Bakterien im Darm sind nichts Ungewöhnliches, ganz im Gegenteil, jeder Darm ist mit Billionen von ihnen besiedelt. Die Bakterien im Darm werden unter dem Begriff Mikrobiom zusammengefasst.

Eben dieses Mikrobiom wird für die Wissenschaft derzeit immer interessanter. Bakterien im Darm sind nützlich, sie bewahren uns vor Krankheiten und davor, dass wir zu viel Gewicht auf die Waage bringen.

Gerät diese unsichtbare und dunkle Welt aus Mikroben aus dem Gleichgewicht, spricht man von einer gestörten Darmflora. Im Folgenden lüften wir das Geheimnis um das Mikrobiom in deinem Darm und zeigen Lösungen auf, wenn die Bakterien im Darm zur Gefahr für die Gesundheit werden.




Das Wichtigste in Kürze

  • Bakterien sind gemein als Krankheitserreger bekannt. Neueste Forschungen bestätigen jedoch, unser Körper benötigt Bakterien und deren Fehlen hat Krankheiten zur Folge.
  • ŸDie Bakterien im Darm können bei der Verdauung helfen. Sie produzieren Enzyme, welche die aufgenommenen Ballaststoffe in verwertbare Bestandteile zerlegen.
  • Ein gestörtes Mikrobiom wird als Ursache zahlreicher Krankheiten diskutiert. Neben Darmerkrankungen zählen dazu auch Diabetes, Übergewicht oder Depressionen.

Definition: Was versteht man unter Bakterien im Darm?

Unter Bakterien im Darm werden alle Mikroorganismen verstanden, welche den Darm, vorrangig den Dickdarm, besiedeln.

Die Gesamtheit der Bakterien im Darm wird als Mikrobiom bezeichnet. (Bildquelle: 123rf.com / 41095423)

Dabei handelt es sich größtenteils um Bakterien folgender Stämme:

  • ŸEnterobactericae
  • ŸEnterokokkus
  • ŸBacteroides
  • ŸBacillus

Hintergründe: Was du über Bakterien im Darm wissen solltest

Nach ihrer Entdeckung wurden Bakterien im Darm für eine Krankheit gehalten. Diese erhielt sogar einen Namen, “Intestinal Toxämie”, was wörtlich für eine “Vergiftung der Eingeweide” steht.

Heute ist die Forschung einen bedeutenden Schritt weiter und erkennt Notwendigkeit und Nutzen der Darmbakterien. Nachfolgend haben wir einige nützliche Informationen über Darmbakterien zusammengestellt.

Wie groß ist die Anzahl der Bakterien im Darm?

Während der Magen-Darm-Trakt eines Säuglings im Mutterleib noch komplett steril erscheint, beginnt bereits mit der Geburt die Besiedlung des Darms mit Bakterien. Das Mikrobiom baut sich auf.

Es entsteht ein komplexes Ökosystem aus über 400 unterschiedlichen Bakterienarten. Im Darm eines Erwachsenen leben circa 1,5 Kilogramm Mikroorganismen.

Welche bekannten Arten von Bakterien im Darm gibt es?

Erste Bakterienstämme können bereits kurz nach der Geburt nachgewiesen werden. Diese Darmbakterien tragen Namen wie Escherichia coli, Streptokokken oder Enterobakterien.

Im Erwachsenenalter kommen weitere Bakteriengattungen hinzu. Hauptsächlich handelt es sich dabei um sogenannte anaerobe Bakterienstämme, Mikroorganismen, die ohne Sauerstoff im Dickdarm überleben können.

Dazu zählen:

  • ŸBacteroidetes
  • ŸActinobacteria
  • ŸFirmicutes
  • ŸProteobacteria

Im Dünndarm sind Bakterien anzutreffen, die eine sauerstoffhaltige Umgebung bevorzugen, aber auch in einem sauerstoffarmen Milieu überleben können. Dabei wird von fakultativ anaeroben Bakterien-Stämmen gesprochen.

