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Wer schon einmal Erfahrungen mit einer Blasenentzündung gemacht hat weiß, dass sie mit äußerst unangenehmen Schmerzen verbunden ist. Besonders groß wird die Sorge, wenn jemand im eigenen Umkreis an der bakteriellen Infektion erkrankt ist, denn oft kommt die Frage auf: Ist eine Blasenentzündung ansteckend?

Auch wer sich an ihr anstecken kann, wer als Überträger der Krankheit dienen kann und wie die Ansteckung eigentlich erfolgt sind häufig gestellte Fragen, welche viele Zweifel aufwerfen können.

In diesem Artikel liefern wir dir alle wichtigen Informationen über das Thema Blasenentzündung und ihre potenzielle Ansteckungsgefahr. Weiterhin geben hilfreiche Tipps und Tricks, um die Gefahr einer Ansteckung zu minimieren und einer Blasenentzündung vorzubeugen. Zudem erläutern wir, was zu tun ist, wenn man an einer Blasenentzündung erkrankt ist.




Das Wichtigste in Kürze

  • Meist sind es Frauen die an den Beschwerden einer Blasenentzündung leiden und besonders während einer Schwangerschaft kann sich die Erkrankungswahrscheinlichkeit erhöhen. Aber auch Männer und sogar Kinder können an ihr erkranken.
  • Grundsätzlich können Blasenentzündungen ansteckend sein und über eine Schmierinfektion an andere übertragen werden. Mit den richtigen Maßnahmen bleibt eine Ansteckung jedoch eher unwahrscheinlich.
  • Es gibt zahlreiche Methoden und Maßnahmen, welche das Ansteckungsrisiko einer Blasenentzündung reduzieren. Sehr effektiv bei der Bekämpfung und Reduzierung von Keimen und Bakterien sind richtige Hygienemaßnahmen, insbesondere gründliches Händewaschen.

Ansteckungsgefahr Blasenentzündung: Was ist zu beachten?

Eine Blasenentzündung, welche auch unter dem Namen Zystitis bekannt ist, gehört zu den bakteriellen Infektionen. Hierbei stellt das Darmbakterium E. coli den Haupterreger dar (2). Eine Harninfektion kann sowohl beim Menschen als auch bei Tieren auftreten (7).

Meist kommt es zu einer Blasenentzündung, nachdem Bakterien vom Darm aus über die Harnröhre zur Blase gewandert sind, wo es dann zu einer Entzündung und Reizung der Blase kommt (16).

Infolgedessen kommt es häufig zu einem Brennen beim Wasserlassen, erhöhtem Harndrang und Schmerzen im Unterleib. Jedoch verläuft eine Blasenentzündung meist harmlos und kann auch ohne Antibiotika schnell wieder auskuriert werden (4, 5).

Ist eine Blasenentzündung ansteckend oder nicht?

Eine Blasenentzündung ist, wie auch jede andere bakterielle Infektion, ansteckend. Das bedeutet, dass der Erreger sowohl über direktem als auch indirektem Weg, über eine Schmierinfektion auch auf andere Menschen übertragen werden kann (1).

Auch beim Geschlechtsverkehr kann der Partner sich anstecken.

Aufgrund der hohen Überlebensdauer des Erregers auf verschiedensten Oberflächen, kann sich überall an den Bakterien angesteckt werden (9). Besonders viel genutzte, öffentliche Oberflächen stellen ein erhöhtes Infektionsrisiko dar.

Beispielsweise Türklinken, Bankautomaten oder auch Griffe und Halterungen in Bus und Bahn können ein erhöhtes Ansteckungsrisiko aufweisen. Aber auch in öffentlichen Toiletten können viele infektiöse Bakterien gefunden und übertragen werden. Daher sollte immer auf regelmäßiges Händewaschen geachtet werden.

Neben dem Menschen können sich auch Tiere können an einer Blasenentzündung anstecken (7).

Egal ob wild lebende Tiere oder unsere Haustiere, auch Katzen und Hunde sind von den Risiken einer bakteriellen Infektion betroffen und können unter ihren Beschwerden leiden. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung an einer Blasenentzündung, wie bei den Menschen, für weibliche Tiere höher. Männchen hingegen haben jedoch meist stärker ausgeprägte Beschwerden.

