Bauchschmerzen sind nicht nur bei Kindern ein weit verbreitetes Phänomen, dessen Ursache gar nicht immer direkt im Bauch zu finden ist.

Um besser abschätzen zu können, ob deine Bauchschmerzen eine organische Ursache haben, ist ein Blick auf die Symptome zu empfehlen. Dauern die Bauchschmerzen länger an, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Es gibt verschiedene Arten von Bauchschmerzen, die sich unterschiedlich zeigen und sich auch unterschiedlich auf dein Wohlbefinden auswirken können.

In diesem Ratgeber bekommst du einen umfangreichen Überblick über Arten, Symptome und mögliche Hausmittel, die deine Schmerzen lindern können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bauchschmerzen können sich auf unterschiedliche Weise und in verschiedenen Bereichen des Bauchraumes äußern. Die Ursachen sind so vielfältig wie die Schmerzen selbst. Umso wichtiger ist eine schnelle Abklärung.
  • Neben organischen Ursachen, die als Auslöser für Bauchschmerzen der Grund sein können, spielen auch psychische Aspekte eine wichtige Rolle.
  • Bauchschmerzen bei Kindern müssen nicht auf Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes hindeuten. Sie können auch ein Anzeichen für ganz andere Erkrankungen, wie Ohrenentzündungen, sein.

Definition: Was sind Bauchschmerzen?

Bauchschmerzen äußern sich auf unterschiedliche Weise. Du kannst ein Ziehen oder auch ein Grummeln im Bauch verspüren, Krämpfe und ein Stechen können ebenfalls auftreten.

In einigen Fällen treten sie in Kombination mit weiteren Symptomen auf. Dazu gehören Erbrechen und Durchfall, Blähungen und Übelkeit. Auch Fieber ist keine Seltenheit.

Die Ursachen für Bauchschmerzen sind vielseitig. Dies hängt damit zusammen, dass es in deinem Bauch verschiedene Bereiche gibt, die den Schmerz hervorrufen können. Oft wird der Magen oder der Darm als Ausgangspunkt gesehen. Aber auch die Bauchspeicheldrüse, die Leber oder sogar das Herz können ein Auslöser sein.

Bauchschmerzen können viele Ursachen haben. Je nachdem wo die Schmerzen auftreten, können sie verschiedene Auslöser haben. (Bildquelle: 123rf.com / Siam Pukkato)

Bei Frauen treten Bauchschmerzen häufig zyklusabhängig auf. Als Vorboten der Menstruation oder während der Menstruation rufen sie Krämpfe hervor, die sich vor allem mit Wärme und Ruhe lindern lassen.

Verbreitung von Bauchschmerzen

Bauchschmerzen sind etwas, das jeder Mensch schon einmal gehabt hat. Einige Menschen reagieren deutlich empfindlicher als andere, sie bekommen schnell Schmerzen und reagieren auch auf Veränderungen mit Magenproblemen und Bauchschmerzen.

Inzwischen gelten Bauchschmerzen als ein echtes Volksleiden. Zahlen zu benennen, wie viele Betroffene es gibt, ist gar nicht möglich, da Bauchschmerzen in den meisten Fällen selbst behandelt werden.

Sowohl bei Erwachsenen jeder Altersklasse als auch bei Kindern sind die Schmerzen im Bauchbereich jedoch sehr weit verbreitet und nicht immer lässt sich eine Ursache finden.

Lebensmittelunverträglichkeiten, wie eine Fructoseintoleranz oder eine Laktoseintoleranz, sind keine Seltenheit als Auslöser.

Hintergründe: Was du über Bauchschmerzen wissen solltest

Um einschätzen zu können, inwieweit deine Bauchschmerzen eine organische Ursache haben oder vielleicht nur aufgrund von zu viel oder zu fettem Essen entstanden sind, ist ein Überblick über die verschiedenen Bereiche, in denen Bauchschmerzen auftreten können, hilfreich.

Wo können Bauchschmerzen auftreten?

