Bei Bluthochdruck handelt es sich um ein schleichendes Phänomen. In viel zu vielen Fällen wird das Problem erst dann erkannt, wenn es bereits zu einem Schlaganfall gekommen ist. Dabei hätte man frühzeitig deinen Blutdruck senken können, um dieses Leid zu umgehen.

Bluthochdruck, der in der Fachsprache als arterielle Hypertonie bekannt ist, zählt nicht umsonst zu den zehn bedrohlichsten Krankheiten weltweit. Dabei lässt sich dieses Krankheitsbild vergleichsweise gut behandeln. Viele Patienten schaffen es bei einer frühen Behandlung wieder in den Blutdruck-Normalbereich.

Grundsätzlich gilt es, die Bluthochdrucktherapie einem fachkundigen Arzt anzuvertrauen. Doch es gibt auch Dinge, die du tun kannst, um deinen Blutdruck positiv zu beeinflussen.

Mehr Bewegung ist beispielsweise empfehlenswert. Dieser Ratgeber hält zahlreiche Tipps auf dem Weg zu einem normalen, gesunden Blutdruck für dich bereit.




Das Wichtigste in Kürze

  • Die Weltgesundheitsorganisation spricht dann von Bluthochdruck, wenn der systolische Blutdruck mehr als 140 mmHg und/oder der diastolische Blutdruck mehr als 90 mmHg beträgt. Bluthochdruck erhöht nicht nur dein Risiko verschiedener Herzkrankheiten, sondern kann sich auf Augen und Nieren ebenfalls negativ auswirken.
  • Sofern du nicht nur vorübergehend, wie das zum Beispiel im Rahmen einer Schwangerschaft der Fall sein kann, an Bluthochdruck leidest, ist der Gang zum Arzt unerlässlich. Während du mit Bewegung und anderen Maßnahmen positiv auf deinen Blutdruck einwirken kannst, sollte ein fachkundiger Arzt deine Behandlung vorgeben.
  • Neben Bewegung gibt es zahlreiche Hausmittel, mit denen du deinen Blutdruck auf natürliche Weise senken kannst. Dazu zählen beispielsweise blaue Kartoffeln, dunkle Schokolade und rote Bete. Auch Vollkornprodukte und Hibiskustee sind an dieser Stelle zu nennen.

Was ist Bluthochdruck?

In der Fachsprache der Mediziner ist Bluthochdruck als arterielle Hypertonie oder einfach nur als Hypertonie bekannt.

Wenn dein systolischer Blutdruck mehr als 140 mmHg und/oder dein diastolischer Blutdruck mehr als 90 mmHg beträgt, leidest du an Bluthochdruck. Dies gilt allerdings nur dann, wenn dein Blutdruck dauerhaft erhöht ist.

Zu einem vorübergehend zu hohen Blutdruck kann es zum Beispiel durch Medikamente, aber auch durch eine Schwangerschaft oder bei körperlich anstrengenden Aktivitäten kommen. (Bildquelle: 123rf.com / 23132291)

Sofern du an echtem Bluthochdruck leidest, ist der Druck, mit dem dein Blut durch dein arterielles Gefäßsystem fließt, hingegen chronisch, sprich dauerhaft erhöht. Dies belastet dein Herz-Kreislauf-System zunehmend.

Wodurch wird Bluthochdruck ausgelöst?

Nicht alle Ursachen für Bluthochdruck sind bekannt. Bei den meisten Erkrankten ist nicht klar, warum sie von Bluthochdruck betroffen sind.

Folgende Ursachen gelten jedoch als Auslöser für dieses chronische Krankheitsbild:

  • Störungen deines Hormonsystems
  • Störungen im Herz-Kreislauf-System
  • Schädigung deiner Nieren

Welcher Blutdruck ist in welchem Alter normal?

Welcher Blutdruck gilt als normal? Dies ist in der Tat eine Frage des Alters. So haben Säuglinge beispielsweise einen viel niedrigeren Blutdruck als Erwachsene.