Welche Symptome hat eine Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung kann verschiedene unangenehmen Auswirkungen auf den Körper haben. Zu den möglichen Symptomen und Beschwerden gehören unter anderem (1, 2):

  • ein häufiger Gang zur Toilette
  • ein stechendes und brennendes Gefühl beim Wasserlassen
  • krampfähnliche Blasenschmerzen
  • Schmerzen im Bereich der Nieren
  • ein unangenehmer Juckreiz im Intimbereich
  • gelblicher vaginaler, teils auch dickflüssiger Ausfluss
  • erhöhte Temperatur oder Fieber
  • Kälteempfinden und Schüttelfrost
  • selten auch Blut im Urin

Bei starken Symptomen oder Beschwerden, die länger als zwei Tage andauern, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann dann meist schnell herausfinden, ob es sich tatsächlich um eine Zystitis handelt oder eine andere Erkrankung. Auch kann nur ein Arzt entscheiden, ob eine Behandlung mit Antibiotikum notwendig ist.

Wie wird eine Blasenentzündung übertragen und können auch Männer Überträger sein?

Blasenentzündungen sind bei Männern seltener, aber meist stärker ausgeprägt.

Frauen besitzen gegenüber Männern einen längeren Harnweg, welcher die Entstehung und Ausbreitung einer bakteriellen Infektion begünstigt. Daher sind es grundsätzlich häufiger Frauen, die unter einer akuten und unkomplizierten Blasenentzündung leiden, doch können auch Männer von einer Zystitis betroffen sein (3, 6).

Außerdem werden Blasenentzündungen mit zunehmendem Alter auch bei den Herren häufiger, weil diese häufig unter einer vergrößerten Prostata leiden.

Letztendlich können auch Männer Überträger der infektiösen Erkrankung sein, z. B. beim Geschlechtsverkehr. Dabei kann die Infektion über Bakterien vom Penis des Mannes auf die Harnröhre der Frau übertragen werden und diese somit anstecken. Jedoch ist dies nicht sehr häufig der Fall, weil Männer nur selten an Blasenentzündungen erkranken.

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Besonders häufig sind es junge Frauen, schwangere Frauen oder Frauen in der Postmenopause, welche an einer Blasenentzündung erkranken. (Bildquelle: Ava Sol / Unsplash)

Neben einer direkten Ansteckung beim Geschlechtsverkehr, kann sich aber auch indirekt über eine Schmierinfektion angesteckt werden. Somit gilt, dass beide Geschlechter, auf direktem sowie indirekten Weg als Überträger einer Blasenentzündung fungieren können.

Ist eine Blasenentzündung ansteckend für Kinder und Babys?

Auch Kinder können an Blasenentzündungen erkranken (8). Insbesondere, da bei Kindern das Immunsystem sich noch ausprägt und damit schwächer als das von Erwachsenen ist, kann es öfter zu bakteriellen Infektionen kommen.

Zunächst sollte bedacht werden, bei Kindern manchmal schwieriger zu erkennen ist, ob sie an einer Blasenentzündung leiden (12). Oft verkneifen sich Kinder den Gang zur Toilette oder sie fangen wieder an sich in die Hose zu machen, obwohl sie eigentlich schon länger trocken sind. Dies hängt dann meist mit Schmerzen beim Wasserlassen zusammen.

Jedoch kann es auch sein, dass Kinder plötzlich viel häufiger auf Klo müssen als zuvor, da sie an einem verstärkten Harndrang leiden. Fieber und ein stärkerer Geruch des Urins können für eine Blasenentzündung bei Kindern sprechen.

Am schwierigsten, sind Blasenentzündungen bei Babys und Kleinkindern zu erkennen. Ein verändertes Verhalten beim Trinken, eine geringere Gewichtszunahme teils auch Teilnahmslosigkeit oder Schockstarren können ein Anzeichen für eine Zystitis darstellen. Besonders wenn Kinder ihre Beschwerden noch nicht aussprechen können, sollte verstärkt auf ihren Gesundheitszustand und Verhaltensveränderungen geachtet werden.

