Mediziner schlagen Alarm. Allergien nehmen zu. Heuschnupfen ist in den letzten Jahrzehnten beinahe zu einer Volkskrankheit geworden. Eine allergische Reaktion entsteht, wenn das Immunsystem überreagiert und sich gegen harmlose Stoffe zur Wehr setzt.

Allergene können bereits in geringen Mengen Allergien auslösen. Diese äußern sich in Form von Fließschnupfen, brennenden Augen oder Atembeschwerden.

Allergische Erkrankungen zeigen in ihren Formen und Symptomen eine erstaunliche Vielfalt. Mit folgendem Ratgeber möchten wir einen grundlegenden Überblick geben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Allergien sind Sammelbegriffe für Reaktionen der körpereigenen Abwehr, welche auf Pollen, Lebensmittel und andere an sich ungefährliche Allergene erfolgen.
  • Vermutlich ist die Neigung, im späteren Leben eine Allergie zu entwickeln bereits angeboren. Eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung allergischer Symptome spielt der Botenstoff Histamin.
  • Allergien treten in unterschiedlichen Formen auf. Die Austestung sollte durch einen Spezialisten erfolgen. Allergien sind in der Regel gut behandelbar.

Definition: Was sind Allergien?

Der Begriff Allergie war bis Anfang des 20. Jahrhunderts gänzlich unbekannt. Alte Medizinbücher sprechen lediglich von Asthma oder Heufieber. Den vom griechischen „allos“, was soviel wie „anders“ oder „fremd“ bedeutet, abgeleiteten Begriff prägte Dr. Clemens Pirquet im Jahre 1906.

Allergien sind unvorhersehbare und übersteigerte Immunreaktionen, welche nach dem Kontakt mit den als Allergenen bezeichneten Stoffen entstehen. Allergene sind winzige Eiweißbausteine, welche bei Allergikern dazu führen, dass der Körper Antikörper bildet.

Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf einen bestimmten Stoff. (Bildquelle: 123rf.com / 54043879)

Es wird davon ausgegangen, dass circa 15 Prozent der Erwachsenen und etwa ein Viertel aller Kinder von Allergien betroffen sind.

Sind beide Eltern Allergiker, entwickeln etwa 50 Prozent der Kinder ebenfalls eine Allergie. Zeigt nur ein Elternteil allergische Reaktionen, werden etwa 30 Prozent der Kinder zu Allergikern.

Es werden unterschiedliche Allergene unterschieden:

Inhalations-Allergene

Stoffe, die über die Atmung aufgenommen werden:

  • Hausstaub
  • Tierhaare
  • Pollen
  • Pilzsporen

Kontakt-Allergene

Stoffe, die durch Hautkontakt übertragen werden:

  • Metalle
  • Duftstoffe
  • Konservierungsmittel

Nahrungsmittel-Allergene

Stoffe, die oral aufgenommen werden:

  • Obst
  • Milch
  • Fisch
  • Eier
  • Medikamente

Insektenstich-Allergene

Stoffe, die durch Insektenstiche in den Körper gelangen:

  • Bienengift
  • Wespengift
  • Medikamente bei Injektionen

Kommt es zu einer allergischen Reaktion, werden Antikörper gebildet, welche mit Haut und Schleimhäuten reagieren. Dabei wird das Gewebshormon Histamin freigesetzt, welches letztlich die für den Allergiker spürbaren Symptome auslöst.

Der erste Kontakt mit dem Allergen lässt das Immunsystem aktiv werden. Bei jedem weiteren Kontakt werden diese Mechanismen wiederholt. Bei einem erneuten Kontakt kann die allergische Reaktion daher viel schneller, häufig innerhalb von Minuten eintreten.

Bestimmte allergische Reaktionen werden ausgelöst, weil bereits eine Überempfindlichkeit gegen ein bestimmtes Allergen vorliegt.

So können Allergiker gegen Birken- oder Haselnusspollen auch gegen Haselnüsse oder Äpfel allergisch reagieren, da dieselben Allergieauslöser vorhanden sind. Hier wird von einer Kreuzallergie gesprochen, da sich gewissermaßen zwei Allergien überkreuzen.

