche Unterzuckerung feststellen und geeignete Maßnahmen ergreifen.

Wer seinen Blutzucker kontrollieren möchte, wird häufiger messen müssen, oft sogar mehrmals am Tag. (Bildquelle: 123rf.com / 99325690)

Lediglich der Langzeitzucker muss von Arzt bestimmt werden. Den Nüchternblutzucker und den postprandialen Blutzuckerspiegel zwei Stunden nach der letzten Mahlzeit können Patienten selbst bestimmen.

Um die Übersicht über die Werte zu behalten und mögliche Unregelmäßigkeiten schneller aufdecken zu können, bietet sich ein Diabetiker-Tagebuch an. Dieses sollte bei jedem Arztbesuch vorgelegt werden.

Wie lässt sich der Blutzucker messen?

Mediziner nutzen verschiedene Methoden, um den Blutzucker zu messen:

Nüchternblutzucker

Hierfür kommen die Patienten in regelmäßigen Abständen am Morgen nüchtern in die Praxis. Blut wird aus dem Finger oder Ohrläppchen abgenommen.

Oraler Glukosetoleranztest

Für diesen Test müssen Patienten etwas mehr Zeit mitbringen. Der Test erfolgt ebenfalls nüchtern.

Es wird eine zuckerhaltige Flüssigkeit verabreicht. Die Blutzuckermessung erfolgt vor dem Trinken der Lösung und zwei Stunden danach.

Langzeitblutzucker

Der Langzeitblutzucker gibt an, wie sich die Konzentration von Blutzucker in den vergangenen Wochen entwickelt hat. Dieser Wert ist besonders wichtig, um zu kontrollieren, ob Patienten richtig auf den erhöhten Blutzucker eingestellt sind.

Um den Blutzucker selbst bestimmen zu können, muss ein Messgerät angeschafft werden. Beim Neukauf sind meist bereits einige passende Blutzucker Teststreifen enthalten. Diese müssen später regelmäßig nachgekauft werden.

Die Auswahl an Blutzuckermessgeräten ist groß. Moderne Modelle zeichnen sich durch eine einfache Bedienbarkeit und gut lesbare Messergebnisse aus.

Die Blutzuckermessung – Schritt für Schritt
  1. Stechhilfe zur Hand nehmen
  2. Finger seitlich anstechen
  3. Blut auf das Testfeld auftragen
  4. Teststreifen in das Gerät einführen
  5. Blutzuckerwert ablesen
  6. Wert notieren

Einige Anwender empfinden das Stechen in die Fingerkuppe als schmerzhaft.

Mittlerweile sind auch Geräte auf dem Markt, welche die Messung an weniger sensiblen Körperstellen, wie zum Beispiel dem Unterarm erlauben oder ganz ohne Stechen auskommen.

Der sachgemäße Umgang mit dem Messgerät sollte gelernt sein.

Folgende Fehlermöglichkeiten können das Testergebnis verfälschen:

  • Speisereste an den Fingern – vor der Anwendung Hände waschen
  • Teststreifen ist feucht geworden
  • Teststreifen war der Sonne ausgesetzt
  • Teststreifen wurde zu kühl gelagert
  • Gerät verkehrt bedient

Die Blutzuckermessung kann nicht ohne einen kleinen Tropfen Blut funktionieren. Viele Menschen haben Probleme damit, sich selbst Blut abzunehmen.

Folgende Tipps können die Prozedur vereinfachen:

  • Immer seitlich statt frontal in den Finger stechen
  • Einstichstellen wechseln
  • Statt dem Finger das Ohrläppchen ausprobieren
  • Lanzetten regelmäßig wechseln

Es geht nicht nur darum, die Werte regelmäßig zu bestimmen und zu notieren.

Die Angaben geben Aufschluss darüber, wie sich das üppige Essen beim Kollegen oder der Nachtisch beim Lieblings-Italiener auf unseren Körper auswirken. Damit kann man sich selbst zu einem gesunden Lebensstil motivieren.

Blutzucker lässt sich auch im Urin nachweisen. Dann sprechen wir von Harnzucker. Im Urin kommt normalerweise kein Zucker vor.

Erst bei sehr hohen Blutzucker Konzentrationen von mehr als 180 mg/dl wird Glukose an den Harn abgegeben.

Dennoch ist das Vorhandensein von Harnzucker kein alleiniges zuverlässiges Indiz auf eine Zuckerkrankheit.

Blutzucker zu hoch – wie lässt sich der Blutzucker erhöhen?

Ist der Blutzucker erhöht, wird von einer Hyperglykämie gesprochen.

Befindet sich zu viel Glukose im Blut, werden die Betroffenen schnell müde, haben großen Durst, müssen häufig zur Toilette und können auch unter Übelkeit und Magenkrämpfen leiden.

Eine ganze Reihe von Faktoren kann dazu führen, dass sich der Blutzuckerspiegel erhöht:

Ernährung

Der Blutzucker erhöht sich, wenn besonders zuckerhaltige und kohlenhydratreiche Mahlzeiten verzehrt wurden, ohne dass ausreichend Insulin zur Verfügung stand, um den Blutzuckerspiegel wieder auszugleichen.

Bei Diabetikern besteht die Gefahr einer Überzuckerung, wenn sie sich zu wenig Insulin gespritzt haben.

Psychische Faktoren

Stress, Aufregung und Überanstrengung haben großen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.