Harnwegsinfekte bei Kindern sind in der Regel nicht ansteckend.

Daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass Kinder sich im Kindergarten an einer Blasenentzündung anstecken (13). Dennoch wird empfohlen erkrankte Kinder nicht in den Kindergarten, sondern daheim zu lassen, da auch sie oft an Krämpfen und Schmerzen leiden.

Je nach Alter sind eher Jungen oder Mädchen von einer Blasenentzündung betroffen. Bei einem Jahr alten Babys erkranken eher die Jungen, ab einem Alter von 12 Monaten eher die Mädchen.

Wie wird die Ansteckung an einer Blasenentzündung behandelt?

Für gewöhnlich können Blasenentzündungen ohne weitere Behandlung und Medikamente schnell und ohne Probleme auskuriert werden. Auch kann selbst geprüft werden, ob es sich bei den eigenen Symptomen um eine Zystitis handelt, z. B. mit Hilfe eines Teststreifens von DM oder Rossmann.

Dennoch ist der Besuch bei einem Arzt immer zu empfehlen, um sich bei der Feststellung der Krankheit Versicherung zu holen und mögliche Alternativen auszuschließen. Auch kann ein Arzt am besten einschätzen, ob und wenn ja wie die jeweiligen Symptome und Beschwerden behandelt werden müssen.

Meist erfolgt eine Behandlung von bakteriellen Infekten wie einer Blasenentzündung durch die Einnahme von Antibiotika. Je nach Art und Ausprägung der Beschwerden kann die Dauer und empfohlene Einnahmemenge variieren. Hierbei entscheidet und verschreibt immer der Arzt welches Antibiotikum und wie es eingenommen wird. Zu häufig verwendeten Antibiotika bei einer Zystitis gehören unter anderem (6, 15):

  • Nitrofurantoin
  • Cotrimoxazol
  • Fosfomycin-Trometamol
  • Trimethoprim / Sulfamethoxazole

Die Behandlung erfolgt für gewöhnlich über drei bis sieben Tage. Bei der richtigen Behandlung sollte die Therapie nach nur einem Tag anschlagen und zu einer spürbaren Verbesserungen der Beschwerden führen (10).

Klingen die Symptome trotz Medikamente nach mehreren Tagen nicht ab, sollte erneut ein Arzt aufgesucht werden, um eventuell alternative Antibiotika und eine effektivere Behandlungsmethode zu finden.

Welche Hausmittel können bei einer Blasenentzündung helfen?

Um die Beschwerden bei einer Blasenentzündung zu reduzieren und ihre Behandlung zu unterstützen werden zahlreiche Hausmittel empfohlen.

In der folgenden Tabelle haben wir für dich einige hilfreiche Hausmittel gesammelt und ihre Wirkungsweisen und Einnahme- / Anwendungsempfehlungen dargestellt (7, 11, 16).

Hausmittel Wirkung Menge / Anwendung
Wasser Mit viel Flüssigkeit werden Bakterien und Keime aus der Blase herausgespült Bis zu 3 l / Tag
Kräutertee Verschiedene Kräutertees können bei der Behandlung helfen. So können Salbei und Kamille antibakteriell und entkrampfend wirken und spezielle Nieren- und Blasentees können zudem harntreibend wirken. 3 – 4 Tassen
Wärme Auch kann Wärme, z. B. in Form einer Wärmflasche oder eines Sitzbads, dabei helfen Muskeln zu entspannen und Krämpfe zu lösen. je nach Bedarf
Cranberry- / Preiselbeersaft Cranberry- und Preiselbeerssaft können verhindern, dass Bakterien sich an der Schleimhaut festsetzen. Jedoch ist die Wirkung der Fruchtsäfte nicht wissenschaftlich bewiesen und bleibt daher umstritten. Keine Angaben
Apfelessig Die im Apfelessig enthaltenen Stoffe können der Ausbreitung von Bakterien entgegenwirken und Keime reduzieren. 1 Esslöffel Apfelessig in Glas mit Wasser, bis zu 3 mal täglich
Backpulver / Natron Die bekannten Hausmittel aus der Küche können den pH-Wert des Körpers ausgleichen, da eine Blasenentzündung häufig mit einer Übersäuerung der Blase einhergeht. 1 Messerspitze Backpulver / Natron in Glas mit Wasser, bis zu 3 mal täglich

Diese Hausmittel können dabei helfen, eine Blasenentzündung und ihre Symptome zu behandeln. Dennoch sollte bei starken oder länger andauernden Beschwerden immer ein Arzt aufgesucht werden.