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Besteht bereits eine Allergie, kann sich also eine weitere entwickeln, wenn du in Kontakt mit struktur ähnlichen Stoffen kommst. Als Folge einer Pollenallergie kann sich eine Nahrungsmittelallergie entwickeln.

Eine Baumpollenallergie gegen Erle, Birke oder Hasel kann eine Kreuzallergie bei Nüssen, Kirschen, Äpfeln, Sellerie, Kiwi oder Birnen auslösen. Wer gegen Beifuß allergisch ist, muss bei Sellerie, Zimt, Anis oder Koriander mit einer Kreuzallergie rechnen.

Allergien sind von Unverträglichkeiten abzugrenzen. Eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Stoffen ist keine Allergie. Ein Beispiel hierfür wäre die Laktose-Intoleranz.

Hintergründe: Was du über Allergien wissen solltest

Allergien können das Leben der Betroffenen stark einschränken. Während der Pollenflugzeit sind Millionen Menschen von Heuschnupfen betroffen. Tränende Augen, eine tropfende Nase und Hautreaktionen zählen zu den häufigsten Beschwerden.

Allergien können durch zahlreiche Substanzen hervorgerufen werden und das Immunsystem in die Irre leiten. Es reagiert über und scheinbar harmlose Stoffe werden mit krankmachenden Keimen verwechselt, welche bekämpft werden müssen.

In welche Kategorien lassen sich Allergien gliedern?

Grob eingeteilt, kann von Allergien mit einer Sofortreaktion und Allergien mit einer verspäteten Reaktion gesprochen werden. Sofortreaktionen treten nach unmittelbarem Kontakt mit dem Allergen auf. Spätreaktionen können erst Stunden nach Auslösen der allergischen Reaktion spürbar werden.

Die Medizin unterteilt Allergien in vier Hauptkategorien:

Allergietyp Merkmale Beispiele
Typ I - Soforttyp Häufigster Allergietyp, schnelle und heftige Reaktionen, Auftreten bereits wenige Minuten nach Kontakt Heuschnupfen, Asthma, Insektengift
Typ II - Zellschädigung Sehr seltene Allergieform, verzögerte Reaktionen, Folgeschäden möglich Medikamente
Typ III - Antigen-Antikörper-Komplex Zeitraum zwischen Kontakt und allergischer Reaktion beträgt mindestens sechs Stunden Pilzsporen
Typ IV - Spättyp Zeitraum zwischen Kontakt und allergischer Reaktion beträgt mindestens 24 Stunden Autoimmunreaktionen, Abstoßreaktionen von Transplantaten

Die meisten Allergien lassen sich anhand der vorhandenen Antikörper und der dadurch ausgelösten körperlichen Symptomatik eindeutig diesen vier Allergietypen zuordnen.

Dem Soforttyp kommt dabei die größte Bedeutung zu. Etwa 90 Prozent aller Allergien lassen sich dieser Gruppe zuordnen.

Hinsichtlich der Aufnahmemöglichkeit lassen sich folgende Allergieformen unterscheiden:

Art Reaktion
Inhalationsallergie Die Allergene werden eingeatmet, zum Beispiel in Form von Hausstaub und Pollen.
Nahrungsmittelallergie Die Allergene werden über die Nahrung aufgenommen. Hier können Nüsse, Eier, Fisch oder Erdbeeren als häufige Allergieauslöser genannt werden.
Arzneimittelallergie Die allergische Reaktion tritt als Folge von Medikamenteneinnahme oder dem Verabreichen von Infusionen ein. Eines der häufigsten Allergene ist hierbei Penicillin.
Insektengiftallergie Die allergische Reaktion tritt nach einem Stich durch Bienen oder Wespen auf.
Parasitäre Allergie Die Ursache sind Parasiten, zum Beispiel durch Wurmbefall. Möglich sind auch Infektionen mit Bakterien oder Viren.
Kontaktallergie Diese Allergien entwickeln sich durch den Hautkontakt mit verschiedenen Stoffen. Häufig reagieren Personen auf Nickel, Kobalt oder verschiedene Kosmetika allergisch.

Was für Allergien gibt es?

Europaweit sind circa 60 Millionen Menschen von Allergien betroffen. Etwa die Hälfte davon lebt in Deutschland. Das Allergiepotenzial steigt ständig und die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt bereits, Allergien als erst zu nehmende Gesundheitsgefährdung zu betrachten.