Um Bauchschmerzen besser lokalisieren zu können, werden diese in verschiedene Bereiche eingeteilt. Auch für den Arzt ist es hilfreich, wenn du die Möglichkeit hast, genau zu beschreiben, wo sich der Schmerz befindet. Die Ursachen für die Bauchschmerzen lassen sich auf diese Weise ebenfalls besser einschätzen.

Oberbauchschmerzen

Oberbauchschmerzen basieren häufig auf den dort befindlichen Organen. Oft wird vermutet, dass der Magen der Auslöser ist. Diese Möglichkeit besteht auch. Aber auch die Gallenblase, die Milz oder die Bauchspeicheldrüse sind mögliche Gründe für Bauchschmerzen.

Zudem wird von Oberbauchschmerzen gesprochen, wenn das Herz oder die Lunge Probleme bereiten.

Die häufigsten Ursachen für Schmerzen im Oberbauch sind:

  • Sodbrennen, Reflux
  • Reizmagen, Magenschleimhautentzündung, Magengeschwür
  • Zwölffingerdarmgeschwür
  • Gallensteine
  • Erkrankungen der Leber
  • Entzündungen an der Bauchspeicheldrüse
  • Entzündungen der Lunge
  • Erkrankungen am Herzen
  • Probleme im Bereich der oberen Wirbelsäule
  • Krebs
  • Bauchaortenaneurysma
  • Stoffwechselerkrankungen

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Unterbauchschmerzen

Wenn sich die Bauchschmerzen unter dem Nabel befinden, wird von Unterbauchschmerzen gesprochen. Allerdings ist zu bedenken, dass die Ursachen hier auch in den Bereich von Harnröhre, Nieren oder – bei Frauen – gynäkologische Organe gehen können.

Die häufigsten Ursachen für Schmerzen im Unterbauch:

  • Blinddarmentzündung
  • Harnwegsinfekte
  • Leistenbruch
  • Darmentzündungen
  • Nierenentzündung oder Nierenkolik
  • Menstruationsbeschwerden
  • Eileiterschwangerschaft, Endometriose, Entzündungen von Eileiter oder Eierstöcken
  • Entzündung der Prostata

Bauchschmerzen rechts

Zeigen sich im rechten Bereich des Bauches Schmerzen, wird oft an eine Blinddarmentzündung gedacht und tatsächlich treten, liegt diese vor, Schmerzen vor allem in diesem Bereich auf.

Die häufigsten Ursachen bei Bauchschmerzen im rechten Bereich:

  • Gallenkolik (auch mittig spürbar)
  • Nierensteine (auch links spürbar)
  • Blinddarmentzündung
  • Entzündung der Eierstöcke

Bauchschmerzen mittig

In der Mitte des Körpers treten Bauchschmerzen häufig auf und können dabei auch psychische Ursachen haben. Abhängig davon, auf welcher Höhe sie auftreten, ist es auch möglich, dass eine der nachfolgend genannten Ursachen den Auslöser darstellt.

Die häufigsten Ursachen bei mittigen Bauchschmerzen:

  • Sodbrennen
  • Magengeschwür
  • Blasenentzündung
  • Entzündungen im Darm

Bauchschmerzen links

Während der Blinddarm häufig in den rechten Bereich mit Schmerzen ausstrahlt, zeigt sich die Magenschleimhautentzündung dagegen eher im linken Teil des Bauches.

Die häufigsten Ursachen bei Bauchschmerzen im linken Bereich:

  • Magenschleimhautentzündung
  • Divertikulitis und Leistenbruch (rechts ebenfalls)
  • Entzündung der Eierstöcke

Schmerzen im ganzen Bauch

Nicht immer strahlen Schmerzen nur in einen Bereich im Bauch aus, teilweise erstrecken sie sich auch auf den gesamten Bauch. Das heißt, du kannst den Schmerz nicht unbedingt orten. Das macht es noch schwerer, die Ursache zu finden.