Hierzu zählen folgende Gattungen:

  • ŸLactobacillus
  • ŸEnterococcus

Die genannten Darmbakterien sind förderlich für die Gesundheit. Doch auch krankmachende Bakterien können sich ansiedeln.

Folgende Darmbakterien Namen sind klassische Beispiele hierfür:

  • Enterohämorrhagische E. coli (EHEC)
  • Enterotoxische E. coli (ETEC)
  • Enteropathogene E. coli (EPEC)
  • Enteroinvasive E. coli (EIEC)

Die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe sind die EHEC Bakterien, welche blutige Durchfallerkrankungen auslösen.

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Welche Wirkung haben Darmbakterien auf den Körper?

Darmbakterien sind größtenteils nützlich für den Körper. Die Verwertung schwer verdaulicher Nahrungsbestandteile wäre nahezu unmöglich ohne Darmbakterien.

Das Mikrobiom erfüllt eine Reihe nützlicher Funktionen:

  • ŸDarmbakterien verhindern die Ausbreitung von Krankheitserregern.
  • ŸDarmbakterien unterstützen die Versorgung der Zellen mit Energie.
  • ŸDarmbakterien helfen beim Abbau von Schadstoffen.
  • ŸDarmbakterien tragen zur Funktionsweise des Immunsystems bei.
  • ŸDarmbakterien liefern Vitamin K, welches für die Blutgerinnung gebraucht wird

Neuesten Forschungsergebnissen zufolge, haben Darmbakterien nicht nur Einfluss auf physische Funktionen, sondern können auch die Psyche beeinflussen.

So kann ein gestörtes Mikrobiom vermutlich auch für Depressionen und Angsterkrankungen verantwortlich gemacht werden.

Sind Bakterien im Darm ansteckend?

Darminfektionen können durch unterschiedliche Bakterien ausgelöst werden. Ein Großteil dieser Bakterien kann aufgrund des hohen hygienischen Standards in Deutschland ausgebremst werden.

Zu einer Ansteckung kann es kommen, wenn sich Bakterien über kontaminierte Lebensmittel verbreiten oder durch Schmierinfektionen von Mensch und Mensch übertragen werden.

Folgende Übersicht nennt Bakterien, von denen eine Ansteckungsgefahr ausgeht.

Bakterienart Vorkommen Krankheitssymptome Vorbeugung
Campylobacter rohes Fleisch, Milchprodukte, Haustierkot Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Bauchkrämpfe, Übelkeit, Durchfall Küchenhygiene, Fleisch gut durchgaren, Schneidebretter gründlich reinigen
Salmonellen rohes Fleisch, Eier, Mayonnaise Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall, leichtes Fieber Küchenhygiene, Schneidebretter gründlich reinigen, Küchentücher bei 60 Grad waschen
EHEC rohes Fleisch, ungewaschenes Gemüse, Milch Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen Lebensmittel gut durchgaren

Nach dem Abklingen der genannten Symptome können Betroffene häufig noch Wochen nach der Ansteckung Bakterien ausscheiden und damit andere Personen infizieren.

Sollte ich Bakterien im Darm bekämpfen?

Wie wir bereits erfahren haben, sind Bakterien im Darm kein Alarmsignal, sondern eine Notwendigkeit, ohne die kein Leben möglich wäre.

Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht, gilt es allerdings, etwas gegen die Bakterien zu unternehmen.

Eine gestörte Darmflora erkennst du nicht auf den ersten Blick. Sie kann sich in unterschiedlichen Beschwerden äußern. Meist wird das Verdauungssystem direkt beteiligt sein.

Auf eine gestörte Darmflora können aber auch ein Nachlassen der allgemeinen Leistungsfähigkeit, Schuppenflechte oder Pilzerkrankungen hinweisen.

Durchfall, Blähungen und Darmkrämpfe sind deutliche Anzeichen dafür, dass sich schädliche Bakterien im Darm befinden. (Bildquelle: 123rf.com / 69027608)

Helfen Darmbakterien bei Durchfall?

Kommt es zu hartnäckigen und wiederkehrenden Durchfällen, gegen die sich die gesunden Bakterien im Darm als wirkungslos erweisen, können in der Tat Darmbakterien helfen.

