Wusstest du, dass Bauchschmerzen die am häufigsten angegebenen Schmerzen bei Kindern unter 10 Jahren sind? Kein Schmerz wird bei Kindern häufiger genannt. Tatsächlich ist es auch so, dass insbesondere kleinere Kinder relativ anfällig für Bauchschmerzen sind. Sie leiden viel öfter unter Bauchweh als Erwachsene.

Die Gründe dafür sind vielfältig, ebenso wie die Begleitsymptome. Oft gehen die Bauchschmerzen einher mit Übelkeit, Verstopfung oder auch Fieber. Doch nicht bei jedem Bauchschmerz steckt eine ernste Krankheit dahinter.

In diesem Artikel möchten wir dir daher erklären, welche Ursachen Bauchschmerzen bei Kindern haben können, wie du verschiedenen Arten von Bauchschmerzen erkennst und unterscheiden kannst und welche Möglichkeiten es zur Bekämpfung der Bauchschmerzen gibt.




Das Wichtigste in Kürze

  • Bauchschmerzen kommen bei Kindern häufig vor. Die Ursachen dafür sind vielfältig.
  • Die Bauchschmerzen deines Kindes sind oftmals gut mit Hausmitteln oder homöopathischen Mitteln zu behandeln. Wenn die Schmerzen über einen längeren Zeitraum andauern und stärker werden solltest du mit deinem Kind einen Arzt aufsuchen.
  • Kinder können auch psychisch bedingte Bauchschmerzen haben.

Welche Bauchschmerzen hat mein Kind?

Um der Ursache der Schmerzen auf den Grund gehen zu können, muss man die Art der Schmerzen unterscheiden. Das zu ergründen ist manchmal schwierig.

Gerade kleine Kinder können oftmals nicht sagen, wo genau der Schmerz sitzt und welche Art von Schmerz es ist.

Kinder leiden öfters an Bauchschmerzen. (Bildquelle: pixabay.com / RachelBostwick)

Wo sitzt der Schmerz?

Für die Behandlung der Schmerzen ist es sehr wichtig zu wissen, wo genau sich der Schmerz befindet. Einfühlsames Nachfragen kann hier helfen.

Manchmal kann man den Ort der Schmerzen auch gemeinsam, durch Abtasten des Bauches, herausfinden.

Die Bauchschmerzen können dabei in verschiedenen Regionen des Bauches auftreten. Die häufigsten Regionen sind:

  • Der ganze Bauch
  • Um den Bauchnabel herum
  • Oberbauch, Magengegend, Rippengegend
  • Unterbauch
  • Links oder rechts

Die meisten Kinder haben rund um den Bauchnabel Schmerzen. Es handelt sich dabei in den meisten Fällen um vorübergehende Schmerzen.

Dafür kann z. B. eine Verstopfung der Grund sein. Auch Stress kann ein Auslöser für Schmerzen in diesem Bereich sein.

Aber Achtung: Wenn die Schmerzen beim Bauchnabel anfangen und dann Richtung rechter Unterbauch wandern, kann es sich um eine Blinddarmentzündung handeln. Dann solltest du mit deinem Kind sofort zum Arzt gehen.

Wenn dein Kind Schmerzen im Oberbauch hat, deutet das am ehesten auf ein Magenproblem hin. Diese Schmerzen können z. B. auftreten, wenn dein Kind Lebensmittel zu sich genommen hat, die es nicht verträgt.

Schmerzen im Bereich der Rippen können ebenfalls durch den Magen, oder auch durch die Lunge bedingt sein.

Bauchschmerzen im Unterbauch haben ihren Ursprung oftmals im Darm. Es kann sich um eine gewöhnliche Verstopfung, aber auch um eine Entzündung im Darm oder im Blinddarm handeln.

Auch bei einer Blasenentzündung klagen Kinder über Schmerzen im Unterbauch.

Wie ist der Schmerz?

Auch die Art der Bauchschmerzen deines Kindes kann unterschiedlich sein. Der Schmerz kann plötzlich auftreten und plötzlich wieder verschwinden.