Teilweise sind Verstopfungen Schuld daran, dass sich Krämpfe im ganzen Bauch entwickeln. Aber auch andere Auslöser sind möglich.

Die häufigsten Ursachen für Schmerzen im gesamten Bauch:

  • Stress
  • Magen-Darm-Infekte
  • Bauchfellentzündung
  • Darmverschluss, Darminfarkt
  • Geschwüre oder Tumore

Gibt es noch andere Ursachen?

Natürlich können Bauchschmerzen auch andere Ursachen haben. So ist es möglich, dass du eine Allergie auf einen oder mehrere Bestandteile in der Nahrung entwickelt hast, zu viel und zu fettes Essen deinem Verdauungstrakt Probleme bereitet oder du dir Sorgen machst.

Gerade Bauchschmerzen werden nicht selten durch die Psyche ausgelöst, da dein Körper dir auf diese Weise Signale senden möchte.

Eine Selbstdiagnose sollte nur bei sehr leichten Bauchschmerzen gestellt werden, die mit Wärme und Ruhe auch wieder verschwinden. Leidest du unter sehr starken Bauchschmerzen und Krämpfen oder nehmen die Schmerzen zu, hast du einen harten Bauch oder ist deine Bauchdecke aufgebläht, solltest du immer zu einem Arzt gehen.

Teilweise kann es sogar sinnvoll sein, den Notarzt zu rufen. Dies gilt auch dann, wenn du Blut im Stuhl hast. Hohes Fieber und Erbrechen oder eine Ohnmacht sind weitere Hinweise darauf, dass die Ursache möglicherweise schnell behandelt werden muss.

Was ist, wenn mein Kind Bauchschmerzen hat?

Vor allem Kinder reagieren auf viele Dinge mit Bauchschmerzen. Sie sind noch nicht in der Lage, die Schmerzen richtig zu lokalisieren. Machen sie sich Sorgen, sind unsicher oder ängstlich, kann sich dies ebenfalls mit Bauchschmerzen zeigen.

Umso wichtiger ist es, dass du auf dein Kind hörst und dir genau beschreiben lässt, wo sich der Schmerz befindet. Kehren die Bauchschmerzen immer wieder, kann dies auch mit einer Unverträglichkeit zusammenhängen.

Leidet dein Kind unter sehr plötzlich auftretenden und starken Bauchschmerzen und Bauchkrämpfen und zeigen sich weitere Symptome, wie Durchfall oder Erbrechen, Übelkeit und Fieber, sollte sofort der Arzt aufgesucht werden.

Dies gilt auch dann, wenn dein Kind sehr stark schwitzt oder in Ohnmacht fällt, lethargisch und nicht ansprechbar ist. Rufe in diesen Fällen den Notarzt.

Sind Bauchschmerzen in der Schwangerschaft gefährlich?

In der Schwangerschaft hörst du ganz genau auf deinen Bauch und Schmerzen fallen dir noch schneller auf. Die Sorge, dass etwas mit dem Baby nicht stimmen könnte, ist groß.

Bauchschmerzen können in der Schwangerschaft ganz unterschiedliche Ursachen haben. Nicht immer sind sie gefährlich. Bist du jedoch unsicher, ist der Gang zum Arzt unbedingt zu empfehlen.