In Stresssituationen schüttet unser Körper Cortisol und Adrenalin aus. Diese Stresshormone lassen den Blutzucker ansteigen.

Medikamente

Die Liste der Nebenwirkungen vieler Medikamente ist lang. Einige Präparate können auch den Blutzucker erhöhen.

Durch den direkten Einfluss auf den Glukosestoffwechsel beeinflusst Cortison den Blutzuckerspiegel besonders stark. Auch Betablocker oder Entwässerungsmittel wirken auf den Blutzucker ein.

Es empfiehlt sich, vor der Medikamenteneinnahme den Beipackzettel genau zu studieren und mit dem behandelnden Arzt die Einnahme abzusprechen.

Koffein

Dieser Faktor wirkt sich nur auf den Blutzucker aus, wenn du täglich in rauen Mengen Kaffee und koffeinhaltige Getränke zu dir nimmst. Warum Koffein den Blutzucker ansteigen lässt, ist noch nicht gänzlich erforscht.

Es wird angenommen, dass die Freisetzung von Adrenalin daran schuld sein könnte. Auch die Behinderung des Abtransports von Zucker aus dem Blut wäre eine Option.

Blutzucker zu niedrig – wie lässt sich der Blutzucker senken?

Einen zu niedrigen Blutzucker bezeichnen Mediziner als Hypoglykämie. Bist du unterzuckert, kannst du dich schlecht konzentrieren, dir stehen Schweißperlen auf der Stirn, der Puls rast und du bekommst Beklemmungsgefühle.

Wird in diesem Fall nicht reagiert, können Seh- und Sprachstörungen auftreten und es kommt zu Koordinationsproblemen. Mit der Aufnahme von Kohlenhydraten kann ein niedriger Blutzuckerspiegel behoben werden.

Diabetikern wird empfohlen, immer etwas Traubenzucker, Süßigkeiten oder Trockenobst bei sich zu haben. (Bildquelle: 123rf.com/ / citalliance)

Der Blutzuckerspiegel kann abfallen, wenn Störungen des Hormonhaushaltes vorliegen. Dies ist zum Beispiel bei einer Schilddrüsenunterfunktion der Fall.

Wer tagsüber viel leistet und nur wenig Nahrung zu sich nimmt, wird vermutlich anhand der bereits genannten Symptome den Abfall des Blutzuckerspiegels bemerken.

Auch bei übertriebenen Fastenkuren oder einer generellen Mangelernährung fällt der Blutzuckerspiegel.

Wer seinen Blutzuckerspiegel aktiv senken möchte, sollte folgende Maßnahmen ergreifen:

Gewichtsverlust

Diabetiker sollten auf ihr Gewicht achten. Übergewicht kann zu einer Insulinresistenz führen. Wer weniger Gewicht auf die Waage bringt, reduziert seinen Insulinbedarf und der Blutzuckerspiegel wird gesenkt.

Stress vermeiden

Aufregung bekommt dem Blutzucker nicht. Wird Cortisol ausgeschüttet, steigen die Werte an. Der Blutzucker lässt sich langfristig senken, wenn Stressfaktoren ausgeschaltet werden.

Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga oder Progressive Muskelentspannung verhelfen zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit.

Ernährung

Die Ernährung besitzt großen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Soll dieser gesenkt werden, sollten Lebensmittel mit einem niedrigen Glykämischen Index auf dem Speiseplan stehen.

Dieser Wert gibt an, welche Auswirkungen kohlenhydratreiche Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel besitzen.

Vollkornprodukte, Gemüse und Hülsenfrüchte besitzen einen niedrigen Glykämischen Index. Produkte aus Weißmehl und mit Haushaltszucker sollten nicht auf dem Speiseplan stehen.

An Getränken können Mineralwasser, ungesüßter Tee und Light-Getränke ohne Einschränkungen konsumiert werden.

Obst- und Gemüsesäfte, Softdrinks, gesüßter Tee oder Kaffee und Energy-Drinks bewirken dagegen ein Ansteigen des Blutzuckerspiegels.

Fazit

Jeder Mensch verfügt über Blutzucker. Zucker versorgt uns mit Energie und ist damit lebensnotwendig. Ist der Zuckergehalt im Blut anhaltend oder dauerhaft erhöht, wird von Diabetes gesprochen.

Diese Stoffwechselerkrankung kann in zwei Formen aufgeteilt werden. Störungen im Blutzuckerhaushalt können bei Männern und Frauen aller Altersgruppen vorkommen.

Diabetes verläuft zunächst meist symptomfrei. Ein über einen längeren Zeitraum erhöhter Blutzuckerspiegel kann zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen des Herz- Kreislaufsystems oder der Augen führen.

Es empfiehlt sich, seine Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren zu lassen. Diabetes ist gut behandelbar. Die aktuelle Aufgabe eines jeden sollte darin bestehen, erhöhten Blutzucker zu erkennen, bevor dieser der Gesundheit schadet.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.meine-gesundheitsakademie.de/article/Diabetes-Typ-2/Blutzucker-was-ist-das-227747.html

[2] https://www.diabetes-ratgeber.net/Blutzucker/Kleines-Blutzucker-ABC-410337.html

[3] https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/therapie_bei_diabetes/blutzucker_messen/blutzucker_messen_aber_richtig_

[4] https://www.diabetologie-online.de/a/stolperfallen

[5] https://www.netdoktor.de/krankheiten/diabetes-mellitus/diabetes-werte/