Zudem wird häufig beschrieben, dass verschiedene Yoga-Übungen dabei helfen sollen, eine stärkere Blase zu haben und somit das Erkrankungsrisiko einer Blasenentzündung reduziert werden kann, sowie um bestehende Schmerzen im Körper zu verringern, doch finden sich hierzu keine wissenschaftlichen Belege.

Auch sind die angegeben Mengenangaben nur Richtwerte, welche zwar nicht groß überschritten werden sollten, aber auch nicht hieb- und stichfest sind. Im Zweifel sollte immer ein Experte, in diesem Sinne also ein Arzt aufgesucht werden, um herauszufinden welche Hausmittel bei den persönlichen Beschwerden am wirkungsvollsten sind und wie sie einzunehmen sind.

Wo kann sich an einer Blasenentzündung angesteckt werden?

Besonders an öffentlichen und viel genutzten Orte können Bakterien sich leicht verbreiten, da sie leicht über Hautoberflächen, wie z. B. Händen, übertragen werden können (9). Zu besonders risikoreichen Orten und Objekten gehören:

  • Türgriffe in Büros oder auch Schwimmbädern
  • Halterungen und Schaltern im öffentlichen Verkehr, z. B. Zug, Bahn oder Bus
  • Öffentlichen Toiletten
  • Einkaufswagen in Supermärkten

Zuhause angekommen sollte sich daher immer gründlich die Hände gewaschen werden, um die Keime und Bakterien zunächst wegzuwaschen und nicht weiterzutragen. Auch das gelegentliche Desinfizieren der Hände wird empfohlen, um potenzielle Bakterien abzutöten.

Wie viel beträgt die Inkubationszeit und wie lange ist eine Blasenentzündung ansteckend?

Weder ist eine genaue Inkubationszeit noch eine bestimmte Dauer für eine Blasenentzündung bekannt. Jedoch kuriert eine unkomplizierte Blasenentzündung meist nach wenigen Tagen aus, wenn die Symptome jedoch nicht besser oder sogar schlimmer werden wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen (4).

Auch findet sich keine Informationen darüber, wie lange eine Blasenentzündung ansteckend ist. Daher sollte bei bestehenden Symptomen und Beschwerden verstärkt auch Vorbeugungsmaßnahmen geachtet werden, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.

Wie kann der Ansteckung einer Blasenentzündung vorgebeugt werden?

Es gibt viele Tipps und Tricks, um das Ansteckungsrisiko einer Blasenentzündung zu reduzieren und dem Ausbruch der Krankheit entgegenzuwirken.

In den folgenden Abschnitten werden wir dir daher die wichtigsten Methoden und Maßnahmen zur Vorbeugung einer Blasenentzündung darstellen. Auch werden wir dir erklären, wie die einzelnen Präventionsmaßnahmen wirken und auf was du dabei besonders achten musst.

Ernährung

Bestimmte Nahrungsmittel können das Risiko, an einer Blasenentzündung zu erkranken reduzieren (14). Zu diesen Nahrungsmitteln gehören unter anderem Beeren und Säfte aus diesen.

Aber auch Milchprodukte können der Vorbeugung dienen, wenn sie probiotisch fermentiert wurden. Auch kann eine ausgewogene Ernährung das Immunsystem stärken und somit einen besseren Schutz vor Krankheiten wie einer Zystitis bieten.

