Bauchspeicheldrüse entzündet

Jedes Jahr erkranken in Deutschland ca. 10 – 20 Personen pro 100 000 Einwohner an eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. 2018 litten in Deutschland fast 54 000 Personen an der Erkrankung(1).

Zwar wissen viele Menschen nicht, was genau eine Bauchspeicheldrüsenentzündung ist, doch sie kann sehr ernste Folgen mit sich tragen. Betroffene leiden meistens unter heftigen Schmerzen im Oberbauch und können sich erst einmal nichts unter den Schmerzen vorstellen.

Wenn die Bauchspeicheldrüse aber entzündet ist, dann muss schnell gehandelt werden. Denn je nach dem, welche Form der Entzündung vorliegt, kann die Erkrankung zu lebensbedrohlichen Situationen führen.

Dieser Artikel soll dich näher über das Krankheitsbild und weitere Symptome einer entzündeten Bauchspeicheldrüse aufklären und geeignete Maßnahme dagegen vorstellen. Du erhältst daher wertvolle Informationen und Tipps rund um dem Umgang mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.




Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bauchspeicheldrüse (griechisch: Pankreas) spielt eine sehr wichtige Rolle für uns Menschen. Sie schüttet einerseits Verdauungsenzyme aus, die für eine korrekte Verdauung, insbesondere von Fetten, erforderlich sind. Andererseits bildet die Pankreas unter anderem das Hormon Insulin, welches unseren Energiehaushalt regelt. Das heißt also, die Bauchspeicheldrüse ist unerlässlich für unsere Verdauung und die Regulierung des Blutzuckers.
  • Wenn du an einer entzündeten Bauchspeicheldrüse leidest, macht es sich in der Regel sofort bemerkbar. Zu den häufigsten Symptomen gehören: Starke Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Blähungen, und Fieber.
  • Gallensteine und übermäßiger Alkoholkonsum sind die häufigsten Ursachen für eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Um deine Bauchspeicheldrüse gesund zu halten und mögliche Entzündungen vorzubeugen, ist es daher wichtig einen gesunden Lebensstil zu führen. Gesunde Lebensmittel, der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten, und Bewegung spielen dabei eine bedeutende Rolle.

Definition: Welche Funktion hat die Bauchspeicheldrüse?

Die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt, ist ein Organ, das sich vor der Wirbelsäule und hinter dem Magen befindet. Somit liegt sie relativ zentral in unserem Körper(2). Aber nicht nur ihre Lage ist zentral, sondern sie spielt auch eine sehr zentrale und lebenswichtige Rolle für uns. Daher ist es wichtig, dass wir auf die Gesundheit unserer Bauchspeicheldrüse achten.

Die Bauchspeicheldrüse erfüllt nämlich zwei lebenswichtige Funktionen: Zum einen produziert sie die Verdauungssäfte, die für die Aufschlüsselung und Zerkleinerung unserer Nahrung im Darm notwendig sind. Andererseits ist sie für die Bildung der Hormone Insulin und Glukagon zuständig, die den Blutzuckerspiegel steuern.

Das heißt, für unsere Verdauung, die Steuerung des Blutzuckers und für den Zellwachstum, welcher auch durch Insulin gefördert wird, ist die Bauchspeicherdrüse ein notwendiger Teil des menschlichen Körpers(3).

Hintergründe: Was du über eine entzündete Bauchspeicheldrüse wissen solltest

Wie du sehen kannst, hat die Bauchspeicheldrüse eine wichtigere Rolle in unserem Körper als man anfangs vielleicht erwartet. Damit du deinen Alltag ohne jegliche Beschwerden und Einschränkungen leben kannst, ist eine gesunde Bauchspeicheldrüse ein Muss.

Eine entzündete Bauchspeicheldrüse kann nicht nur unangenehm sein, sondern in einigen Fällen auch lebensbedrohliche oder langfristige Folgen mit sich bringen.