Die häufigsten Allergien zusammengefasst:

  • Heuschnupfen
  • Pollenallergie
  • Hausstaubmilbenallergie
  • Asthma
  • Tierhaarallergie
  • Nahrungsmittelallergie
  • Insektengiftallergie
  • Berufsallergien

Pollenallergiker werden beinahe ganzjährig von allergischen Symptomen geplagt. Dabei dient der Pollenkalender als Orientierung.

Als häufig vorkommend und besonders allergenpotent gelten die Pollen von:

  • Hasel
  • Erle
  • Birke
  • Ruchgras
  • Wiesenfuchsschwanz
  • Knäuelgras
  • Roggen
  • Wegerich
  • Wiesenrispengras
  • Honiggras
  • Wiesenschwingel
  • Kammgras
  • Straußgras
  • Glatthafer
  • Beifuss

Der Pollenkalender gibt die Blütezeiten der einzelnen Gewächse an. Dabei werden neben der Hauptblüte auch die Vor- und Nachblüte berücksichtigt.

Somit ist ein Fahrplan für Allergiker gefunden, welcher ihnen Orientierung bietet und ggf. Maßnahmen ergreifen lässt.

  • Januar: Hasel, Erle
  • Februar: Hasel, Erle, Pappel, Weide, Ulme
  • März: Hasel, Erle, Pappel, Ulme, Weide, Esche, Hainbuche
  • April: Erle, Pappel, Ulme, Birke, Rotbuche, Eiche, Esche, Flieder, Löwenzahn, Raps, Ruchgras, Weide, Wiesenfuchsschwanz, Hainbuche, Platane
  • Mai: Eiche, Kiefer, Roggen, Platane, Birke, Rotbuche, Esche, Flieder, Löwenzahn, Raps, Ruchgras, Weide, Wiesenfuchsschwanz, Hainbuche, Holunder, Hopfen, Jasmin, Knäuelgras, Robinie, Wegerich, Wiesenrispengras
  • Juni: Raps, Ruchgras, Wiesenfuchsschwanz, Hainbuche, Holunder, Jasmin, Knäuelgras, Robinie, Roggen, Wegerich, Wiesenrispengras, Brennnessel, Honiggras, Liguster, Wiesenlieschgras, Wiesenschwingel, Gerste, Hafer, Kammgras, Sauerampfer, Linde, Straußgras, Weizen, Glatthafer
  • Juli: Raps, Wiesenfuchsschwanz, Wegerich, Brennnessel, Honiggras, Liguster, Wiesenlieschgras, Wiesenschwingel, Gerste, Hafer, Kammgras, Sauerampfer, Linde, Straußgras, Weizen
  • August: Raps, Wegerich, Brennnessel, Honiggras, Gänsfuß, Gerste, Kammgras, Sauerampfer, Straußgras, Beifuß
  • September: Gänsfuß, Beifuss, Brennnessel, Mais
  • Oktober: Brennnessel, Beifuß, Gänsefuß
  • November: Hasel, Erle
  • Dezember: Hasel, Erle

Gesundheitsexperten sagen für die nächsten Jahre eine wahre Allergie-Explosion voraus.

Das Robert-Koch-Institut hat eine Umfrage durchgeführt, welche zu dem Ergebnis kam, dass jeder fünfte Bundesbürger eine Überempfindlichkeit gegenüber Pollen entwickelt.

Die häufigsten Allergien sind in folgender Tabelle zusammengefasst und werden mit ihren Symptomen und Ursachen genannt.