Dauert der Schmerz nur wenige Minuten an, musst du dir keine allzu großen Sorgen machen.

Die Bauchschmerzen können kurzzeitig heftig sein. Nicht selten weint ein Kind. (Bildquelle: pixabay.com / tobbo)

Wenn der Schmerz regelmäßig und intervallartig wiederkehrt oder sehr stark ist, solltest du das am besten von einem Arzt abklären lassen.

Krampfartige Bauchschmerzen, die bald wieder verschwinden können durch eine Verkrampfung des Darms oder eine Verstopfung ausgelöst werden.

Auch hier gilt: kommen die Schmerzen regelmäßig wieder oder sind sie besonders stark, such mit deinem Kind am besten einen Arzt auf.

Prinzipiell geht man davon aus, dass es sich im Normalfall um kein schwerwiegendes Problem handelt, wenn die Bauchschmerzen nur wenige Minuten bis maximal eine Stunde lang auftreten.

Hintergründe: Was du über Bauchschmerzen bei Kindern wissen solltest

Im folgenden Kapitel gehen wir näher auf die Hintergründe, Ursachen und Begleiterscheinungen von Bauchschmerzen bei deinem Kind ein. Das soll dir helfen den Auslöser für die Schmerzen deines Kindes zu finden.

Wodurch können Bauchschmerzen bei Kindern ausgelöst werden?

Die Auslöser für Bauchschmerzen bei deinem Kind können sehr unterschiedlich sein.

Sie können durch bestimmte Lebensmittel ebenso ausgelöst werden, wie durch Bewegung oder andere Krankheit. Auch psychische Faktoren können Bauchschmerzen auslösen.

In diesem Video werden die wichtigsten Ursachen für (chronische) Bauchschmerzen von einem Kinderarzt geschildert und erklärt:

Bauchschmerzen durch Ernährung

Oftmals werden die Bauchschmerzen deines Kindes durch die Ernährung ausgelöst. Durch das Essen oder Trinken bestimmter Lebensmittel kann es zu Beschwerden kommen.

Wenn dein Kind zu viel gegessen oder getrunken hat, kann es Schmerzen im Bauch bekommen.

Auch wenn es etwas Falsches oder etwas Schlechtes gegessen oder getrunken hat, können Bauchschmerzen die Folge sein. Bei Verdorbenen Lebensmittel geht das Bauchweh oft mit Übelkeit und/oder Erbrechen einher.

Eine Lebensmittelunverträglichkeit kann ebenso zu Bauchschmerzen führen. Sie treten besonders häufig bei Gluten-, Lactose- oder Fructose-Unverträglichkeit auf.

Vermutest du bei deinem Kind eine solche Unverträglichkeit, solltest du deinen Verdacht bei einem Arzt überprüfen lassen.

Bauchschmerzen durch Bewegung und Sport

Manche Kinder haben beim oder nach dem Ausüben von Sport Bauchschmerzen. Das kann verschiedene Ursachen haben.

Einerseits kann das Bauchweh durch die Anstrengung bedingt sein. Falsches Atmen kann ebenso Bauchschmerzen (und auch Seitenstechen) hervorrufen.

Wenn dein Kind nach dem Schwimmen über Bauchschmerzen klagt, hat es womöglich viel Wasser geschluckt. Besonders das Chlor-Wasser in Schwimmbädern kann Bauchschmerzen verursachen.

Wenn dein Kind beim Hüpfen, Laufen oder Springen plötzlich starke Schmerzen im Unterbauch (besonders rechtsseitig) hat, können das Anzeichen für eine Blinddarmentzündung sein. Das solltest du bei deinem Kind von einem Arzt untersuchen lassen.

Bauchschmerzen durch andere gesundheitliche Probleme

Bauchschmerzen können auch durch andere gesundheitliche Probleme und Krankheiten ausgelöst werden. Die Bauchschmerzen können mitunter ein Symptom einer Krankheit sein.