Wenn du bei dir eine entzündete Bauchspeicheldrüse vermutest, dann ist es zunächst wichtig die genauen Symptome und Krankheitsbilder der Entzündung zu identifizieren. Es gibt nämlich wichtige Aspekte, auf die du achten solltest bevor du zu den Lösungsansätzen übergehst. Im folgenden Teil werden wir daher genauer auf die Fragen eingehen, die am häufigsten im Zusammenhang mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung gestellt werden.

Wie kommt es zu einer entzündeten Bauchspeicheldrüse?

Es wird zwischen zwei Arten einer Bauchspeicheldrüsenentzündung unterschieden: Die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung und die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung. Der medizinische Fachbegriff für beide Formen lautet Pankreatitis.

Zu der häufigsten Ursache für eine akute Pankreatitis gehören Erkrankungen des Gallenwege („biliäre“ Pankreatitis). 35-40% aller Entzündungen kann man auf Gallensteinleiden zurückführen. Eine weitere Ursache kann ein übermäßiger Alkoholkonsum sein („alkoholische“ Pankreatitis), welcher ebenfalls für ca. 35-40% aller Bauchspeicheldrüsenentzündungen verantwortlich ist(4).

In einigen Fällen kann es auch sein, dass Arzneimittel, Trauma oder Infektionen die Entzündung auslösen. Des Weiteren ist die Ursache bei 10% aller erkrankten unbekannt („idiopathische“ Pankreatitis)(5).

Bei der chronischen Pankreatitis steht der Alkoholkonsum als Auslöser im Vordergrund. Über 70% der Fälle sind die Folge eines übermäßigen und langjährigen Alkoholmissbrauchs(5). Erhöhte Blutfettwerte, Medikamente, Stoffwechselerkrankungen, Gendefekte gehören in seltenen Fällen auch zu den Ursachen der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Eine entzündete Bauchspeicheldrüse kann aber auch generell durch eine ungesunde Lebensweise entstehen, vor allem wenn die Ernährung falsch ist.

Was sind typische Symptome einer entzündeten Bauchspeicheldrüse?

Auch hier kommt es drauf an, ob du an der akuten oder chronischen Entzündung leidest:

Eine akute Pankreatitis äußert sich vor allem durch heftige Schmerzen im Oberbauch. Diese Schmerzen können gürtelförmig bis in den Rücken oder auch in den Brustkorb verlaufen und werden des Öfteren von Übelkeit, Fieber und Kreislaufproblemen begleitet.

Einige Betroffene beschweren sich über die Ansammlung von Wasser im Bauch oder aber auch generell über einen aufgeblähten Bauch. Der große Unterschied zu einer chronischen Entzündung ist, dass die Schmerzen einer akut entzündete Bauchspeicheldrüse plötzlich und stark auftreten, sodass sofort gehandelt werden muss.

Starke Bauchschmerzen sind ein typisches Symptom einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. (Bildquelle: 123rf / piksel)

Die chronische Pankreatitis äußert sich meistens durch wiederholt auftretende Oberbauchbeschwerden und Rückenschmerzen. Die Stärke und Dauer der Schmerzen können individuell ausfallen und bei einigen sogar tagelang gehen.

Zudem kommt es zu einer dauerhaft eingeschränkten Eiweiß-und Fettverdauung und Durchfall, weshalb die meisten Erkrankten an Gewicht verlieren. Übelkeit und ein aufgeblähter Bauch sind auch bei der chronischen Entzündung keine Seltenheit. Je weiter die chronische Pankreatitis fortschreitet, kann es sein, dass die Erkrankten Diabetes Mellitus entwickeln.

Meistens bemerkt man eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse schnell, vor allem durch die auftretenden Schmerzen. Doch dies ist ist nicht immer der Fall. In einigen Fällen macht sich die Entzündung kaum bemerkbar:

Allgemeinsymptome (können) bei akuten und chronischen Schäden gering, unauffällig sein, ja sie können fehlen.(6)

Wie wird eine Bauchspeicheldrüsenentzündung festgestellt?