Allergie Symptome Ursache
Asthma Atemnot, pfeifendes Geräusch beim Ausatmen, Hustenanfälle Pollen, Staub, Tierhaare, Luftverschmutzung, körperliche Anstrengung
Arzneimittelallergie Fließschnupfen, Atemnot, Nesselsucht, Verdauungsbeschwerden Antibiotika, Schmerzmittel, Chemotherapeutika
Hausstaubmilbenallergie Niesreiz, gerötete Augen, Atemnot, Hautausschläge Protein des Milbenkots
Tierhaarallergie Niesreiz, juckende Augen, Atemnot, Hautausschläge Speichel, Tränenflüssigkeit, Tierkot, Hautschuppen
Heuschnupfen Niesreiz, gerötete tränende Augen, Schlafmangel, angeschwollene, Schleimhäute Pollen
Pollenallergie Juckreiz am Gaumen, Entzündung der Mundschleimhaut, Schwellungen an Lippen und Mundschleimhaut Kreuzreaktion auf mit dem Allergen verwandte Pollen
Kontaktallergie Hautrötung, Hautschwellung, Juckreiz, Bläschenbildung Kosmetikprodukte, Uhren, Schmuck, Kleidung
Latexallergie Fließschnupfen, Bindehautentzündung, Atemnot Schutzhandschuhe, Gummibänder, Spritzen
Milcheiweißallergie Durchfall, Hautausschläge, Atemnot Kuhmilch
Nahrungsmittelallergie Schwellungen im Mundraum, Blähungen, Atemnot, Durchfall Fisch, Soja, Hühnerei, Nüsse

Was tun bei einer allergischen Reaktion?

Allergiker sind meist mit den Symptomen vertraut und wissen, worauf sie allergisch reagieren.

Kam es bislang noch zu keiner allergischen Reaktion, solltest du hellhörig werden, wenn eine plötzliche Reaktion nach dem Essen oder der Einnahme von Medikamenten eintritt.

Symptome wie Hautausschläge, Juckreiz, Atembeschwerden, Übelkeit oder Schwindel könnten auf eine Allergie hinweisen.

Wenn du das Gefühl hast, eine allergische Reaktion erlebt zu haben, solltest du einen Allergologen aufsuchen. Der Facharzt kann die Diagnose stellen und das weitere Vorgehen mit dir absprechen.

Wer unter einer Nahrungsmittel- oder Insektengiftallergie leidet, sollte sich mit einem Notfallset versorgen und dies stets griffbereit halten. Ein Adrenalin-Pen kann verhindern, dass es zu einer Anaphylaxie kommt.

Diese extreme Form der Allergie kann innerhalb kurzer Zeit zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall führen. Ausgelöst wird diese Allergieform durch die vermehrte Histaminausschüttung.

Kann man Allergien heilen?

Generell muss gesagt werden, dass allergische Beschwerden auftreten, solange sich Allergene im Organismus befinden. Dennoch gibt es Hoffnung für Allergiker, denn Allergien gelten als gut behandelbar.

Für verschiedene Allergien wird sogar eine dauerhafte Heilung versprochen, da die moderne Medizin wirksame Präparate entwickelt hat. Es werden bereits erste Versuche unternommen, Allergien mit Impfstoffen zu besiegen.

Für die Behandlung von Allergien können verschiedene Behandlungsoptionen gefunden werden:

  • Karenz
  • Symptomatische Behandlung – der Einsatz von Medikamenten
  • Hyposensibilisierung

Karenz – die sichere Lösung

Als einfacher und sicherer Weg gilt die Karenz, die Vermeidung des Kontaktes mit den Allergenen. In der Praxis kann dieser Schritt jedoch nur selten umgesetzt werden. Allergene sind weit verbreitet und wir kommen beinahe täglich mit ihnen in Kontakt.

Bei Pollen, Hausstaubmilben und Schimmelpilzen ist die Karenz nahezu unmöglich. Wird die Allergenbelastung reduziert, kann sich die Lebensqualität der Allergiker bereits entscheidend verbessern.

Symptomatische Behandlung – der Einsatz von Medikamenten

Akute allergische Beschwerden lassen sich mit rezeptfrei erhältlichen Antihistaminika gut behandeln. Lässt sich damit keine Wirkung erzielen, kann der Arzt Kortisonpräparate verschreiben.

Der gezielte Einsatz von Medikamenten kann zu einer raschen Minderung der allergischen Reaktion führen. (Bildquelle: 123rf.com / 52702092)

Medikamente können schnell Linderung bringen und besitzen vergleichsweise geringe Nebenwirkungen. Allerdings lässt sich durch die Medikation keine Langzeitwirkung erzielen.