Die folgende Tabelle zeigt dir die Normalwerte dem Alter nach geordnet an:

Alter Normaler systolischer Wert in mmHg Normaler diastolischer Wert in mmHg
Neugeborenes Baby 60 35
1 Jahr 85 40
4 Jahre 95 50
8 Jahre 100 60
12 Jahre 105 62
Ab dem 16. Lebensjahr 115 65
Erwachsene 120 60 bis 80
Senioren 140 80 bis 85

Der optimale Blutdruck eines Erwachsenen beträgt somit 120 zu 80. Ab einem Blutdruck von 140 zu 90 ist hingegen von einem erhöhten Blutdruck die Rede.

Als Zwischenstufe ist zwischen einem optimalen, normalen und einem hoch normalen Blutdruck zu unterscheiden. Die folgend Tabelle gibt Auskunft:

Schweregrad Systolischer Wert in mmHg Diastolischer Wert in mmHg
Optimaler Blutdruck Weniger als 120 Weniger als 80
Normaler Blutdruck 120 bis 129 80 bis 84
Hoch normaler Blutdruck 130 bis 139 85 bis 89
Leichter Bluthochdruck 140 bis 159 90 bis 99
Mittelschwerer Bluthochdruck 160 bis 179 100 bis 109
Schwerer Bluthochdruck Ab 180 Ab 110
Isolierter systolischer Bluthochdruck Ab 140 Unter 90

Blutdruck senken – welche wichtigen Sofortmaßnahmen gibt es?

Nicht jeder plötzliche Blutdruckanstieg ist gefährlich. Wer schon viele Jahre einen systolischen Blutdruck von 190 hat, den wird ein kurzer Anstieg auf 220 nicht sofort umbringen.

Steigt der Blutdruck in der Schwangerschaft hingegen schlagartig an, so kann dies das Leben von Mutter und Kind in erhebliche Gefahr bringen.

Wer sich unsicher ist und einen hohen Blutdruck akut als Gesundheitsgefährdung wahrnimmt, ruft lieber sofort den Notarzt. Das gilt besonders dann, wenn Schmerzen im Brustkorb eines der Symptome sind. Auch dies sind Warnzeichen:

  • Atemnot
  • Brennen oder ein Gefühl von starkem Druck in der Brustgegend
  • Schwindelgefühl, welches auch mit Kopfschmerzen einhergehen kann
  • Sprechstörungen
  • Lähmungen
  • Starkes Übelkeitsgefühl, ohne oder mit Erbrechen
  • Krampfanfälle
  • Starke Benommenheit
  • Nasenbluten
  • Verschwommene Sicht

Es gibt kaum Maßnahmen, mit dem sich der Blutdruck sofort senken lässt. Allerdings können Aufregung und körperliche Anstrengung den Blutdruck in die Höhe schnellen lassen.

Indem du dich kurz körperlich und mental ausruhst, kannst du deinen Blutdruck somit unter Umständen zeitnah senken.

Hintergründe: Was du über das Blutdruck-Senken wissen solltest

Da ein zu hoher Blutdruck mit einem frühzeitigen Tod in Zusammenhang steht, nimmst du dieses Krankheitsbild besser nicht auf die leichte Schulter.

Um herauszufinden, ob dein Blutdruck dauerhaft zu hoch ist, ist das regelmäßige Blutdruck messen angesagt. Einfache Geräte zum Blutdruckmessen gibt es in der Drogerie oder Apotheke.

Ab Mitte 30 ist eine gelegentliche Überprüfung deines Blutdrucks zu empfehlen. Falls du familiär vorbelastet bist, sollte diese Kontrolle schon früher in regelmäßigen Abständen erfolgen. Eventuell ordnet dein Arzt eine 24-Stunden-Blutdruckmessung an, um sicher sein zu können.

Doch auch du selbst kannst unter Umständen erkennen, wann dein Blutdruck zu hoch ist. Wann Medikamente wirklich notwendig sind und ab wann ernsthaft Grund zur Sorge besteht, erfährst du jetzt.

Woran merkt man, dass der Blutdruck zu hoch ist?

Bluthochdruck ist insofern ein heimtückisches Krankheitsbild, als dass viele Betroffene gar nicht um ihren Zustand wissen.