Kinder, die stark erkältet sind, an einem grippalen Infekt oder der Influenza (Grippe) leiden, klagen oft auch über Bauchschmerzen. Hier helfen meist Wärme und Tee.

Hat dein Kind ein Problem mit einem Organ, kann das Bauchschmerzen auslösen. Besonders mit Magen-Darm-Erkrankungen oder Problemen mit der Leber oder Bauchspeicheldrüsen gehen Bauchschmerzen einher.

Leidet dein Kind an einer Blinddarmentzündung oder gar einem Blinddarmdurchbruch hat es starke Schmerzen im rechten Unterbauch. Hier musst du sofort handeln und dein Kind unverzüglich zu einem Arzt oder ins Krankenhaus bringen.

Manchmal können auch ein Tumor oder Krebs der Auslöser für starke Bauchschmerzen sein. Das ist jedoch nur selten der Fall. In der Regel sind die Bauchschmerzen deines Kindes harmloser.

In manchen Fällen können Diabetes oder eine Allergie Bauchschmerzen auslösen. Wenn du das bei deinem Kind vermutest, solltest du einen Arzt aufsuchen.

Psychisch bedingte Bauchschmerzen

Bauchschmerzen können durch die Psyche ausgelöst werden. Die Schmerzen treten durch eine psychische und körperliche Wechselwirkung auf.

Das kann z. B. durch ein einschneidendes Erlebnis oder psychischen Stress bedingt sein. Aufregung und Angst können ebenso Bauchschmerzen bei deinem Kind hervorrufen.

Manche Kinder haben Bauchweh, wenn sie in die Schule müssen oder einen Test schreiben.

Angst, Stress und Mobbing sind häufige Ursachen für psychisch bedingte Bauchschmerzen. (Bildquelle: pixabay.com / Anemone123)

Psychisch bedingte Bauchschmerzen treten häufiger bei älteren Kindern und Jugendlichen auf, als bei Kleinkindern.

Bei solchen Bauchschmerzen helfen oftmals Gespräche mit den Kindern oder die Hilfe eines Psychologen.

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#Bauchschmerzen bei #Kindern: Was steckt dahinter?⠀ ⠀ Bauchschmerzen sind bei Kindern keine Seltenheit. Die kindliche #Psyche hat viel zu verkraften: #Stress in #Freizeit und #Schule, #Ärger mit Freunden oder Eltern, Schulangst, aber auch Aufregung vor Tests und ähnlichem. All das kann auf die Psyche und den Magen-Darm-Trakt schlagen. Motilitätsstörungen und Überempfindlichkeit sind die Folge und dadurch #Magenkrämpfe, #Durchfall oder #Übelkeit.⠀ ⠀ Folgende Maßnahmen sind dann hilfreich:⠀ Tipp 1: Zuhören. Auch wenn viele kindliche Probleme für Erwachsene belanglos erscheinen, für Heranwachsende stellen diese oft enorme Herausforderungen dar. Zuhören und Verständnis zeigen und Lösungsvorschläge für die Probleme erarbeiten, helfen einem gestressten Schulkind schon sehr.⠀ ⠀ Tipp 2: Für Entspannung sorgen. Damit die Freizeit nicht zum zusätzlichen Stressfaktor wird, sollten Eltern auch darauf ein Auge haben und gegebenenfalls die Notbremse ziehen. Reiten, Musikunterricht und dann noch Lernen und Fußball? Manchmal ist weniger mehr.⠀ ⠀ Tipp 3: Nicht zum Aufgeben ermuntern. Um die Beschwerden nicht zu manifestieren oder zu verstärken, sollten Eltern versuchen, ihr Kind nicht jedes Mal von der Schule zu befreien, wenn es unter stressbedingten Magenbeschwerden leidet. Mit der Zeit lernt es, dass der Stress vielleicht gar nicht so unerträglich ist wie erwartet.⠀ ⠀ Tipp 4: Medikamentöse Maßnahmen. Diese sind nicht als alleinige Therapie angezeigt, sondern als Ergänzung zu den oben genannten Tipps. Empfehlenswert sind pflanzliche Präparate, die motilitätsbeeinflussend und beruhigend auf den Gastrointestinaltrakt wirken. Die meisten dieser Präparate sind erst ab einem Alter von sechs Jahren zugelassen und sollten grundsätzlich nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Bei unter Sechsjährigen oder Beschwerden, die länger als drei Tage anhalten, ist der Gang zum Arzt nötig. Bei weiteren Symptomen, wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder starken Schmerzen schon früher.⠀ ⠀ Foto: Pixabay⠀ ⠀ #MagenDarmBeschwerden #Tipps #Kinder #Schule