Hyposensibilisierung – das Unheil an der Wurzel packen

Verschlimmern sich Allergien und die beschriebenen Maßnahmen bleiben wirkungslos, sollte über eine Hyposensibilisierung nachgedacht werden. Dabei wird das entsprechende Allergen in gesteigerten Dosen verabreicht, bis das Immunsystem sich nicht mehr dagegen wehrt.

Die Vor- und Nachteile der beschriebenen Behandlungsmethoden zeigt folgende Übersicht:

Behandlungsform Vorteile Nachteile
Karenz Einfach anzuwenden, keine Kosten, sicher in der Wirkung Im Alltag kaum umsetzbar, Einschränkungen im Alltag müssen hingenommen werden.
Medikamente Schnelle Einnahme, zuverlässig in der Wirkung Langfristige Einnahme notwendig, Nebenwirkungen, hoher Preis
Hyposensibilisierung Besserung von Dauer, Heilung möglich, Kostenübernahme möglich Langfristig, Kostenfrage

Bleiben Allergien unbehandelt, tritt mit der Zeit ein Verschlechterung ein. Die Allergien entwickeln sich zu einer chronischen Erkrankung.

Es können sich folgenschwere Erkrankungen wie Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen bis hin zu dauerhaften Organschäden entwickeln.

Allergien: Praktische Anwendung und Vorteile

Weltweit existieren etwa zwölf Millionen Pollenallergiker. Etwa zehn Millionen Menschen sind an Asthma erkrankt. Die veränderten Lebens- und Ernährungsgewohnheiten und die steigende Umweltbelastung führen zu einem stetigen Anstieg von Allergien.

Die Dunkelziffer ist hoch und es wird von etwa zehn Prozent der Bevölkerung ausgegangen.

Welche Medikamente bei Allergien?

Eine medikamentöse Behandlung von Allergien sollte nicht auf eigene Faust erfolgen. Der Arzt wird einen Allergietest durchführen und damit Gewissheit über die entsprechenden Allergene liefern.

Bei der Behandlung kann auf unterschiedliche Medikamente gesetzt werden. Diese können eine allergische Reaktion entweder abschwächen oder unterbinden. Dabei wird in systemische und topische Medikamente unterteilt.

Systemische Medikamente wirken auf den gesamten Körper ein. Dabei handelt es sich um Tabletten oder Injektionen. Topische Medikamente bleiben auf den entsprechenden Körperbereich beschränkt. Unter diese Rubrik fallen Salben, Asthma-Sprays oder Augentropfen.

Macht ein Arzt einen Allergietest bei Verdacht auf eine Allergie?

Beim Verdacht auf eine Allergie sollte ein Facharzt aufgesucht werden. Dieser wird zunächst Einblicke in die Krankengeschichte seines Patienten fordern. Eine eingehende Anamnese wird deutlich machen, wann die Allergie auftritt und welche Stoffe hierfür in Frage kommen.

Allergien können sich auf viele verschiedene Bereiche unseres Körpers auswirken und eine entsprechend breite Symptomatik zeigen.

Betroffene Körperregion Mögliche Symptomatik
Atmung Schnupfen, Niesreiz, Schwellungen, Asthma
Augen Tränende Augen, juckende Augen, Lidschwellungen, Bindehautentzündung
Blut Zerstörung von Blutkörperchen oder Blutplättchen
Blutgefäße Entzündungen, Schockzustand
Gelenke Entzündungen
Haut Ekzem, Schwellungen, Rötungen, Quaddelbildung
Nieren Entzündungen
Verdauungssystem Durchfall, Blähungen, Übelkeit, Entzündungen
Nervensystem Fieber

Endgültige Sicherheit bringt ein Allergie-Test. Hierfür besitzt der Mediziner verschiedene Möglichkeiten.

Hauttest

Der Hauttest gilt als Routinemaßnahme. Die entsprechenden Allergene werden auf die Haut aufgetragen und die Hautstelle wird leicht eingeritzt.

Nach etwa einer Viertelstunde werden die Hautstellen betrachtet. Zeichnen sich Hautveränderungen ab, liegt eine allergische Reaktion vor. Der Test ist einfach durchzuführen und auch für die Anwendung bei Kindern geeignet.

Intrakutantest

Dieser Test reagiert etwa 1.000 mal sensibler als der Hauttest. Das Allergen wird hierbei in die Haut gespritzt. Bei Nahrungsmittelallergien besteht die Gefahr, dass falsche positive Ergebnisse angezeigt werden.