Bluthochdruck bleibt besonders im Frühstadium häufig unbemerkt. Auch wenn dein Körper von keinen Bluthochdruck-Symptomen betroffen ist, kann er nichts desto trotz unbemerkt Schaden nehmen.

Allerdings gibt es auch Patienten, deren unspezifische Symptome auf Bluthochdruck hinweisen. An dieser Stelle sind Kopfschmerzen und Schwindel zu nennen. Auch Atemnot, Ohrensausen sowie Nasenbluten können ein Zeichen von Bluthochdruck sein. Andere Auslöser für die Beschwerden sind gleichermaßen denkbar.

Sofern dein Bluthochdruck schon weiter vorangeschritten ist, werden die Symptome immer deutlicher spürbar und gleichzeitig auch gefährlicher. Diese Liste ist demnach mit den eben genannten Notfall-Symptomen vergleichbar:

  • Kurzatmigkeit
  • Sehstörungen
  • Sensibilitätsstörungen
  • Brustschmerzen
  • Atemnot

Wozu überhaupt den Blutdruck senken?

Ein erhöhter Blutdruck fügt deinem Herz und deinen Gefäßen im Laufe der Jahre erheblichen Schaden zu. Nicht umsonst gelten Menschen mit Bluthochdruck als gefährdeter, wenn es um Herz-Kreislauf-Erkrankungen geht.

Deinen Blutdruck so einzustellen, dass er sich um normalen Bereich befindet, ist demnach gut für deine Gesundheit und für deine Lebenserwartung.

Ab wann sind blutdrucksenkende Medikamente nötig?

Sofern du von Bluthochdruck betroffen bist, kann nur dein behandelnder Arzt entscheiden, ob du tatsächliche Medikamente einnehmen solltest. Immerhin gehen alle Medikamente mit Nebenwirkungen einher.

Abhängig von der Schwere deines Bluthochdrucks wird dir dein Arzt womöglich eine andere Therapie verordnen oder dir zu einer Gewichtsabnahme raten.

Ein extrem erhöhter Blutdruck wird in den meisten Fällen medikamentös therapiert. Anders sieht es hingegen aus, wenn dein Blutdruck nur leicht zu hoch ist. Dann spielen auch die weiteren Risikofaktoren eine Rolle.

Dies zeigt das Beispiel von zwei fiktiven Patienten namens Peter und Paul, die beide einen Blutdruck von 141 zu 92 haben.

Nehmen wir an, dass Peter keine weiteren Risikofaktoren aufweist. Er ist sonst kerngesund. Würde er nun Blutdruckmedikamente einnehmen, so würde sein Infarktrisiko nur um wenige Prozentpunkte sinken. Nehmen wir jedoch an, dass Paul zusätzlich Diabetiker ist.

Außerdem raucht Paul und ist von zu hohen Cholesterinwerten betroffen. Sein Infarktrisiko ist deutlich höher als das von Peter.

Während ein um wenige Prozentpunkte niedrigeres Risiko für Peter kaum von Bedeutung ist, ist dem bei Paul nicht so. Ihm wird sein Arzt also eher ein solches Medikament verschreiben, auch wenn es Nebenwirkungen gibt.

Demnach gibt es keine pauschale Antwort auf die Frage, wann Blutdruck-Medikamente angebracht sind. So viel steht jedoch fest: Diese Medikamente niemals verändern oder absetzen und bei Problemen oder Unsicherheit immer einen Arzt oder den Notdienst kontaktieren, um auf Nummer sicher zu gehen!

Was tun gegen Bluthochdruck: Mit natürlichen Mitteln Blutdruck senken

Vor allem dann, wenn dein Blutdruck nur leicht erhöht ist, hast du gute Chancen, mit Hausmitteln etwas zu bewirken. Selbstverständlich gibt es keine Garantie, dass ein bestimmtes Hausmittel bei dir verlässlich funktionieren wird.

Gerade im Grenzbereich ist es jedoch sinnvoll, Blutdruck-Medikamente aufgrund der möglichen Nebenwirkungen zu umgehen.