Beim Verdacht auf eine Pankreatitis gehst du zu deinem Hausarzt oder wenn die Schmerzen sehr stark auftreten zum Krankenhaus. Die Ärztin oder der Arzt tastet zunächst den Bauch ab und fragt nach Risikofaktoren wie Alkoholkonsum, Medikamenten und Hinweisen auf Gallensteine oder nach Symptomen wie krampfartige Oberbauchschmerzen.

Nach dem Gespräch und der Körperlichen Untersuchung folgt die Blutuntersuchung, um die Werte gewisser Verdauungsenzyme zu überprüfen, welche bei einer Entzündung erhöht auftreten.  Oft wird auch ein Ultraschallbild oder eine Computertomografie gemacht(7).

Wie wird eine Bauchspeicheldrüsenentzündung behandelt?

Wenn der Arzt oder die Ärztin eine entzündete Bauchspeicheldrüse bei dir feststellt, gibt es unterschiedliche Therapiemethoden, je nach dem, welche Form der Entzündung du hast. Wir haben für dich die relevantesten Methoden zusammengefasst:

Die Behandlung einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse erfolgt in der Regel im Krankenhaus. Man behandelt die Auswirkungen und Symptome der Erkrankung, indem Blutkonserven, krampflösende Medikamente und eine parenterale Ernährung verabreicht werden. Das heißt, die Ernährung- und Flüssigkeitseinnahme erfolgt in den ersten Tagen über das Blut, um die Bauchspeicheldrüse zu entlasten. Bei schweren Entzündungen kann es auch sein, dass ein Antibiotikum verabreicht wird.

Die Behandlung erfolgt im Normalfall in einem Krankenhaus.

Wenn nicht-operative Maßnahmen nicht ausreichen, ist in einigen Fällen eine Operation nötig. Dies ist bei ca. 20 – 25% aller Patienten der Fall(8). Wenn durch die Entzündung viel abgestorbene Gewebe der Bauchspeicheldrüse entsteht, muss diese operativ herausgeschnitten werden. Bei der biliären Pankreatitis wird der Gallenstein ebenfalls operativ entfernt.

Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung ist nicht heilbar und das Ziel bei der Behandlung ist es, die Entzündungsschübe zu verhindern und die Symptome abzuschwächen. Das heißt also, die Therapie beschränkt sich auf die Symptombekämpfung. Daher werden schmerzlindernde Medikamente verabreicht, die sich nach der Stärke der Schmerzen richten. Wenn die Entzündung schon so weit ist, dass sich Diabetes entwickelt hat, bekommen die Erkrankten regelmäßig Insulin verabreicht.

Ein wichtiger Aspekt der Behandlung ist es auch auf Alkohol zu verzichten, besonders wenn der Alkoholkonsum der Auslöser der Entzündung war. Zudem müssen die Betroffene Verdauungsenzyme und Nährstoffe, zum Beispiel durch Nahrungsergänzungsmittel, zu sich nehmen, um den Mangel im Körper auszugleichen.

Operative Eingriffe können bei der chronischen Erkrankung zu langfristigen Erfolgen führen, die die Schmerzen für längere Dauer bekämpfen(9).

Bei einer chronisch entzündeten Bauchspeicheldrüse kommt es des Öfteren zu Verengungen des Gangsystems oder zu Zysten. Wenn das der Fall ist, müssen auch diese Dinge operativ behandelt werden, um die Beschwerden zu lindern. Durch die Operation wird dann der Druck in der Bauchspeicheldrüse verringert. In selten Fällen kann es auch sein, dass die Bauchspeicheldrüse teilweise oder komplett entfernt wird, wenn die vorherigen Methoden nicht geholfen haben.