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Weitere Auslöser

Manche Kinder klagen nach einer Narkose über Bauchschmerzen. Das kann durchaus vorkommen.

Nicht jedes Kind verträgt eine Narkose gleichermaßen – auch nicht jeder Erwachsene. Bauchschmerzen können hier also durchaus auftreten und sind prinzipiell kein Grund zur Sorge.

Nach manchen Impfungen können Kinder Bauchweh haben. Auch das ist im Normalfall unproblematisch.

Für beide Situationen gilt jedoch: Halten die Schmerzen an oder werden sie stärker, lass sie am besten von einem Arzt überprüfen.

Welche längerfristigen Folgen können Bauchschmerzen bei Kindern haben?

Gelegentliche Bauchschmerzen sind bei Kindern nichts Ungewöhnliches. Wenn dein Kind also ab und zu Bauchschmerzen hat, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden sind keine längerfristigen Folgen zu erwarten.

Hat dein Kind immer wieder mitunter starke Bauchschmerzen, führt das zu einem dauerhaften Unwohlsein. Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust können die Folge sein, ebenso wie psychische Belastungen.

Dauerhafte und längerfristige Bauchschmerzen können ausstrahlen und der Auslöser für weitere Schmerzen sein oder chronische Bauchschmerzen verursachen.

Welche anderen Symptome treten oft gemeinsam mit Bauchschmerzen auf?

Übelkeit und/oder Erbrechen

Mit am häufigsten treten Bauchschmerzen bei Kindern zusammen mit Übelkeit auf. Manche Kinder müssen sich auch übergeben. Der Schmerz liegt hier tendenziell im Oberbauch.

In dieser Kombination geht man im Normalfall von einem Problem im Magen aus. Das kann harmlos sein, z. B. wenn dein Kind etwas Falsches gegessen hat, oder aber auf ein tieferliegendes Problem, z. B. eine Magenschleimhautentzündung, hinweisen.

Durchfall oder Verstopfung

Durchfall oder Verstopfung können ebenso gemeinsam mit Bauchschmerzen auftreten. Hier liegt das Problem eher im Darm.

Die Schmerzen können sich hier über den ganzen Bauch, mit Fokus auf den Mittelbauch rund um den Bauchnabel, erstrecken. Oftmals ist der Schmerz krampfartig.

Hier ist es ratsam den Stuhlgang deines Kindes zu kontrollieren. Wenn dein Kind z. B. blutigen Stuhlgang hat, solltest du einen Arzt aufsuchen.

Harter, angespannter Bauch

Dieses Symptom, zusammen mit dem Bauchschmerz, deutet auf ein schwerwiegenderes Problem hin. Betroffen sind meistens die Bauchspeicheldrüse, das Bauchfell oder auch der Darm.

Ist der Bauch angespannt und aufgebläht, kann das auf einen möglichen Darmverschluss hindeuten.

Wenn dein Kind einen harten, angespannten und aufgeblähten Bauch hat und wegen dem Schmerz mit angezogenen Beinen liegt, solltest du sofort zum Arzt gehen.

Fieber

Wenn dein Kind Fieber hat, klagt es auch oft über Bauchschmerzen. Das ist auch bei grippalen Infekten der Fall. Müdigkeit und Blässe können ebenfalls auftreten.