Viele Hausärzte raten ihren Patienten durchaus dazu, ihre Blutdruckprobleme auch auf natürlichem Weg in den Griff zu bekommen. Dabei solltest du sichergehen, dass du zu den Patienten gehörst, die zunächst einmal bedenkenlos auf Medikamente gegen Bluthochdruck verzichten können.

Selbst wenn du starken Bluthochdruck hast, spricht erst einmal nichts gegen die Kombination verschiedener Hausmittel und Medikamente.

Später kannst du zusammen mit deinem Arzt prüfen, inwiefern die Hausmittel gewirkt haben und du deine Medikamente daher reduzieren oder ganz absetzen kannst. Dies auf eigene Faust zu tun, wäre hingegen viel zu gefährlich.

Blutdruck mit Bewegung senken

Zunächst einmal solltest du wissen, dass sich dein Blutdruck durch die körperliche Bewegung beim Sport kurzfristig erhöhen wird.

Daher sollte dein Training dich nicht überlassen und an deine körperliche Verfassung angepasst sein. Übernimm dich lieber nicht, sondern steigere dich nach und nach.

Dann bleibst du zudem länger am Ball. Gerade das ist wichtig, da Bewegung deine Blutgefäße nur dann trainiert, wenn du dich regelmäßig bewegst. Durch die Bewegung werden deine Blutgefäße elastischer. Das wiederum lässt deinen Blutdruck sinken.

Im Übrigen ist es dazu nicht erforderlich, dass du zum Spitzensportler mutierst. Vielmehr ist ein täglicher Spaziergang von 30 Minuten Länge bereits als guter Ausgangspunkt anzusehen. (Bildquelle: 123rf.com / 84902535)

Dreimal wöchentlich eine Stunde mit dem Rad zu fahren oder locker zu joggen, ist ebenso sinnvoll. Dies kann deinen systolischen Blutdruck um fünf bis acht mmHg absenken.

Blutdruck durch Gewichtsabnahme senken

Studien haben gezeigt, dass du deinen Blutdruck durch eine Gewichtsabnahme reduzieren kannst. Bereits eine Gewichtsabnahme von nur vier Kilogramm hat sich bei den Probanden im Schnitt wie folgt ausgewirkt:

  • Vier bis fünf mmHg geringerer systolischer Blutdruck
  • Bis zu drei mmHg niedrigerer diastolischer Blutdruck

Dabei ist es sinnvoll, nicht eine reine Gewichtsabnahme auf Basis einer Crash-Diät anzustreben. Vielmehr bieten sich eine Ernährungsumstellung hin zu mehr gesunder Kost und mehr Bewegung an. Dies gilt ganz besonders deshalb, da mehr Bewegung deinen Blutdruck zusätzlich verringert.

Blutdruck durch Stressreduktion senken

Stress führt dazu, dass dein Körper Stresshormone ausschüttet. Selbstverständlich landen diese Hormone in deinem Blutkreislauf. Das ist nicht nur schlecht für deinen Organismus als Ganzes, sondern diese Hormone wirken sich auch auf die Arterien aus. Sie werden dadurch enger.

Engere Arterien bei der gleichen Menge an Blut bedeuten, dass sich dein Blutdruck erhöht. Dies erklärt auch, warum dein Blutdruck bei starkem Stress vorübergehend extrem in die Höhe schnellt.

Es gibt jedoch auch Menschen, die immer latent gestresst sind. Wenn dein Körper immer Stresshormone ausschüttet, dann ist das demnach langfristig schlecht für deinen Blutdruck.

Sorgst du hingegen für einen Stressausgleich und mehr Entspannung in deinem Leben, so schüttet dein Körper andere Hormone aus.

Sie wirken sich entspannend auf deine Arterien aus, die sich im Vergleich zum Stresszustand weiten. Das führt zu einer positiven Wirkung auf deinen Blutdruck, weshalb eine Stressreduktion bei Bluthochdruck zu empfehlen ist.

Blutdruck durch Lebensmittel und Getränke senken

Zu viel Salz kann sich ebenfalls negativ auf einen Blutdruck auswirken. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass eine geringere Salzmenge pro Tag deinen Blutdruck absenken kann.