Dies mag paradox klingen, wurde aber jüngst durch eine Studie in den USA bestätigt. Betroffene Patienten erhalten den Kot einer anderen Person “verpflanzt”.

So lässt sich die geschädigte Darmflora wieder aufbauen. Diese “Stuhltransplantationen” sind eine vielleicht im ersten Moment eklig anmutende, aber durchaus wirkungsvolle biologische Therapie.

Helfen Bakterien im Darm beim Abnehmen?

Dies ist ebenfalls möglich. Nachgewiesen wurde diese Tatsache im Tierversuch in den USA. Bei fettleibigen Mäusen wurde ein Ungleichgewicht zwischen den Bakterienstämmen Firmicutes und Bacteroidetes nachgewiesen.

Überwiegen durch die Firmicutes Bakterien, gelangen mehr Kalorien in den Körper. Dies kann sich im Laufe eines Jahres schnell auf mehr als fünf zusätzliche Kilogramm summieren.

Ernährst du dich bewusst und nimmst statt Fett und Zucker mehr Ballaststoffe zu dir, wird das optimale Verhältnis zwischen den Bakterienkulturen bereits nach wenigen Tagen wiederhergestellt.

Helfen Bakterien im Darm bei Verstopfung?

Wer an Verstopfung leidet, muss mit Völlegefühl, Blähbauch und Schmerzen leben.

Gängige Therapien sind der Einsatz von diversen Quellmitteln, welche zu mehr Stuhlvolumen führen sollen, die Beschwerden aber häufig noch verschlimmern.

Mithilfe von Bakterien kann eine gesunde Darmflora gefördert werden und die Verstopfung wird auf natürlichem Wege verschwinden. (Bildquelle: 123rf.com / 35691139)

Präbiotische Wirkstoffe wie Lactulose und Inulin regen den Stoffwechsel an und beseitigen Verstopfungen sanft und schonend.

Die präbiotischen Stoffe gelangen unverdaut in den Dickdarm. Hier werden sie von den vorhandenen Bakterien abgebaut.

Dabei entstehen Stoffwechselprodukte, welche die Peristaltik des Darms anregen und natürlich gegen Verstopfungen wirken.

Wie kann ich Darmbakterien aufbauen?

Eine gesunde Darmflora kann mit hilfe von Probiotika und Präbiotika aufgebaut werden. Es wird in probiotische und präbiotische Lebensmittel unterschieden.

Wenn du folgende Lebensmittel auf deinen Speiseplan setzt, lassen sich Darmbakterien aufbauen und die Darmtätigkeit nachhaltig verbessern.

  • Probiotische Lebensmittel: Quark, Käse, Buttermilch, Sauerkraut, Apfelessig, Kefir
  • Präbiotische Lebensmittel: Bananen, Äpfel, Vollkornprodukte, Brokkoli, Spargel, Leinsamen

Nicht immer ist es möglich, seinen Speiseplan täglich entsprechend auszurichten. Daher werden Probiotika und Präbiotika auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln angeboten.  

Hilft ein Darmbakterien Test bei der Diagnose weiter?

Du würdest gerne wissen, wie dein Mikrobiom beschaffen ist, stehst aber einer Darmspiegelung eher skeptisch gegenüber?

Bei Darmspiegelungen können Komplikationen wie Blutungen oder Infektionen auftreten. Darmspiegelungen können zwar schwerwiegende Erkrankungen des Darmtrakts ausschließen, sind aber weder angenehm noch risikolos

Weiterhin wird meist eine Narkose verabreicht, welche ebenfalls nicht ohne Nebenwirkungen verlaufen muss.

Einen Darmbakterien Test dagegen kannst du selbst durchführen. Die Anwendung ist einfach und völlig risikolos.

Mithilfe des Stuhltests lassen sich verschiedene Werte bestimmen, welche für die Diagnose hilfreich sind:

Anaerobe und aerobe Bakterien

Dieser Wert zeigt Veränderungen im Mikrobiom deutlich auf. Du erfährst, wie gut deine Darmflora in der Lage ist, schädliche Bakterien abzuwehren.