Wenn der Bauchschmerz anhält und das Fieber womöglich hoch ist oder weiter steigt, solltest du einen Arzt aufsuchen. Fieber in Kombination mit Bauchschmerzen treten auch bei Bilddarmentzündungen auf.

Lässt sich das Bauchweh mit Hausmitteln (z. B. Kamillentee) gut behandeln, ist es meist unbedenklich.

Weitere Symptome

Zusammen mit Bauchschmerzen können z.B. Kopf- und Gliederschmerzen auftreten, ebenso wie Halsschmerzen.

Bauchschmerzen können ausstrahlen und diese Schmerzen mitunter verursachen. Aber auch die Bauchschmerzen können von anderen Schmerzen ausgelöst werden.

Treten Mundgeruch und Bauchschmerzen zusammen auf, deutet das meist auf ein Magenproblem, z. B. auf eine Magenschleimhautentzündung, hin.

Diese beiden Symptome können auch bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, vor allem Gluten, hinweisen.

Bei Mädchen, die in die Pubertät kommen, können mit der Regelblutung Bauchschmerzen einher gehen.

Wann sollte ich mit meinem Kind zum Arzt gehen?

Prinzipiell ist es nicht notwendig gleich zum Arzt zu gehen, wenn dein Kind Bauchschmerzen hat. In den meisten Fällen verschwinden sie nach kurzer Zeit wieder.

Aber es gibt durchaus einige Fälle, in denen du einen Arzt aufsuchen solltest.

In einigen Fällen ist ein Besuch beim Arzt die beste Wahl. (Bildquelle: pixabay.com / semevent)

Wenn dein Kind seit längerer Zeit immer wieder Bauchschmerzen hat, solltest du das besser abklären lassen. Hier handelt es sich jedoch um keinen Notfall.

Möglichst bald solltest du mit deinem Kind einen Arzt aufsuchen, wenn…

  • … die Bauchschmerzen nicht nachlassen oder gar stärker werden.
  • … dein Kind mehrfach erbricht.
  • … die Schmerzen in die Brust oder den Rücken ausstrahlen.
  • … Wärme die Schmerzen verschlimmert.

Es gibt auch Fälle in denen du sofort zum Arzt fahren, einen Arzt holen oder in Krankenhaus fahren solltest:

  • Dringend ist der Arztbesuch, wenn die Bauchschmerzen deines Kindes von der Nabelgegend in den rechten Unterbauch wandern. Hier besteht der Verdacht auf eine Blinddarmentzündung.
  • Sofort handeln solltest du auch, wenn der Bauch deines Kindes hart und angespannt ist und es teilnahmslos und apathisch wirkt.
  • Wenn dein Kind hohes Fieber oder Schüttelfrost bekommt oder Blut im Stuhl hat, solltest du dir sofort professionelle Hilfe holen.
Demnächst zum Arzt bei … Möglichst bald zu Arzt bei … Sofort zum Arzt bei …
… wiederkehrenden Bauchschmerzen … anhaltenden oder immer stärker werdenden Bauchschmerzen … wanderndem Bauchschmerz: wenn sich der Schmerz vom Bauchnabel zum rechten Unterbauch verlagert
… wiederkehrendem Unwohlsein aufgrund von Bauchschmerzen … mehrfachem Erbrechen … hartem, angespanntem oder stark aufgeblähtem Bauch
… Bauchschmerzen nach dem Essen von bestimmten Lebensmitteln … ausstrahlenden Bauchschmerzen (auf Brust und Rücken) … hohem Fieber oder Schüttelfrost
… psychisch bedingten Bauchschmerzen … Verschlimmerung der Schmerzen durch Wärme … Apathie deines Kindes

Was tun gegen Bauchschmerzen bei Kindern: Das sind die effektivsten Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlungsmöglichkeiten bei Bauchschmerzen sind genauso vielfältig wie die deren Ursachen. Von den Ursachen der Bauchschmerzen abhängig ist auch die passende Behandlungsmöglichkeit.