Von gewissen anderen Lebensmitteln oder Inhaltsstoffen wird hingegen eher abgeraten, da sie die Blase und die Harnröhre zusätzlich reizen können oder das Wachstum von Bakterien fördern. Zu den bei einer Zystitis negativ wirkenden Nahrungsmitteln gehören unter anderem:

  • Kaffee
  • Zitronensäfte
  • Alkohol
  • Getränke mit hohem Zuckergehalt

Trinken

Die wohl am häufigsten genannte Vorbeugungsmaßnahme ist das Trinken von viel Wasser. Es wird empfohlen, pro Tag mindestens 1 – 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um eventuelle Bakterien auszuspülen (10). Viel trinken kann sowohl bei der Vorbeugung einer Erkrankung helfen als auch nach ihrem Ausbruch, um die Behandlung einer Blasenentzündung zu unterstützen.

Bestimmte körpereigene Substanzen können das Bakterienwachstum hemmen.

Jedoch wird auch davor gewarnt, zu viel zu trinken. Bei einer zu hohen Trinkmenge kann es dazu führen, dass die in der Blase notwendigen bakterienhemmenden Substanzen mit ausgespült werden, was die Ansteckungswahrscheinlichkeit letztendlich erhöhen kann (14).

Regelmäßiger Toilettengang

Um die Blase nicht weiter zu reizen und die schädlichen Bakterien und Keime zu reduzieren, sollten Blase und Harnröhre regelmäßig gespült werden. Dementsprechend sollte auch auf einen häufigen Gang zur Toilette geachtet werden.

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Ein regelmäßiger Toilettengang kann sowohl Symptom einer Blasenentzündung als auch Maßnahme gegen die Erkrankung darstellen. (Bildquelle: Possessed Photography / Unsplash)

Bei der Nutzung von öffentlichen Toiletten sollte dabei natürlich auf die Hygiene geachtet werden damit sich nicht an weiteren Bakterien oder Keimen infiziert wird. So wird neben dem gründlichen Händewaschen auch die Säuberung der Klobrille vor ihrem Gebrauch empfohlen, um eventuelle Bakterien auf dieser zu entfernen.

Geschlechtsverkehr

Häufiger Geschlechtsverkehr kann die Ansteckungsgefahr einer Blasenentzündung erhöhen (10). Um der Ansteckung vorzubeugen, wird daher empfohlen entweder ganz auf Geschlechtsverkehr während der Erkrankung zu verzichten, oder zumindest mit einem Kondom zu verhüten.

Kondome schützen vor Erregern während Vaginalzäpfchen und Diaphragmen eine Infektion eher begünstigen.

Auch sollte auf eine gründliche Intimhygiene sowohl vor als auch nach dem Geschlechtsverkehr geachtet werden, sodass das Infektionsrisiko reduziert wird. Zudem wird empfohlen nach dem Verkehr auf die Toilette zu gehen, und potenzielle Erreger vorzeitig auszuspülen.

Hygienemaßnahmen

Die richtigen Hygienemaßnahmen können einer Blasenentzündung und ihrer Ansteckung vorbeugen. So kann beispielweise regelmäßiges, aber nicht reizendes Waschen des Intimbereichs, z. B. mit lauwarmen Wasser oder pH-Neutralen Produkten die Ansteckungsgefahr reduzieren (10).

Auch sollte der Intimbereich immer von vorne nach hinten gesäubert werden, da sonst Bakterien von der After nach vorne zur Scheide gelangen können.

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Gründliches, regelmäßiges Händewaschen kann nicht nur Schutz vor einer Blasenentzündung bieten, sondern kann fast alle Bakterien und Keime, welche besonders in der Öffentlichkeit lauern, wegwaschen. (Bildquelle: Ilona Frey / Unsplash)

Weiterhin wird gründliches und regelmäßiges Händewaschen empfohlen, damit die Gefahr einer Schmierinfektion reduziert wird. Eine gründliche Säuberung der Hände, welche alle eventuellen Bakterien und Keime auf der Haut entfernt dauert mindestens 20 Sekunden an.

Ein weiterer Aspekt, der zu einer Infektion der Harnröhre, bzw. der Blase führen kann, ist das Tragen der falschen oder unsauberen Unterwäsche.

So können schmale, enge Slips wie String-Tangas und Unterwäsche aus synthetischen Materialien, die Erkrankung an einer Blasenentzündung begünstigen, da sie den Intimbereich zusätzlich reizen und Bakterien leichter zur Scheide gelangen können. Stattdessen sollten atmungsaktive Unterhosen, z. B. aus Stoffen wie Baumwolle, bevorzugt werden.