Auch mögliche Entzündungsherde lassen sich feststellen. Ebenso wird ein mögliches Ungleichgewicht im Mikrobiom festgestellt.

Pilze

Du weißt es vielleicht noch vom letzten Waldspaziergang, Pilze wachsen bevorzugt an einem warmen und feuchten Standort. Mit Candida oder Schimmelpilzen im Darm verhält es sich nicht anders.

Vermehren sich die Pilze im Darm zu stark, kann dies verschiedene Beschwerden zur Folge haben. Hier könnten die Ursachen für Blähungen, Durchfall oder Heißhungerattacken liegen.

Aber auch Blasenentzündungen und Migräneanfälle können von Darmpilzen ausgelöst werden.

Zonulin

Auch auf Zonulin sollte getestet werden. Das Protein ist dafür verantwortlich, für den Austausch von Zuckern, Fettsäuren oder Aminosäuren zu sorgen, indem es die Schleusen zwischen Darm und Blut bedient.

Defizite führen zu einem löchrigen Darm, welcher die Ursache für Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Entzündungen darstellen kann.

Ein Darmbakterien-Test besteht aus einem Röhrchen für die Stuhlprobe und einem “Stuhlfänger”, mit dem diese entnommen wird.

Die Probe wird eingeschickt und nach etwa zwei Wochen erhältst du eine ausführliche Analyse deines Mikrobioms und Empfehlungen für die weiteren Schritte.

Bakterien im Darm: Praktische Anwendung und Vorteile

Bakterien im Darm sind notwendig und harmlos. Verschiedene Faktoren können jedoch dafür sorgen, dass sich das Gleichgewicht des Mikrobioms verschiebt.

Die Einnahme von Antibiotika kann die Darmflora ebenso außer Kontrolle geraten lassen, wie erhöhter Alkoholkonsum, Stress oder Schlafmangel.

Im Folgenden erfährst du, was zu tun ist, wenn die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten ist und wieder aufgebaut werden muss.

Wie funktioniert eine Darmbakterien Kur?

Um die Darmflora wieder aufzubauen, benötigst du probiotische Bakterienstämme. Diese können in flüssiger Form oder auch als Kapsel eingenommen werden.

Sehr gute Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn beide Darreichungsformen miteinander kombiniert werden.

Zunächst wird das flüssige Probiotikum eingenommen. Dieses schafft im Darm die Grundlage und hilft dabei, dass die Bakterienstämme aus den Kapseln sich gut ansiedeln können.

Während der Kur solltest du dich an die auf den Verpackungen angegebenen Dosierungsempfehlungen halten. Eine auf die genannten probiotischen Lebensmittel abgestimmte Ernährung kann die Wirkung der Kur unterstützen.

Welche Arten der Behandlung für Bakterien im Darm gibt es?

Wie bereits erwähnt, benötigt der gesunde Darm die Zufuhr von Probiotika. Liegt jedoch eine massive Schädigung des Darms vor, können sich Probiotika nicht ansiedeln und der Aufbau der Darmflora scheitert.

In diesem Fall ist eine umfassende Darmsanierung notwendig. Es geht zunächst darum, ideale Bedingungen für die Einnahme von Probiotika zu schaffen. Dies lässt sich durch die Reinigung des Darms erreichen.

Die natürliche Darmreinigung schwemmt Ablagerungen und Giftstoffe aus dem Körper und entzieht damit den schädlichen Darmbakterien mehr und mehr die Lebensgrundlage.

Die Darmreinigung vollzieht sich in drei Schritten:

  • ŸEinsatz von Zeolith und Bentonit
  • ŸVerwendung von Flohschalenpulver
  • ŸAufbau der Darmflora mit Probiotikum

Bei Zeolith und Bentonit handelt es sich um Mineralerden. Durch deren Einnahme werden Giftstoffe gebunden und es wird unterbunden, dass toxische Stoffe vom Darm in die Blutbahn gelangen.