Im Folgenden werden wir dir einige Möglichkeiten zeigen, mit denen du die Bauchschmerzen deines Kindes bekämpfen kannst.

Bauchschmerzen durch Ablenkung bekämpfen

Kinder brauchen viel Liebe und Aufmerksamkeit, wenn sie Bauchschmerzen haben. Schmusen und Kuscheln kann hier schon viel bewirken.

Eine Geschichte vorlesen, zusammen ein Hörbuch anhören kann ebenso helfen, wie Musik oder Kinderyoga oder Kindermeditation.

Die „Imaginären Reise“ ist eine beliebte Methode, um Bauchschmerzen zu lindern. Es handelt sich um eine Meditationsart für Kinder, bei der durch das Anhören einer CD angenehme Bilder beschrieben werden.

Die Vorstellungskraft der Kinder wird angeregt und dabei entspannen sie sich.

Es können bei manchen Kindern auch leichte Bewegungsübungen bei Bauchschmerzen helfen. Sie können die Verkrampfungen lösen und bringen den Kreislauf in Schwung.

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Bauchschmerzen bei Kindern mit Hausmitteln behandeln

Bauchschmerzen bei Kindern deuten vielfach auf keine ernste Erkrankung hin. In den meisten Fällen bekommen Kindern von falschem Essen oder einer Verstopfung Bauchweh.

Ein alt bewährtes Mittel gegen Bauchschmerzen ist die Wärmflasche. Sie wirkt krampflösend und tut dem schmerzenden Bauch gut.

Viele Mütter greifen gerne auf verschiedene Tees zurück. Empfehlenswert bei Bauchschmerzen mit einer Magenverstimmung sind Kamillen- und Fencheltee – beide wirken krampflösend und beruhigend.

Bei Bauchschmerzen mit Verstopfung kannst du auf Kümmel- und Anistee zurückgreifen – beide wirken verdauungsfördernd und krampflösend.

Generell solltest du darauf achten, dass dein Kind genug trinkt und ausreichend schläft.

Wenn dein Kind Appetit hat, soll es auch etwas essen. Achte jedoch auf schonende Kost und vermeide schwer verdauliches Essen.

Du kannst den Bauch deines Kindes leicht massieren, um die Schmerzen zu lindern. Hierfür kannst du zusätzlich Fenchel- oder Kamillenöl verwenden.

Auch Bauchwickel mit Kamille oder auch gekochten (noch warmen) Leinsamen ist eine effektive Möglichkeit zur Schmerzlinderung.

In diesem Video werden ebenfalls einige Hausmittel (und zusätzliche Arzneimittel) zur Bekämpfung von Bauchschmerzen bei Kindern, insbesondere bei Babys, vorgestellt:

Bauchschmerzen bei Kindern mit Homöopathie lindern

Neben den Hausmitteln kannst du auch auf homöopathische Produkte zurückgreifen. Beliebt sind hier Globuli, Tropfen und Schüssler Salze.

Globuli die bei Bauchweh helfen können sind z.B.:

Nux vomica Colocynthis Lycopodium
helfen vor allem bei Bauchschmerzen, die durch Magenprobleme verursacht werden, ebenso bei Übelkeit helfen bei krampfartigen Bauchschmerzen helfen bei Bauchschmerzen und Blähungen

Es gibt auch eine Vielzahl an Tropfen, die Kindern (und auch Erwachsenen) bei Bauchschmerzen helfen können, z. B. die folgenden:

  • Iberogast – beinhaltet verschiedene Heilpflanzen, die bei Bauchschmerzen, Magenkrämpfen und auch Blähungen helfen sollen
  • Lefax – diese Tropfen helfen bei Blähungen, Völlegefühl und Bauchschmerzen und sind auch für Säuglinge geeignet

Ein weiteres homöopathisches Mittel, das zur Bekämpfung von Bauchschmerzen eingesetzt werden kann, sind die Schüssler Salze.