Fazit

Nun weißt du, dass eine Blasenentzündung ansteckend sein kann. Dennoch erfolgt eine Ansteckung, solange man sich an grundlegende Hygienemaßnahmen hält, nur selten. Auch weißt du nun, dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer, sowie Kinder an einer Blasenentzündung erkranken können und, dass Frauen sowie Männer Überträger der Krankheit sein können, während Kinder kein großes Ansteckungsrisiko darstellen.

Um sich dennoch vor einer potenziellen Ansteckung einer Blasenentzündung zu schützen, solltest du darauf achten, was für Nahrungsmittel du zu dir nimmst und, dass du eine regelmäßige Intimhygiene vornimmst sowie Vorkehrungen beim Geschlechtsverkehr, wie z. B. die Nutzung eines Kondoms, triffst.

Zuletzt solltest du auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Trotz aller Maßnahmen ist die Ansteckung an einer Infektion, wie einer Blasenentzündung jedoch nie ganz auszuschließen.

Bildquelle: 92242190/ 123rf

Einzelnachweise (16)

1. t-online.de: Ist eine Blasenentzündung ansteckend?
Quelle

2. Lala V, Minter DA. Acute Cystitis. 2020 Nov 20. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2021 Jan–. PMID: 29083726.
Quelle

3. statista.de: Stationäre Behandlungen von Blasenentzündungen in Deutschland nach Geschlecht 2018 Veröffentlicht von Rainer Radtke, 23.10.2020 Die Statistik zeigt die Anzahl vollstationärer Behandlungen von Blasenentzündungen (Zystitis) in Deutschland nach Geschlecht und Diagnose im Jahr 2018. Demnach wurden im Jahr 2018 bundesweit insgesamt 17.098 Frauen mit der Diagnose "Akute Zystitis" (ICD-10 N30.0) vollstationär behandelt. Anzahl vollstationärer Behandlungen von Blasenentzündungen (Zystitis) in Deutschland nach Geschlecht im Jahr 2018
Quelle

4. Altwegg O, Weisskopf S, Mattmüller M, et al. Akute Blasenentzündung: Behandlung ohne Antibiotika. Prim Hosp Care Allg Inn Med. 2020;20(01):23-28. https://doi.org/10.4414/phc-d.2020.10179
Quelle

5. Bischoff A. Akute Harnwegsinfektion: Auch ohne Antibiotika zum Ziel. Dtsch Arztebl 2016; 113(51-52): A-2388.
Quelle

6. Colgan R, Williams M. Diagnosis and treatment of acute uncomplicated cystitis. Am Fam Physician. 2011 Oct 1;84(7):771-6. PMID: 22010614.
Quelle

7. t-online.de: Was tun bei einer Blasenentzündung?
Quelle

8. Leung AKC, Wong AHC, Leung AAM, Hon KL. Urinary Tract Infection in Children. Recent Pat Inflamm Allergy Drug Discov. 2019;13(1):2-18. doi: 10.2174/1872213X13666181228154940. PMID: 30592257; PMCID: PMC6751349.
Quelle

9. Kramer A, Assadian O, Exner M, et al. Antimikrobielle und antiinfektiöse Maßnahmen. Krankenhaus- und Praxishygiene. 2016 ;3:9–162. doi: 10.1016/B978-3-437-22312-9.00002-0.
Quelle

10. netdoktor.de: Blasenentzündung
Quelle

11. Fernarzt.com: Blasenentzündung: die besten Hausmittel
Quelle

12. kita.de: Blasenentzündung beim Kind: Diese Hausmittel lindern die Symptome
Quelle

13. netdoktor.at: Harnwegsinfekt bei Kindern
Quelle

14. Vahlensieck W, Bauer H, Piechota H, et al. Rezidivierende Harnwegsinfektionen: Wie vermeiden und behandeln?. Dtsch Arztebl 2015; 112(37): [16]; doi: 10.3238/PersUro.2015.0911.03.
Quelle