Floh-Schalen-Pulver wirkt im Darm wie ein Ballaststoff. Die Darmwände quellen auf und werden gleichzeitig gereinigt.

Das Pulver, welches übrigens nichts mit den ungeliebten Flöhen gemein hat, besitzt einige positive Eigenschaften:

  • ŸKann beim Abnehmen helfen
  • ŸReguliert den Cholesterinspiegel
  • ŸSenkt den Blutdruck
  • ŸReguliert den Blutzucker

Bei der Einnahme von Probiotika sollte darauf geachtet werden, dass die Präparate möglichst zehn und mehr verschiedene Bakterienstämme enthalten.

Die Wirkungsweise lässt sich dadurch erhöhen. Viele Bakterien entfalten ihre Wirkung erst in Gemeinschaft anderer Bakterienstämme.

Von Vorteil sind folgende Bakterienstämme:

  • ŸLactobacillus
  • ŸBifido
  • ŸLactobacillus reuteri
  • ŸLactobacillus helveticus
  • ŸBifidobakterim infantil

Die genannten Bakterienstämme erhalten die Knochengesundheit, sorgen für gesunde Zähne und stoppen Entzündungen.

Wird die Darmflora mit diesen unterschiedlichen Bakterien konfrontiert, regt dies die Heilwirkung an und das Mikrobiom kann sich schneller regenerieren.

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Welche Wirkung haben Probiotika?

Wir sind bereits auf Probiotika und Präbiotika eingegangen. Kurz zur Erinnerung: Probiotika sind Mikroorganismen, welche gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen.

Der Begriff Präbiotika fasst schwer verdauliche Nahrungsbestandteile zusammen, welche der Körper braucht, um das Mikrobiom im Gleichgewicht zu halten.

Probiotika sind ausgesprochen gesundheitsfördernd. Gelegentlich kann es während der Einnahme zu Nebenwirkungen kommen. Es sind Durchfall, Blähungen oder Verstopfung beobachtet worden.

Die Beschwerden sind jedoch meist nach etwa eine Woche verschwunden. Der Körper muss sich erst auf die verschiedenen Bakterienstämme einstellen.

Ist das Gleichgewicht der Darmflora wiederhergestellt, wirst du keine Beschwerden mehr spüren.  

Probiotika wirken sicher und zielgerichtet, da sie in aktiver Form direkt in den Darm gelangen. Besonders sauer eingelegtes Gemüse oder fermentierter Tee enthalten eine große Zahl an Probiotika.

Wie kann man die Darmflora homöopathisch aufbauen?

Die Homöopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode.

Mithilfe von potenzierten pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Stoffen wird sanft in den Regelkreislauf des Körpers eingegriffen.

Die Globuli genannten kleinen Streukügelchen sind bequem einzunehmen. Die Kügelchen werden einfach unter die Zunge geschoben, lösen sich dort auf und die Wirkstoffe gelangen über die Mundschleimhaut schnell in den Körper.

Um die Darmflora aufzubauen sind folgende Mittel geeignet:

Homöopathisches Mittel Anwendung
Pulsatilla Blähungen, Sodbrennen, Magenverstimmung
Arsenicum Album Übelkeit, Erbrechen
Chamomilla Magenkrämpfe, Blähungen
Natrium sulfuricum Durchfall, Sodbrennen, Blähungen

Wie lange sollte eine Darmbakterien Kur andauern?

Genaue Zeitangaben können hierbei nur schwer getroffen werden. Jeder Körper reagiert anders auf die Darmsanierung.

Faktoren wie das Alter und der allgemeine Gesundheitszustand spielen ebenso eine Rolle.

Möchtest du dein Mikrobiom stärken und die Kur vorbeugend durchführen, sollte es ausreichen, das Probiotikum einen Monat lang einzunehmen. Die kurmäßige Anwendung kann zweimal jährlich durchgeführt werden.

Bei chronischen Beschwerden kann die Kur auch über einen dreimonatigen Zeitraum erfolgen. Während der Durchführung der Kur ist es wichtig, den eigenen Körper zu beobachten und die Einnahme der Mittel daraufhin auszurichten.