Zusammenfassung:

Behandlung Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
Nichtoperative Behandlung Stationäre Behandlung im Krankenhaus Blutkonserven, krampflösenden Medikamenten und parenteraler Ernährung. Ziel der Behandlung ist es, die Entzündungsschübe zu verhindern und die Symptome abzuschwächen. Es werden schmerzlindernde Medikamente verabreicht, die sich nach der Stärke der Schmerzen richten.
Operative Behandlung Abgestorbene Gewebe der Bauchspeicheldrüse müssen zur Not operativ herausgeschnitten werden. Bei der biliären Pankreatitis wird der Gallenstein ebenfalls operativ entfernt. Operative Eingriffe, um Schmerzen für längere Dauer zu bekämpfen. Durch die Operation wird der Druck in der Bauchspeicheldrüse verringert. In selten Fällen kann es auch sein, dass die Bauchspeicheldrüse teilweise oder komplett entfernt wird.

Wie gefährlich ist eine entzündete Bauchspeicheldrüse?

Zuallererst ist auch hier die Unterscheidung zwischen den beiden Entzündungsformen wichtig. Ob eine entzündete Bauchspeicheldrüse gefährlich ist oder nicht, hängt nämlich vom Verlauf und Schweregrad der Entzündung ab.

Die akute Bauchspeicheldrüse ist meist ungefährlich. Wenn die Behandlung ohne jegliche Komplikationen verläuft, dann tragen die meisten Patienten normalerweise keine (schwerwiegenden) Folgen mit sich. Nichtsdestotrotz solltest du die Erkrankung der Pankreas nicht auf die leichte Schulter nehmen.

In 20 Prozent der Fälle können aber ernste Folgen entstehen, die dann weiterhin behandelt werden müssen.  Aufgrund von Komplikationen oder einer zu späten Behandlung sterben etwa 3 Prozent der Erkrankten an einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung(10). Daher solltest du die Erkrankung so gut es geht vorbeugen. Wie das geht, erfährst du gleich in diesem Artikel.

Da eine chronisch entzündete Pankreas nicht heilbar ist, ist sie gefährlicher als die akute Entzündung.

Das heißt aber nicht, dass die chronische Erkrankung tödlich endet. In der Regel verläuft sie nicht tödlich, aber Patienten haben oft eine verkürzte Lebenszeit, die durch Folge- oder Begleiterkrankungen der Bauchspeicheldrüsenentzündung beeinträchtigt wird. Das heißt, die verkürzte Lebenszeit lässt sich nicht nur auf die chronische Entzündung zurückführen, sondern zum Beispiel auf den Alkoholismus, welcher die Erkrankung begünstigt.

Darüber hinaus ist es aber wichtig zu erwähnen, dass Personen mit einer chronischen Pankreatitis ein erhöhtes Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko haben(11). Dieser endet im Normalfall leider tödlich. Ein weiteres Problem bei der chronischen Krankheit ist, dass durch den Mangel an wichtiger Enzymen die Patienten unter Verdauungsstörungen und Untergewicht leiden, sodass generell der ganze Körper geschwächt ist.

Wie du siehst, ist eine chronisch Entzündung der Bauchspeicheldrüse deutlich gefährlicher als eine akute Entzündung. Doch eine verkürzte Lebensdauer geht in der Regel nur mit einem übermäßigen Alkoholkonsum einher.

Wie lange dauert eine Bauchspeicheldrüsenentzündung?

Wenn deine Bauchspeicheldrüse akut entzündet ist, dann wirst du meistens direkt stationär behandelt. In den ersten paar Tagen musst du auf Nahrung verzichten. Du wirst während deines Krankenhaltaufenthalts intravenös (über die Venen) ernährt, um die Bauchspeichel so gut es geht zu entlasten.

Danach wirst du schrittweise wieder normal essen können. Nach mehreren Wochen (ca. zwei bis drei Wochen) sind die meisten Patienten wieder gesund, sollten aber dennoch darauf achten, einen gesunden Lebensstil zu führen. Nur in ernsten Fällen der akuten Pankreatitis wird der Patient länger als drei bis vier Wochen behandelt und dabei zum Beispiel intravenös (über die Venen) ernährt.

Eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung ist nicht heilbar und somit dauerhaft. Doch die akuten Schmerzschübe können wie die Symptome der akuten Entzündung behandelt werden.

Chronisch Erkrankte müssen sich darauf einstellen, für immer mit gewissen Einschränkungen und Pflichten zu leben. Beispielsweise müssen die meisten Patienten vor jeder Mahlzeit Tabletten zu sich nehmen, die wichtige Verdauungsenzyme beinhalten, um den Mangel im Körper auszugleichen.

Bauchspeicheldrüse entzündet: Die besten Tipps für eine gesunde Bauchspeicheldrüse

Eine entzündete Bauchspeicheldrüse ist keine Krankheit, die man unterschätzen sollte. Denn je nachdem, wie schwer die Entzündung verläuft, kann sie langfristige Folgen für unsere Gesundheit haben.  Zwar verläuft die Entzündung nicht immer schwerwiegend, doch du solltest es nicht riskieren.

Doch wie genau kannst du eine Bauchspeicheldrüsenentzündung vermeiden (wenn sie nicht genetisch bedingt ist)? Um einer entzündeten Bauchspeicheldrüse aus dem Weg zu gehen, musst du auf einige Aspekte in deinem Leben achten. Im folgenden Teil bekommst du nun ein paar wertvolle Tipps für eine gesunde Bauchspeicheldrüse.

Achte auf einen gesunden Lebensstil

Wie erwartet ist ein gesunder Lebensstil das A und O der Krankheitsvorbeugung. So wie fast jede andere Krankheit auch lässt sich eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse durch eine gesunde Lebensweise vermeiden. Denn diese bildet die beste Grundlage für einen starken und fitten Körper!

Zwar ist es nicht immer leicht ein gesundes Leben zu führen, doch mit wenigen Umstellungen, kannst du viele Krankheiten vorbeugen und dein Immunsystem unterstützen.  Wenn du bereits einmal an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung erkrankt warst oder an einer chronischen Pankreatitis leidest, dann solltest du sofort schlechte Angewohnheit abgewöhnen und dir neue gesunde Angewohnheiten angewöhnen.

Ausgewogene Ernährung

Der erste Schritt zu einem gesunden Lebensstil ist die Ernährung. Denn diese sollte ausgewogen und vor allem fettarm sein, wenn du das Risiko einer Erkrankung der Pankreas verringern willst. Da zu fettiges Essen auf Dauer unerkannte Gallensteine hervorrufen kann, welche wiederum zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen kann, solltest du so gut es geht auf Fett verzichten.

Bauchspeicheldrüse entzündet

Wir Menschen fühlen uns zu den Dingen hingezogen, die uns und unseren Körpern nicht gut tun. Doch der Einfluss ungesunder Lebensmittel, Fast Food und Süßigkeiten auf unsere Gesundheit wird oftmals unterschätzt. Zu häufiger Konsum kann unsere Körper permanent beschädigen. (Bildquelle: Pexels / Daniel Reche)

Des Weiteren solltest du auf Fertiggerichte und Fast Food verzichten, da diese oft sehr fettig und mit vielen Zusatzstoffen sind. Folgende Nahrungsmittel solltest du unter anderem vermeiden:

  • Schokolade und andere Süßigkeiten
  • Frittiertes Essen wie Pommes, Chicken Wings, Fleischbällchen
  • Wurst
  • Fettige Käseprodukte

Bereite lieber deine eigenen Mahlzeiten mit naturbelassenen Produkten vor, damit du ganz bewusst siehst und kennst, was du zu dir nimmst. Frische Mahlzeiten sind für eine gesunde Bauchspeicheldrüse am besten. Achte darauf, dass deine Mahlzeiten viele Nährstoffe beinhalten.  Folgende Lebensmittel werden empfohlen:

  • Gemüse
  • Früchte
  • Bohnen und Linsen
  • Vollkorngetreide

Vor allem Obst und Gemüse tun der Bauchspeicheldrüse gut. Forscher haben herausgefunden, dass Personen die sehr viel Obst und Gemüse essen, ein deutlich geringeres Risiko haben, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken(12).