Art der Bauchschmerzen Mögliche Ursachen
Stechender Schmerz in der Leistengegend In der Leistengegend befinden sich deine Mutterbänder. Durch die wachsende Größe der Gebärmutter dehnen sich diese immer weiter. Das kann einen ziehenden oder stechenden Schmerz mit sich bringen, der jedoch normal ist.
Krampfartige Bauchschmerzen Oft berichten Frauen davon, dass sie in den ersten Wochen der Schwangerschaft das Gefühl haben, dass die Menstruation noch auftritt. Auch dies hängt häufig mit dem Wachstum zusammen, das jetzt in der Gebärmutter auftritt. Sie können aber auch ein Hinweis darauf sein, dass sich der Embryo nicht richtig eingenistet hat. Sind die Schmerzen stark und treten Blutungen auf, ist unbedingt der Arzt aufzusuchen., Krampfartige Bauchschmerzen in der fortgeschrittenen Schwangerschaft können ein Hinweis auf Wehentätigkeiten sein. Übungs- und Senkwehen sind normalerweise nicht schädlich. Gerade dann, wenn du noch einige Wochen oder sogar Monate vor dir hast, solltest du den Arzt aufsuchen.
Bauchschmerzen auf Beckenhöhe Im Bereich des Beckens befindet sich deine Symphyse. Durch die hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft wird diese gelockert, damit sie sich unter der Geburt weiten kann. Starke Schmerzen können auf eine zu starke Symphyse-Weitung hindeuten. Sprich deinen Arzt an. Hier helfen vor allem Entlastung und Ruhe.
Bauchschmerzen auf Magenhöhe Je größer das Baby wird, desto mehr schiebt es deine Organe zur Seite. Magenschmerzen resultieren nicht selten daraus, dass du einen Reflux entwickelst und dein Magen eingeengt wird. Normalerweise lassen sie nach der Geburt wieder nach. Leidest du jedoch sehr stark, solltest du auch hier den Arzt aufsuchen.

Wichtig: In der Schwangerschaft ist es immer zu empfehlen, bei Schmerzen und Unsicherheit den Arzt oder die Hebamme zu konsultieren.

Gibt es Risikofaktoren für Bauchschmerzen?

Teilweise kann die Entstehung von Bauchschmerzen durch Risikofaktoren bedingt sein, die sich möglicherweise auch reduzieren lassen. Dafür musst du diese Risikofaktoren allerdings auch kennen. Mögliche Varianten sind:

  • Lebensmittelunverträglichkeit: Lebensmittelunverträglichkeiten sind heute keine Seltenheit mehr. Immer mehr Menschen reagieren auf verschiedene Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und dies zeigt sich meist durch Bauchschmerzen. Tests auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten können dabei helfen herauszufinden, ob Reaktionen auf bestimmte Inhaltsstoffe vorliegen.
  • Schwangerschaft: In einer Schwangerschaft treten Bauchschmerzen relativ häufig auf und daher ist es wichtig, diese abklären zu lassen.
  • Zu fettes Essen: Der Magen-Darm-Trakt kann empfindlich auf Fettiges und Salziges oder Scharfes reagieren. Wenn du weißt, dass du sehr stark auf diese Form des Essens reagierst, solltest du darauf verzichten oder dieses nur noch in geringen Mengen zu dir nehmen.
  • Erkrankungen in der Familie

Bauchschmerzen: Weitere Informationen

Bauchschmerzen können dich stark belasten. Damit du abschätzen kannst, ob du zum Arzt gehen solltest oder ob Hausmittel ausreichen, um den Schmerz zu lindern, findest du hier noch weitere Hinweise rund um die Bauchschmerzen.

Wie werden Bauchschmerzen behandelt?

Welche Behandlung der Bauchschmerzen erfolgt, entscheidet der Arzt, wenn eine Diagnose vorliegt. Gehst du mit deinen Beschwerden zum Arzt, wird dieser sich erst einmal mit deiner Krankengeschichte befassen. Die Anamnese ist ganz besonders wichtig, da er so einschätzen kann, ob Risikofaktoren vorliegen. Der Arzt wird dir Fragen zu den folgenden Bereichen stellen:

  • Ernährung
  • Probleme mit der Verdauung
  • Aktuelle Lebensumstände

Die Nachfrage zu den aktuellen Lebensumständen zielt darauf ab herauszufinden, ob deine Bauchschmerzen möglicherweise eine psychische Ursache haben. Mit der Anamnese wird der Arzt bereits eine Vermutung anstellen. Abhängig von dieser Vermutung wird er weitere Untersuchungen durchführen.