Indem du nur einen Teelöffel Salz pro Tag weniger isst, was gerade einmal vier Gramm entspricht, kann sich dein Blutdruck um 4 zu 5 mmHG reduzieren.

Daher tust du gut daran, möglichst viele frische, unbehandelte Lebensmittel zu essen, da sie von Natur aus salzarm sind. In Fertigkost stecken hingegen häufig große Mengen an Salz. In einer 50-Gramm-Chips-Tüte befindet sich bereits ein Gramm Salz. Auch diese Speisen sind extrem reich an Salz:

  • Viele Arten von Käse
  • Chips und andere herzhafte Knabbereien
  • Geräucherter oder gepökelter Fisch

In Bezug auf deinen Alkoholkonsum sind sich die Experten noch nicht ganz einig, wie sich dieser auf deinen Bluthochdruck auswirkt.

Eine Studie besagt, dass 30 Gramm Alkohol den Blutdruck des Mannes ansteigen lassen. Bei Frauen sei dies bereits ab einer Menge von 20 Gramm Alkohol der Fall.

Eine Studie aus den Vereinigten Staaten von Amerika hat hingegen davon berichtet, dass ein mäßiger Alkoholkonsum positiv für deinen Blutdruck sein könnte. Daher gilt, dass maximal ein gemäßigte Trinken zu empfehlen ist.

Mehr als zwei Bier oder zwei kleine Weingläser oder zwei Schnäpsen sollte es also nicht sein. Dabei bezieht sich dieser Grenzwert auf die Herren der Schöpfung, während Frauen täglich maximal die Hälfte dieser Menge ihrer Gesundheit zu Liebe konsumieren sollten.

Hausmittel gegen einen zu hohen Blutdruck

Neben weniger Salz und einem gemäßigten Alkoholkonsum gibt es eine Reihe von Lebensmitteln, Säften und anderen pflanzlichen Produkten, die als Hausmittel bei einem erhöhten Blutdruck gelten. Die nachfolgende Tabelle verrät dir mehr.

Mittel Beschreibung/Wirkung
Hibiskus-Tee Drei Tassen Tee sind täglich von Nöten. Wirkung in einer Studie aus den USA nachgewiesen.
Knoblauchextrakt Knoblauch erweitert die Blutgefäße.
Ingwer Ingwer ist für eine blutgefäßerweiternde und blutverdünnende Wirkung bekannt.
Kardamom Es werden 250 Milligramm täglich empfohlen.
Weißdorn Erhöht die Durchblutung der Herzkranzgefäße nachweislich, ist jedoch nicht zur Blutdrucksenkung geeignet.
Granatapfelsaft Eine Studie empfiehlt 330 Milliliter Granatapfelsaft täglich.
Vollkornprodukte Die Wirkung wurde durch eine Studie an der University of Aberdeen in Schottland bestätigt.
Rote Bete Enthalten Nitrate, die durch den Speichel zu Nitrit werden. Nitrit erweitert die Gefäße und senkt somit den Blutdruck.
Blaue Kartoffeln Wirken sich laut einer US-amerikanischen Studie auf beide Blutdruckwerte positiv aus.

Nicht bei allen diesen Mitteln ist bekannt, wie genau sie sich positiv auf den Blutdruck auswirken. Allerdings sind auch die genauen Ursachen eines Bluthochdrucks ungeklärt.

Wichtig zu wissen ist lediglich, dass es Studien zu den genannten Mitteln gibt, die unabhängig vom Wirkungsprinzip eine blutdrucksenkende Wirkung aufgezeigt haben.

Nahrungsergänzungsmittel gegen Bluthochdruck

Wenn du deinen Blutdruck senken möchtest, kannst du dies nicht nur über die Ernährung tun. Verschiedene Nahrungsergänzungsmittel weisen eine gefäßerweiternde oder blutverdünnende Wirkung auf.

Auch sie senken deinen Blutdruck daher ab. Nachfolgend stellen wir dir einige der wichtigsten Nahrungsergänzungen gegen Bluthochdruck vor.