15. Hasse B, Huttner A, Huttner B, Egger M, et al. Behandlung von unkomplizierten Harnwegsinfektionen. 2014; 10.5167/uzh-106675.
Quelle

16. Tarr P, Baumann K, Wallnöfer A, Zimmerli F, Maritz D, Burri U, et al. Akute Harnwegsinfe ktionen, Teil 1: HWI in der Praxis. Swiss Medical Forum – Schweizerisches Medizin-Forum. 2013;13(24):467–71. 10.4414/smf.2013.01543.
Quelle

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Ist eine Blasenentzündung ansteckend?
t-online.de: Ist eine Blasenentzündung ansteckend?
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Wissenschaftlicher Review
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Stationäre Behandlungen von Blasenentzündungen in Deutschland nach Geschlecht 2018 Veröffentlicht von Rainer Radtke, 23.10.2020 Die Statistik zeigt die Anzahl vollstationärer Behandlungen von Blasenentzündungen (Zystitis) in Deutschland nach Geschlecht und Diagnose im Jahr 2018. Demnach wurden im Jahr 2018 bundesweit insgesamt 17.098 Frauen mit der Diagnose "Akute Zystitis" (ICD-10 N30.0) vollstationär behandelt. Anzahl vollstationärer Behandlungen von Blasenentzündungen (Zystitis) in Deutschland nach Geschlecht im Jahr 2018
statista.de: Stationäre Behandlungen von Blasenentzündungen in Deutschland nach Geschlecht 2018 Veröffentlicht von Rainer Radtke, 23.10.2020 Die Statistik zeigt die Anzahl vollstationärer Behandlungen von Blasenentzündungen (Zystitis) in Deutschland nach Geschlecht und Diagnose im Jahr 2018. Demnach wurden im Jahr 2018 bundesweit insgesamt 17.098 Frauen mit der Diagnose "Akute Zystitis" (ICD-10 N30.0) vollstationär behandelt. Anzahl vollstationärer Behandlungen von Blasenentzündungen (Zystitis) in Deutschland nach Geschlecht im Jahr 2018
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Wissenschaftlicher Artikel
Altwegg O, Weisskopf S, Mattmüller M, et al. Akute Blasenentzündung: Behandlung ohne Antibiotika. Prim Hosp Care Allg Inn Med. 2020;20(01):23-28. https://doi.org/10.4414/phc-d.2020.10179
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Klinische Studie
Bischoff A. Akute Harnwegsinfektion: Auch ohne Antibiotika zum Ziel. Dtsch Arztebl 2016; 113(51-52): A-2388.
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Wissenschaftlicher Review
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Was tun bei einer Blasenentzündung?
t-online.de: Was tun bei einer Blasenentzündung?
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Fachbuch
Kramer A, Assadian O, Exner M, et al. Antimikrobielle und antiinfektiöse Maßnahmen. Krankenhaus- und Praxishygiene. 2016 ;3:9–162. doi: 10.1016/B978-3-437-22312-9.00002-0.
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Blasenentzündung
netdoktor.de: Blasenentzündung
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Blasenentzündung: die besten Hausmittel
Fernarzt.com: Blasenentzündung: die besten Hausmittel
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Harnwegsinfekt bei Kindern
netdoktor.at: Harnwegsinfekt bei Kindern
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Wissenschftlicher Artikel
Vahlensieck W, Bauer H, Piechota H, et al. Rezidivierende Harnwegsinfektionen: Wie vermeiden und behandeln?. Dtsch Arztebl 2015; 112(37): [16]; doi: 10.3238/PersUro.2015.0911.03.
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Hasse B, Huttner A, Huttner B, Egger M, et al. Behandlung von unkomplizierten Harnwegsinfektionen. 2014; 10.5167/uzh-106675.
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Wissenschaftlicher Artikel
Tarr P, Baumann K, Wallnöfer A, Zimmerli F, Maritz D, Burri U, et al. Akute Harnwegsinfe ktionen, Teil 1: HWI in der Praxis. Swiss Medical Forum – Schweizerisches Medizin-Forum. 2013;13(24):467–71. 10.4414/smf.2013.01543.
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