  • Blutabnahme: Eine Kontrolle des Blutes kann einen Hinweis darauf geben, ob deine Entzündungswerte erhöht sind oder ob du Krankheitserreger im Blut hast. Auch ein Blick auf deinen Stuhl und deinen Urin kann möglicherweise notwendig werden.
  • Spiegelungen: Es können Spiegelungen von Magen oder auch von Darm und Bauch durchgeführt werden. Diese Untersuchungen erfolgen normalerweise dann, wenn der Arzt eine Magenschleimhautentzündung, Wucherungen und auch Tumore ausschließen möchte. Zudem ist es möglich, bei den Eingriffen Gewebeproben zu entnehmen und diese zu kontrollieren.
  • Sonografie: Ein Ultraschall vom schmerzenden Bereich kann helfen festzustellen, ob es Veränderungen an deinen Organen gibt. Oft wird er vor einer Spiegelung durchgeführt und kann diese auch manchmal verhindern.

Abhängig davon, was die Untersuchungen ergeben, erfolgt dann die Behandlung. Von Antibiotika über Operationen ist alles möglich. Grundsätzlich wird der Arzt in aller Ruhe mit dir sprechen und dir den Behandlungsplan vorstellen.

In einigen Fällen ist es sinnvoll einen Arzt zu Rate zu ziehen. (Bildquelle: unsplash.com / Online Marketing)

Was kann ich selbst bei Bauchschmerzen tun?

Oft helfen bei Bauchschmerzen bereits Hausmittel, um diese wieder in den Griff zu bekommen. Neben dem Hinweis, auf Nahrungsmittel zu verzichten, die du nicht gut verträgst, sorgen kleine Hausmittel für Linderung. Dazu gehören:

  • Wärme: Häufig kann Wärme helfen, die Schmerzen zu reduzieren. Sie entspannt die Muskeln im Bauch, die sich verkrampfen. Vor allem bei Menstruationsbeschwerden sowie bei Blähungen hilft Wärme. Du kannst eine Wärmeflasche auf den betroffenen Bereich legen oder ein warmes Bad nehmen.
  • Tee: Es gibt verschiedene Heilpflanzen, aus denen du einen Tee machen kannst, um deinen Magen-Darm-Trakt zu beruhigen. Besonders bekannt ist die Pfefferminze. Aber auch Kümmel, Anis und Fenchel wirken schmerz- und entzündungshemmend. Sehr gut verträglich ist Kamille.
  • Massage: Gerade dann, wenn dein Kind Bauchschmerzen hat, kann eine kleine Massage helfen. Das kreisförmige Massieren über den Bauch regt die Verdauung an und lindert Krämpfe.
  • Flüssigkeit: Leidest du unter einem Magen-Darm-Infekt, kommt es nicht unbedingt darauf an, dass du etwas isst. Stattdessen ist es wichtig, dass du ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst und deinem Körper Elektrolyte zuführst.

Ebenfalls hilfreich kann es sein, wenn du deinem Körper Ruhe gönnst. Stress wirkt sich noch stärker auf den Bauch aus und kann die Schmerzen verstärken. Wenn du den Stress aus deinem Alltag nimmst, werden möglicherweise auch die Bauchschmerzen nachlassen.

Wann sollte ich mit Bauchschmerzen zum Arzt?

Bauchschmerzen sind immer dann ein Grund, zum Arzt zu gehen, wenn die folgenden Faktoren auftreten – einzeln oder auch zusammen:

  • Fieber
  • Kalter Schweiß
  • Starke Bauchschmerzen
  • Stark zunehmende Bauchschmerzen
  • Blut im Stuhl, Urin oder beim Erbrechen von Blut
  • Erbrechen und Übelkeit
  • Lang andauernder Durchfall
  • Lethargie
  • Wiederkehrende Bauchschmerzen

Grundsätzlich ist es wichtig, dass du auf deinen Körper hörst und den Arzt aufsuchst, wenn die Bauchschmerzen gar nicht nachlassen, es scheinbar keine Ursache gibt oder du dich generell sehr unwohl fühlst, solltest du immer den Arzt aufsuchen.