Vitamin D

Viele Patienten mit Bluthochdruck verfügen über zu wenig Vitamin D in ihrem Körper. Ein Mangel an Vitamin D könnte die Entstehung von Bluthochdruck somit begünstigen.

Kiefernrindenextrakt

Positive Wirkung auf den Blutdruck in einer italienischen Studie nachgewiesen

L-Arginin

Wirkt sich indirekt erweiternd auf die Gefäße aus.

Omega 3 Fettsäuren

Die sogenannte Docosahexaensäure aus den Omega-3-Fetten entspannt die Muskelzellen und weitet somit die Blutgefäße, was den Blutdruck senkt.

Weitere Hilfsmittel gegen Bluthochdruck

Wer regelmäßig Blut spendet, senkt nicht nur seinen Blutdruck, sondern stärkt auch die eigene Immunabwehr.

Gleichermaßen ist die Raucherentwöhnung gut für deinen gesamten Organismus. Das inhalierte Nikotin lässt deinen Blutdruck sofort für mehrere Minuten ansteigen.

Dies liegt daran, dass Nikotin einen Wirkstoff in deinem Körper freisetzt, der deine Gefäße enger macht. Durch einen Verzicht auf Zigaretten tust du deinem Körper somit einen Gefallen.

Intime Zweisamkeit ist außerdem gut für einen Blutdruck. Sie führt zu einem Zustand der tiefen Entspannung, welcher nicht nur deinen Blutdruck, sondern auch deinen Puls sinken lässt. (Bildquelle: 123rf.com / 66698418)

Ebenso bei Bluthochdruck zu empfehlen sind Akupunktur und Aspirin, sofern es keine anderen Gründe gibt, die gegen diese Mittel sprechen. Immerhin ist Aspirin ein Blutverdünner, den du ohne ärztliche Genehmigung nur kurzfristig einnehmen solltest.

Bei Akupunktur gegen Bluthochdruck solltest du dich hingegen an einen erfahrenen Anwender wenden, damit dieser die richtigen und nicht die falschen Akupunkturpunkte auswählt.

Wer mit Homöopathie gegen Bluthochdruck vorgehen will, greift meist auf diese Mittel zurück:

  • Aconitum D6
  • Arnica D6
  • Aurum D6
  • Crataegus D6
  • Rauwolfia D6
  • Nux vomica
  • Phosphor
  • Lachesis

Welches dieser Mittel für dich am sinnvollsten ist, kann dir ein fachkundiger Heilpraktiker am besten erklären. Immerhin sind die genannten Mittel alle gegen unterschiedliche Ausprägungen von Bluthochdruck gedacht.

Fazit

Je früher du etwas gegen deinen Bluthochdruck unternimmst, desto leichter lässt sich dieses Problem beheben. Folgeschäden sind meist nicht zu erwarten, wenn ein zu hoher Blutdruck frühzeitig nach unten korrigiert wird.

Das kann auch über deine Ernährung, mit mehr Bewegung oder über verschiedene Nahrungsergänzungsmittel geschehen. Das Tückische an Bluthochdruck ist allerdings, dass er oftmals unbemerkt bleibt.

Daher tust du gut daran, deinen Blutdruck selbst immer mal wieder zu kontrollieren. Dies kann einen sehr wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer möglichst langen Lebensdauer darstellen. Immerhin zieht Bluthochdruck häufig Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich.

Weiterführende Quellen und Literatur

[1] https://www.apotheken-umschau.de/Bluthochdruck/Erhoehten-Blutdruck-ohne-Medikamente-senken-345787.html

[2] https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_62371776/bluthochdruck-natuerlich-senken-hausmittel-gegen-hypertonie.html

[3] https://www.netdoktor.de/krankheiten/bluthochdruck/blutdruck-senken/

Bildquelle: 123rf.com / 48766413

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Patrick arbeitet als Hausarzt in seiner Heimatstadt. Aufgrund seiner allgemeinmedizinischen Ausbildung hat er ein breitgefächertes Wissen im Bereich der Medizin. Bei jeglichen Problemen seiner Patienten ist er ihr erster Ansprechpartner und erklärt ihnen die nächsten Schritte.