Können Kinder ebenfalls eine Darmbakterien Kur machen?

Auch die Darmflora von Kindern kann wie beschrieben aufgebaut werden. Die Probiotika sind entsprechend angepasst und auf das kindliche Verdauungssystem ausgerichtet.

Bei Kindern kann die Behandlung notwendig werden, wenn das Mikrobiom durch die Einnahme von Antibiotika aus den Fugen geraten ist oder Allergien und eine hohe Infektanfälligkeit vorliegen.

Können Hunde eine Darmbakterien Kur machen?

Auch bei Hunden kann das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht geraten.

Dies kann passieren, wenn der Vierbeiner Antibiotika nehmen muss oder wenn andere Medikamente und Wurmkuren nicht vertragen wurden.

Die Darmbakterien Kur beim Hund solltest du nicht eigenmächtig durchführen, sondern mit einem Tierarzt besprechen. Dies gilt besonders, wenn du Heilerde und Flohsamen wie beschrieben einsetzen möchtest.

Auch bei gesunden Hunden kann eine Darmbakterien Kur hilfreich sein. Neigt das Tier häufiger zu Blähungen und setzt unregelmäßig Kot ab, können sogenannte Symbiotika helfen. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Prä- und Probiotika.

Wo kann ich Darmbakterien kaufen?

Möchtest du nun gute Darmbakterien kaufen, fragst du dich sicher, woher du die Mittel beziehen kannst. Der erste Weg führt vielleicht in die Apotheke. Du wirst hier sicher ein Mittel finden.

Die schnelle Beratung und Kaufabwicklung vor Ort bringt aber auch Nachteile mit sich. Die Auswahl wird eher dürftig ausfallen, da sich die Apotheken auf bestimmte Marken beschränken. Weiterhin sind die Produkte nicht selten weit preisintensiver als im Internet.

Der Online-Kauf von Probiotika hat den Vorteil, dass du eine umfangreiche Auswahl vorfindest und du bei zahlreichen Anbietern nach der günstigsten Option suchen kannst.

Es lohnt sich also durchaus, etwas mehr Zeit zu investieren und im Internet nach dem passenden Produkt zu suchen.

Gibt es Darmbakterien-Pulver?

Gesunde Darmbakterien können auch als Pulver eingenommen werden. Dies ist besonders praktisch, wenn du dich beispielsweise damit schwertust, Kapseln zu schlucken.

Das Pulver wird in Flüssigkeit eingerührt und sollte etwa 15 Minuten einwirken. Anschließend kannst du die Flüssigkeit umrühren und trinken. Täglich werden etwa zwei Gramm Pulver eingenommen.

Du kannst Darmbakterien-Pulver morgens auf nüchternen Magen einnehmen oder auch abends vor dem Schlafengehen trinken.

Bei der gleichzeitigen Einnahme von Antibiotika sollte ein Abstand von mehreren Stunden zwischen beiden Einnahmen eingehalten werden.    

Fazit

In unserem Darm leben Billionen von Bakterien. Diese übernehmen wichtige Aufgaben und wir können nicht auf sie verzichten. Verschiebt sich das Gleichgewicht zwischen gesundheitsfördernden und krankmachenden Bakterien, ist unser Eingreifen notwendig.

Ein gestörtes Mikrobiom führt zu einer ganzen Reihe an Krankheiten. Ein Darmbakterien-Test gibt Aufschluss, ob sich eine Sanierung der Darmflora notwendig macht. Mit dem geeigneten Probiotikum lassen sich Bakterien im Darm wieder ins Gleichgewicht bringen.

Weiterführende Quellen und Literatur

[1] https://www.apotheken-umschau.de/Darm/Wie-Darmbakterien-uns-beeinflussen-510759.html

[2] https://focus-arztsuche.de/magazin/ratgeber/wie-darmbakterien-psyche-und-wohlbefinden-beeinflussen

[3] https://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/mikrobiom–fuenf-tipps-fuer-einen-gesunden-darm-8352742.html

Bildquelle: 123rf.com / 38856848

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