Kann ich Bauchschmerzen vorbeugen?

Wie schon kurz erwähnt, ist es teilweise möglich, Bauchschmerzen vorzubeugen. Vor allem dann, wenn sie im Zusammenhang mit der Ernährung oder auch mit Stress und psychischem Druck stehen. Daher ist es wichtig, dass du dich selbst beobachtest und darauf achtest, wann die Bauchschmerzen auftreten und wie sie sich zeigen.

Entspannende Übungen können stress- und psychisch bedingten Bauchschmerzen vorbeugen. (Bildquelle: pixabay.com / leninscape)

Gibt es Hausmittel und natürliche Heilmittel gegen Bauchschmerzen?

Hausmittel und natürliche Heilmittel gegen Bauchschmerzen werden oft in Form von Tee oder auch Tropfen und Tabletten angeboten. Kamillenblüten sind ein echter Geheimtipp. Du kannst sie lange aufbewahren und bei Bauchschmerzen mit heißem Wasser aufgießen. So entsteht ein leichter Kamillentee, der Schmerzen lindern kann.

Ebenfalls aus der Natur stammt Ingwer. Ingwer ist bekannt dafür, bei Übelkeit zu helfen. Leidest du unter einer starken Übelkeit, kannst du einen Ingwertee trinken oder auch Ingwer kauen.

Kartoffelsaft gehört zu den wichtigsten Hausmitteln bei Bauchschmerzen. Er ist in der Lage, deinen Magen zu beruhigen, indem er die Magensäure bindet. Kartoffelsaft kannst du schon fertig kaufen. Es ist aber auch möglich, ihn selbst herzustellen. Empfehlenswert ist es jedoch, eher auf die fertigen Varianten zurückzugreifen.

Weitere Hausmittel, die bei Bauchschmerzen helfen können, sind Natron und Heilerde. Heilerde hilft vor allem dann, wenn du unter Sodbrennen leidest und dies dir Schmerzen verursacht. Natron kannst du einnehmen, um deinen Magen zu beruhigen. Dafür löst du es in Leitungswasser auf und nimmst es in kleinen Schlucken zu dir.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann ebenfalls dabei helfen, bestehende Bauchschmerzen zu lindern und zu verhindern, dass diese wiederkommen.

Fazit

Bauchschmerzen sind unangenehm, nicht immer bedeuten sie jedoch, dass eine schwere Erkrankung der inneren Organe vorliegt. Dennoch ist es wichtig, auf die Zeichen des Körpers zu achten. Gerade sehr starke Bauchkrämpfe, die mit weiteren Symptomen einhergehen, sind ein Zeichen dafür, dass du dies beobachten und auch vom Arzt kontrollieren solltest.

Bei Kindern können Bauchschmerzen auch ein Hinweis auf andere Erkrankungen sein. Lassen diese nicht nach, ist der Gang zum Arzt ebenfalls wichtig und sollte möglichst schnell durchgeführt werden. Generell kannst du versuchen, leichte Bauchschmerzen mit Hausmitteln zu lindern und dafür zu sorgen, dass sie schnell nachlassen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://utopia.de/ratgeber/hausmittel-gegen-bauchschmerzen-was-wirklich-hilft/

[2] https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/bauchschmerzen/behandlung-bei-bauchschmerzen.html

[3] https://www.ugb.de/bauchschmerzen-nach-dem-essen/staendig-magenschmerzen-bauchweh/

[4] https://www.anaesthesisten-im-netz.de/schmerzmedizin/haeufige-schmerzarten/magen-und-bauchschmerzen/

[5] https://www.mylife.de/krankheit-behandlung/krankheiten-a-z/bauchschmerzen-11711

[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Bauchschmerz

[7] https://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/bauchschmerzen-wie-koennen-eltern-erkennen-ob-etwas-ernstes-dahinter-steckt-a-1228862.html

[8] https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/bauchschmerzen/ursachen-von-bauchschmerzen.html

[9] https://www.netdoktor.de/symptome/bauchschmerzen/