Schüssler Salze sind kleine homöopathische Tabletten, die entweder einzeln gelutscht oder in Wasser aufgelöst eingenommen werden. (Bildquelle: pixabay.com / fstverlag)

Folgende Schüssler Salze, sollen bei Bauchschmerzen helfen:

Nr. 7 Magnesium phosphoricum Nr. 9 Natrium phosphoricum Nr. 10 Natrium sulfuricum
Bei Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Blähungen Bringt den Stoffwechsel in Gang Bei Problemen im Magen-Darm-Trakt

Bauchschmerzen bei Kindern mit Medikamenten behandeln

Bei der Verabreichung von Medikamenten, solltest du vorsichtig sein. Du kannst sie deinem Kind natürlich geben, aber du solltest dir vorher sicher sein, wo die Ursache der Bauchschmerzen liegt.

Sonst kann es passieren, dass du deinem Kind vielleicht das falsche Medikament gibst.

Lass dich am besten von einem Apotheker oder einem Arzt beraten, bevor du deinem Kind Medikamente gegen die Bauchschmerzen gibst.

Generell solltest du darauf achten, dass die Medikamente nicht zu hoch dosiert sind. Kinder reagieren darauf sehr sensibel und brauchen keine starken Medikamente, um sich besser zu fühlen. Meist reichen niedriger dosierte Medikamente aus.

Wenn dir ein Arzt Medikamente zur Behandlung der Bauchschmerzen verschreibt, solltest du dich genau an die Dosierungsempfehlung des Arztes halten.

Der Besuch beim Arzt

Ein Besuch beim Arzt ist zu empfehlen, wenn…

  • … dein Kind starke Bauchschmerzen hat, die plötzlich auftreten.
  • … dein Kind immer wieder mitunter starke Bauchschmerzen hat.
  • … der Schmerz vom Bauchnabel in den rechten Unterbauch wandert (Blinddarm).
  • … andere Symptome hinzukommen, z.B. hohes Fieber, mehrmaliges Erbrechen, Blut im Stuhl.
  • … der Bauch eines Kindes hart und angespannt ist.
  • … die Schmerzen in andere Körperregionen ausstrahlen.

Bei diesen Symptomen kann es sich um eine ernste Krankheit handeln, die von einem Arzt behandelt werden muss.

Wenn die Bauchschmerzen psychisch bedingt auftreten, z. B. unter Stress, bei Aufregung oder vor der Schule, kann ein Spezialist, z. B. ein Psychologe weiterhelfen.

Auch hier ist davor ein Besuch bei einem Arzt empfehlenswert, um körperliche Ursachen für die Schmerzen ausschließen zu können.

Trivia: Was du sonst noch über Bauchschmerzen bei Kindern wissen solltest

Neigen Kinder während eines Wachstumsschubs zu Bauchschmerzen?

Nicht alle Kinder haben während eines Wachstumsschubs Bauchschmerzen, aber es kommt durchaus nicht selten vor.

Da in den stärkeren Wachstumsphasen nicht nur die Knochen der Kinder wachsen und sich weiterentwickeln, sondern auch alle Organe, kann es während eines Wachstumsschubes zu Bauchschmerzen kommen.

Meistens sind dabei der Unter- bzw. Oberbauch betroffen. Die Art des Schmerzes ist krampfartig und kann vorübergehend durchaus stark sein.

Die Schmerzen können während oder nach dem Schub für wenige Tage auftreten. Nach dem Wachstumsschub vergehen auch die Schmerzen wieder.

Kann mein Kind vom Zahnen auch Bauchschmerzen bekommen?

Bauchschmerzen sind kein typisches Symptom beim Zahnen. Aber es kann dennoch vorkommen, dass dein Baby während dem Zahnen anfälliger für Bauchschmerzen und Infektionen ist.

Das Zahnen kann die Anfälligkeit für Bauchschmerzen erhöhen. (Bildquelle: pixabay.com / Ben_Kerckx)

Öfter kommt es hingegen vor, dass Babys bei Zahnen Durchfall bekommen. Auch Verstopfung ist keine Seltenheit. Mit Verstopfungen können Bauchschmerzen einhergehen.