Verzicht auf Alkohol und Zigaretten

Um eine akute oder chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung vorzubeugen, solltest du Alkohol nur in Maßen genießen. Außerdem solltest du auf Zigaretten verzichten. Denn diese Konsummittel sind die gefährlichsten Risikofaktoren für eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Wenn du an einer chronischen Pankreatitis leidest, meide unbedingt alle Lebensmittel, die Alkohol enthalten.

Aber man sollte nicht nur auf Alkohol und Zigaretten verzichten, wenn man einer entzündeten Bauchspeicheldrüse aus dem Weg gehen will, sondern auch zahlreiche andere Erkrankungen vorbeugen will. Das Duo kann nämlich zu verschiedenen Krebserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenerkrankungen führen.

Wer generell ein gesundes Leben führen will, würde mit dem Verzicht auf diese Genussmittel den ersten großen Schritt tun. Zudem sind Zigaretten und Alkohol nicht nur gesundheitsschädlich, sondern können auch abhängig machen.

Ausreichend Bewegung

Bewegung tut deiner Bauchspeicheldrüse gut! Denn auch Bewegungsmangel ist ein Risikofaktor für eine Erkrankung des Organs. Da die körperliche Aktivität unter anderem auch darüber entscheidet, ob man übergewichtig ist oder nicht, solltest du einen aktiven Lebensstil führen. Denn je fitter man ist, desto seltener entzünden sich unsere Organe.

Bauchspeicheldrüse entzündet

Egal ob Krafttraining, Cardio, Zumba, Yoga oder Spaziergänge an der frischen Luft: Bewegung tut nicht nur deiner körperlichen Gesundheit gut, sondern auch deiner psychischen Gesundheit. Nach etwas Bewegung wirst du dich automatisch besser fühlen. (Bildquelle: Pexels / Burst)

Falls du also das Risiko einer Bauchspeicheldrüsenentzündung verringern willst, ist Sport ein wichtiger Faktor. Dabei musst du nicht unbedingt direkt intensive Trainingseinheiten vollbringen. Steigere dein Fitnesslevel langsam, aber kontinuierlich. Anfangs hilft es schon spazieren zu gehen oder öfter Treppen zu steigen anstatt den Fahrstuhl zu nehmen.

Fazit

Die Bauchspeicheldrüse sagt nicht vielen Menschen etwas. Kaum jemand kennt ihre genauen Funktonen, doch das heißt nicht, dass sie unwichtig ist für unseren Körper. Das Gegenteil ist sogar der Fall: Die Bauchspeicheldrüse reguliert den Blutzuckerspiegel und produziert verschiedene Verdauungsenzyme, die für unsere Verdauung notwendig sind.

Eine akute oder chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse entsteht (meistens) durch einen ungesunden Lebensstil. Die Entzündung kann gewisse Einschränkungen und Risiken mit sich bringen. Daher solltest du eine Pankreatitis unbedingt vermeiden. Mit einer gesunden Lebensführung ohne übermäßigen Alkoholkonsum und viel Bewegung beugst du am besten eine entzündete Bauchspeicheldrüse vor.