Epikutantest

Beim Pflastertest musst du mit dem zu testenden Stoff getränkte Pflaster mehrere Tage auf der Haut tragen. Kleine Bläschen oder Rötungen deuten auf die allergische Reaktion hin. Dieser Test wird bevorzugt bei Unverträglichkeiten gegenüber Nickel oder Kobalt angewendet.

Provokationstest

Als sicherer Nachweis kann dieser Test abschließend durchgeführt werden. Das Allergen wird in Form von Spray oder Tropfen direkt in die Nase, die Augen oder auf die Bronchien gegeben.

Was tun bei Allergien beim Kind?

Mehr als ein Drittel aller Deutschen trägt die Neigung zu Allergien bereits in den Genen. Es muss jedoch nicht zwingend zum Ausbruch der Allergie kommen. Mütter, die ihre Kinder über einen längeren Zeitraum stillen, können den Ausbruch von Nahrungsmittelallergien vermutlich verhindern.

Allergien werden bei Kindern meist nicht sofort bemerkt. Schlafstörungen, nächtlicher Hustenreiz oder Hautausschlag können darauf hindeuten. Es empfiehlt sich, bei einem Verdacht nicht zu zögern und einen Allergietest durchführen zu lassen.

Zu den Frühsymptomen einer Allergie im Kindesalter zählen:

  • Hautrötungen
  • Juckreiz
  • Bauchschmerzen
  • juckende Augen

Die häufigsten auslösenden Allergene bei Kindern sind:

  • Bienengift
  • Wespengift
  • Kuhmilch
  • Hühnereiweiß
  • Penicillin

Allergien können im Kindesalter vermehrt und nacheinander auftreten. Dabei wird von einem „Etagenwechsel“ gesprochen. So dominieren in den ersten Lebensjahren Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien. Später manifestieren sich Atemwegsallergien.

Selbst Säuglinge können bereits im Mutterleib Antikörper bilden. Allergien sind in jedem Alter möglich. Je früher die Allergie beim Kind erkannt wird, umso geringer lässt sich das Risiko halten, in späteren Jahren an allergischem Asthma zu erkranken.

Je früher Allergien bei Kindern erkannt werden, desto eher lässt sich die Entwicklung eines späteren allergischen Asthmas verhindern. (Bildquelle: 123rf.com / 71799841)

Besonders bei Teenagern ist die Zahl der von Heuschnupfen betroffenen stark angestiegen. Ohne rechtzeitige Behandlung entwickelt etwa die Hälfte der Betroffenen nach drei Jahren Asthma, ist sich der Chef der Kinderklinik der Charité sicher.

Das Allergierisiko lässt sich durch verschiedene Prinzipien reduzieren:

  • Wer auf Haustiere verzichtet, vermindert die Aufnahme potenzieller Allergene beim Kind.
  • Ebenso sollte in der Wohnung nicht geraucht werden.
  • In Teppichen sammeln sich Hausstaub, Pollen und Tierhaare. Holz- oder Parkettfußböden sind vorteilhafter.

Nahrungsmittel mit einem hohen Potential an Allergenen sollten erst nach Vollendung des ersten Lebensjahres verabreicht werden. Dazu zählen Allergien gegen Nüsse, Kuhmilch, Fisch oder Eier.

Fazit

Allergien stehen für Erkrankungen, die aufgrund einer Sensibilisierung durch Allergene mit krankhaft übersteigerten Abwehrreaktionen einhergehen. Allergische Reaktionen nehmen zu und zeigen ein vielfältiges Erscheinungsbild und ganz unterschiedliche Symptome.

Die moderne Medizin hat ein Netz aus Diagnose- und Therapieverfahren entwickelt. Die Diagnose sollte von einem Facharzt gestellt werden. Dieser kann die betreffenden Allergene feststellen, Ratschläge erteilen und wenn notwendig eine entsprechende Therapie einleiten.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.allergieratgeber.de/allergien-verstehen/symptome

[2] https://www.netdoktor.de/krankheiten/allergie

[3] https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/allergien/symptome-krankheitsbild

[4] https://www.apotheken-umschau.de/Allergie