Treten Bauchschmerzen in der Pubertät meines Kindes öfter auf?

Nicht zwangsläufig. In der Pubertät neigen die Kinder eher zu Kopfschmerzen als zu Bauchschmerzen. Dennoch kann es sein, dass manche Kinder in der Pubertät vermehrt mit Bauchschmerzen zu kämpfen haben.

Diese sind in einigen Fällen auch psychisch bedingt. Stress, Angst und Unwohlsein sind dabei die häufigsten Auslöser.

Treten psychisch bedingte Bauchschmerzen öfter auf, sollte die Hilfe eines Psychologen in Anspruch genommen werden.

Was soll ich tun, wenn mein Kind Bauchschmerzen vortäuscht?

Wenn du den Verdacht hast, dass dein Kind die Bauchschmerzen vortäuscht, besteht sehr wahrscheinlich ein anderes Problem.

Wird das Kind z. B. in der Schule gemobbt, kann es die Bauchschmerzen vortäuschen, um nicht mehr in die Schule gehen zu müssen. Auch in anderen unangenehmen Situationen können Kinder Schmerzen vortäuschen, um der Situation zu entkommen.

In erster Linie solltest du mit einem Kind reden und versuchen herauszufinden, warum es die Schmerzen vortäuscht. In vielen Fällen hilft ein Gespräch mit der Mutter oder dem Vater bereits sehr.

Du kannst auch die Hilfe eines Psychologen in Anspruch nehmen, um die Gründe für die vorgetäuschten Schmerzen aufzuspüren.

Was kann ich tun, wenn mein Kind trotz Schmerzmitteln weiterhin Bauchschmerzen hat?

Wenn dein Kind trotz Medikamenten und Schmerzmitteln weiterhin Bauchschmerzen hat, solltest du mit deinem Kind auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Es kann sich möglicherweise um eine schwerwiegende Krankheit handeln, die professionell behandelt werden muss. In einigen Fällen, z. B. bei einer Bilddarmentzündung, kann eine Operation nötig sein.

Fazit

Wie du gesehen hast, können die Bauchschmerzen deines Kindes viele verschiedenen Ursachen haben. Oftmals kommen sie von falschem oder zu viel Essen, Verstopfungen oder Übelkeit.

In den meisten Fällen ist ein Problem im Magen oder im Darm die Ursache für das Bauchweh. Aber Stress, Angst oder andere psychische Belastungen können bei deinem Kind auch Bauchschmerzen auslösen.

Bauchschmerzen können in vielen Fällen durch eine Wärmflasche, eine leichte Massage des Bauches, verschiedene krampflösende Tees, Globuli oder andere homöopathische Mittel gelindert werden.

Auch eine Ablenkung vom Schmerz durch Hörbücher, Musik oder Kindermeditation kann helfen.

Der Besuch beim Arzt ist dann ratsam, wenn sich die Schmerzen über längere Zeit hinziehen oder in regelmäßigen Abständen immer wiederkehren.

Ein Arztbesuch ist auch dann notwendig, wenn der Bauch deines Kindes hart und angespannt ist, es hohes Fieber bekommt oder sich mehrmals übergibt.

In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um vorübergehende Bauchschmerzen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.elternwissen.com/gesundheit/kinderkrankheiten/art/tipp/bauchschmerzen-wann-muessen-sie-mit-ihrem-kind-zum-arzt.html

[2] https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/krankheitszeichen/bauchschmerzen/

[3] https://www.gesundheits-fakten.de/bauchschmerzen-bei-kindern-ursachen-und-therapie/

[4] https://www.apotheken-umschau.de/bauchschmerzen

[5] https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/blinddarmentzuendung/

Bildquelle: 123rf.com / 47189999

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Leah ist gelernte Heilpraktikern und hat viele Jahre in einer Praxis gearbeitet. Heute schreibt sie über alternative Heilmethoden und versucht einen wissenschaftlich fundierten Ansatz zu verfolgen.