Bildquelle: Popov/ 123rf

Einzelnachweise (12)

1. Leading Medicine Guide Redaktion. (2021). Die Bauchspeicheldrüse - Anatomie, Funktion und häufige Erkrankungen. Heidelberg: Deutscher Verlag für Gesundheitsinformation GmbH.
Quelle

2. Schneiderbaur A. (1952). Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. In: Lehrbuch der Inneren Medizin für Schwestern. Wien: Springer Verlag.
Quelle

3. Schneider H.J., Jacobi N., Thyen J. (2020). Die Bauchspeicheldrüse – die Blutzucker-Zentrale. In: Hormone – ihr Einfluss auf mein Leben. Berlin: Springer Verlag.
Quelle

4. Huber, W. & Schmid, R. (2011). Diagnostik und Therapie der akuten Pankreatitis. Internist 52, 823–832. https://doi.org/10.1007/s00108-010-2796-x
Quelle

5. Klöppel G., Lüttges J., Sipos B. (2020). Pankreatitis. In: Tannapfel A., Klöppel G. (eds) Pathologie. Berlin: Springer Verlag.
Quelle

6. Katsch G. & Brinck J. (1938) Die Krankheiten der Bauchspeicheldrüse. In: Baumann W. et al. (eds) Krankheiten der Verdauungsorgane. Handbuch der Inneren Mediƶin. Berlin: Springer Verlag.
Quelle

7. Lankisch, P. & Layer, P. (2000). Chronische Pankreatitis: Update - Diagnostik und Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt. 97(33).
Quelle

8. Akute Pankreatitis. Klinik und Poliklinik für Chirurgie.
Quelle

9. Lerch, M., Bachmann, K. & Izbicki, J. (2013). Neue Leitlinie zur chronischen Pankreatitis. Chirurg 84, 99–105.
Quelle

10. Gesundheitsinformationen.de (2018). Akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Hrsg).
Quelle

11. Pickartz, T., Mayerle, J., Kraft, M. et al. (2010). Chronische Pankreatitis als Risikofaktor für ein Pankreaskarzinom – diagnostische Herausforderungen. Med Klin 105, 281–285.
Quelle

12. Chan JM, Wang F & Holly EA. (2005). Vegetable and fruit intake and pancreatic cancer in a population-based case-control study in the San Francisco bay area. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 14(9):2093-7.
Quelle

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Schneiderbaur A. (1952). Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. In: Lehrbuch der Inneren Medizin für Schwestern. Wien: Springer Verlag.
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Schneider H.J., Jacobi N., Thyen J. (2020). Die Bauchspeicheldrüse – die Blutzucker-Zentrale. In: Hormone – ihr Einfluss auf mein Leben. Berlin: Springer Verlag.
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Fachzeitschrift
Huber, W. & Schmid, R. (2011). Diagnostik und Therapie der akuten Pankreatitis. Internist 52, 823–832. https://doi.org/10.1007/s00108-010-2796-x
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Klöppel G., Lüttges J., Sipos B. (2020). Pankreatitis. In: Tannapfel A., Klöppel G. (eds) Pathologie. Berlin: Springer Verlag.
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Buch
Katsch G. & Brinck J. (1938) Die Krankheiten der Bauchspeicheldrüse. In: Baumann W. et al. (eds) Krankheiten der Verdauungsorgane. Handbuch der Inneren Mediƶin. Berlin: Springer Verlag.
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Fachzeitschrift
Lankisch, P. & Layer, P. (2000). Chronische Pankreatitis: Update - Diagnostik und Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt. 97(33).
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Internetartikel der technischen Universität München
Akute Pankreatitis. Klinik und Poliklinik für Chirurgie.
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Fachzeitschrift
Lerch, M., Bachmann, K. & Izbicki, J. (2013). Neue Leitlinie zur chronischen Pankreatitis. Chirurg 84, 99–105.
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Internetartikel der IQWiG
Gesundheitsinformationen.de (2018). Akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Hrsg).
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Fachzeitschrift
Pickartz, T., Mayerle, J., Kraft, M. et al. (2010). Chronische Pankreatitis als Risikofaktor für ein Pankreaskarzinom – diagnostische Herausforderungen. Med Klin 105, 281–285.
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Wissenschaftliche Studie
Chan JM, Wang F & Holly EA. (2005). Vegetable and fruit intake and pancreatic cancer in a population-based case-control study in the San Francisco bay area. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 14(9):2093-7.
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